Das Klinkerdilemma

Wie einige Tage zuvor erfahren, gibt es wohl erhebliche Probleme mit dem von uns ausgewählten Klinker. Zur Erinnerung, wir hatten uns für einen sehr hellen Klinker der Firma Engersunder entschieden, so wie auch das Musterhaus von Danhaus verklinkert wurde.

Weiß Nun hat die Firma den Stein Royal Stone wohl aufgrund einer Vielzahl von Reklamationen aus dem Programm genommen. Der Leidtragende sind nun erst einmal der Bauherr und die Bauherr die ja eigentlich das Häuschen unter anderem aufgrund des Aussehens ausgewählt haben.

Grau oder Grau?Nachdem Danhaus, unser Bauleiter und Fa. Göllner versucht haben das Dilemma zu lösen, hat sich Herr Göllner Sr. persönlich auf den Weg gemacht um mit uns am nächsten Tag das Problem anzugehen.

hus23_wer_die_wahl_hatHerr Göllner hat uns dabei hatte ein paar Muster alternativen Steine mitgebracht, die wir direkt vor Ort begutachten konnten. Überhaupt hat Herr Göllner Sr. alles getan, damit wir eine rundum zufriedenstellende Lösung erhalten. Obendrein, hat er uns noch auf die zwei weißen Plastikleisten angesprochen, die wir vor einigen Tagen aus dem Container gefischt hatten. Das sind nämlich die Abschlusswinkel für den Erker, den die Klinkerleute später benötigen… ein Glück, haben wir die beiden dem sicheren Abfalltod entrissen…

Die mitgebrachten Steine der Firma Wienerberger weißen als Handformziegel eine ausgeprägtere Struktur als die Wasserstrichziegel von Engersunder auf. Da die Klinker nicht bemalt sind, sind diese jedoch einfacher von der Farbgebung. Die Farbe auf den ursprünglichen Steinen ist wohl auch der Grund für die Reklamationen. Nach einigen Jahren scheint hier die Farbe nach und nach ab zu platzen.
hus23_terca_silbergrauEntschieden haben wir uns nun für den Stein Terra Agora gedämpft silbergrauder. Farblich kommt der Stein der urspünglichen Wahl sehr nahe, und die Struktur gefällt uns sogar noch etwas besser als bei dem Engersunder Stein.

Sobald nach dem Streik der Deutschen Bahn bzw. der GDL wieder Speditionen mit freien LKWs zu finden sind, soll unser neu bemusterter Klinker auch schon geliefert werden…

Heiter bis Stürmisch

Nachdem am Wochenende heftige Windböen die provisorische Dachabdeckung aufgerissen hatten, hofften wir heute auf unserer Zimmerleute, dass das Dach möglichst schnell abgedichtet wird. Leider hatte sich inzwischen die Abdeckplane vom gesamten Hauptdach gelöst und der anhaltende Wind hat ein mittlerweile 20 bis 30 m2 großes Loch in das Dach gerissen.

Leider wurden die Zimmerleute auf eine andere Baustelle abgezogen um etwas zu reparieren, was nun leider zur Folge hat, dass sie wohl hier einiges mehr zu reparieren haben werden. Leider wusste auch der Danhaus Bauleiter nichts von der kurzfristigen Umdisponierung der Zimmerleute und erfuhr erst durch unseren Anruf von der brach liegenden Baustelle.

Inzwischen hatte sich zu Wind und Loch auch noch Regen gesellt und fängt an allmählich unser Häuschen unter Wasser zu setzen. Die Bitumenbahnen sind dicht, das ist die gute Nachricht. Leider steht zwischenzeitlich der nahezu der gesamte vordere Teil des Hauses mehr oder weniger unter Wasser. Im Technikraum kann man mittlerweile sogar für den Iron Man trainieren.  Das Wasser steht hier ungefähr 1cm hoch.

Technikraum - LandunterWeniger schlimm sieht es in der zukünftigen Küche aus, auch wenn man nicht wirklich trockenen Fußes auf die andere Seite kommt.

Küche - LandunterWeniger schlimm hat es das Gäste WC getroffen. Hier ist zumindest die eine Hälfte trocken.

