Der Klinker kommt

Vor einigen Tagen war es endlich so weit: Der Klinker wurde geliefert. Nach der Umbemusterung  und den Engpässen Seitens der Speditionen aufgrund des Bahnstreiks konnte nun endlich das Material geliefert werden. Ein halbes Dutzend Paletten Klinker Stein Wienerberger Agora Terca Silbergrau)und zwei Paletten weißer Mörtel.

Klinkersteine hus23_moertel

Bevor die Maurer loslegen konnten wurde noch der Bereich der ersten 3-4 Klinkerreihen Z-geschweisst und somit gegen Feuchtigkeit geschützt. Normalerweise machen das wohl die Kolonnen kurz nachdem die Zimmerleute fertig sind oder in der letzten Richtwoche. Da bei uns alles etwas anders war, mussten die Maurer dies noch vor der eigentlichen Klinkerarbeit erledigen.

Z-SchweißenBei den ersten Reihen waren wir noch skeptisch, ob der neue Stein wirklich unsere Erwartungen erfüllt.

Erste KlinkerreiheAls dann jedoch mehr und mehr Klinker zu sehen war, waren wir sicher, dass die Steine die richtige Wahl waren. Tatsächlich war die Struktur der Steine auf den Mustern nicht so ausgeprägt, wie es nun an unserem Haus erkennbar ist.

KlinkerbauWir haben uns bis vor kurzem gewundert, was wir mit der Isolierung im Sockelbereich den nun tatsächlich bei Danhaus eingekauft hatten bzw. wofür wir diese 1.100 € investiert haben. Bei der Klinkerarbeiten wurde dies nun offensichtlich. Während die kaschierte Rockwool Dämmung hinter den Klinkern verarbeitet wird, wird anstelle derer hinter die unteren vier Reihen eine Isolierung eingebracht. Dazwischen eine Trennschicht, so dass die Steinwolle keine Feuchtigkeit aus dem Grund zieht. Danhaus Isolierung im Sockelbereich Insgesamt hat der Trupp es geschafft fast das ganze Haus innerhalb einer Woche fertigzustellen. Fast nur, da auf der Rückseite des Hauses bereits jemand eingezogen war: Ein Hausrotschwanzpärchen hatte sich sein Nest auf unserem Balken unterhalb der Dachtraufe gebaut. Insgesamt sechs kleine Schreihälse haben zwischenzeitlich Einzug gehalten.

VogelnestNach kurzer Klärung stand fest: Die Kleinen bekommen noch Zeit. Die Maurer haben kurzerhand zwei Steine ausgespart, die später vom Bauherren gesetzt werden können. So haben die kleinen genügend Zeit flügge zu werden und dem

Unserer VogellandebahnZwar hatten wir geplant im kommenden Sommer einige Nistkästen aufzuhängen bzw. zu stellen, so schnell war das ganze jedoch noch geplant.

Am Freitag Morgen war der Trupp dann so weit und konnte den letzten Stein setzen – nun sieh unser Danhaus auch von außen fast fertig aus…

hus23_fertiger_klinkerLeier nur fast, denn der Klinker wurde just in der Woche gemauert, als das Bauherrenpaar nicht auf der Baustelle anwesend war. So kam es, dass bei der ersten persönlichen Inspektion des Bauherren ein merkwürdiges Detail ins Auge sprang, das bis dato wohl niemanden so recht auffallen wollte.

Während die rechte Steite des Kapitänsgiebels mit einem perfekten Übergang von Stein und Holz aufwartet…

hus23_rechts_klinker… wird einem auf der linken Seite des Kapitängiebels nicht so wirklich ersichtlich was da wohl nicht stimmt. Nachdem eine optische Täuschung ausgeschlossen war, wurde schnell klar, es hatte mit unsererm urspünglichen Problem auf dieser Hausseite zu tun, dass Binder und Hausteile nicht überingestimmt hatten. Nachdem sich das Problem an andere Stelle mit Kettensäge oder in unserem Bad mit einem schicken Vorbau gelöst und inzwischen verdrängt und vergessen wurde, holt es uns nun leider bei der Fassade wieder ein, denn anstelle der Klinker hätte hier ein Brett sein sollen. Da der Unterbau für das Brett nicht vorhanden war, konnten die Zimmerleute auch keines anbringen. Und während der Bauherr bei streichen dachte, das Brett wird am Ende durch den Schreiner gesetzt, dachten die Maurerer, das gehöre wohl so.Klinker SNAFUAn dieser Stelle muss man unseren Danhaus Bauleiter jedoch einfach nur noch über den Klee loben. Nachdem er auf der Baustelle ankam, hat er sich des Problems sofort angenommen. Während andere Baufirmen hier wohl auf eine optische Beeinträchtigung gepocht hätten, und versucht hätten den Bauherren mit 200-600 € Preisreduzierung mundtot zu machen, setzte er hier alles in Bewegung um ein Schreiner- und ein Maurertrupp zu organisieren, die das Problem beheben.

