Anzeige Rohbaufertigstellung

Wir hatten recht zu Beginn unseres Bauvorhabens von Danhaus drei Vordrucke erhalten, die an das Baurechtsamt zu senden sind. Die Anzeige des Baubeginns, der Rohbaufertigstellung und der abschließenden Fertigstellung. Ersteres muss vor der Richtung des Hauses versendet werden, bei den anderen beiden ist uns der Amtsprozess bis heute nicht wirklich klar.

Anzeige der RohbaufertigstellungAuch wissen wir nicht, wie viel Bedeutung das Amt diesen Anzeigen tatsächlich schenkt, da bei der Baufreigabe lediglich eine Postkarte für die Anzeige des Baubeginns beigelegt war. Weggeschickt haben wir den Brief nichts desto trotz! Es geht ja nichts über das gute Gefühl zusätzlichen Aufwand auf den Ämtern zu verursachen…

Da für die Anzeige der Rohbaufertigstellung noch die Abnahme der Feuerstätte notwendig war und bisher keine Garage weit und breit zu sehen war, haben wir das Schreiben zurück gehalten. Nachdem nun fast Zeitgleich die Freigabe für unseren Kamin (der Winter kann kommen!) und die Garagen kamen, haben wir nun das Schreiben mit der erforderlichen Bestätigung abgeschickt… Im schlimmsten Fall schickt uns die Baurechtsbehörde zu ihrer Entlastung die Unterlagen wieder zurück. Wäre in unserem Fall ja auch nicht das erste Mal.

Wichtig ist nur, dass die Putzarbeiten frühestens ein Tag nach der Anzeige begonnen werden darf. Bis dahin (also 24 Stunden lang) sind alle Anschlüsse (Strom, Wasser, Schalldämmung etc.) zugänglich zu halten. Da der Brief frühestens in einem Tag auf dem Amt sein kann, stellt sich hier die Sinnhaftigkeit der Regelung. Vermutlich stammt dies aus Zeiten, als es noch keine Fertigbauweise gab? Wir wissen es nicht, und werden wohl für ewig mit dieser Unwissenheit leben müssen…

Inzwischen sind wir ja recht entspannt, was undurchsichtige Prozesse auf dem Amt angeht. Anscheinend scheinen diese sich auch von Amt zu Amt, von Land zu Land und von Gemeinde zu Gemeinde zu unterscheiden. Egal, ob es sich um die Anzeigen bei der Baurechtsbehörde, den Umzug oder das Ummelden des Hundes handelt. Aber am Ende klappt’s ja immer irgendwie. Also sind wir guten Gewissens, mal wieder eine Amtsprozess gemeistert zu haben…

Grundierung – Vorbereitungen zum Fliesen

Nachdem der größte Teil unserer Fliesen geliefert wurde, konnten wir nun auch endlich damit beginnen im erste Zimmer die Fliesen zu verlegen.

Als Vorbereitung haben wir den Estrich in den Zimmerecken abgeschliffen. Hierfür hat wieder einmal unser Bosch PWR 180 CE  sehr gute Dienste geleistet. Anstelle der Schleifblätter haben wir hierfür jedoch ein 180mm Diamantschleiftopf verwendet.

Als Grundierung haben wir dann PCI Gisogrund verwendet.

PCI Gisogrund Aufgetragen haben wir das Ganze mit einer Bürste. Pro 20-25 m2 werden gute fünf Liter benötigt. Obwohl die Grundierung lösungsmittelfrei ein soll, ist es kein Fehler die Verarbeitung nur bei guter Lüftung vorzunehmen,

PCI Gisogrund VerarbeitungDie Grundierung verfügt über eine blaue Kontrollfärbung. Somit ist recht einfach ersichtlich welche Bereiche bereits gestrichen sind, sobald die Grundierung getrocknet ist, verschwindet diese Färbung zum größten Teil. Trotzdem sollte man darauf achten, dass die Grundierung nicht an Fenster, Türen oder Putz jeder Art gelangt, ein ganz leichter Blaustich bleibt auch nach dem Trocknen des Anstrichs sichtbar.