Gäste WC - Fast LandunterIm Eingangsbereich steht auch das Wasser.

die Wände ziehen FeuchtigkeitDen Wänden selbst scheint der Schlagregen eher weniger ausgemacht zu haben. Hier können wir froh sein, dass Danhaus Fermacell und noich Rigips verbaut.

Auch das durch die Sturmböen freigelegte Holz zeigt hat sich an den Regenmassen ergötzt. Um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen wurden die wehenden Enden der Plane kurzerhand vom Bauherren bei gefühlten Orkanwinden an die Lattung geknotet und genagelt um dem Wind weniger Angriffsfläche zu geben. Leider habe sich durch die umherwehenden Fetzen bereits Konterlatten gelöst und ein Teil der Plane hat sich in gefährliche Nähe des Nachbarkamins begeben. Somit sollte zumindest des Nachbarn Hab und Gut nicht mehr in Gefahr  als auch umherschweifende Passanten vor herab-prasselnden Konterlatten geschützt sein.

Der volle Dank gebührt dem Sturmtief Niklas, das unserer Nerven auf’s äußerste Reizt.

Die Binder - NassAlles in allem sind wir nicht sonderlich glücklich über diese Entwicklung, ändern können wir daran aber.  Nun plötzlich sind die 3.000 € für den DEKRA Gutachter die wohl am besten angelegten Euros unseres ganzen Bauvorhabens. Vielleicht haben wir Glück und die Wände sind am Boden abgedichtet. Vielleicht haben wir aber auch Pech und es regnet heute Nacht noch einmal…  Wir hoffen einmal, dass unser geplantes Richtfest, im wahrsten Sinn des Wortes, nicht ins Wasser fällt…

Leider haben wir außerdem erfahren, dass heute doch nicht unser Kamin kam. Nachdem der Termin vergangene Woche bereits nicht gehalten wurde, konnte unser Schiedel Kinfire wohl auch heute nicht geliefert werden. Es ist jetzt aber auch nicht so, dass die Bauherren nicht bereits vor elf Monaten ihr Interesse an dem Kamin Kund getan hätten… Wäre der Kamin nämlich wie geplant am Richttag gekommen, wäre das Dach abgedichtet gewesen, hätte es nicht ins Haus geregnet, hätten jetzt alle wesentlich weniger Arbeit…

Auf jeden Fall waren die Kaminbauer oder andere fleißige Helferlein vor Ort und haben bis zum Eintreffen der Bauherren das Fundament des Kamins erstellt. Am einzigen noch trockenen Platz des Hauses.

Das Kamin FundamentMorgen soll nun die Sanitärfirma Müller und die Elektrofirma Elku kommen. Im Moment klafft ein riesiges Loch im Dach, das EG steht unter Wasser und im OG sind noch keine Bodenplatten verlegt oder Wände gestellt.  Der Bauherr ist demnach gespannt, wie es da nun weiter gehen soll und hat kurzfristig Urlaub beantragt um das Schauspiel live mit zu erleben.

Der erste Sturm

Gestern hatten wir den Bauplatz von übrig gebliebenem Bauholz und Metall befreit und uns vom ordentlichen Zustand der Baustelle überzeugt. Heute wollten wir für die kommenden Tage einiges an Verpflegung für die Zimmerleute vorbereiten und mussten leider feststellen, dass eine riesige Lücke in der Dachabdeckung klaffte. Der heftige Sturm mit Windböen von bis zu 100 km/h hat ein Teil der provisorischen Abdeckplane abgerissen.

Ein Loch in der AbdeckplaneEin Blick ins Innere des Hauses hat uns zunächst die schlimmste Befürchtung genommen. Der Regen ist so gering, dass zumindest im EG kein Wasser war. Allerdings konnte beim Blick nach oben das volle Ausmaß der „Sturmschäden“ betrachtet werden.