Also standen einige Tage später schon die Schreiner vor der Tür um die Steine zurückzubauen und das fehlende Brett inklusive Unterbau anzubringen. Zum Glück wurde in der letzten Richtwoche nochmals sägeraues Holz nachbestellt, da dies ja gefehlt hatte. Der Übergang der Bretter wurde ordentlich abgedichtet und sollte nach dem Streichen nicht mehr sichtbar sein. Da es ähnliche Stellen bereits am Kapitänsgiebel bereits gibt, ist dies auch nicht sonderlich problematisch.

hus23_klinker_rueckbauKonsequenterweise durfte nun auch der Bauherr nochmals den Pinsel schwingen und zwei Lagen Farbe anbringen. Auch hier stand glücklicherweise der Eimer mit Farbe noch auf dem Bauplatz. Als hätten Bauherr und Bauherrin gewusst, dass dieser benötigt wird.  Als Tipp an alle angehenden und zukünftigen Bauherren: nichts auf der Baustelle wegwerfen, und möglichst alles aufheben, es könnte noch benötigt werden…

Nun könnte man von Glück im Unglück sprechen, denn wenn die Mauerer in den kommenden Tagen nochmals kommen, kann gleich das Vogelnest, der inzwischen ausgeflogenen Hausrotschwanzfamilie zugemauert werden…

 

Der Müll ist weg

Der Müll ist weg – fast möchte man zumindest glauben. Diese Woche haben wir den Container nach guten sechs Wochen Standzeit holen lassen.

2,2 to Baumischabfälle im ContainerInsgesamt sind bei uns bisher angefallen:

  • 1 Container mit 7,5 cqm / 2,2 Tonnen Baumischabfällen
  • 480 Liter Pappe und Papier
  • drei Big Bags für Dämmaterial
  • 240 Liter Hausmüll (Verpackungen, Pappbecher, Tüten, Flaschen etc.)
  • sechs Anhänger voll mit Bauholz
  • ein Hänger voll mit Altmetall
  • zwei Säcke mit Styroporresten
  • ein Sack voll mit Betontüten (Papier)
  • ein riesiger Sack voll mit Folie und
  • zwei 120 Liter Säcke voll mit sonstigem Abfall

Die Entsorgungskosten belaufen sich dabei auf knapp 600 € – was aber regional unterschiedlich sein dürfte. Holz haben wir selbst bzw. unsere Nachbarn entsorgt.

Folien haben wir so gut es ging aus dem Container gefischt und gesammelt und über den Recycling-Weg entsorgt. Altmetall haben wir über den örtlichen Wertstoffhof und Pappe über die Blaue Tonne, die wir kostenfrei bestellen konnten, versorgt.

Der Container kam mit einer Standgebühr von knapp 80 Euro zuzüglich 300 EUro für 2,2 Tonnen Baumischabfälle. Mit dem Dämmaterial hatten wir wohl Glück, da bei uns die drei Big Bags für pauschal 90 € entsorgt wurden.

Big Bags mit Wockwool DämmmaterialHaus- und Restmüll entsorgen wir derzeit noch über unseren derzeitigen Hausmüll.

Styropor MüllWährend dem Rohbau ist der meiste Müll im Container gelandet. Speziell Pappe, Metall und und Folie haben wir dann nahezu jeden zweiten Tag aus dem Container gefischt.

Der Müll muss wegAuch das Holz haben wir mehr oder weniger regelmäßig vom Bauplatz abtransportiert. Natürlich könnte auch alles über die Schuttmulde entsorgt werden, allerdings haben wir versucht (soweit möglich) die Abfälle nachhaltig zu entsorgen.

Vermutlich wird auch beim Klinkern nochmal Bauschutt anfallen. Entweder wir nehmen den Schutt jedoch zum auffüllen und werden nochmals einen speziellen Bauschutt Container bestellen. Alle sonstigen Abfälle hoffen wir direkt über Müllsäcke abfertigen zu können, da eigentlich keine großen Menge an Abfällen mehr anfallen dürften.

