Technikschnickschnack

Da draußen das Wetter immer ungemütlicher wird, können wir an der Außenanlage leider nicht wie erhofft weiter arbeiten. Die somit gewonnene Zeit wird somit für die Weihnatsvorbereitung aufgebracht. Wir nutzen dafür einige Komponenten unserer Hausautomation, die wir bereits in unserer alten Wohnung eingesetzt hatten, und nun nach und nach im neuen Haus wieder aufbauen.

Das IoT hat bei uns bereits seit einigen Jahren Einzug gehalten, ein Informatikerhaushalt ist dafür  ja mehr als prädestiniert. Vor dem Hausbau hatten wir uns einige Gedanken über eine mögliche Automatisierung in unserem Danhaus gemacht. EIB, KNX oder andere Bus-Systeme?  Die initiale Investition kann bei einem Bus-System einige tausend Euro betragen. Bei unserem Danhaus hätte die Basisinstallation um die 5.000 € gelegen.  Was ist, wenn sich das System nicht hält? Wie schaut es mit den Kosten für Komponenten und Instanthaltung aus?  Technik altert und geht kaputt und muß wieder angeschafft oder erneuert werden. Alles vernetzten oder doch nicht? eigentlich ist das IoT das Internet of „shitty“ Things. Weil so richtig funktioniert das ja alles doch nicht. Wir sprechen da aus Erfahrung.

In der alten Wohnung hatten wir eine  Zentralheizung, die Steuerung hatten wir mit MAX! Funk Heizungsreglern umgesetzt. Für die Steuerung haben wir das freie Home Automatisierungsprojekt openHAB eingesetzt und dafür eine passende Erweiterung entwickelt. Informatikerhaushalt eben. Da wir in der alten Wohnung keine Steuerungskabel verlegen konnten, haben wir voll und ganz auf eine Funksteuerung gesetzt. Eine kostengünstige Variante waren damals die Schalterserie von intertechno. Die konnten wir nun ohne Probleme mit ins neue Haus nehmen und haben diese für die vor uns liegende Weihnachtsbeleuchtung nochmals aufgestockt.

Intertechno Zwischensteckdosen

Um die im 433 MHz funkenden Komponenten selbst zu steuern, haben wir dazu das EZControl XS1 Funksteuergerät eingesetzt. Für Temperatur und Feuchtigkeit setzen wir auf Sensoren von ELV HMS-Sensoren bzw. die höherwertigen Sensoren von Oregon Scientific. Selbst in unsererm Aquarium hängt ein Funksensor um die Wassertemperatur stets kontrollieren zu können. Auch die Sensoren werden durch das XS1 ausgelesen. Zur Anzeige und Automatisierung verwenden wir auch hier openHAB.

openHAB Steuerung

Zwischenzeitlich haben wir auch einige Phillips Hue Lampen im Einsatz. Leider nur noch zwei, anstelle der drei aus dem Starterpack. Eine ging wohl leider beim Umzug verschüttet. Philipps liefert eine eigene App zur Steuerung bzw. auch hier existiert eine Erweiterung für openHAB, wodurch wir auch die Philipps Lampen zentral steuern können. Seit einiger Zeit kommt nun noch Möglichkeit dazu, die Hue Lampen über Appels Homekit zu steuern. Diese Variante nutzen wir gerne, da die Befehle direkt ins iPhone gesprochen werden können. Die AUtomatisierung der Hue haben wir teilweise mit der Plattform IFTTT umgesetzt. Das Licht blinkt, wenn es regnet und geht automatisch an, wenn die Sonne untergeht.

