4 Tonnen Fliesen

Seit unserem Umzug sind wir überwiegend damit beschäftigt, Kartons und Möbelstücke von einem Zimmer in das nächste zu räumen. Ein wenig fühlt man sich hierbei wir ein einem überdimensionalen Schiebepuzzle. Aufgrund des Lieferverzugs unserer Fliesen scheint es als kämen wir so schnell aus diesem Dilemma nicht heraus.

Um so überraschender kam ein Anruf unseres Fliesenlieferanten. Die verlegene Stimme am anderen Ende der Telefonleitung lies dabei bereits schlimmes vermuten. Die gute Dame traute sich kaum uns mitzuteilen, das sich der Liefertermin unserer Fliesen inzwischen das dritte Mal verschiebt. Dieses Mal ist wohl die Schließung des Werkes verantwortlich, in der die Sockelleisten geschnitten werden. Allerdings konnten wir vereinbaren, dass wir die Bodenfliesen bereits ohne Sockelleisten geliefert  bekommen.

Vorrangige VerlandungEin Tag später lieferte die Spedition also dann die Fliesen. Allerdings scheint es, der Spediteur hatte nicht damit gerechnet, dass die 150 m2 Fliesen auf eine Baustelle geliefert werden. Das kam wohl so überraschend, dass der Fahrer nicht das passende Werkzeug hatte um die Paletten zu entladen. So wurde Lieferung Bordsteinkante wortwörtlich genommen.

Unsere Fliesen - Lieferung BorsteinkanteAlso durfte nun der Bauherr knappe 150 Pakete – oder umgerechnet 3,75 Tonnen Bodenfliesen zur Rückseite des Hauses befördern. Leider wurde eine Packung Fliesen aufgrund eine Packfehlers bereits beim Transport vollständig beschädigt. Zum Glück haben wir mit genügend Verschnitt gerechnet, so dass die eine Packung nicht sonderlich schmerzt.

Fliesen - Bruch beim Transport3,75 Tonnen Feinsteinzeug, 150 Runden um unser Haus und 5 Stunden später war das Werk dann vollbracht. Die Fliesen liegen (vor Regen geschützt)  unter unserem Dachvorstand.

Der FliesenbergDa leider unsere Garage nicht wie geplant in diese Woche geliefert wurde konnten wir auch weder Werkzeug noch Baumaterial dorthin verfrachten. Also werden wir noch einige Tage mit unserem Schiebepuzzle zurecht kommen müssen…

 

Das Klinkerdilemma

Wie einige Tage zuvor erfahren, gibt es wohl erhebliche Probleme mit dem von uns ausgewählten Klinker. Zur Erinnerung, wir hatten uns für einen sehr hellen Klinker der Firma Engersunder entschieden, so wie auch das Musterhaus von Danhaus verklinkert wurde.

Weiß Nun hat die Firma den Stein Royal Stone wohl aufgrund einer Vielzahl von Reklamationen aus dem Programm genommen. Der Leidtragende sind nun erst einmal der Bauherr und die Bauherr die ja eigentlich das Häuschen unter anderem aufgrund des Aussehens ausgewählt haben.

Grau oder Grau?Nachdem Danhaus, unser Bauleiter und Fa. Göllner versucht haben das Dilemma zu lösen, hat sich Herr Göllner Sr. persönlich auf den Weg gemacht um mit uns am nächsten Tag das Problem anzugehen.

hus23_wer_die_wahl_hatHerr Göllner hat uns dabei hatte ein paar Muster alternativen Steine mitgebracht, die wir direkt vor Ort begutachten konnten. Überhaupt hat Herr Göllner Sr. alles getan, damit wir eine rundum zufriedenstellende Lösung erhalten. Obendrein, hat er uns noch auf die zwei weißen Plastikleisten angesprochen, die wir vor einigen Tagen aus dem Container gefischt hatten. Das sind nämlich die Abschlusswinkel für den Erker, den die Klinkerleute später benötigen… ein Glück, haben wir die beiden dem sicheren Abfalltod entrissen…

