Post von der Berufsgenossenschaft

Der Papierkrieg geht weiter: heute kamen mehrere Seiten der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft an. BAU BG Um einen befindet sich darin der Hinweis auf die Führung eines Bautagebuchs, in dem alle nicht-gewerblichen Helfer für das Bauvorhaben aufgeführt werden müssen. Die Liste gilt es nach §165 SGB für fünf Jahre aufzubewahren. Bei Verstößen darf der Bauherr mit bis zu 2.500 € Bußgeld rechnen.

Zum anderen ab es einen Vordruck für die Bauherrenauskunft. Hier wird der BG bekannt gegeben welche Gewerke von Unternehmen, in Eigenleistung oder durch Helfer umgesetzt werden.

Bei Unfällen während des Bauvorhabens sind diese direkt der BG zu melden. Bauherr und -herrin sind dabei jedoch nicht versichert. Eine freiwillige Bauherren-ersicherung der Bauherrschaft bei der BG schlägt derzeit mit ca. 4.200 € Jahresbeitrag zu Buche.

Der Versicherungsschutz umfasst Unfälle während der Tätigkeit auf der Baustelle sowie auf dem Weg zu und von der Baustelle. An Leistungen gewährt die BG BAU bei Arbeits- oder Wegeunfällen die Heilbehandlung, Maßnahmen zur Erleichterung der Verletzungsfolgen, Berufshilfe und Geldleistungen an Verletzte oder an Hinterbliebene.

Spannender wird die Frage, was eigentlich mit all den kleinen Helferlein auf der Baustelle ist. Dazu sagt die BAU BG über private Bauhelfer:

Grundsätzlich sind alle Personen, die der Bauherr als (abhängige) Hilfskräfte in arbeitnehmerähnlicher Form zu den Eigenbauarbeiten heranzieht, gleichgültig, ob sie kurz- oder langfristig, gegen Entgelt oder unentgeltlich beschäftigt werden, kraft Gesetzes gegen Arbeitsunfall versichert. Zu diesen Hilfskräften gehören auch mithelfende Familienangehörige, Verwandte, Bekannte, Nachbarn und Kollegen. (§ 2 Abs. 2 SGB VII).

Das Ganze wird natürlich beliebig kompliziert, da bei Gelgenheitshelfern keine scharfe Abgrenzung gegeben ist:

Bei Helfern, die im Rahmen einer im privaten Bereich üblichen Gefälligkeitsleistung tätig werden, ist der Versicherungsschutz ausgeschlossen, weil solche Handreichungen rechtlich nicht als arbeitnehmerähnlich gelten. Um festzustellen, ob die Tätigkeit eher der Privatsphäre zuzurechnen ist, muss die Beziehung zwischen dem Bauherrn und dem Helfer sowie das Ausmaß der Tätigkeit untersucht werden. Hilft der Vater des Bauherren kurz beim Abladen von Baumaterial, wird dies als übliche Gefälligkeit im familiären Bereich anzusehen sein, während die mehrtägige Hilfe eines Freundes beim Dachdecken in der Regel eine versicherte Tätigkeit darstellt.

Bei uns ist dies vermutlich weniger tragisch. Der Bau BG wird auf ihrem Vordruck mitgeteilt, dass das Haus von Danhaus (mehr oder weniger )schlüsselfertig geliefert wird, und welche Firmen für Bodenarbeiten und Gerüstbau zuständig sein werden, bzw. dass Fliesenarbeiten in Eigenleistung erbracht werden.

Gut Versichert

Nachdem wir bereits die Bauleistungsversicherung, Feuerrohbau- und Gebäudeversicherung abgeschlossen haben, ging es nun nochmal an das Thema Versicherung und sämtliche Möglichkeiten Geld möglichst effektiv aus dem Fenster zu werfen…

Geld zum Fenster rausIm Vordergrund stand diesmal die Absicherung des „Selbst“. Das Häuschen ist ja nun von oben bis unten versichert, man selbst kommt jedoch meist zu kurz. Bisher hatten auch wir (ich) dies so gut wie möglich ignoriert. Heißt ja schließlich meist Risikoversicherung. Risiko wiederum bezeichnet

… eine ungeplante, negative Abweichung von erwarteten Verhalten eines Systems und lässt sich als Produkt aus der Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers und dem dadurch zu erwartendem Verlust verstehen.