Phillips Hue Lampe

Ergänzt wird das ganze letztendlich durch das Canary Überwachungssystem. Neben Bewegungsmeldern, Infrarotsicht und Fernüberwachung verfügt das System auch über eine Sirene, die im Ernstfall auch von unterwegs aktiviert werden kann. Neben all den Technikspielereien, haben wir uns natürlich auch im Vorfeld Gedanken über den Einbruchschutz gemacht.  So sind alle Fenster, die leicht zugänglich sind mit einem erhöhten Einbruchschutz ausgestattet und auch abschließbar. Auch die Haustüre verfügt über eine entsprechende Sicherheitsstufe. Möglichkeiten, das eigene Heim abzusichern, finden sich beispielsweise in dem Ratgeber zum Einbruchschutz. Auch bei unseren Bauunterlagen wurde ein Ratgeber der örtlichen Polizeidienststelle beigefügt. Ergänzend zu mechanischen und technischen Mitteln unliebsame Besucher fernzuhalten, setzten wir zusätzlich auf ein traditionelles Mittel das auch bei einem Stromausfall tadellos funktioniert. Unsere 32 kg schwere Fellnase passt auch bei unserer Abwesenheit auf Haus und Grundstück auf. Derzeit liebäugeln wir darüber hinaus mit der ABUS Smartvest Funkalarmanlage, die wir uns vielleicht in der kömmenden Zeit näher anschauen wollen, ob wir damit das Canary System ersetzten oder ergänzen.

Canary

Beim Hausbau hatten wir uns bewusst gegen eine verkabelte Installation entschieden und haben auf traditionelle drei bzw. fünf-polige Schaltkreise gesetzt, die mit mechanischen Tastern ein- und ausgeschaltet werden. Basierend auf der festen Installation haben wir  als zukünftige Option  das HomeMatic System angedacht. Für die von Danhaus verbaute Merten Schalterserie existieren Adapter, so dass eine bestehende Installation umgebaut oder erweitert werden kann. So können Taster als auch Relais verbaut werden, um Steckdosen oder Lichter zu steuern.

Aufgrund der vielen Lösungen sind wir derzeit absolut zufrieden mit der Entscheidung zunächst auf eine rein traditionelle Verkabelung gesetzt zu haben. Alle unterschiedlichen Geräte und Plattformen miteinader zu verbinden ist beim aktuellen Stand der Technik zwar möglich, aber ein zeitintensiven Unterfangen, dass darüber hinaus einiges an technischem Know-How erfordert. Unserer Acalor Heizung, die Photovoltaik Anlage als auch der zentralen Stromverteiler möchte noch in der Sammelsurium der angebundenen und überwachten Geräte aufgenommen werden.

 

trnd Test: Yamaha MusicCast WX-010

Wir haben uns bei einem „Mitmach-Marketing“ bei trnd beworben um einmal die Yamaha MusicCast WX-010 Netzwerklautsprecher testen zu können.

Für unser Haus hatten wir damals keine HiFi Kabel verlegt, da wir der Meinung sind: Vernetze Lautsprecher in verschiedenen Räumen das ist die Zukunft.

Geliebäugelt hatten wir bereits schon letztes Jahr mit dem Sonos System. Leider ist das nicht ganz erschwinglich.

Um so mehr freuen wir uns das wir nun eine Preiswertere Variante testen können.

Zum testen haben wir eine schwarze und eine weiße Variante bekommen.

img_3973

Inbetriebnahme

Die Boxen werden aufgebaut an den Strom geschlossen (8W, im Standby 2W) und eingeschaltet.

Zusätzlich benötigt man noch die App „MusicCast“ von Yamaha. Die gibt es für Android als auch für iOS. Über die MusicCast App können die Netzwerklautsprecher in verschiedenen Räumen installiert und gesteuert werden.

img_3974

Bei der Installation senden die Netzwerklautsprecher ihr eigenes WLAN aus und können dann in das eigene WLAN (oder natürlich auch per LAN) gesetzt werden. Leider nur 2,4 GHz :(

Alles zusammen hat knapp 8 Minuten gedauert.

Funktionen

Laut Hersteller:

MusicCast ist eine Revolution des Netzwerkaudios und gibt Ihnen die Möglichkeit, alle MusicCast Produkte zusammen oder einzeln zu nutzen. Sie steuern alles über eine App, die intuitiv zu bedienen ist. Starten Sie mit einer Soundbar, einem Netzwerklautsprecher, einem AV-Receiver oder einer HiFi-Komponente und verbinden diese miteinander oder vergrößern Sie Ihr System nach und nach

Sprich ich kann klein Anfangen und weitere Systeme dazukaufen und miteinander nutzen.