Die mitgebrachten Steine der Firma Wienerberger weißen als Handformziegel eine ausgeprägtere Struktur als die Wasserstrichziegel von Engersunder auf. Da die Klinker nicht bemalt sind, sind diese jedoch einfacher von der Farbgebung. Die Farbe auf den ursprünglichen Steinen ist wohl auch der Grund für die Reklamationen. Nach einigen Jahren scheint hier die Farbe nach und nach ab zu platzen.
hus23_terca_silbergrauEntschieden haben wir uns nun für den Stein Terra Agora gedämpft silbergrauder. Farblich kommt der Stein der urspünglichen Wahl sehr nahe, und die Struktur gefällt uns sogar noch etwas besser als bei dem Engersunder Stein.

Sobald nach dem Streik der Deutschen Bahn bzw. der GDL wieder Speditionen mit freien LKWs zu finden sind, soll unser neu bemusterter Klinker auch schon geliefert werden…

Der Estrich kommt

Nachdem Montags bereits der Estrichleger zur Verlegung der 20cm Isolierung vor Ort war, und Acalaor am Montag Abend und Dienstag die Installation der Heizung in Erdgeschoss und Dachgeschoss fertiggestellt hatte, stand die dreiköpfige Estrichkolonne am Mittwoch schon um 08:15 Uhr vor der Tür. PutzmeisterInzwischen waren auch zwei Paletten Portlandzement, eine LKW Ladung Kies und der Putzmeister M740 vor Ort. 6 Stunden und 1.500 Liter Wasser später war der Estrich dann auch in beiden Räumen ordentlich verteilt.

Der Estrich fließt...Aus Laiensicht hat unser Estrichleger ordentliche Arbeit geleistet. Aussparungen bzw. Winklel an den Abflüssel, für unser Mehrspartenproblem und für die Nacharbeiten, die Acalor noch für die Zuführung zu erledigen hat, sitzen alle wie geplant. Da der Estrichleger im Technikraum den Abfluss bemerkte, hat er außerdem gefragt ob er ein kleines Gefälle vorsehen soll. Auch bei der geplanten Badewanne wurde explizit gefragt, ob denn eine Aussparung notwendig sei.  Hier war es gar nicht schlecht, dass der Bauherr den ganzen Tag vor Ort war und einen kritischen Blick auf das ganze Geschehen hatte.

Eigentlich soll das Haus nun vier Tage verschlossen sein, damit der Estrich genügen Zeit hat, abzubinden. Geöffnete oder gekippte Fenster könnten in dieser Zeit dazu führen, dass der Estrich durch vorzeitige Austrocknung schüsselt.

Alles kein Problem, wäre am Vorabend nicht die Fensterscheibe der Küchentür gewechselt worden. Zu unserem Schrecken war diese noch offen, zwar angelehnt aber eben nicht geschlossen. Der Türgriff hat’s verraten.

Verräterischer Griff - die offene KüchentürNach kurzer Rücksprache mit unserem Bauleiter haben wir die Tür mit jeder Menge Klebeband abgedichtet. Da der Estrich nach 24 Stunden bereits abgebunden hat und (vorsichtig) begehbar (= keine Punktbelastung) ist, hatte wir abgesprochen am kommenden Abend die Türe von innen zu verschließen.

Am nächsten Morgen Stand wieder  „Kommando Fassadestreichen“ auf dem Programm. Um so größer der Schreck, all wir im Obergeschoss an der Außenseite des Bades jede Menge Kondenswasser an der Malerfolie feststellen mussten.

KondenswasserIrgendwie Glück im Ungllück, dass wir gerade dieses eine Fenster noch mit Folie zugeklebt hatten. Nach einem kurzen Kontrollgang auf dem Gerüst hatte sich nämlich unserer schlimmste Befürchtung bewahrheitet: Das Fenster war nicht geschlossen, sondern, ähnlich wie die Küchentür, lediglich angelehnt.  Also haben wir auch dieses Fenster von außen mit gefühlten zehn Kilometern Klebeband abgedichtet.