Fertige Grundierung

Der Klinker kommt

Vor einigen Tagen war es endlich so weit: Der Klinker wurde geliefert. Nach der Umbemusterung  und den Engpässen Seitens der Speditionen aufgrund des Bahnstreiks konnte nun endlich das Material geliefert werden. Ein halbes Dutzend Paletten Klinker Stein Wienerberger Agora Terca Silbergrau)und zwei Paletten weißer Mörtel.

Klinkersteine hus23_moertel

Bevor die Maurer loslegen konnten wurde noch der Bereich der ersten 3-4 Klinkerreihen Z-geschweisst und somit gegen Feuchtigkeit geschützt. Normalerweise machen das wohl die Kolonnen kurz nachdem die Zimmerleute fertig sind oder in der letzten Richtwoche. Da bei uns alles etwas anders war, mussten die Maurer dies noch vor der eigentlichen Klinkerarbeit erledigen.

Z-SchweißenBei den ersten Reihen waren wir noch skeptisch, ob der neue Stein wirklich unsere Erwartungen erfüllt.

Erste KlinkerreiheAls dann jedoch mehr und mehr Klinker zu sehen war, waren wir sicher, dass die Steine die richtige Wahl waren. Tatsächlich war die Struktur der Steine auf den Mustern nicht so ausgeprägt, wie es nun an unserem Haus erkennbar ist.

KlinkerbauWir haben uns bis vor kurzem gewundert, was wir mit der Isolierung im Sockelbereich den nun tatsächlich bei Danhaus eingekauft hatten bzw. wofür wir diese 1.100 € investiert haben. Bei der Klinkerarbeiten wurde dies nun offensichtlich. Während die kaschierte Rockwool Dämmung hinter den Klinkern verarbeitet wird, wird anstelle derer hinter die unteren vier Reihen eine Isolierung eingebracht. Dazwischen eine Trennschicht, so dass die Steinwolle keine Feuchtigkeit aus dem Grund zieht. Danhaus Isolierung im Sockelbereich Insgesamt hat der Trupp es geschafft fast das ganze Haus innerhalb einer Woche fertigzustellen. Fast nur, da auf der Rückseite des Hauses bereits jemand eingezogen war: Ein Hausrotschwanzpärchen hatte sich sein Nest auf unserem Balken unterhalb der Dachtraufe gebaut. Insgesamt sechs kleine Schreihälse haben zwischenzeitlich Einzug gehalten.

VogelnestNach kurzer Klärung stand fest: Die Kleinen bekommen noch Zeit. Die Maurer haben kurzerhand zwei Steine ausgespart, die später vom Bauherren gesetzt werden können. So haben die kleinen genügend Zeit flügge zu werden und dem

Unserer VogellandebahnZwar hatten wir geplant im kommenden Sommer einige Nistkästen aufzuhängen bzw. zu stellen, so schnell war das ganze jedoch noch geplant.

Am Freitag Morgen war der Trupp dann so weit und konnte den letzten Stein setzen – nun sieh unser Danhaus auch von außen fast fertig aus…

hus23_fertiger_klinkerLeier nur fast, denn der Klinker wurde just in der Woche gemauert, als das Bauherrenpaar nicht auf der Baustelle anwesend war. So kam es, dass bei der ersten persönlichen Inspektion des Bauherren ein merkwürdiges Detail ins Auge sprang, das bis dato wohl niemanden so recht auffallen wollte.

Während die rechte Steite des Kapitänsgiebels mit einem perfekten Übergang von Stein und Holz aufwartet…

hus23_rechts_klinker… wird einem auf der linken Seite des Kapitängiebels nicht so wirklich ersichtlich was da wohl nicht stimmt. Nachdem eine optische Täuschung ausgeschlossen war, wurde schnell klar, es hatte mit unsererm urspünglichen Problem auf dieser Hausseite zu tun, dass Binder und Hausteile nicht überingestimmt hatten. Nachdem sich das Problem an andere Stelle mit Kettensäge oder in unserem Bad mit einem schicken Vorbau gelöst und inzwischen verdrängt und vergessen wurde, holt es uns nun leider bei der Fassade wieder ein, denn anstelle der Klinker hätte hier ein Brett sein sollen. Da der Unterbau für das Brett nicht vorhanden war, konnten die Zimmerleute auch keines anbringen. Und während der Bauherr bei streichen dachte, das Brett wird am Ende durch den Schreiner gesetzt, dachten die Maurerer, das gehöre wohl so.Klinker SNAFUAn dieser Stelle muss man unseren Danhaus Bauleiter jedoch einfach nur noch über den Klee loben. Nachdem er auf der Baustelle ankam, hat er sich des Problems sofort angenommen. Während andere Baufirmen hier wohl auf eine optische Beeinträchtigung gepocht hätten, und versucht hätten den Bauherren mit 200-600 € Preisreduzierung mundtot zu machen, setzte er hier alles in Bewegung um ein Schreiner- und ein Maurertrupp zu organisieren, die das Problem beheben.