Und wir sind wirklich am überlegen ob wir uns eine Soundbar für den TV zulegen.

Abspielen kann man an dem Gerät fast alles:

  • Musik vom Smartphone
  • PC
  • oder NAS
  • per Bluetooth und AirPlay
  • Spotify
  • Juke
  • Napster
  • Qobuz
  • Webradio

Leider kein AmazonMusic :(

Und ich muss sagen die AirPlay Funktion haben wir trotz der zahlreichen Apple Geräte nie genutzt und sind jetzt totaler Fan davon!

Frau kann jetzt auch beim nähen ordentlichen Sound haben :D

img_4042

Die App

Mit der App bin ich noch nicht ganz glücklich, gelegentlich bringt sie mir diesen StartScreen:

img_4060

Und ich muss sie erst schließen und wieder öffnen.

Ansonsten funktioniert sie aber. Und für alle die noch ein altes iPhone (4er mit iOS 7.2) haben: ja dort funktioniert sie auch allerdings natürlich nicht auf dem neusten Stand. Wobei ich hier nur gesehen habe, dass ich meinen Räumen keine Bilder zuweisen kann. Der Rest ist identisch.

img_4062 img_4063 img_4064

Die Radio Funktion nutzen wir am meisten, da wir für unseren Hund (wenn wir nicht da sind) das Radio laufen lassen. So weiß er immer das wir wieder kommen :)

Der Sound

Das ist wohl eines der schwierigeren Themen. Nicht weil wir Sie nicht bewerten können sondern eher weil es verschiedene Empfindungen gibt.

Zu unserem Höhrverhalten:

Wir hören am meisten Radio, Jazz, elektronische Musik oder eben Filme über die Lautsprecher.
Je nach Genre werden die Hochtöne oder die Tieftöne angepasst.

Das ist für uns völlig ausreichend. Auch wenn wir mal voll aufdrehen ist der Klang super und es kommt zu keinem kratzen oder knacken.

Fazit:

Wir sind bis jetzt positiv überrascht und werden noch eine Weile testen.
Wir möchten noch gerne die Stero-Funktion nutzen (Lautsprecher werden via MusicCast App verbunden und fungieren dann als linker und rechter Lautsprecher).

Strom im Schrank

Der Arbeit zum Trotz versuchen wir jeden Tag ein kleines Stückchen weiter am Haus zu kommen. Da sucht man sich auch mal die kleineren Baustellen aus. Diese Woche war beispielsweise die längst überfällige Elektrifizierung unseres PAX Kleiderschrankes an der Reihe. Von Anfang an hatten wir von Elku einen Wandauslass an der Rückseite unseres Schrankes geplant. Das Kabel hing hier nun seit Monaten aus der Wand, und seit wir den PAX Schrank aufgebaut hatten in eben selbigem.

Strom im Schrank

Für die Beleuchtung haben wir uns für die IKEA Striberg Lichtleiste entschieden. Die Trafos können in Reihe geschaltet werden, so dass lediglich eine Steckdose benötigt wird. Da man ja nie weiß, was noch so alles in einem Kleiderschrank verbaut wird, haben wir uns eine Zweifachaufputzdose- bzw. -aufbaudose geholt. Obwohl wir hier nicht gerade zum günstigesten Modell gegriffen hatten, hat sich die Montage als eher lästig herausgestellt, da die Kabelverbindungen altmodisch mit Schrauben hergestellt werden. Als Notiz an uns selbst, werden wir zukünftig nur noch Bauteile mit Steckverbindungen kaufen. Ein Vorteil hierbei ist, dass sich Steckverbindungen nicht mit der Zeit „losdrehen“ und nachgezogen werden müssen, wie man das von althergebrachten Lüsterklemmen kennt.