Badfesner provisorisch abgedichtet...Unser Provisorium musste nun nochmals ein Tag halten, bis wir mit Leiter und einem Brett zum unterlegen anrücken konnten. Da bei dem dem frischen Estrich eine Punktbelastung vermieden werden soll, legt man unter die Leiter ein Brett, eine Styroporplatte oder ähnliches um die Lasst besser zu verteilen. Bei 100% Luftfeuchtigkeit und durch den reagierenden Zement erzeugte subtropischen Temperaturen durfte sich der Bauherr also zu den einzelnen Fenstern vorarbeiten. Nach geglückter Mission war nun auch endlich Durchatmen angesagt. Für den Rest der Woche darf der Estrich nun ungestört abbinden.

Alles in allem hatten wir Glück im Unglück. Die offene Küchentür wurde rechtzeitig bemerkt, das Badfenster war glücklicherweise mit Folie abgeklebt.  Sollen wir jemals wieder bauen, werden wir uns höchstpersönlich vor der Einbringung des Estrichs versichern, dass alle Türen und Fenster korrekt verschlossen sind.

Ab kommende Woche startet dann unser Lüftungsdienst. Drei Mal täglich für zehn Minuten Stoßlüften…

Mehrspartenüberraschung

Kurz vor dem verlängerten Wochende war nun auch noch die Estrichfirma vor Ort. Zum Glück hatte der Bauherr alles für den Streichmarathon vorbereitet und war vor Ort, denn leider hatte der Mitarbeiter der Estrichfirma den Hausschlüssel vergessen.

Beim Vermessen wurde dann festgestellt, dass die Mehrspartenhauseinführung (MSH) wohl nicht der Anleitung entsprechend eingebaut wurde. Rechnet man nun Aufbau des Fußbodens inklusive Dämmung, Estrich und Fliesen, fehlen exakt 8 cm.

Mehrsparte

Ein Blick in die Montageanleitung zeigt, dass anstelle der Markierung für die Oberkante Rohfußboden, die Markierung für den einkürzbaren Bereich als Oberkante verwendet wurde. Der einkürzbare Bereich bedeutet, dass die MSH abgeschnitten werden kann, falls das Rohbauteil aus dem fertigen Fußboden schaut. Am Ende wird nämlich ein Dichtset aufgesetzt, dass bündig mit dem Fertigfußboden abschließen soll.

Ein Blick in die Anleitung der Dokumentation der Firma Hauff-Technik verdeutlicht das Problem.

hus23_hauff_mshHier wurden sieben Zentimeter verschenkt. Hätte Firma Göllner beim Einbau auf die Höhe des FFB geachtet, hätte man vielleicht die MSH sogar noch einen Zentimeter nach oben gesetzt, da sie eigentlich nur 7 cm Spiel gehabt hätte.

So oder so, das Problem ist erst einmal da, und alle soweit vom Estrichleger vorgetragenen Varianten sind eher der Kategorie „nicht zufriedenstellen“ zuzurechnen.

Jetzt warten wir erst einmal ab, was unser Bauleiter dazu sagt. Viel Zeit bleibt nicht mehr, da bereits am Montag die Estrichfirma kommt um die Isolation zu verlegen. Vor die MSH kommt nun wohl erst einmal ein Winkel, so dass diese nicht im Estrich liegt. So war das ganze leider nicht geplant…

Heiter bis Stürmisch

Nachdem am Wochenende heftige Windböen die provisorische Dachabdeckung aufgerissen hatten, hofften wir heute auf unserer Zimmerleute, dass das Dach möglichst schnell abgedichtet wird. Leider hatte sich inzwischen die Abdeckplane vom gesamten Hauptdach gelöst und der anhaltende Wind hat ein mittlerweile 20 bis 30 m2 großes Loch in das Dach gerissen.

Leider wurden die Zimmerleute auf eine andere Baustelle abgezogen um etwas zu reparieren, was nun leider zur Folge hat, dass sie wohl hier einiges mehr zu reparieren haben werden. Leider wusste auch der Danhaus Bauleiter nichts von der kurzfristigen Umdisponierung der Zimmerleute und erfuhr erst durch unseren Anruf von der brach liegenden Baustelle.