SturmschädenSowohl dem Giebel als auch der DG Wand konnte die Feuchtigkeit angesehen werden. Nun bleibt zu hoffen, dass die Wände schnell wieder austrocknen. Zwei Tage zuvor hatten wir uns diesbezüglich noch mit unserem Bauleiter unterhalten, dass die verarbeiteten Fermacellplatten hier weniger anfällig als Rigips sind. Von daher sind unserer Sorgen mehr auf das Nachbarhaus gerichtet. Die Windböen sind so stark, dass das Besteigen des Gerüsts kaum unmöglich ist. Die Wucht der im Wind flatternde Plane dürfte genügen um eine mittlere Fregatte ohne Probleme über den Atlantik segeln zu lassen. Volle Fahrt vorrraus!Glücklicherweise ist die Hinterseite des Hauses nahezu vollständig mit Konterlatten und Lagerhölzern versehen, so dass dieser Teil des Hauses auf jeden Fall trocken bleibt.Daher haben wir unser ursprüngliches Vorhaben trotzdem umgesetzt und den Zimmerleuten eine Kaffeemaschine, ein Wasserkocher für Tee und einige Kleinigkeiten hingerichtet. Der morgige Tag wird anstrengend, das lässt der Zustand des Daches vermuten…

Verpflegung für die ZimmerleuteIm Moment hoffen wir lediglich, dass sich die Plane nicht vollständig löst und sich um das Kamin des Nachbarn wickelt und selbigen am Ende zu Fall bringt…

Das erste Bauteil

Die vergangene Woche war nicht weniger nervenaufreibend als die Woche zuvor. Langsam gewöhnt man sich jedoch an die dringenden Anrufe morgens um halb neun.

Unser Netzbetreiber hat sich gemeldet, und die Bestellung unserer Mehrspartenhauseinführung in die Wege geleitet. Auf mehrmalige Nachfrage die Wochen zuvor wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass noch diverse Pläne vorgelegt werden müssten. Plötzlich scheint jedoch alles ganz schnell und wie von alleine zu passieren. Die Firma Elku hatte sich bei unserem Netzbetreiber gemeldet uns sich um alles gekümmert. IUns blieb also nur noch übrig die Bestellung der MHE zu unterzeichnen und abzuschicken. Zwei Wochen sollte dies dauern.

Am Morgen danach erhielten wir vom Lieferanten einen dringenden Anruf, die MHE könne abgeholt werden. Zwei Pakete und 24m Leerrohr. Dank Hänger (jetzt sind wir froh uns gegen ein Baustellenfahrzeug entschieden zu haben) konnten wir also unser erstes Bauteil unseres zukünftigen Hauses abholen.

Hus 23 MHE LeerrohreAuch Clayton hat sich gemeldet und uns unser zweites Bodengutachten, dank Aufpreis innerhalb weniger Tage geliefert. Kurzum: Keine Erdarbeiten bei schlechtem Wetter und Frost, und die unten aufgezeigte Aufschüttung darf nicht mit dem Aushub erfolgen. Leider lässt sich das Material laut Gutachten nicht verdichten und es muss auf sogenannten V1 Material zurückgegriffen werden, das entsprechend verdichtet werden kann. Wir hoffen der Aushub kann zumindest zur Geländemodellierung verwendet werden, um das Abfahren zu vermeiden. Eine Überraschung, auf die wir so kurz vor Baubeginn doch gerne verzichtet hätten. Das nächste Gespräch vor Ort mit Bauleiter, Erdarbeiter und der für die Gründung zuständige Firma wird Klarheit schaffen. Es bleibt also spannend….

Auch Danhaus hatte sich nochmals gemeldet, die Finanzierungsbestätigung lag noch nicht im Original vor. Wir hatten zwar eine Kopie per E-Mail und Fax zugesendet, hatten aber im Eifer des Gefechts vergessen, das Original nachzureichen. Auch das wurde noch kurzfristig erledigt.

Positive Überraschung gab es auf finanzieller Seite dennoch: Die geleistet Mehrwertsteuer der PV-Anlage wurde vom Finanzamt zurückerstattet.  Da wir  umsatzsteuerabzugsberechtigung sind, konnte die Rechnung der PV-Anlage bereits eingereicht werden, nachdem wir diese bereits bei Danhaus bezahlt hatten. Dafür hatten wir kurzfristig den Zahlungsplan angepasst. Danhaus hatte sich hier mehr als flexibel gezeigt. Unser Steuerberater hat das Restliche erledigt. wir hatten uns diesbezüglich bereits sehr früh mit unserem Steuerberater abgestimmt, was hier das beste Vorgehen ist. hier können wir nur raten: Frühzeitig erkundigen und sachkundige Unterstützung holen, sollte die Anschaffung einer PV-Anlage geplant sein.