So steht es zumindest in meinem Buch. Und irgendwie will man auch beim Hausbau nicht wirklich daran denken dass einem etwas passiert. Bisher war der Verlust ja auch nicht sonderlich groß. Jetzt haben wir den zu erwartenden Verlust jedoch schnell definiert: Unser neues Häuschen. Auf der anderen Seite gibt es eine nahezu unerschöpfliche Anzahl von Studien zu den Wahrscheinlichkeiten die schlimmsten Krankheiten zu erleiden oder schlicht weg vom Bus überfahren zu werden. Das kann einem sogar zweimal passieren.

Natürlich trifft es immer die anderen, und deswegen muss das weiterhin nicht beachtet werden. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem man die Fortzahlung der Anuitäten sicherstellen möchte – komme was wollen. Also habe ich mir ein entsprechendes Paket zusammenstellen lassen.

Risikolebensversicherung

Wird bei manchen Banken beim Kreditabschluss verlangt, bei uns war das nicht der Fall. Hier haben wir ein Tarif mit linear fallender Versicherungssumme gewählt, die möglichst gut die Darlehenssumme deckt. Dabei bleibt die ersten paar Jahre die Versicherungssumme konstant, so dass hier keine Unterdeckung eintritt. Die Nettojahresraten bewegen sich hier im Bereich von 150 bis 250 Euro. Mit den Jahren schwankt dies (steigt und sinkt dann wieder) mit sich veränderndem Risiko. Die Versicherung ist jährlich kündbar. Sobald also im Fall der Fälle der Kredit nicht im gefährdet wäre, kann diese auch ohne schlechtes Gewissen und Verluste gekündigt werden.

Berufsunfähigkeit

Gab es schon, aber nur bis zu einem Alter von 60 Jahren. Eigentlich soll das Darlehen hier schon längst abbezahlt sein. Allerdings taugt die aktuelle Deckungssumme nicht um im BU-Fall die Raten zu begleichen. Also musste hier auch aufgestockt werden. Dabei wurde direkt die Laufzeit auf 67 Jahre erhöht – da sich gerade das Alter zwischen 60 und 67 hinsichtlich der Erwerbsunfähigkeit als kritisch erweisen kann. Hier kommt eine wichtige Erkenntnis: Egal ob man nun ein Häuschen hat oder nicht: alt werden dann doch all irgendwann.

Hier haben wir ein Angebot erhalten, wo am Ende ein gewissen Überschuss ausbezahlt wird. Außerdem zahlt auch diese Versicherung im Todesfall die angesparten Beträge an den Versicherungsempfänger aus. Hier wären die Beträge aber voraussichtlich so gering, dass dies erst einmal zu vernachlässigen ist. Preislich bewegen sich hier die Raten bei 100 bis 200 € pro Monat. Ein gutes Stück vom hart verdienten Geld – was man (im Gutfall) nicht unbedingt aus dem Fenster werfen möchte.

Trifft mich nicht, möchte man denken, wäre da nicht der Fall im Bekanntenkreis, der einen des Besseren belehrt …

Unfallversicherung

Irgendwie unnötig, dann aber doch wieder gut zu haben. Einmal gestolpert, von der Leiter gefallen oder vom Rasenmäher angefahren worden… Hier springt nicht die Berufsunfähigkeitsversicherung ein, die Unfallversicherung sehr wohl. Hält sich mit 10 € pro Monat in erträglichem Rahmen.

Auch dass passiert mir nicht… naja, wäre hier nicht der Unfall vor wenigen Monaten gewesen, würde ich auch heute noch daran glauben…

UnfallZusammen reist natürlich alles ein gewaltiges Loch ins Bankkonto. Wenn jetzt alles gut geht, war alles unnötig und das Gefühl das Geld zum Fenster rausgeworfen zu haben, hätte sich somit bestätigt. Sollte in den nächsten 30 Jahren jedoch etwas passieren, werden wir auf jeden Fall mit den Worten „ich habe es ja gesagt“ auf diesen Artikel verlinken. So oder so, wir werden Recht behalten…

Zweite Beitragsrechnung

Diese Woche kam nun auch pünktlich zum 1.8. die zweite Betragsrechnung vom Versicherer an: 70 € für die Mehrwertversicherung für den Rest des laufenden Jahres, nachdem bereits im Vorfeld unglaubliche 3 € entrichtet wurden. Auch dieses Mal wurde noch nichts für die Gebäudeversicherung berechnet. Es handelt sich lediglich um den Aufschlag zu den bestehenden Versicherungen bzgl. Hausrat, Haftpflicht und Rechtsschutz.

Aufgrund der jüngsten Vorfälle auf dem noch unbebauten Grundstück habe ich mich nun auch nochmal bei unserem Versicherungsmarkler erkundigt. Im Moment werden Versicherungsansprüche zunächst bei de Bestandsversicherung geltend gemacht, erst wenn diese nicht greift, springt die Mehrwertversicherung an.