Inzwischen hatte sich zu Wind und Loch auch noch Regen gesellt und fängt an allmählich unser Häuschen unter Wasser zu setzen. Die Bitumenbahnen sind dicht, das ist die gute Nachricht. Leider steht zwischenzeitlich der nahezu der gesamte vordere Teil des Hauses mehr oder weniger unter Wasser. Im Technikraum kann man mittlerweile sogar für den Iron Man trainieren.  Das Wasser steht hier ungefähr 1cm hoch.

Technikraum - LandunterWeniger schlimm sieht es in der zukünftigen Küche aus, auch wenn man nicht wirklich trockenen Fußes auf die andere Seite kommt.

Küche - LandunterWeniger schlimm hat es das Gäste WC getroffen. Hier ist zumindest die eine Hälfte trocken.

Gäste WC - Fast LandunterIm Eingangsbereich steht auch das Wasser.

die Wände ziehen FeuchtigkeitDen Wänden selbst scheint der Schlagregen eher weniger ausgemacht zu haben. Hier können wir froh sein, dass Danhaus Fermacell und noich Rigips verbaut.

Auch das durch die Sturmböen freigelegte Holz zeigt hat sich an den Regenmassen ergötzt. Um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen wurden die wehenden Enden der Plane kurzerhand vom Bauherren bei gefühlten Orkanwinden an die Lattung geknotet und genagelt um dem Wind weniger Angriffsfläche zu geben. Leider habe sich durch die umherwehenden Fetzen bereits Konterlatten gelöst und ein Teil der Plane hat sich in gefährliche Nähe des Nachbarkamins begeben. Somit sollte zumindest des Nachbarn Hab und Gut nicht mehr in Gefahr  als auch umherschweifende Passanten vor herab-prasselnden Konterlatten geschützt sein.

Der volle Dank gebührt dem Sturmtief Niklas, das unserer Nerven auf’s äußerste Reizt.

Die Binder - NassAlles in allem sind wir nicht sonderlich glücklich über diese Entwicklung, ändern können wir daran aber.  Nun plötzlich sind die 3.000 € für den DEKRA Gutachter die wohl am besten angelegten Euros unseres ganzen Bauvorhabens. Vielleicht haben wir Glück und die Wände sind am Boden abgedichtet. Vielleicht haben wir aber auch Pech und es regnet heute Nacht noch einmal…  Wir hoffen einmal, dass unser geplantes Richtfest, im wahrsten Sinn des Wortes, nicht ins Wasser fällt…

Leider haben wir außerdem erfahren, dass heute doch nicht unser Kamin kam. Nachdem der Termin vergangene Woche bereits nicht gehalten wurde, konnte unser Schiedel Kinfire wohl auch heute nicht geliefert werden. Es ist jetzt aber auch nicht so, dass die Bauherren nicht bereits vor elf Monaten ihr Interesse an dem Kamin Kund getan hätten… Wäre der Kamin nämlich wie geplant am Richttag gekommen, wäre das Dach abgedichtet gewesen, hätte es nicht ins Haus geregnet, hätten jetzt alle wesentlich weniger Arbeit…

Auf jeden Fall waren die Kaminbauer oder andere fleißige Helferlein vor Ort und haben bis zum Eintreffen der Bauherren das Fundament des Kamins erstellt. Am einzigen noch trockenen Platz des Hauses.

Das Kamin FundamentMorgen soll nun die Sanitärfirma Müller und die Elektrofirma Elku kommen. Im Moment klafft ein riesiges Loch im Dach, das EG steht unter Wasser und im OG sind noch keine Bodenplatten verlegt oder Wände gestellt.  Der Bauherr ist demnach gespannt, wie es da nun weiter gehen soll und hat kurzfristig Urlaub beantragt um das Schauspiel live mit zu erleben.

Der erste Sturm

Gestern hatten wir den Bauplatz von übrig gebliebenem Bauholz und Metall befreit und uns vom ordentlichen Zustand der Baustelle überzeugt. Heute wollten wir für die kommenden Tage einiges an Verpflegung für die Zimmerleute vorbereiten und mussten leider feststellen, dass eine riesige Lücke in der Dachabdeckung klaffte. Der heftige Sturm mit Windböen von bis zu 100 km/h hat ein Teil der provisorischen Abdeckplane abgerissen.

