Die Sache mit dem Einheitswert

Da denkt man, mit der Hausübergabe hört der Papierkrieg auf, da flattern unentwegt Briefe, Fragebögen und Hinweise von Amt und Gemeinde in unseren Briefkasten.

Fragebogen zur Feststellung des Einheitswertes

Diese Woche wart es ein Schreiben vom Finanzamt. Der Fragebogen zur Feststellung des Einheitswertes als Grundlage für die zukünftige Grundsteuer.

Dem Fragebogen sind Flächenberechnung, Grundrisse und Baubeschreibung beizulegen. Speziell die Flächenberechnung für die Wohnfläche erhält man im Übrigen von Danhaus ohne Probleme, sollte man diese nicht bereits für die Bankdarlehen benötigt haben.

Wir haben den Ausdruck ausgefüllt und mit all den Unterlagen zurück an das Finanzamt geschickt. Wieder ein Punkt erledigt…

Fortführungsentwurf

Vergangene Woche hatten wir nochmals Besuch durch unseren Vermessungsinenieur. Nachdem Haus und Garage endlich an Ihrem Platz stehen, fand die letzte Einmessung statt.

Das Ganze geht mehr oder weniger ohne Zutun der Bauherrschaft. Alle Gebäude (bei uns drei an der Zahl, bestehend aus Wohnhaus, Garage und Schuppen) werden vermessen und in einem sogenannten Fortführungsentwurf eingetragen. Das Ganze gibt es wiedereinmal in Bild und Schrift. Ab jetzt sind also unser Wohnhaus, Garage und Schuppen höchstoffiziell in den Registern eingetragen. Das nächste Mal wenn wir also einen Auszug aus dem Liegenschaftskataster beantragen, würden wir anstelle gähnender Leere unser Häuschen dort wiederfinden.

FortführungsentwurfGanz ohne Zutun geht es jedoch auch wieder nicht. Gemäß Gebührenverordnung dürfen wir hier mit gut 500€  nochmals in die Baukasse greifen. Zum Glück hatte uns unser Vermessungsingenieur bereits zu Beginn über alle Kosten aufgeklärt.

Damit wären sämtliche Vermessungsleistungen erbracht, und wieder ein Kapitel unseres Bauvorhabens abgeschlossen…

Hausanschlüsse beantragt

Diese Woche gingen auch endlich unserer Anträge für die Hausanschlüsse zur Post. Nachdem die Fa. Elku bereits mit unserem zuständigen Netzbetreiber, der EnBW, bzw. der Netze BW gesprochen hatte, hatten wir hier alle Antragsunterlagen erhalten. Von der Netze BW lassen wir in einem koordinierten Versorgungsgraben auch den Anschluss der Deutschen Telekom verlegen. Zusätzlich geben wir bei der Kabel BW einen Neuanschluss in Auftrag. Zeitgleich werden die Stadtwerke unseren Wasseranschluss herstellen.

Bezüglich des letzten Punktes hatten wir bereits ein Baustellengespräch. Die Stadtwerke warten hier nur noch auf den Termin.  Den Antrag für Strom und Telekom haben wir heute ausgefüllt und zur Post gebracht. Für den Neuanschluß Kabel BW haben wir nun ein Angebot eingefordert.

Hausanschlüsse beantragt

Die Verlegung des Stromanschlusses wird sich dank Mehrspartenhauseinführung und zusätzlicher Arbeiten für die Mitverlegung des Telekomanschluss nun auf ca. 3.500€ belaufen. Kalkuliert hatten wir hier nach Preisliste der Netze BW lediglich 2.000€. Der Telekomanschluss schlägt mit zusätzlichen 400€ zu Buche. Den identischen Betrag haben wir für den Anschluß der Kabel BW veranschlagt.

Wieviel es letztendlich tatsächlich kostet werden wir erfahren, sobald wir das Angebot erhalten haben…

Der Papierkriegwahnsinn

Nachdem die Erdarbeiten begonnen haben, gilt es noch dem Papierkriegwahnsinn Herr zu werden. Diese Woche kamen nochmal einige Aufgaben auf uns zu. Zum einen hat uns Danhaus nun die statischen Berechnungen und die Energieberechnung für unser Zukunftshaus übersendet. In dreifacher Ausfertigung macht dies an die 1.500 Blatt Papier, die der Postbote versuchte verzweifelt durch den Briefkastenschlitz zu drücken. Am Ende wurde das Bündel vor der Tür abgestellt.

Statische BerechnungenEine Kopie für die Unterlagen, zwei gehen als Nachtrag zum Bauantrag an das Bauamt – sobald wir einen entsprechenden Briefumschlag finden und die Preise für übergewichtige Briefe bei der Deutschen Post ermittelt haben.

Darüber hinaus haben wir die finalen Ausführungszeichnungen von Danhaus erhalten. Nach insgesamt drei oder vier Runden, wir wissen es inzwischen nicht mehr, soll nun alles passen und  ging bereits gegengezeichnet zurück an Danhaus. Der Fertigung steht aus unserer Sicht nun nichts mehr im Weg.