Außerdem haben wir heute die Bauleistungsversicherung beantragt, nachdem hier mehrere Angebote vorlagen. Jetzt warten wir wieder einmal auf die Bestätigung Seitens der Versicherung…

Erste Beitragsrechnung

Heute kam die erste Beitragsrechnung der Condor an. Niedliche 3,07 € für Haftpflicht-, Hausrat- und Rechtsschutzversicherung.

3,07Die Beitragsrechnung beschränkt sich auf einen Zeitraum von zwei Wochen. Der eigentliche Jahresbetrag wird dann zu Beginn des Folgemonats beglichen.

Warum die Wohngebäudeversicherung nicht für die zwei Wochen berechnet wird, sondern erst ab dem Folgemonat entzieht sich unserem Verständnis, aber vielleicht kann uns hier unser Versicherungsmakler aufklären…

 

Sicher ist Sicher

Die Versicherungspolice kam an. Nach einigem Hin und Her, haben wir uns für eine Versicherungspolice der Condor entschieden. Neben der notwendigen Wohngebäude und Feuer-Rohbauversicherung haben wir in diesem Zug gleich die bestehenden Hausrat-, Haftpflicht und Rechtsschutzversicherungen in einer Police aggregiert.

Zumindest was Hausrat- und Wohngebäudeversicherung angeht empfiehlt sich im Schadensfall ein Versicherer zur einfacheren Abwicklung. Da unserer bestehende Haftpflicht einige Mängel aufwies haben wir uns entschlossen alles über die Condor zu bündeln. Immerhin gibt es für die vier Versicherungen insgesamt 15% Bündelnachlass.

Eine Feuer-Rohbauversicherung bis Dezember 2015 ist beitragsfrei inklusive und die Bauherrenhaftpflicht ist mit 500.000 € Deckungssumme eingeschlossen. Einzig die Bauleistungsversicherung muss nun noch gesondert beantragt werden.

Da es sich um eine Mehrwertversicherung handelt, wird für die Laufzeit der alten Versicherungen lediglich der Differenzbetrag bezahlt. Nach Erhalt der Police werden die alten Versicherungen durch den Versicherungsmakler gekündigt. Also minimaler Aufwand für uns. Man muss ja so schon an genug Dinge denken.

 

Absichern

Restschuldversicherung

Heute wurden die ersten Angebote von Versicherungen angefordert, Restschuldversicherungen oder auch Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme (ein sehr anstrengendes Wort), um genau zu sein.  Als Ausgangspunkt diente eine Artikel der Stiftung Warentest Restschuldversicherung: Kredite günstig absichern.

Die  Anbieter und deren Tarife,  die in einem ersten Vergleich genauer unter die Lupe genommen wurden, sind

Hannoversche Restschuldversicherung (T4N)
Europa Risiko-Lebensversicherung (ET-3)
–  Dialog (RISK-vario und RISK-vario EB)
Credit Life Restkreditversicherung (ehemals Ontos).

Hannoversche, Europe als auch Dialog bieten online Beitragsrechner. Ontos, 2012 bei Stiftung Warentest noch der günstigste Direktanbieter,  wurde mittlerweile zu Credit Life umfirmiert. Eine telefonische Nachfrage bzgl. der Konditionen ergab, es fände keine Direktvertrieb statt. Der Abschluss erfolgt nur über den Markler. Ob es sich hierbei nun der Versicherungsmarkler oder den Immobilienmarkler handelt  konnte keine Auskunft erteilt werden. Man scheint hier wohl nicht sonderlich daran interessiert zu sein seine Produkte zu verkaufen.

Bei Dialog ist es möglich auf der Webseite vollständige individuelle Angebote (Laufzeit, Zinssatz, Tilgung etc.) zu erstellen. Hier wird auch direkt eine voraussichtliche Beitragsentwicklung bis Versicherungsende angegeben. Sehr positiv, da so z.B. der Vergleich mit dem Produkte hinsichtlich des zu erwartetenden Barwerts (noch so ein neues Wort) möglich wird – hier wird  der Gesamtbetrag der Versicherungssumme zu Versicherungsbeginn beglichen.

Hannoversche als auch Europa bieten hingegen die Möglichkeit ein Angebot per Post zuzusenden – was zu Vergleichszwecken auch genutzt wurde. Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, wird nun zusätzlich noch der Versicherungsmarkler eingeschaltet.

Alle Angebote wurden auf die  voraussichtliche Darlehenssumme (aufgerundet) und gleichen Sätze hinsichtlich Zins und Tilgung angefordert.

Nun wird auf die ersten Angebote gewartet.