Ein Loch in der AbdeckplaneEin Blick ins Innere des Hauses hat uns zunächst die schlimmste Befürchtung genommen. Der Regen ist so gering, dass zumindest im EG kein Wasser war. Allerdings konnte beim Blick nach oben das volle Ausmaß der „Sturmschäden“ betrachtet werden.

SturmschädenSowohl dem Giebel als auch der DG Wand konnte die Feuchtigkeit angesehen werden. Nun bleibt zu hoffen, dass die Wände schnell wieder austrocknen. Zwei Tage zuvor hatten wir uns diesbezüglich noch mit unserem Bauleiter unterhalten, dass die verarbeiteten Fermacellplatten hier weniger anfällig als Rigips sind. Von daher sind unserer Sorgen mehr auf das Nachbarhaus gerichtet. Die Windböen sind so stark, dass das Besteigen des Gerüsts kaum unmöglich ist. Die Wucht der im Wind flatternde Plane dürfte genügen um eine mittlere Fregatte ohne Probleme über den Atlantik segeln zu lassen. Volle Fahrt vorrraus!Glücklicherweise ist die Hinterseite des Hauses nahezu vollständig mit Konterlatten und Lagerhölzern versehen, so dass dieser Teil des Hauses auf jeden Fall trocken bleibt.Daher haben wir unser ursprüngliches Vorhaben trotzdem umgesetzt und den Zimmerleuten eine Kaffeemaschine, ein Wasserkocher für Tee und einige Kleinigkeiten hingerichtet. Der morgige Tag wird anstrengend, das lässt der Zustand des Daches vermuten…

Verpflegung für die ZimmerleuteIm Moment hoffen wir lediglich, dass sich die Plane nicht vollständig löst und sich um das Kamin des Nachbarn wickelt und selbigen am Ende zu Fall bringt…

Und dann geht alles ganz ganz schnell

Eigentlich war für Freitag ein Baustellentermin mit Bauleiter, Erdarbeiter und Fundamentbauer, die Fa. Göllner, angesetzt. Zwei Tage vorher wurde der Termin jedoch kurzfristig um einen Tag vorverlegt. Also gestern auf heute. Der Kreis wurde auf außerdem auf Wunsch des Fundamentbauers mit unserem Vermesser erweitert. Bis wir zum vereinbarten Zeitpunkt auf der Baustelle (ja, jetzt ist es eine Baustelle) ankamen, hatte der Vermesser bereits die Grobabsteckung vorgenommen.

GrobabsteckungDas erste Mal erhalte nwir ein Gefühl dafür, wie große Garage und Haus sein werden, und wieviel Garten am Ende noch übrig sein wird.

Hus 23 GrobabsteckungBevor geklärt wird, wie hoch das Planum sein wird und wohin die Erde (es handelt sich um jede Menge Erde) geschoben wird, geht es darum wer wann was macht. Die Bodenplatte soll schon nächste Woche kommen. Also müssten die Erdarbeiten bis Dienstag, spätestens Mittwoch abgeschlossen sein. Unser Erdarbeiter hat jedoch nicht nur auf unserer  Baustelle zu tun, also wird gehandelt. Die Runde erinnert mich kurzfristig an meine ehemaligen Pokerrunden. Am Ende findet sich eine Lösung und es geht bereits in den nächsten Tagen los.

Sobald die Erdarbeiten abgeschlossen sind, wird es nochmals ein Vermessungsprotokoll geben, das dem Baurechtsamt vorgelegt wird. Sobald geschehen, wird es die endgültige Baufreigabe geben.

Da alles doch eher schneller als geplant passiert, überholen sich so manche Ereignisse. Also sind wir heute Nacht nochmals auf die Baustelle gefahren, und haben die Teilbaufreigabe ausgehängt. Ordnung muss sein. Die Erdarbeiten können nun offiziell beginnen.

TeilbaufreigabeZwischenzeitlich sind wir froh, die Mehrsparteneinführung bereits abgeholt zu haben. Bei der sich überschlagenden Ereignissen, hätte diese nicht mehr rechtzeitig geliefert werden können.