Die zweite positive Überraschung war dann ein weitere Anrufers des Netzbetreibers. Die Versorgungsleitungen werden nicht auf dem kürzesten weg aus dem Gebäude sondern auf dem direkten Weg Richtung Übergabeschacht ausgeleitet. Dies bedeutet für die Trassenführung etliche Meter weniger Graben und Kabel und somit einige Euros weniger – sprichwörtlich – im Sand versenkt. So hatten wir die Trassenführung ursprünglich auch gewünscht.  Normen, DIN und Vorschriften hatten uns hier jedoch anfangs einen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Grötz lässt grüßen – die zweite Abschlagszahlung

Das neue Jahr ist erst vier Wochen alt, da lässt es sich auch die Firma Grötz nicht nehmen, eine zweite Abschlagszahlung einzufordern. Neuer Sachbearbeitern, 25% höhere Kosten – da war die Verwirrung erst einmal groß. Also haben wir die Unterlagen mit der ursprünglichen Auftragsbestätigung verglichen. Die Prüfung ergibt: Es ist alles korrekt, denn wir lassen die Gründung der Garagen durch die Firma Grötz durchführen. Auch von diesen Kosten gilt es die ursprünglich vereinbarten 40% bereits im Voraus zu begleichen.

Grötz - Zweite AbschlagszahlungDem Herzinfarkt ein Schritt näher, und 2.000 € ärmer geht es also weiter – zumindest auf dem Papier. Die meisten Kredite können nur in wenigen Teilbeträgen ausbezahlt werden. Da tut es gut, ähnlich wie bei uns, einige Reserven für den Bau auf einem Tagesgeldkonto vorrätig zu haben. Dadurch ziehen solche Überraschungen nicht allzu große bürokratische Konsequenzen nach sich…

Baugrunduntersuchung

Der vorläufige Richttermin ist bekannt, in wenigen Wochen sollte mit den Bodenarbeiten und der Gründung begonnen werden. Da kommt überraschend eine Nachricht von Danhaus. Leider ist das vorgelegte Bodengutachten nicht hinreichend für die Berechnung des Fundaments.

Grundsätzlich nicht tragisch, da wir sowohl ein weiteres Bodengutachten in der Kalkulation berücksichtigt hatten, als auch, dass wir bereits vor einem halben Jahr Angebote bzgl. der Gutachten eingeholt hatten. Wir hatten mehrere ansässige Institute und Geologen angeschrieben. Der Haken ist nun jedoch die Zeit: 20 Werktage Bearbeitungszeit – das wird sportlich mit der Gründung.

Wir haben auf eines der vorliegenden Angebote, der Firma Clayton, zurückgegriffen. Diese arbeitet mit Danhaus zusammen und wurde uns bereits von Hr. Kadesch empfohlen, sollten der aktuelle Fall tatsächlich eintreten.

Auch wenn es nun knapp wird, und die zusätzlichen Kosten ärgerlich sind, konnten wir den Auftrag noch am selben Tag vergeben. Auch hier konnte das Ingenieurbüro Kadesch wieder mit sagenhaften Reaktionszeiten überzeugen. Innerhalb weniger Stunden wurden sämtlich benötigte Unterlagen an Clayton übermittelt. Das lokale Ingenieurbüro, von dem das allgemeine Angebot stammte, konnte leider nicht überzeugen. Obwohl die Messungen schnell hätten durchgeführt werden können, wären wir hier preislich bei mehr als dem doppelten der Firma Clayton gelegen.

Von den Messungen werden wir wohl nichts mitbekommen, das Gutachten und die Rechnung dürften wohl das nächste sein, was wir hoffentlich in wenigen Tagen von Clayton erhalten. Hier war man übrigens sehr zuvorkommend und freundlich nimmt sich unseres jetzt doch noch kurzfristigen Anliegens schnell und unkompliziert an.

Allen Bauherren an der Stelle kann man raten bereits frühzeitig Angebote einzuholen. Damals hatte dies bei uns teilweise zwei bis drei Wochen gedauert, bis einzelne Anbieter geantwortet hatten. Alternativ kann man bei seinem Sachbearbeiter bei Danhaus nachfragen. Danhaus hat eine ganze Liste von Geologen und Firmen, die Gutachten in Zusammenarbeit mit Danhaus erstellen. Allerdings gilt es diese Liste zu erfragen.

