Miniprojekt Spielbogen

Die Tage werden kürzer und die Projekte kleiner. Nachdem Haus und Hof beinahe fertig sind, können wir unsere Zeit nun auch für einige Projekte für unseren kleinen Mitbewohner aufbringen. Nachdem der kleine Erdenbürger inzwischen immer fordernder wird, ist es an der Zeit für einen Spielbogen.

Da es etwas Selbstgemachtes werden sollte, wurde erst einmal der nahe gelegen Baumarkt geplündert. Die Einkaufsliste umfasst dabei

  • 2 x 2m Latten aus Buche, möglichst unbehandelt mit den Maßen 10 x 50 mm
  • Ein Rundstab aus Buche, Durchmesser 20 mm
  • Holzdübel
  • Eine Rolle Paracord Schnur

Außerdem haben wir aus diesem Anlass die persönliche Schutzausrüstung erneuert, neben einem Atemschutzfilter für Feinstaub (beim Sägen und Schmirgeln)  gab es auch neue Montagehandschuhe zum Bedienen der Maschinen.

Nach einer abgeschnittenen Fingerkuppe in den Sommermonaten, wird kein schweres Gerät mehr ohne entsprechende Schutzausrüstung bedient. Die Ausrüstung kaufen wir normalerweise bei Engelbert Strauss. Da wir jedoch mit unserem Knirps nicht mehr einfach, schnell wohin können, sind wir in diesem Fall auf www.engelbert-strauss.de ausgewichen und haben uns dort alles notwendige bestellt.

Ordentlich ausgerüstet, haben wir zuerst  die Latten mit der Kappsäge auf 4 76 cm Stücke gekürzt. Die Enden haben wir dabei in einem 30° Winkel abgesägt und die Kanten fein geschmirgelt.

Mit einem 20mm Forstnerbohrer wurde jede Latte am obere Ende mittig durchbohrt und der Grat mit feinem Schmirgelpapier abgerundet.

Das Rundholz wird auf die gewünschte Länge gekürzt. An beiden Enden haben wir knappe 5 cm überstehen lassen. Die Breite hängt von der Spielfläche für das Baby ab. Im Abstand von 2 cm habe wir dann leicht versetzt zwei 5mm Löcher an jedem Ende des Rundholzes gebohrt. Hier landen später die Holzdübel zum fixieren der Standbeine . Die Bohrlöcher sind dabei nur bis zur Mitte des Rundholzes. Die Dübel haben wir dann auf die doppelte Länge gekürzt.

Die zuvor abgesägten Latten haben wir dann über Kreuz gelegt und das Rundholz durch die Löcher gesteckt.

Fixiert wurde das ganze dann jeweils auf der Innen- und Außenseite mit den zuvor gekürzten Dübeln.

Damit die Holzfüße im aufgeklappten Zustand sich nicht zu weit spreizen werden sie mit der Paracord Schnur fixiert. Dazu wird durch jedes Bein ein 5 mm Loch gebohrt und die Paracord Schnur hindurch gefädelt und auf die gewünschte Länge gekürzt. Die Enden haben wir dann verschweißt. So lässt sich der Spielbogen zusammenklappen und leicht verstauen.

Die Höhe und die Breite des Spielbogen haben wir so gewählt, dass er sowohl für unsere Wippe, als auch für die Spieldecke geeignet ist.

Damit der Spielbogen für den Knirps nicht ganz so langweilig ist, hat Frau gleichzeitig einige Spielbogenreinhängesachen gebastelt. Zusammen hat der ganze Spielbogen dann einen guten Samstagvormittag in Anspruch genommen. Der Materialwert beträgt für diesen Spielbogen ca. 20 € ohne das Spielzeug. Wer anstelle von Buche das günstigere Fichtenholz verwendet kommt entsprechend günstiger davon. Das Buchenholz hat den Vorteil, dass es auch unbehandelt sehr schön anzuschauen ist.

Holzunterstand im Landhausstil

Als wir zu Baubeginn zwei alte Birnenbäume auf unserem Grundstück fällen mussten, hatten wir noch keine Vorstellung, wie oft wir das Holz umschichten würden, bevor es endlich im Ofen landet. Vom Nachbargrundstück hinter die Garage, von dort in den Garten, vom Garten in den Vorgarten und letztendlich in den fertigen Holzunterstand zurück in den Garten.