Alles in allem ist es erstaunlich, wie viel Abfall bei einem Hausbau anfällt. Uns hat die Entsorgung nicht allzu sehr gestört, da wie eh nahezu jeden Tag die Baustelle besucht hatten. Hätten wir weiter weg gebaut, wäre es vielleicht einfacher (aber auch teurer) gewesen, einfach einen zweiten Container aufzustellen. Die Entsorgungspreise bei uns sind eher moderat, grundsätzlich lohnt es sich hier bei einem lokalen Anbieter anzufragen. Mit einem Pauschalangebot aus dem Internet wären wir an dieser Stelle wesentlich teurer gefahren. Auch was die Entsorgung des Dämmmaterials angeht, lohnt es sich nachzufragen: Rockwool bietet wohl ein Unbedenklichkeitszertifikat bzgl. des Gefahrenpotentials des Dämmmaterials an. Wir haben dies bei unserem Containerdienst nicht einmal benötigt.

Der Estrich kommt

Nachdem Montags bereits der Estrichleger zur Verlegung der 20cm Isolierung vor Ort war, und Acalaor am Montag Abend und Dienstag die Installation der Heizung in Erdgeschoss und Dachgeschoss fertiggestellt hatte, stand die dreiköpfige Estrichkolonne am Mittwoch schon um 08:15 Uhr vor der Tür. PutzmeisterInzwischen waren auch zwei Paletten Portlandzement, eine LKW Ladung Kies und der Putzmeister M740 vor Ort. 6 Stunden und 1.500 Liter Wasser später war der Estrich dann auch in beiden Räumen ordentlich verteilt.

Der Estrich fließt...Aus Laiensicht hat unser Estrichleger ordentliche Arbeit geleistet. Aussparungen bzw. Winklel an den Abflüssel, für unser Mehrspartenproblem und für die Nacharbeiten, die Acalor noch für die Zuführung zu erledigen hat, sitzen alle wie geplant. Da der Estrichleger im Technikraum den Abfluss bemerkte, hat er außerdem gefragt ob er ein kleines Gefälle vorsehen soll. Auch bei der geplanten Badewanne wurde explizit gefragt, ob denn eine Aussparung notwendig sei.  Hier war es gar nicht schlecht, dass der Bauherr den ganzen Tag vor Ort war und einen kritischen Blick auf das ganze Geschehen hatte.

Eigentlich soll das Haus nun vier Tage verschlossen sein, damit der Estrich genügen Zeit hat, abzubinden. Geöffnete oder gekippte Fenster könnten in dieser Zeit dazu führen, dass der Estrich durch vorzeitige Austrocknung schüsselt.

Alles kein Problem, wäre am Vorabend nicht die Fensterscheibe der Küchentür gewechselt worden. Zu unserem Schrecken war diese noch offen, zwar angelehnt aber eben nicht geschlossen. Der Türgriff hat’s verraten.

Verräterischer Griff - die offene KüchentürNach kurzer Rücksprache mit unserem Bauleiter haben wir die Tür mit jeder Menge Klebeband abgedichtet. Da der Estrich nach 24 Stunden bereits abgebunden hat und (vorsichtig) begehbar (= keine Punktbelastung) ist, hatte wir abgesprochen am kommenden Abend die Türe von innen zu verschließen.

Am nächsten Morgen Stand wieder  „Kommando Fassadestreichen“ auf dem Programm. Um so größer der Schreck, all wir im Obergeschoss an der Außenseite des Bades jede Menge Kondenswasser an der Malerfolie feststellen mussten.

KondenswasserIrgendwie Glück im Ungllück, dass wir gerade dieses eine Fenster noch mit Folie zugeklebt hatten. Nach einem kurzen Kontrollgang auf dem Gerüst hatte sich nämlich unserer schlimmste Befürchtung bewahrheitet: Das Fenster war nicht geschlossen, sondern, ähnlich wie die Küchentür, lediglich angelehnt.  Also haben wir auch dieses Fenster von außen mit gefühlten zehn Kilometern Klebeband abgedichtet.

Badfesner provisorisch abgedichtet...Unser Provisorium musste nun nochmals ein Tag halten, bis wir mit Leiter und einem Brett zum unterlegen anrücken konnten. Da bei dem dem frischen Estrich eine Punktbelastung vermieden werden soll, legt man unter die Leiter ein Brett, eine Styroporplatte oder ähnliches um die Lasst besser zu verteilen. Bei 100% Luftfeuchtigkeit und durch den reagierenden Zement erzeugte subtropischen Temperaturen durfte sich der Bauherr also zu den einzelnen Fenstern vorarbeiten. Nach geglückter Mission war nun auch endlich Durchatmen angesagt. Für den Rest der Woche darf der Estrich nun ungestört abbinden.