Steckdose im SchrankNachdem die Steckdose montiert war haben wir die LED-Leisten montiert und die Kabel gezogen. Damit es nicht allzu wild im Schrank ausschaut (und wir die Kabel nicht an der Rückwand entlang führen können) haben wir weiße, selbstklebende 7mm Kabelkanäle im Schrank verlegt.

Licht im KleiderschrankDie Lichtleiste verfügt über drei Stellungen, An, Aus und Automatik, wobei die Automatik dank Sensor das Licht anschaltet, sobald sich die Schranktür öffnet. So ganz haben wir den Sensor noch nicht verstanden, da die Lichter auch funktionieren, wenn man die Schranktür im Dunkeln öffnet, handelt es sich wohl nicht um einen Helligkeits- sondern Licht- oder Bewegungssensor. Tür auf, Licht an. So soll es sein. Das „Wie“ und „Warum“ ist dann erst einmal zweitrangig. Auf jeden Fall sind wir einen kleinen Schritt weiter.

Leider haben wir hier erst einmal einen von vier Schränken aufgerüstet, die drei restlichen folgen in den nächsten Tagen. Hier gilt es noch einige Durchführungen zwischen den Schränken zu bohren…

Stromtarif

Nachdem unser Stromanschluss vor guten zwei Wochen fertig gestellt wurde und unserer Heizung zwischenzeitlich das Estrichheizprogramm durchlaufen hat wurde es Zeit sich Gedanken über den Stromtarif zu machen.

Da diese Woche die Bestätigung unseres Netzbetreibers (EnBW) über die Versorgung im Grundtarif bei uns ankam, nahmen wir das zum Anlass die Tarif etwas genauer anzuschauen.

Wir haben uns bei unserer Danhaus Installation (mit Acalor Wärmepumpe und PV-Anlage) für eine Installation mit einem einzigen Zähler entschieden. Hinsichtlich der PV-Anlage ist ein zweiter Zähler erst ab einer Leistung von 10 kWp erforderlich. Hier haben wir uns im Vorfeld bei unserem Netzbetreiber informiert, da wir die Anlage später auf der Garage erweitern möchten.

Mit einem einzigen Zähler und der Wärmepumpe hat der Netzbetreiber nun eine Abschlagszahlung von knappen 85€ veranschlagt, was einem normalen Verbrauch eins Zwei- bis Dreipersonenhaushaltes entspricht.

Außerdem haben wir uns ausdrücklich gegen einen extra Wärempstromtarif entschieden. Während 15 anstelle von 25 Cent zunächst verlockend klingen, sind wir von der Vorstellung der Sperrzeiten, die unweigerlich mit Wärmepumpentarifen kommen, nicht begeistert. Zum einen kann es bei Heizungsanlagen aufgrund der Sperrzeiten immer zu Komplikationen kommen – auch Acalor ist davor nicht gefeit – zum anderen wäre in unserer Region eine 3 x 2 Stunden Sperrzeit hinzunehmen. Bei der Danhaus Polarisolierung und dem doch recht recht trägen Wärmespeicher Estrich scheinen die Abschaltzeiten zunächst nicht relevant zu sein, für uns haben letzendlich folgende Punkte trotzdem dagegen gesprochen:

  • Zählermiete für einen zweiten Stromzähler,
  • die Direktkopplung mit PV-Anlage ist ggf. komplizierter, da zwei Stromkreise,
  • die Aufheizspanne erfordert ggf. mehr Energie als bei einem kontinuierlichen Dauerheizen (wir sprechen hier ja nicht von Nachtabsenkung, sondern von drei Zwangsabschaltungen),
  • das An- und Ausschalten der Anlage kann u.E. nicht gut für die Elektronik sein – und wir haben gesehen  wie viel Elektronik in unserer Anlage verbaut ist und ganz wichtig
  • ist der 200 Liter Wasserspeicher leer und es findet gerade eine Zwangsabschaltung statt, bleibt das Wasser kalt.