Während und nach den Bauarbeiten haben wir uns mit einigen provisorischen Holzunterständen aus Paletten beholfen. Abgedeckt mit den restlichen Ziegeln war das eine akzeptable Zwischenlösung. Nachdem der Garten nun im zweiten Jahr blüht und gedeiht, sollte auch der finale Holzunterstand errichtet werden.

Urspüngliche wollten wir den Holzunterstand vollständig selbst bauen, da wir nichts „Fertiges“ gefunden hatten, das uns zusagte. Zufällig hatten wir dann vor einigen Wochen ein Unterstand gefunden, der uns zusagte. Knappe 1,80 Meter hoch, mit nach vorne geneigtem Dach und gute 3 Meter breit mit einem kleinen Abstellraum. Wir wollten, dass der Unterstand auf der Rückseite offen ist und das Dach nach vorne, also unserer Wetterseite geneigt ist. Fündig wurden wir letztendlich in dem Modell.

Da es sich nicht mehr um ein Provisorium handelt sollte auch ein ordentliches Fundament her. Mit 30cm Mauersteinen haben wir recht einfach ein Punktfundamente hergestellt und mit Beton ausgegossen.

Mit ca. 30cm Abstand haben wir dann eine schlichte Rasenkante betoniert und alles wieder schön verfüllt. Zwischen die Punktfundamente haben wir dann übrige Klinkersteine und den Verschnitt der Rasenkanten gelegt. Somit sollte zumindest größeres Getier davon abgehalten werden, sich unter dem Holzunrterstand häuslich einzurichten.

Mit etwas Kreativität hatte sich auch der Aufbau bewerkstelligen lassen. Mit Hammer und Säge musste  an der einen oder anderen Stelle nachgeholfen werden. Alles in allem hat der Aufbau jedoch ohne greößere Probleme geklappt.

Einige Modifikationen haben wir uns jedoch nicht verkneifen können. Einen zusätzliche Träger mit Querverstrebungen haben wir gezimmert und das Dach anstelle der vorgesehenen Dachpappe mit unserern übrigen Ziegeln gedeckt. Die Randziegel wurden dabei ordentlich verschraubt damit die Ziegel nicht gleich beim erstbesten Sturm davon segeln.

Außerdem wollten wir den Holzunterstand farblich passend zu unsererm Klinkerhaus gestalten. Dafür haben wir auf die neue Bondex Garden Colors Farbe in Steingrau und Kreideweis zurückgegriffen. Die Farbe gibt einen schönen Vontage Look – passend zu unsererm Landhausstil. Der komplette Anstrich hat gute zwei Nachmittage gedauer.

Für den Spritzschutz haben wir wie an den anderen Stellen auf recht großen Rheinkies zurück gegriffen. Für drei Seiten haben wir ca. 100 Kilogramm Steine benötigt.

Vor dem Unterstand haben wir unserer restlichen Pflastersteine verlegt. So fügt sich auf dieser Teil perfekt in das Gesamtbild ein. An beide Seiten des Unterstands haben wir nun noch eine Rankhilfe für Kletterrosen montiert, die im kommenden Jahr das Häuschen verchönern dürfen.

Nachdem wir nun das Holz ein allerletztes Mal umgesetzt hatten, stehen noch einige kleine Restarbeiten aus. An die Stirnseite des Unterstands soll noch eine Dachrinne um das Regenwasser für die Gartenblumen zu nutzen und die Seiten an der Dachschräge werden noch mit weißen Brettern verkleidet. Ingesamt hat uns der Holzunterstand dabei gute zwei Wochen auf Trab gehalten.

20 Tonnen Mauerscheiben

Neben vielen anderen Dingen, haben wir die letzten Tage den ersten Teil unserer Hangabsicherung fertig gestellt. Über die Diagonale unseres Grundstückes kämpfen wir mit knapp 2,5 Metern Höhenunterschied. Bereits bei der Fertigstellung unseres Planums war es kaum möglich, die ursprüngliche Geländehöhe beizubehalten, da das Planum an den abfallenden Seiten massiv gestützt werden musste. Als unser Erdarbeiter für das Setzen der Zisterne wieder vor Ort war, haben wir die Gelegenheit genutzt, das auf die beiden Nachbargrundstücke abfallende Erdreich abzuziehen, da auch dort bald die Bauarbeiten beginnen.Unser Gelände... vor dem Abstützen... Dank des lehmhaltigen Bodens blieb das Erdreich erst einmal ohne Weiteres stehen. Probleme bereitete nun aber das extrem heiße Wetter, da  das Erdreich beginnt Risse zu bilden und beim nächst besten Unwetter der gesamte Boden abrutscht. Ein Punkt, der den Erdbauern in unserer Region durchaus schlaflose Nächte bereitet, wenn Gräben über mehrere Tage offen bleiben müssen.