Auf Anraten unseres Bauleiters haben wir außerdem bei der Stadt, genauer gesagt, beim Ordnungsamt angefragt, ob eine Sperrung der Straße am Richttermin notwendig sei. Leider ist dem so, da es sich um eine Gemeindeverbindungsstraße handelt. Die notwendigen Unterlagen haben wir direkt mit der Antwort erhalten.

Antrag auf Gesamtsperrung

Der Antrag mit der geplanten Sperrung und der voraussichtlichen Nutzung der Verkehrsflächen am Richttag geht zurück an die Gemeinde und von dort aus an das Landratsamt. Verkehrsflaechennutzung m RichttagUm die Sperrung selbst kümmert sich eine der beteiligten Firmen. Hier ein Tipp an die Bauherren: im Vorfeld prüfen, welche Firma für die Sperrung zuständig ist. Hier kommen schnell weder 1.000 € zusammen. Obendrein wird  noch ein Obolus an die Gemeinde fällig, dessen Höhe uns bisher noch nicht bekannt ist.

Die LKW (drei an der Zahl) werden im Laufe des Tages die Straße blockieren. Der Kran wird auf dem Platz unserer zukünftigen Garage stehen und hinter dem Haus werden die Binder gelagert.

Damit wäre das Wochenpensum an „Büroarbeit“ geschafft und wir sind gespannt was die kommende Woche so mit sich bringt…

Die Woche bisher – Es wird stressig

Bauen oder eher die Bauvorbereitung scheint aus wochenlangem Warten und Momenten absoluter Hektik zu bestehen. So stand diese Woche unser Telefon kaum still.

Unser euer Bauleiter ist nun wieder unser ursprünglicher Bauleiter.  Hier hatten wir Glück, dass wir den ursprünglich von Danhaus mitgeteilten Wechsel nicht beim Bauamt angezeigt hatten.

Unser Bauleiter hat uns angesprochen wie weit wir mit der Firma Göllner für die Bodenplatte sind. Gute Frage, daher hat unser Bauleiter einen Termin für Ende Februar mit Bodenarbeiter und der Firma Göllner angefragt. Irgendwie finden wir es gut, dass die beteiligten Partien direkt miteinander sprechen und wir nicht Stille Post spielen. Auch unser Erdarbeiter hat zwischenzeitlich an uns gedacht.

Die Firma Clayton hat sich gemeldet und mitgeteilt, dass das kurzfristig benötigte Bodengutachten innerhalb einer Woche fertiggestellt werden kann. Für dieses Entgegenkommen berechnet Clayton 25% des Pauschalpreises. Aber selbst so ist Calyton noch um die Hälfte günstiger als alle anderen Angebote. Wir erwarten hier keine Überraschungen und haben daher kurzfristig zugesagt.

Auch Danhaus hat sich nochmals gemeldet, die lang ersehnte und inzwischen überfällige Darlehensabtretung lag noch nicht vor. Die Bank wollte noch Unterschriften für eine sogenannte unwiderrufliche Überweisungsanweisung. Danhaus sichert sich mit der Abtretung bei der Bank ab, dass auf jeden Fall bezahlt wird. Die Bank sichert sich so bei uns ab, dass wir es uns doch nicht anders überlegen. Positiv bleibt zu erwähnen: Das ganze Verfahren einschließlich der Abtretung wird uns nicht berechnet. Manche Banken verlangen hierfür eine Gebühr. Sich frühzeitig erkundigen hilft hier den angehenden Bauherren. Nach geleisteter Unterschrift konnten wir die Abtretung an Danhaus faxen und dem geplanten Richttermin steht nichts mehr im Weg.

Beim lokalen Elektrik haben wir bereits angefragt einen Baustromkasten zu mieten. Das klappt wohl ohne weitere Probleme.

Kurz darauf hat sich die Fa. Elku aus Berlin gemeldet und uns das weitere Verfahren erläutert. Elku geht dazu einen kleinen Fragenkatalog durch um sich ein erstes Bild zu verschaffen. Da wir uns schon viele Gedanken über der Elektrikanalge gemacht hatten, konnten wir unserer Pläne noch am selben Abend zusenden. Keine zwei Arbeitstage später lag uns unser Angebot vor: Danhaus hat tatsächliche einen großen Leistungsumfang, und dennoch sind wir bei 4.500 € Zusatzkosten gelandet. In unserer Kalkulation sind ursprünglich 3.000 € für diese Position eingeflossen. Da wir uns noch ein Angebot für Einbausports und eine SAT-Anlage haben erstellen lassen, wurde die Position entsprechend größer. Beide Punkte hatten wir ursprünglich als Eigenleistung geplant. Elku hat noch einige Zusätze eingeplant, von denen uns einige zusagen, andere nicht. Neben den Einbauspots werden wir nun sämtliche Arbeiten von Elku durchführen lassen und den ersten Entwurf entsprechend erweitert. Obwohl die Summe zunächst recht hoch erscheint, sind die Einzeplositionen preislich weit unter dem, was wir ursprünglich angenommen – oder besser befürchtet – hatten.