Zugegeben, es handelt sich überwiegend um Luxusprobleme, aber gerade bei einer solche ausgefeilten Anlage wie der Acalor Heizung sollte man sich einige Gedanken machen.

Die Acalor Anlage besitzt ein Leistungszahl von 4,0 was umgerechnet 25% Primärenergieeinsatz und 75% Umweltwärme entspricht. Außerdem nutzen wir unserer PV-Anlage mit Batteriespeicher. Also haben wir nun letztendlich den fossilen Brennstoffen heizungsweise gänzlich entsagt und haben auf einen Stromtarif auf Basis regenerativer Energien gesetzt. Zwar ist die Grundgebühr mit 9€/Monat 50% höher als bei anderen Tarifen, die Stromkosten jedoch sogar einen Cent günstiger als im Basistarif.

Gerade als IT-Haushalt müssen wir uns so weniger Gedanken (aka schlechtes Gewissen) um den Stromverbrauch von Laptop, Server & Co. machen. Nach Ablauf unserer Vertragslaufzeit werden wir dann sicherlich auch mit anderen Anbietern in diesem Feld vergleichen…

Acalor Hintergrundinformationen

Inzwischen stehen wir ja auch in Kontakt mit de Fa. Acalor Technik Scheel,  die unserer Wärmepumpe installieren wird. Alle Fragen, die wie bisher hatten wurden prompt beantwortet, in der Regel haben wir auch Bilder erhalten, wo die Installation etc. zu sehen waren.

Da wir die Bodenbeläge in Eigenleistung erbringen, war die Frage, kommt der Warmwasserspeicher auf den Estrich, muss vorher gefliest werden etc.  Auch bei dieser Frage wurde uns schnell geholfen. Die Installation erfolgt in der Regel vor den Estricharbeiten, wobei der Speicher auf einem Sockel steht. Somit lässt sich später gegen eine gerade Kante des Sockels fliesen.

Neben der Informationen auf der Firmenseite selbst, sind wir auf den Blog https://hinnerks.wordpress.com/ gestoßen. Einerseits etwas ominös, da nicht wirklich klar wird von wem der Blog stammt, andererseits sehr aufschlussreich was die Technologie hinter der Acalor Wärmepumpe angeht. Dahinter steht wohl eine Immobilienagentur aus Winfelden.

P.S. Lieber Herr Warter, sollten Sie einmal über diesen Artikel stolpern, melden Sie sich, wir helfen Ihnen dann gerne Ihre Seite oder Ihren Blog etwas besser zu positionieren.

Baustellenkamera BCC100 Ersteinsatz

Vor einigen Wochen hatten wir uns die Baustellenkamera BCC100 der Firma Brinno zugelegt. Den ersten Außeneinsatz hatte die Kamera testweise nun auch hinter sich. Da wir derzeit noch an den optimalen Einstellungen (Aufnahmeintervall, FPS etc.) spielen wollten wir die Kamera einfach einmal einen Tag laufen lassen.

BCC100 montiertMontiert wurde das Gehäuse mittels einer alten Zwinge mit 1/4-Zoll-20-Gang-UNC-Gewinde.

Das BCC100 GehäuseDas Gehäuse macht dabei einen sehr stabilen Eindruck. Die Linse lässt sich jedoch nicht schwenken, sondern ist im rechten Winkel nach vorne gerichtet. Sämtliche Justierung lässt sich demnach nur über die Halterung realisieren.

Die Zeitrafferaufnahme konnte bei einem Bild/Sekunde und 30 FPS soweit überzeugen. Die Aufnahmequalität bei Tageslicht ist überraschend gut, wesentlich besser als wir ursprünglich erwartet hätten. Bei der Aufnahme lässt sich zeitweise eine Reflektion in der rechten oberen Ecke erkennen. Hierbei handelt es sich um eine Spiegelung im Allwettergehäuse, die ohne Gehäuse jedoch nicht auftritt.