Alles in allem hatten wir Glück im Unglück. Die offene Küchentür wurde rechtzeitig bemerkt, das Badfenster war glücklicherweise mit Folie abgeklebt.  Sollen wir jemals wieder bauen, werden wir uns höchstpersönlich vor der Einbringung des Estrichs versichern, dass alle Türen und Fenster korrekt verschlossen sind.

Ab kommende Woche startet dann unser Lüftungsdienst. Drei Mal täglich für zehn Minuten Stoßlüften…

Woche Fünf – Zimmerleute ade

Die fünfte Woche ist vorüber und die Zimmerleute konnten endlich Ihre Arbeit fertig stellen.Am Montag standen die Monteure der Firma GermanPV vor der Tür und wollten bereits die PV-Anlage montieren. Da das Dach aufgrund der fehlenden Schalung jedoch noch nicht eingedeckt war, mussten diese unverrichteter Dinge wieder von Dannen ziehen. Kommenden Montag wird ein zweite Versuch gestartet. Unglücklicherweise bedeutet dies, dass die gesamte PV-Anlage im Haus steht, am Montag jedoch auch die Estrichfirma kommen soll und nichts im Haus sein soll, da die Isolierung eingebracht wird…

In der Zwischenzeit haben sich die Zimmerleute alle Mühe gegeben den Innenraum vollständig fertigzustellen: Die Galerie, die restlichen Räume und ein Geländer um herumturnende Bauherren vor dem Absturz zu sichern

GalerieAuch das Badezimmer ist nun fix und fertig. Allerdings haben wir hier bereits ein Problem festgestellt. Aufgrund der Holstständer, wurden Wasseranschluss und Abfluss für das Waschbecken 20 cm versetzt. Das geplante Waschbecken läge nun zu nah an der Dusche. Auch die geplanten Steckdosen sind nun zu weit im Raum. Hier müssen wir nochmal Rücksprache mit unserem Bauleiter halten, was wir hier tun können. Vielleicht ist es möglich die Steckdosen nochmals näher am Fenster zu bohren, Abfluss und Wasseranschluss können ggf. mit einem Schrank kaschiert werden. Mit den Holzbalken haben wir an der Stelle leider nicht gerechnet.

BadezimmerIm Obergeschoss wurde außerdem ein Abluftrohr mit einem Kasten verkleidet und die Acalor Zueitung zum Obergeschoss bereit gestellt. Hierbei ist uns aufgefallen, dass das Abluftrohr nur bis unter das Dach gelegt wurde. Da die Zimmerleute nicht wussten wo das Abluftrohr von den Sanitärinstallateuren geplant war, wurde natürlich auch nicht der Dachstein für den Auslass gesetzt. Hier muss wohl nochmal eine Kolonne der Zimmerei vorbei und das Dach richten, sobald die Sanitärfirma nochmal vor Ort ist. acalor ZuleitungAn den letzten zwei Tagen sind nochmal zwei Anhängerladungen voll Holz angefallen. Insgesamt hatten wir somit sechs Hänger voll mit Abfallholz. Die letzte Ladung habe uns dann die Jung aus der Nachbarschaft abgenommen. Der Bauplatz ist somit von sämtlichem Altholz befreit.

Die letzte Ladung Holz Am letzten Tag haben die Zimmerleute dann auch nochmal den Container befüllt. Damit wären 7 cqm Baumischabfälle voll. Wir haben hier nochmal sämtliche Pappe aus dem Container gesammelt und etwas Platz geschaffen. Kommende Woche können somit die Abfälle der Estrichfirma und der Monteure für die Solaranlage noch entsorgt werden. Insgesamt befüllen wir somit auch das zweite Mal einen 240l Eimer mit Papier und Pappe… Baumisch ContainerPünktlich zu den Abschlussarbeiten ist auch schon die nächste Rechnung von Danhaus eingetroffen. Datiert auf die erste Maiwoche, nach Fertigstellung der Estrichabreiten. Laut Zahlungsplan sind nochmals 15% des Kaufpreises zu dem Termin fällig.

Ende Woche Zwei

Die zweite Woche seit Richtung ist nun vorbei, und einiges hat sich unserem Danhaus getan. Das Richtfest ist vorbei und die Zimmerleute waren vorrangig mit dem Ausbau des Obergeschosses beschäftigt.