Also standen einige Tage später schon die Schreiner vor der Tür um die Steine zurückzubauen und das fehlende Brett inklusive Unterbau anzubringen. Zum Glück wurde in der letzten Richtwoche nochmals sägeraues Holz nachbestellt, da dies ja gefehlt hatte. Der Übergang der Bretter wurde ordentlich abgedichtet und sollte nach dem Streichen nicht mehr sichtbar sein. Da es ähnliche Stellen bereits am Kapitänsgiebel bereits gibt, ist dies auch nicht sonderlich problematisch.

hus23_klinker_rueckbauKonsequenterweise durfte nun auch der Bauherr nochmals den Pinsel schwingen und zwei Lagen Farbe anbringen. Auch hier stand glücklicherweise der Eimer mit Farbe noch auf dem Bauplatz. Als hätten Bauherr und Bauherrin gewusst, dass dieser benötigt wird.  Als Tipp an alle angehenden und zukünftigen Bauherren: nichts auf der Baustelle wegwerfen, und möglichst alles aufheben, es könnte noch benötigt werden…

Nun könnte man von Glück im Unglück sprechen, denn wenn die Mauerer in den kommenden Tagen nochmals kommen, kann gleich das Vogelnest, der inzwischen ausgeflogenen Hausrotschwanzfamilie zugemauert werden…

 

Estrich Ausbesserungen

Nachdem die Fußbodeneinleitung unserer Mehrsparteneinführung vergangene Woche verlängert und alle Hausanschlüsse verlegt wurden, konnte nun auch endlich diese Baustelle abgeschlossen werden. Nach Rücksprache mit unserem Bauleiter haben wir nun den Estrich rund um die FUBE ausbessern können.

Da es sich bei unserem Estrich um schwimmenden Estrich handelt, darf das nachgebesserte Stück nicht direkt an die FUBE anschließen, da der Rest des Estrich sich dadurch nicht mehr bewegen könnte. Daher haben wir zunächst einen Randdämmstreifen rund um die FUBE gelegt. Zum Glück hatten die Männer der Estrichfirma einiges an Material zurück gelassen. Sowohl Dämmung als auch Randdämmstreifen konnten wir so recyclen.

FUBE RanddämmstreifenDanach haben wir einen Sack Estrich angemacht und in der Aussparung verteilt. Der Estrich soll dabei erdfeucht sein. Mittels Kelle und Wasserwaage haben wir den Estrich dem vorhandenen Gefälle angepasst und abgezogen. Da der Platz hinter und neben der FUBE recht knapp bemessen ist, war dies einiges an Fummelarbeit.  Die drei Stunden Verarbeitungszeit haben wir zwar nicht zur Gänze ausgenutzt, waren aber dankbar, dass der Estrich nicht binnen einer Stunde zu verarbeiten ist. Inzwischen ist uns nun auch klar, warum weder Estrichfirma noch Fliesenleger an diese Ecke ran wollten.  Als sehr hilfreich hat sich hierbei eine kleine Stukateur-Spachtel erwiesen, mit der wir fast in jeden Winkel gekommen sind.

Der ausgebesserte Estrich

Da wir in der Ecke der Mehrspartenhauseinführung keine größere Belastung erwarten, können wir sowohl auf Klammern als auch auch dem Verharzen des Estrichs verzichten. Das spart einiges an Zeit und Nerven, da keine Abstände für den Harz benötigt werden und keine Schlitze für die Klammern gefräst werden müssen.