Die Einstellung, mit welchem Intervall die Bilder gemacht werden und mit welcher Geschwindigkeit (FPS) diese wiedergegeben werden, werden vor de, Aufnahmestart festgelegt. Das ist insofern wichtig, da das Video beim Beenden der Aufnahmen direkt in der Kamera gerendert wird. Die Einzelaufnahmen liegen danach nicht mehr vor. Das war uns bisher so nicht bewusst.

Baustellengadget

Der erste Spatenstich ist noch nicht gesetzt, haben wir bereits unser erstes Baustellengadget: Eine Brinno BCC100 Construction Camera. Aber so ist das nun mal in einer Familie von Geeks und N3rds, eine Untertechnologisierung ist in allen Fällen strikt zu vermeiden…BC100

Die Kamera erstellt Zeitraffervideos in einer Auflösung von 1080×720 und hält laut Hersteller je nach Aufnahmeintervall bis zu 72 Tagen mit vier herkömmlichen AA-Batterien.  Mit einer 140° Weitwinkellinse und einer Blendenzahl von 1.2 soll die Kamera auch in Restlichtverhältnissen noch gute Bilder machen. Tests unsererseits stehen diesbezüglich noch aus.

Das Päckchen für den stolzen Preis zwischen 200 und 220 Euro kommt mit der Kamera, einer 4GB SD Karte, einem wetterfesten Gehäuse, einer Wandhalterung (zum Kleben, Schrauben und/oder Dübeln) und zwei Gummibändern, z.B. zur Befestigung an einem Baustellengerüst.

BCC100 Packungsinhalt BC100 Befestigunsmaterial

Damit man gleich loslegen kann, sind neben der SD-Karte auch die benötigten Batterien bereits dabei.

BC100 - Battereien und SD-Karte

Das mitgelieferte Gehäuse macht einen stabilen Eindruck, die Kamera wird einfach von hinten eingelegt. Bleibt abzuwarten, was das Material nach mehreren Monaten im Freien zu den Themen Nässe, Kälte, Hitze und Schmutz so sagt.

Die Bedienelemente sind etwas gewöhnungsbedürftig. An/Aus, Menü- und Time-Tasten, die zugleich die Vor- und Zurück-Tasten in der Menüführung darstellen. Dem studierten Informatiker verrät das natürlich sofort, dass hinter der Menüführung ein schlichter Automat steckt. Die Firmware dürfte demnach recht schlank gehalten sein.

BC100 Gehäuse BC100 Rückseite

SD-Karten werden bis 32GB unterstützt. Das entspricht ungefähr 250.000 Bildern. Bei einem Aufnahmeintervall von einer Sekunde genügt ein Satz Batterien für knapp 2 Tage, gerade genügend Zeit um 250.000 Bilder zu machen –  was ein Zufall. Was mir anfangs nicht klar war, die Bilder werden, beendet man die Aufnahme, direkt in ein AVI-Video konvertiert. Daher ist es wichtig vor dem Aufnahmebeginn die FPS am Gerät einzustellen.  Je nach Aufnahmeintervall kann hier zwischen 5 und 30 FPS gewählt werden. Das Aufnahmeintervall lässt sich zwischen 1 Sekunde und 24 Stunden festlegen. Im Handbuch gibt es hierzu einige Empfehlungen. Vermutlich ist es jedoch notwendig eigene Experimente durchführen, um später vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Einmal erstellt, lässt sich das Video nämlich kein zweites Mal generieren.

IMG_8554 BC100 Gehäuseverschluß

Die Kamera gibt es hier direkt bei Amazon. Sehr ärgerlich für uns: Bereits ein Tag nach unserer Bestellung war die Kamera anstelle für 220 für 202 Euro inklusive Versand verfügbar. Laut Herstellerseite ist Conrad in Deutschland der einzige weitere offizielle Distributo für Brinno.

Die nächsten paar Tage wird die Kamera erste einmal kräftig getestet. Für die Erdarbeiten und die Richtung des Hauses werden wir dann wohl unseren neuen Nachbarn fragen, ob wir die Kamera an seinem First befestigen dürfen…