Natürlich kommen solche kurzfristigen Termine nie umsonst daher. Die Grobabsteckung hat uns spontan 200 € gekostet. Außerdem haben wir bereits am frühen Morgen erfahren, dass aufgrund unseres Bodengutachtens eine Tiefergründung notwendig ist. Anstelle 80 cm wird das Streifenfundament nun mit 1,05 m gegründet. Die Kosten trägt, nach Danhaus Bauleistungsbeschreibung, der Bauherr. Auch diese Überraschung in Höhe von 2.500 € gibt unser Puffer noch her. Noch…

Das erste Bauteil

Die vergangene Woche war nicht weniger nervenaufreibend als die Woche zuvor. Langsam gewöhnt man sich jedoch an die dringenden Anrufe morgens um halb neun.

Unser Netzbetreiber hat sich gemeldet, und die Bestellung unserer Mehrspartenhauseinführung in die Wege geleitet. Auf mehrmalige Nachfrage die Wochen zuvor wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass noch diverse Pläne vorgelegt werden müssten. Plötzlich scheint jedoch alles ganz schnell und wie von alleine zu passieren. Die Firma Elku hatte sich bei unserem Netzbetreiber gemeldet uns sich um alles gekümmert. IUns blieb also nur noch übrig die Bestellung der MHE zu unterzeichnen und abzuschicken. Zwei Wochen sollte dies dauern.

Am Morgen danach erhielten wir vom Lieferanten einen dringenden Anruf, die MHE könne abgeholt werden. Zwei Pakete und 24m Leerrohr. Dank Hänger (jetzt sind wir froh uns gegen ein Baustellenfahrzeug entschieden zu haben) konnten wir also unser erstes Bauteil unseres zukünftigen Hauses abholen.

Hus 23 MHE LeerrohreAuch Clayton hat sich gemeldet und uns unser zweites Bodengutachten, dank Aufpreis innerhalb weniger Tage geliefert. Kurzum: Keine Erdarbeiten bei schlechtem Wetter und Frost, und die unten aufgezeigte Aufschüttung darf nicht mit dem Aushub erfolgen. Leider lässt sich das Material laut Gutachten nicht verdichten und es muss auf sogenannten V1 Material zurückgegriffen werden, das entsprechend verdichtet werden kann. Wir hoffen der Aushub kann zumindest zur Geländemodellierung verwendet werden, um das Abfahren zu vermeiden. Eine Überraschung, auf die wir so kurz vor Baubeginn doch gerne verzichtet hätten. Das nächste Gespräch vor Ort mit Bauleiter, Erdarbeiter und der für die Gründung zuständige Firma wird Klarheit schaffen. Es bleibt also spannend….

Auch Danhaus hatte sich nochmals gemeldet, die Finanzierungsbestätigung lag noch nicht im Original vor. Wir hatten zwar eine Kopie per E-Mail und Fax zugesendet, hatten aber im Eifer des Gefechts vergessen, das Original nachzureichen. Auch das wurde noch kurzfristig erledigt.

Positive Überraschung gab es auf finanzieller Seite dennoch: Die geleistet Mehrwertsteuer der PV-Anlage wurde vom Finanzamt zurückerstattet.  Da wir  umsatzsteuerabzugsberechtigung sind, konnte die Rechnung der PV-Anlage bereits eingereicht werden, nachdem wir diese bereits bei Danhaus bezahlt hatten. Dafür hatten wir kurzfristig den Zahlungsplan angepasst. Danhaus hatte sich hier mehr als flexibel gezeigt. Unser Steuerberater hat das Restliche erledigt. wir hatten uns diesbezüglich bereits sehr früh mit unserem Steuerberater abgestimmt, was hier das beste Vorgehen ist. hier können wir nur raten: Frühzeitig erkundigen und sachkundige Unterstützung holen, sollte die Anschaffung einer PV-Anlage geplant sein.