Auch hinter dem Acalor Wasserspeicher gilt es noch ein Flicken nachzubessern. Allerdings ist hierfür zunächst ein erneuter Gang zum Baustoffhandel erforderlich, da wir einen weiteren Sack Estrich benötigen. Wir verwenden im übrigen Fertigestrich im 25 KG Gebinde. Das spart das Mischen, und ist mit 2-3 € pro Sack vernachlässigbar. Da wir noch einige Wochen Zeit haben, bis wir Fliesen legen werden, haben wir außerdem normalen Betonestrich verwendet. Alternativ gibt es auch Schnellestrich, der bereits nach 25 Stunden Belegreife erreicht. Der Faktor Zeit hat jedoch seinen Preis. Mit ca. 20-30 € kostet ein solcher Sack Schnellestrich das zehnfache des normalen Betonestrichs.

 

Das Klinkerdilemma

Wie einige Tage zuvor erfahren, gibt es wohl erhebliche Probleme mit dem von uns ausgewählten Klinker. Zur Erinnerung, wir hatten uns für einen sehr hellen Klinker der Firma Engersunder entschieden, so wie auch das Musterhaus von Danhaus verklinkert wurde.

Weiß Nun hat die Firma den Stein Royal Stone wohl aufgrund einer Vielzahl von Reklamationen aus dem Programm genommen. Der Leidtragende sind nun erst einmal der Bauherr und die Bauherr die ja eigentlich das Häuschen unter anderem aufgrund des Aussehens ausgewählt haben.

Grau oder Grau?Nachdem Danhaus, unser Bauleiter und Fa. Göllner versucht haben das Dilemma zu lösen, hat sich Herr Göllner Sr. persönlich auf den Weg gemacht um mit uns am nächsten Tag das Problem anzugehen.

hus23_wer_die_wahl_hatHerr Göllner hat uns dabei hatte ein paar Muster alternativen Steine mitgebracht, die wir direkt vor Ort begutachten konnten. Überhaupt hat Herr Göllner Sr. alles getan, damit wir eine rundum zufriedenstellende Lösung erhalten. Obendrein, hat er uns noch auf die zwei weißen Plastikleisten angesprochen, die wir vor einigen Tagen aus dem Container gefischt hatten. Das sind nämlich die Abschlusswinkel für den Erker, den die Klinkerleute später benötigen… ein Glück, haben wir die beiden dem sicheren Abfalltod entrissen…

Die mitgebrachten Steine der Firma Wienerberger weißen als Handformziegel eine ausgeprägtere Struktur als die Wasserstrichziegel von Engersunder auf. Da die Klinker nicht bemalt sind, sind diese jedoch einfacher von der Farbgebung. Die Farbe auf den ursprünglichen Steinen ist wohl auch der Grund für die Reklamationen. Nach einigen Jahren scheint hier die Farbe nach und nach ab zu platzen.
hus23_terca_silbergrauEntschieden haben wir uns nun für den Stein Terra Agora gedämpft silbergrauder. Farblich kommt der Stein der urspünglichen Wahl sehr nahe, und die Struktur gefällt uns sogar noch etwas besser als bei dem Engersunder Stein.

Sobald nach dem Streik der Deutschen Bahn bzw. der GDL wieder Speditionen mit freien LKWs zu finden sind, soll unser neu bemusterter Klinker auch schon geliefert werden…

Acalor – Zweiter Montagetermin

Nachdem sich das Bauherrendasein die vergangenen Tage hauptsächlich um das tägliche Lüften des Estrichs dreht, war der überraschende Anruf der Firma Acalor eine angenehme Abwechslung und der Auftakt zu einem mehr oder weniger stressigen Bauherrenalltag.

Zunächst war die Firma erst für den kommenden Tag angekündigt. Umso überraschender der Anruf, man sei schon fast auf der Baustelle. Also wurden kurzerhand Termine verschoben und Kollegen informiert, immerhin ging es um die Positionierung der Außenanlage, die nach dem letzten Montagetermin noch offen war.