Da wir inzwischen den ortsansässigen Garten- und Landschaftsbauer kennen gelernt hatten, haben wir hier kurzerhand den Auftrag vergeben. Als Hilfskraft selbst sprang der Bauherr ein – und ist nun quasi angelernte Aushilfskraft im Landschaftsbau. Gesetzt wurden Mauerscheiben von 1,05 bis 1,55 Metern, wobei die größten Scheiben bis zu einer halben Tonne Gewicht auf die Wage bringen.

Gute 15 Tonnen Mineralbeton haben wir anfahren lassen um ein Fundament auf frostfreie Tiefe zu gründen. Schließlich soll unserer Hangabsicherung nicht beim erst besten Winter Bauschäden aufweisen. Mit Bagger, Schubkarre, Schaufel und Rüttler wurden also gute 40 Meter Fundament ausgehoben, verfüllt und verdichtet.

Das Fundament für die MauerscheibenDanach haben wir den ersten Tag ausschließlich dem Setzen der Ecke gewidmet. Was sich so leicht sagt ist mit dem 500 Kilogramm schweren Stein eine wahre Gedults- und Kraftprobe für Mensch und Maschine. Mit einem Betonfundament versehen gilt es die richtige Höhe zu treffen, und die Ecke in drei Dimensionen korrekt auszurichten.

Unsere erste Ecke Gleich im Anschluss wurden die ersten beiden Seiten gesetzte und mit einer etwas Beton gestützt.  Außerdem überlappen sich die Füße von Mauerscheiben an einer Ecke, wodurch einer der Füße gekürzt werden muss. Den abgeschnittenen Fuß haben wir gleich wieder als Beschwerung verwendet. Damit sich die Mauerscheiben beim Setzten der Nachbarsteine dann nicht mehr im frischen Beton verschieben, durfte das Ganze dann einen ganzen Tag lang aushärten.

Die Mauerscheiben-Ecke von hinten...Nach dem Setzen wurde auf der Rückseite der Steine eine Nackenstütze mit Bewährungsstahl errichtet, um der Konstruktion entsprechend Stabilität zu verleihen.

Die Stützmauer NackenstützeDie Rückseite der Mauerscheiben wurde danach mit Mauerschutzfolie verkleidet und mit Erdreich aufgefüllt. Natürlich immer erst nachdem die einzelnen Abschnitte ausgehärtet waren. Normalerweise werden die Fugen zwischen den Mauerscheiben lediglich mit speziellen Bitumenband abgedichtet um das Ausschwemmen von Erdreich zu verhindern mit. Aufgrund der schlechten Versickerungsfähigkeit unseres Bodens haben wir uns jedoch für einen vollflächigen Schutz mit Mauerschutzfolie entschieden. So hoffen wir das Durchnässen der Mauerscheiben über die Jahre hinweg zu vermeiden.  Über mehrere Tage hinweg entstanden somit nach und nach gute 30 Meter Geländeabsicherung.

Die fast fertige StützmauerNach dem nun die letzten zwei Meter fertig gesetzt haben, gilt es noch drei Wochen auszuharren bis die Garagenfundamente betoniert werden. Erst nach deren Ausschalung kennen wir die endgültige Höhe der Garage und können die letzten 10 Meter der Geländeabsicherung Richtung Straße errichten.

Zwischenzeitlich haben wir ca. 20 Tonnen Mauerscheiben und mehr als 3 Kubikmeter Beton verarbeitet. Der Bauherr ist überdies nun geübt im Bedienen von Betonmischern, Rüttlern und dem Setzten von Mauerscheiben. Trotz allen Mühen werden wir dennoch eine Stufe im Garten haben. Wenn alles wie geplant verläuft, werden wir diese aber mit Naturstein, beispielsweise Muschelkalk, gestaltet.

Da zwischenzeitlich der Termindruck wächst, und die Arbeiten an den Außenanlegen erst für den Herbst vorgesehen waren, fehlen uns nun natürlich diese Tage beim Innenausbau. Da sich die Lieferung unserer italienischen Fliesen jedoch um einen Monat verschoben hat, konnten wir die Zeit zumindest halbwegs nutzen. Außerdem können wir nun dem nächsten Unwetter gelassen entgegen sehen…