Die zweite positive Überraschung war dann ein weitere Anrufers des Netzbetreibers. Die Versorgungsleitungen werden nicht auf dem kürzesten weg aus dem Gebäude sondern auf dem direkten Weg Richtung Übergabeschacht ausgeleitet. Dies bedeutet für die Trassenführung etliche Meter weniger Graben und Kabel und somit einige Euros weniger – sprichwörtlich – im Sand versenkt. So hatten wir die Trassenführung ursprünglich auch gewünscht.  Normen, DIN und Vorschriften hatten uns hier jedoch anfangs einen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Grötz lässt grüßen – die zweite Abschlagszahlung

Das neue Jahr ist erst vier Wochen alt, da lässt es sich auch die Firma Grötz nicht nehmen, eine zweite Abschlagszahlung einzufordern. Neuer Sachbearbeitern, 25% höhere Kosten – da war die Verwirrung erst einmal groß. Also haben wir die Unterlagen mit der ursprünglichen Auftragsbestätigung verglichen. Die Prüfung ergibt: Es ist alles korrekt, denn wir lassen die Gründung der Garagen durch die Firma Grötz durchführen. Auch von diesen Kosten gilt es die ursprünglich vereinbarten 40% bereits im Voraus zu begleichen.

Grötz - Zweite AbschlagszahlungDem Herzinfarkt ein Schritt näher, und 2.000 € ärmer geht es also weiter – zumindest auf dem Papier. Die meisten Kredite können nur in wenigen Teilbeträgen ausbezahlt werden. Da tut es gut, ähnlich wie bei uns, einige Reserven für den Bau auf einem Tagesgeldkonto vorrätig zu haben. Dadurch ziehen solche Überraschungen nicht allzu große bürokratische Konsequenzen nach sich…

Baugrunduntersuchung

Der vorläufige Richttermin ist bekannt, in wenigen Wochen sollte mit den Bodenarbeiten und der Gründung begonnen werden. Da kommt überraschend eine Nachricht von Danhaus. Leider ist das vorgelegte Bodengutachten nicht hinreichend für die Berechnung des Fundaments.

Grundsätzlich nicht tragisch, da wir sowohl ein weiteres Bodengutachten in der Kalkulation berücksichtigt hatten, als auch, dass wir bereits vor einem halben Jahr Angebote bzgl. der Gutachten eingeholt hatten. Wir hatten mehrere ansässige Institute und Geologen angeschrieben. Der Haken ist nun jedoch die Zeit: 20 Werktage Bearbeitungszeit – das wird sportlich mit der Gründung.

Wir haben auf eines der vorliegenden Angebote, der Firma Clayton, zurückgegriffen. Diese arbeitet mit Danhaus zusammen und wurde uns bereits von Hr. Kadesch empfohlen, sollten der aktuelle Fall tatsächlich eintreten.

Auch wenn es nun knapp wird, und die zusätzlichen Kosten ärgerlich sind, konnten wir den Auftrag noch am selben Tag vergeben. Auch hier konnte das Ingenieurbüro Kadesch wieder mit sagenhaften Reaktionszeiten überzeugen. Innerhalb weniger Stunden wurden sämtlich benötigte Unterlagen an Clayton übermittelt. Das lokale Ingenieurbüro, von dem das allgemeine Angebot stammte, konnte leider nicht überzeugen. Obwohl die Messungen schnell hätten durchgeführt werden können, wären wir hier preislich bei mehr als dem doppelten der Firma Clayton gelegen.

Von den Messungen werden wir wohl nichts mitbekommen, das Gutachten und die Rechnung dürften wohl das nächste sein, was wir hoffentlich in wenigen Tagen von Clayton erhalten. Hier war man übrigens sehr zuvorkommend und freundlich nimmt sich unseres jetzt doch noch kurzfristigen Anliegens schnell und unkompliziert an.

Allen Bauherren an der Stelle kann man raten bereits frühzeitig Angebote einzuholen. Damals hatte dies bei uns teilweise zwei bis drei Wochen gedauert, bis einzelne Anbieter geantwortet hatten. Alternativ kann man bei seinem Sachbearbeiter bei Danhaus nachfragen. Danhaus hat eine ganze Liste von Geologen und Firmen, die Gutachten in Zusammenarbeit mit Danhaus erstellen. Allerdings gilt es diese Liste zu erfragen.