Neben dem Verdampfer wurden allerlei Bauteile für den Acalor Bausatz angeliefert, bei denen sich spontan die Frage stellte, wo diese denn alle verbaut werden sollen. Interessant zu sehen, dass die Anlage tatsächlich Handarbeit ist und zu einem großen Teil erst vor Ort montiert wird. Dies muss man den Monteuren an dieser Stelle auch ohne Abstriche zugestehen: jeder Handgriff sitzt.

Der Acalor BausatzNachdem die Position der Außenanlage gefunden war, wurde direkt losgelegt. Es wurde (im Schotter) geschachtet, die Zuleitungen gelegt, die Außenanlage montiert, Verdampfer, Kompressor und einiges an Elektronik montiert.

Acalor Rohfassung An der Anlage selbst wurde noch direkt vor Ort gelötet – und ein Einblick in die Rohfassung-Variante der Acalor Anlage gewährt.

Acalor SteampunkNach einigen Stunden war die Installation des Außengerätes dann nahezu abgeschlossen.

Acalor AußenanlageAufgrund der Verlegung der Leitungen haben wir spontan die Führung unserer Abwasserleitung aus dem Technikraum umplanen müssen. Im Nachhinein zu unserem Vorteil: Da die Abwasserleitung nun an der Acalor Anlage vorbei führt, werden wir einen Abfluss bzw. eine Abflussrinne vorsehen. Bei günstiger Wetterlage kann die Acalor Anlage bis zu 80 Liter Kondenswasser bilden. Da unser Untergrund überwiegend aus Lehm besteht und eine quasi nicht vorhandene Versickerungsfähigkeit aufweist, wird eine geschickt platzierte Ablaufrinne hier Abhilfe schaffen.

Morgen wird dann bereits das Aufheizprogramm gestartet und wir erhalten eine Einweisung in die Heizungsanlage. Erfreulicherweise ändert sich dadurch auch unser Lüftungsverhalten. Anstelle von 3-4 mal Stoßlüften, soll ab dem Heizprogramm nur noch einmal am Tag gelüftet werden. Bei einem Anfahrtsweg von 30 Kilometern pro Lüftung, freut uns das natürlich sehr.

Das Anheizprogramm wird zunächst noch mit Baustrom gestartet. Sobald die Hausanschlüsse gelegt wurden wird Elku die Heizung dann auf den „normalen“ Strom hängen. Hier hoffen wir morgen einen Termin der Installationsfirma zu erhalten, da unsere Mehrspartenverlängerung zwischenzeitlich angekommen ist.

Am Ende sei noch erwähnt: Acalor war die einzige Firma bei all den anfallenden Gewerken, die die anfallenden Abfälle wieder eingesammelt und mitgenommen hat! Danke dafür.

Leider gab es auch weniger gute Nachrichten: der von uns vor einem Jahr bestellt Klinker ist wohl nicht mehr verfügbar oder wird nicht mehr geliefert. Während Danhaus sich nun bemüht hat hier Abhilfe zu schaffen, haben wir zwischenzeitlich erfahren, dass die FIrma Egernsunder exakt diese Klinker aus dem Programm genommen hat, da es aufgrund von Produktionsproblemen wohl zu viele Reklamationen gab. Nach Rücksprache mit Fa. Göllner gibt es hier wohl eine ähnliche Alternative. Für uns bedeutet dies jedoch leider eine neue Bemusterung, nicht den Klinker, den wir uns ausgesucht hatten und wieder ein zeitlichen Verzug. Im Moment bleibt die Hoffnung, dass die Alternative nicht all zu sehr von unserer Wunschvorstellung abweicht…

Fassadenanstrich

Unser, jetzt schon, sehr geliebtes Danhaus Adelby hat insgesamt 146 m² Holz, das gerne vor Wettereinflüssen geschützt werden möchte. Also hieß es für uns: Eigenleistung= Streichen.

Endlich mal was wo ich auch anpacken kann, hab ich mir so als Bauherrin gedacht. :D
Erstmal ging es um die Farbe, welche Farbe nimmt man für so einen Außenanstrich? Man möchte ja ungern nach 1-2 Jahren wieder alles streichen.
Von vorne rein klar: Keine Produkte vom Baumarkt! Definitiv Fachmarkt!
Ein kurzer Anruf bei unserem Bauleiter hat Licht ins Dunkle gebracht. Uns wurden folgende Produkte empfohlen:

  • Brillux Deckfarbe 871
  • Remmers
  • Sikkenz Wetterschutzfarbe
  • Osmo

Wir haben uns nach langem Überlegen für die Remmers Deckfarbe weiß / 20l entschieden. Für die 146 m² haben wir 2 x 20 Liter bestellt. Zum Preis von 540€. Die sollte 10 Jahre halten.