German PV wird unserer Solaranlage installieren. Da wir zukünftig eine Erweiterung  der PV-Anlage auf unserer Garage in Betracht ziehen, habe wir uns über die Möglichkeit erkundigt. Benötigt wird lediglich ein Leerrohr für die Rückführung der Kabel und ein entsprechender Platz für den zusätzlichen Wechselrichter. Elku haben wir diese Pläne ebenfalls mitgeteilt – das Leerohr zu späteren Einziehen der Kabel als auch die Stromzuführung zur Garage wird von Elku direkt mit ausgeführt.

Am Ende versucht Danhaus noch den vom Bauamt vorgeschriebenen Auflagen nachzukommen. Hier hat das Bauamt von uns den Nachweis nach §10 LBOVVO vor Baufreigabe verlangt. Hier herrscht wohl Verwirrung, wurde versucht die Bestätigung nach §10 EEWärmeG von der Firma Acalor zu erhalten. Diese kann jedoch erst nach Fertigstellung/Übergabe ausgestellt werden. Somit haben wir selbst die Gesetze gewälzt, denn das Baurechtsamt hat uns folgende Einschränkung auferlegt

Die bautechnische Bestätigung nach § 10 Abs. 2 der Verfahrensordnung zur Landesbauordnung -LBOVVO- ist vor Erteilung der Baufreigabe vorzulegen.

Darin steht wiederum

(2) In Genehmigungsverfahren, die nicht unter Absatz 1 fallen, ist eine Erklärung nach Absatz 1 abzugeben, wenn die Voraussetzungen für den Wegfall der bautechnischen Prüfung nach § 18 vorliegen.

Tatsächlich wird auch der Nachweis nach §10 EEWärmeG gefordert. Allerdings nicht vor Baufreigabe.

(G2241) Über die Erfüllung bzw. ersatzweise Erfüllung der Nutzungspflicht nach dem Erneu- erbaren-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) ist der unteren Baurechtsbehörde der Nachweis eines Sachkundigen bzw. Brennstofflieferanten oder Wärmenetzbetreibers ent- sprechend §10 EEWärmeG vorzulegen. Hierzu verweisen wir auf das beiliegende Merkblatt zum Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).

Bei so vielen §§ 10 kann man tatsächlich schnell den Überblick verlieren…

Am Ende erhielten wir noch Post von Danhaus mit einem Stapel an Dokumenten um der staatlich geforderten Bürokratie gerecht zu werden: Baubeginnsanzeige (unserer Meinung nach kein gutes deutsches Wort) und eine Reihe weitere bereits ausgefüllter Dokumente, die vor den entsprechenden Bauphasen bzw. Abschlüssen an das Bauamt übersendet werden müssen. Glücklicherweise wird uns unser Bauleiter dabei unterstützen, das richtige Dokument zum richtigen Zeitpunkt einzureichen…

Teil-Baufreigabe

Pünktlich zu Heilig Abend und zugegebener Maßen durchaus überraschend, kam am 24.12.  ein Brief vom Landratsamt: die Teil-Baufreigabe. Jetzt steht den Bodenarbeiten nichts mehr im Weg.

Teil-BaufreigabeAuch wenn wir die nächsten paar Tage nicht wirklich etwas unternehmen können… das wohl beste Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr…

 

 

Die Leier von der Fachbauleiterbescheinigung

Heute kam wieder Post von Danhaus. Eine Rechnung konnte es nicht sein, die nächste erwarten wir erst wieder mit der Fertigstellung des Fundaments bzw. der Bodenplatte.

Nein, es war die erfreuliche Nachricht, dass alle Aufträge vergeben sind. Den Bauherren wird von Danhaus alsdann eine Liste der Handwerker für Elektro-, Fliese-, Schornstein-, Heizung-, Verblend- und Fundamentarbeiten, der Solaranlage und für die Estricharbeiten überreicht. Man darf bei Danhaus auch dann direkt mit den einzelnen Handwerkern in Kontakt treten, sollten noch Fragen offen sein. Auch die Kontaktdaten unseres Bauleiters haben wir inzwischen bekommen.

FachbauleiterbescheinigungEine bürokratische Hürde wird uns jetzt leider doch noch vor die Füße geworfen: Für die Gewerke, die in Eigenleistung ausgeführt werden, benötigt Danhaus nach Fertigstellung die Fachbauleiterbescheinigung. In unserem Fall lediglich das Gewerk Fliesen, das wir in Eigenregie durchführen – aber, dank der Bürokratie – einen Fachbauleiter suchen müssen. Mit dieser Bestätigung kann dann unser eigentlicher Bauleiter wiederum  die korrekte Ausführung gegenüber dem Bauamt bestätigen.

Wir haben zum Glück Zeit bis das Gewerk fertiggestellt wurde, und eine Idee haben wir auch bereits. Also wandert die Bestätigung an die immer weiter anwachsende Liste an ToDos, die noch auf uns warten…