Der Notargebührenschock – Bauverpflichtung

Vor einigen Tagen erhielten wir ein Überraschungsschreiben vom Notar. Wir mögen zur Kostenberechnung bitte die ungefähren Baukosten mitteilen. Haus, Garten, Garagen? Was genau möchte der Notar den hiervon berechnen.

KostenberechnungNach kurzer Recherche wird klar: Steht die Bauverpflichtung im Vertrag, darf der Notar diese bewerten und mit einer Gebührt in Rechnung stellen. Wie in den meisten Kaufverträgen von Gemeinden üblich, enthält der Kaufvertrag eine Klausel, dass der Grund innerhalb einer bestimmten Frist bebaut werden muss. In unserem Fall sind dies vier Jahre. Diese Bauverpflichtung ist nun Gegenstand des Notarvertrags. Als Grundlage dient hierzu der Verkehrswert des geplanten Gebäudes. Davon dienen als Berechnungsgrundlage je nach Notariat 10 bis 30 Prozent. Eine exakte Regelung konnten wir als Laie dem Gerichts- und Norargesetz (GNotKG) nicht entlocken. Eine kurze Überschlagsrechnung ergab, dass hier eine ungeplante Notarkostenrechnung von mehrere Tausend Euro auf uns zu kommen könnten.

Ein klärendes Telefonat mit der zuständigen Justizfachangestellten konnte jedoch eine schnelle Klärung des Sachverhalts schaffen. Es handelte sich schlicht um ein Versehen. Die zuvor beschriebene Regelung findet bei gewerblich genutzten Grundstücken Anwendung. Bei  Grundstücken für Wohneigentum findet eine Pauschalermittlung des Verkehrswert statt. Dieser wird mit 20% des Grundstückspreises beziffert. Die Beurkundung des Kaufvertrages wird daher auf Basis des eigentlichen Kaufpreises zuzüglich 20% dessen berechnet. Bei uns belaufen sich die Gebühren in Höhe von ca. 500€ somit auf 0,5% des obigen Verkehrswertes.

Dazu kommen 123€ Betreuungsgebühr eine Dokumentenpauschale für 72 Seiten in Höhe von 11€ und den obligatorischen Portoausgaben. Inklusive der Mehrwertsteuer, kommen wir somit mit ungefähr 800€ und einem mittelmäßigen Schrecken davon.

GNotKGDa wir jetzt wieder ein wenig schlauer sind, haben wir ein bisschen recherchiert: Die Bauverpflichtung muss nicht notariell beurkundet werden. Daher der Rat: In den Vorverhandlungen mit der Gemeinde vereinbaren, dass die Bauverpflichtung nicht Bestandteil des notariell beurkundeten Kaufvertrags ist. Der Vertrag über die Bauverpflichtung sollte ohne Probleme als separater Vertrag zwischen den beiden Parteien aufgesetzt werden können. Auf diesem Weg, kann die Bauverpflichtung nicht für die Ermittlung des Geschäftswertes herangezogen werden. Bei uns hätte dies immerhin 70€ ausgemacht.

Vorkaufsrecht und Netagiv-Zeugnis

Etwas unvorbereitet, kam heute abermals ein Schreiben, Vorkaufsrecht nach §§ 24, 25 BaugGB und § 29 WG-BW, Negativ-Zeugnis nach § 26 BauGB… Kosten zu Lasten des Käufers, 8 €. Was hat es damit auf sich? Es gibt wohl einige Situationen, da hat eine Stadt oder Gemeinde bzw. das Land das Vorkaufsrecht, z.B. um Maßnahmen bezüglich der Landschaftsplanung umzusetzen oder wenn sich auf dem Grundstück Gewässerrandstreifen befinden. Eigentlich wirft jede Antwort auf Fragen, was und warum das alles nötig ist, neue Fragen auf. Letztendlich kann ein Eintrag im Grundbuch nicht ohne das Negativ-Zeugnis oder Negativ-Atest durchgeführt wird. Daher wird diese Bescheinigung durch den Notar beantragt und der Käufer zahlt…

 

Baum fällt

So war es eigentlich nicht geplant: Eigentlich vor ein paar Tagen überlegt, uns in den kommenden Tagen um die Baumfällgenehmigung zu kümmern. Und jetzt das: Seit gut einer Woche Grundbesitzer und schon einen Baum- und nahezu einen Versicherungsschaden.