Für das streichen hatten wir nun noch 10 Tage zeit. Dann sollte das Gerüst abgebaut werden, damit der Klinker angebracht werden konnte.

Am Wochenende ging es dann los. Erstmal alle Fenster und vor allem Fensterrahmen abkleben.

KondenswasserDie Farbe ist zwar Wasserlöslich aber nur so lange sie noch nicht getrocknet ist.

Bei manchen Stellen hat es nichts gebracht, da wir (komischer Weise) doch rein gestrichen haben :P

20150507_081740161_iOSDie ersten beiden Tage habe ich so gut wie alleine gestrichen. Anstrengend sage ich euch! 10 Stunden pro Tag. Da schafft man genau eine Seite. Somit war die Hälfte schon mal 1x gestrichen. Die Woche drauf haben wir uns extra noch mal Urlaub genommen und der Rest, sowie der zweite Anstrich wurden durchgezogen.

Selbst an Feiertagen : Tag der Arbeit. Wir haben das dann mal wörtlich genommen :D

Als Tipp: Wenn eurer Dach noch offen ist, sprecht mit den Zimmerleuten ob Ihr schon mal die Seitenteile vom Kapitänsgiebel streichen könnt. Sobald die Ziegeln drauf sind kommt man nur mit äußerster Akrobatik dort hin.
Leider mussten wir uns mit Akrobatik begnügen und wie man sieht: ging auch was daneben:

20150507_081750310_iOSMit dem Wetter hatten wir 50 % Glück.

Regen und Sturm/Sonne. Leider hatte ich gerade angefangen die Wetterseite zu streichen als es kurz danach anfing zu regnen … und so musste ich mir Ansehen wie 3 Stunden arbeit einfach dahin flossen -> wirklich! Die Farbe wir einfach vom Holz gespült …

Nach den 10 Tagen also insgesamt. 80 Stunden streichen hat uns auch definitiv gereicht ….. Aber unser Häuschen sieht jetzt richtig toll aus und auch die Nachbarn sind schwer beeindruckt ;-)

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Der Müll ist weg

Der Müll ist weg – fast möchte man zumindest glauben. Diese Woche haben wir den Container nach guten sechs Wochen Standzeit holen lassen.

2,2 to Baumischabfälle im ContainerInsgesamt sind bei uns bisher angefallen:

  • 1 Container mit 7,5 cqm / 2,2 Tonnen Baumischabfällen
  • 480 Liter Pappe und Papier
  • drei Big Bags für Dämmaterial
  • 240 Liter Hausmüll (Verpackungen, Pappbecher, Tüten, Flaschen etc.)
  • sechs Anhänger voll mit Bauholz
  • ein Hänger voll mit Altmetall
  • zwei Säcke mit Styroporresten
  • ein Sack voll mit Betontüten (Papier)
  • ein riesiger Sack voll mit Folie und
  • zwei 120 Liter Säcke voll mit sonstigem Abfall

Die Entsorgungskosten belaufen sich dabei auf knapp 600 € – was aber regional unterschiedlich sein dürfte. Holz haben wir selbst bzw. unsere Nachbarn entsorgt.

Folien haben wir so gut es ging aus dem Container gefischt und gesammelt und über den Recycling-Weg entsorgt. Altmetall haben wir über den örtlichen Wertstoffhof und Pappe über die Blaue Tonne, die wir kostenfrei bestellen konnten, versorgt.

Der Container kam mit einer Standgebühr von knapp 80 Euro zuzüglich 300 EUro für 2,2 Tonnen Baumischabfälle. Mit dem Dämmaterial hatten wir wohl Glück, da bei uns die drei Big Bags für pauschal 90 € entsorgt wurden.

Big Bags mit Wockwool DämmmaterialHaus- und Restmüll entsorgen wir derzeit noch über unseren derzeitigen Hausmüll.

Styropor MüllWährend dem Rohbau ist der meiste Müll im Container gelandet. Speziell Pappe, Metall und und Folie haben wir dann nahezu jeden zweiten Tag aus dem Container gefischt.

Der Müll muss wegAuch das Holz haben wir mehr oder weniger regelmäßig vom Bauplatz abtransportiert. Natürlich könnte auch alles über die Schuttmulde entsorgt werden, allerdings haben wir versucht (soweit möglich) die Abfälle nachhaltig zu entsorgen.

Vermutlich wird auch beim Klinkern nochmal Bauschutt anfallen. Entweder wir nehmen den Schutt jedoch zum auffüllen und werden nochmals einen speziellen Bauschutt Container bestellen. Alle sonstigen Abfälle hoffen wir direkt über Müllsäcke abfertigen zu können, da eigentlich keine großen Menge an Abfällen mehr anfallen dürften.

Alles in allem ist es erstaunlich, wie viel Abfall bei einem Hausbau anfällt. Uns hat die Entsorgung nicht allzu sehr gestört, da wie eh nahezu jeden Tag die Baustelle besucht hatten. Hätten wir weiter weg gebaut, wäre es vielleicht einfacher (aber auch teurer) gewesen, einfach einen zweiten Container aufzustellen. Die Entsorgungspreise bei uns sind eher moderat, grundsätzlich lohnt es sich hier bei einem lokalen Anbieter anzufragen. Mit einem Pauschalangebot aus dem Internet wären wir an dieser Stelle wesentlich teurer gefahren. Auch was die Entsorgung des Dämmmaterials angeht, lohnt es sich nachzufragen: Rockwool bietet wohl ein Unbedenklichkeitszertifikat bzgl. des Gefahrenpotentials des Dämmmaterials an. Wir haben dies bei unserem Containerdienst nicht einmal benötigt.

Der Estrich kommt

Nachdem Montags bereits der Estrichleger zur Verlegung der 20cm Isolierung vor Ort war, und Acalaor am Montag Abend und Dienstag die Installation der Heizung in Erdgeschoss und Dachgeschoss fertiggestellt hatte, stand die dreiköpfige Estrichkolonne am Mittwoch schon um 08:15 Uhr vor der Tür. PutzmeisterInzwischen waren auch zwei Paletten Portlandzement, eine LKW Ladung Kies und der Putzmeister M740 vor Ort. 6 Stunden und 1.500 Liter Wasser später war der Estrich dann auch in beiden Räumen ordentlich verteilt.

Der Estrich fließt...Aus Laiensicht hat unser Estrichleger ordentliche Arbeit geleistet. Aussparungen bzw. Winklel an den Abflüssel, für unser Mehrspartenproblem und für die Nacharbeiten, die Acalor noch für die Zuführung zu erledigen hat, sitzen alle wie geplant. Da der Estrichleger im Technikraum den Abfluss bemerkte, hat er außerdem gefragt ob er ein kleines Gefälle vorsehen soll. Auch bei der geplanten Badewanne wurde explizit gefragt, ob denn eine Aussparung notwendig sei.  Hier war es gar nicht schlecht, dass der Bauherr den ganzen Tag vor Ort war und einen kritischen Blick auf das ganze Geschehen hatte.

Eigentlich soll das Haus nun vier Tage verschlossen sein, damit der Estrich genügen Zeit hat, abzubinden. Geöffnete oder gekippte Fenster könnten in dieser Zeit dazu führen, dass der Estrich durch vorzeitige Austrocknung schüsselt.

Alles kein Problem, wäre am Vorabend nicht die Fensterscheibe der Küchentür gewechselt worden. Zu unserem Schrecken war diese noch offen, zwar angelehnt aber eben nicht geschlossen. Der Türgriff hat’s verraten.

Verräterischer Griff - die offene KüchentürNach kurzer Rücksprache mit unserem Bauleiter haben wir die Tür mit jeder Menge Klebeband abgedichtet. Da der Estrich nach 24 Stunden bereits abgebunden hat und (vorsichtig) begehbar (= keine Punktbelastung) ist, hatte wir abgesprochen am kommenden Abend die Türe von innen zu verschließen.