Bei einem Sturm vor einigen Tagen, hat sich der dann doch wohl merh als 10 Meter hohe Birnenbaum auf unserem Grundstück für ein, zumindest teilweises, Ableben entschieden. Unter der Last von Wind und Wasser ist ein nicht zu verachtender Teil abgebrochen.

Baum fälltDer Ast Baum kam dann auch unglücklicherweise zentral auf dem derzeit genutzten Holzhackplatz runter. Glücklicherweise war hier zu dem Zeitpunkt niemand zustatten… Wo rohe Kräfte sinnlos waltenAus einiger Entfernung ist dann auch zu erkennen, dass es sich um knapp ein Drittel des Baumes handelt.

Aus der BaumWir werden uns nun wohl etwas schneller um die Baumfällgenehmigung kümmern. Da sowohl die letzten zwei Drittel des Baumes als auch das zweite Prachtstück auf dem Grund keinen sonderlichen Eindruck machen, ist hier Handlungsbedarf. Kaum auszudenken, wenn ein Teil des Baumes den Außenkamin des Nachbarn demontiert und sein am Straßenrand befindliche Kollege vorbeifahrende Fahrzeuge oder Fußgänger erwischt.

Der andere Baum Solange der Baum noch steht, haben wir hier nun zum probaten Mittel des Hinweisschildes gegriffen. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Verbotsschildern. Allerdings ist es kurzfristig die einzige Möglichkeit vorbeigehende Mitmenschen davor zu warnen, dass auf dem Grund etwas passieren könnte. Zwar haben wir noch keine Baugruben, aber dafür herabfallende Bäume. Der Zusatz Eltern haften für ihre Kinder ist im Übrigen sinnbefreit. Eltern haften grundsätzlich für Ihre Kinder – und zwar wenn diese etwas auf der Baustelle anrichten. Die Sorge, dass die Kinder die Baustelle nicht betreten dürfen, trägt der Verantwortliche der Bauleitung. Andere Schilder gab es aber nicht.

Betreten verboten!Der Thematik der Verkehrssicherungspflicht (die mit dem Kauf des Grundes an uns übergegangen ist) ist damit leider nicht zur Gänze gedient. Klar geregelt, was tatsächlich zu tun ist, scheint mit der Verkehrssicherungspflicht dann aber auch wieder nicht zu sein. Ein zwei Meter hoher Bauzaun, dass keine Kinder unter dem Baum spielen?

Darf’s ein bisschen mehr sein – der Hauskontrollschacht

Wie bereits zuvor berichtet, gab es bei unserem Notartermin einmal mehr eine Überraschung. Zu den eigentlichen Komplettkosten des Grundstücks wurden die, von der Stadt als Vorleistung erbrachten Maßnahmen zur Errichtung eines Hauskontrollschachts als extra Position eingebracht.

Heute kam alsdann die Rechnung: 1.362,78 € brutto. Angesicht der Tatsache, dass laut Erdarbeiter die Kanalisation in knappen vier Metern Tiefe liegt ein wahres Schnäppchen.

ExtrakostenAuf die Frage, warum wir hier falsch kalkuliert haben gibt es eine klare Antwort: Haben wir nicht. Seit den ersten Gesprächen mit den Beamten der Stadtentwicklung im April und dem im April durch die Stand bereitgestellten Exposé von Januar 2014 wurde dieses zum 06.06.2014 nochmals überarbeitet. In der Januarversion wurde lediglich für eines von vier Baugebieten Kosten für Vorleistungen aufgelistet. Auch auf Nachfrage wurde dies bestätigt. Zwischen der Zusage für den Erwerb des Baugrundes und dem Notartermin wurde diese Änderung Seitens der Stadt vollzogen. Dass hierüber nicht informiert wurde, kann natürlich auch mit den Ereignissen der vergangenen Wochen zusammenhängen.  Daher mögen wir an dieser Stelle keine Böswilligkeit unterstellen halten wir es nach Goethe:

…daß Mißverständnisse und Trägheit vielleicht mehr Irrungen in der Welt machen als List und Bosheit. Wenigstens sind die beiden letzteren gewiß seltener.

Am Ende ist es einfach ärgerlich, auch im Gespräch mit der Bank, da selbst noch vor einigen Tagen die Finanzierung hätte dementsprechend angepasst werden können…