Am nächsten Morgen Stand wieder  „Kommando Fassadestreichen“ auf dem Programm. Um so größer der Schreck, all wir im Obergeschoss an der Außenseite des Bades jede Menge Kondenswasser an der Malerfolie feststellen mussten.

KondenswasserIrgendwie Glück im Ungllück, dass wir gerade dieses eine Fenster noch mit Folie zugeklebt hatten. Nach einem kurzen Kontrollgang auf dem Gerüst hatte sich nämlich unserer schlimmste Befürchtung bewahrheitet: Das Fenster war nicht geschlossen, sondern, ähnlich wie die Küchentür, lediglich angelehnt.  Also haben wir auch dieses Fenster von außen mit gefühlten zehn Kilometern Klebeband abgedichtet.

Badfesner provisorisch abgedichtet...Unser Provisorium musste nun nochmals ein Tag halten, bis wir mit Leiter und einem Brett zum unterlegen anrücken konnten. Da bei dem dem frischen Estrich eine Punktbelastung vermieden werden soll, legt man unter die Leiter ein Brett, eine Styroporplatte oder ähnliches um die Lasst besser zu verteilen. Bei 100% Luftfeuchtigkeit und durch den reagierenden Zement erzeugte subtropischen Temperaturen durfte sich der Bauherr also zu den einzelnen Fenstern vorarbeiten. Nach geglückter Mission war nun auch endlich Durchatmen angesagt. Für den Rest der Woche darf der Estrich nun ungestört abbinden.

Alles in allem hatten wir Glück im Unglück. Die offene Küchentür wurde rechtzeitig bemerkt, das Badfenster war glücklicherweise mit Folie abgeklebt.  Sollen wir jemals wieder bauen, werden wir uns höchstpersönlich vor der Einbringung des Estrichs versichern, dass alle Türen und Fenster korrekt verschlossen sind.

Ab kommende Woche startet dann unser Lüftungsdienst. Drei Mal täglich für zehn Minuten Stoßlüften…

Acalor – Erster Montagetermin

Montag früh kam ein überraschender Anruf: die Monteure der Firma Acalor werden  aufgrund von Probleme auf einer anderen Baustelle bereits zwei Tage früher kommen als geplant. Während die Estrichfirma noch die Isolierung einbringt, ist Acalor bereits auf dem Weg.

Eine Stunde vor Ankunft wurden wir über die geplante Ankunft am späten Abend informiert. Trotz fortgeschrittener Stunde legten die Monteure direkt los. Nach kurzer Durchsprache von Küchenzeile und Sanitäröbjekte wurde begonnen die Leitungen zu verlegen.

Acalor - VorbereitungenDie festgelegten Temperaturen werden durch unterschiedlich dicht verlegte Leitungen realisiert.

Acalor Leitungen im BadezimmerIm Badezimmer werden beispielsweise die Leitungen wesentlich dichter verlegt als im Rest des Hauses.

Acalor - Erster MontageterminAuch die Installation im Technikraum wurde fast fertigstellt. Acalor im TechnikraumDer Heizkreisverteiler wurde gelötet und der Warmwasserspeicher gesetzt. Die Ausführung zum Acalor Außengerät wird leider erst das nächste Mal installiert. Als Folge wird an einer Ecke des Technikraums der Estrich ausgespart. Der muss später durch den Fliesenleger (oder den Bauherren) aufgefüllt werden. Dies ist zwar nicht sonderlich erfreulich, da aber am anderen Ende des Technikraums unserer Mehrsparte auf die gleiche Art und Weise nachgebessert werden muss, wird dies vermutlich in einem Zug erledigt.

Zum Thema MSH gab es dann auch gleich noch gute Nachricht. Unser Installateur für die Netzanschlüsse kam vorbei und hat unser Problemkind begutachtet. Eine Verlängerung wurde (für den voraussichtlichen Preis von (400-600 €) bestellt. Die MSH wird im Estrich ausgespart. Sobald die Erweiterung geliefert wird, wird dieser dann vom Installateur montiert.

Pünktlich  wurden dann alle Arbeiten der Firma Acalor abgeschlossen, so dass am darauf folgenden Tag der Estrich kommen kann…