IMG_3693Nicht wenig Zeit nimmt anscheinend der Ausbau des Kapitänsgiebels in Anspruch. Dort steckt im wahrsten Sinn des Wortes jede Menge Holz dahinter. Außerdem wurde zwischenzeitlich der Trempel verkleidet und teilweise die Dampfbremse in modischem Streifenmuster angebracht. Ausbau KapitänsgiebelIm Erdgeschoss wurden sämtliche Wände im Boden verankert.  Hier wird vermutlich nichts mehr verrutschen.

Anker an den WändenDie Firmen Müller und Elku waren ebenfalls für den ersten Montagetermin vor Ort und haben die Elektro- und Sanitärrohinstallation im EG vorgenommen. Der UP-Spülkasten im EG ist zwischenzeitlich verkleidet. Wir haben uns hier gegen eine Ablage entschieden, da das seitliche Lüftungsrohr hätte verkleiden werden müssen. Das war leider eine kurzfristige Änderung, da wir mit dem Rohr für die Abluft nicht gerechnet hatten. Eine solche Nische in der Wand war aber sowohl für Bauherrin als auch Bauherr nicht sonderlich attraktiv. Die 15 cm Raumverlust sind im Gäste WC verkraftbar und werden für eine klare Lininenführung im Raum gerne hingenommen..

Gäste WC VorbauIm Technikraum laufen inzwischen alle Netzwerk, TV-, SAT- und  Stromkabel für Lichtschalter, Auslässe und Steckdosen des Erdgeschosses und des Außenbereiches zusammen.

Technikraum KabelwirrwarrDie Sanitärrohinstallation im EG ist ebenfalls abgeschlossen. Alle Wasser- und Abwasserrohre wurden in Schallschutzschläuchen verlegt. Außerdem wurden die Anschlüsse bereits für das Obergeschoss verlegt.

AbwasserinstallationKopfschmerzen hat und einzig und allein das DN 125 Abflussrohr aus dem Obergeschoss bereitet. Hier mussten unserer Installateure leider feststellen, dass ein Dreifachbinder im Weg ist. Hierbei handelte es sich um das selbe Phänomen, das wir bereits beim Kapitänsgiebel hatten. Die Fa. Schnorr hatte nach Statik gearbeitet, die Wände wurden wohl nach den Entwurfszeichnungen gebaut,  die Änderungen aus dem Holzbau kamen dann aber wohl hier nicht mehr im Danhaus Werk in Dänemark an. Wäre dies ein Einfachbinder, hätte das Rohr wohl ohne Probleme gepasst. Rohr - Balken - PattAm Abend unseres Richtfestes haben wir dann mit unserem Bauleiter verschiedene Varianten durchgesprochen, von Prüfung der Statik bis hin zur vollständigen Umgestaltung unseres Bades. Hier hat sich unser Bauleiter für uns eingesetzt und letztendlich mit den Statikern eine Lösung gefunden. Nach einer schlaflosen Nacht, die verschiedenen Varianten durchdenkend, haben wir gleich früh morgens von ihm erfahren, dass eine statisch tragbare (Wortwitz!) Lösung gefunden wurde.

Rohr schlägt StatikDer Dreifachbinder konnte an zwei Bindern durchtrennt werden und wird mit zwei Wechseln und einer zusätzlichen Seekieferplatte anstelle der normalen Spanplatten verstärkt. Somit sollte die Statik doppelt und dreifach abgesichert sein. Die Reparatur wurde wohl mal wieder mit der Kettensäge durchgeführt….

Richtfest

Am 1. April war es endlich so weit: unser kleines Richtfest wurde ausgerichtet. Wir wollten weder Besen auf dem Dach noch eingemauerte Flaschen im Giebel. Obwohl diese Bräuche heute wohl kaum mehr gepflegt werden, wollten wir so zumindest ein kleines Dankeschön an unserer Zimmerleute richten, die weit entfernt von Zuhause für uns das Häuschen bauen. Eltern, Nachbarn, und die Helfer waren eingeladen. Nachdem wir alles notwendige auf die Baustelle gefahren hatten, haben uns unserer Zimmerleute geholfen Platz im Chaos zu schaffen. Die eigens für den Anlass angeschafften Bierbänke und Tische (eine Investition in die Zukunft) wurden im EG aufgestellt. Das Weihnachtsgeschenk der Bauherrenschwiegereltern, ein modularer Tapeziertisch, wurde dem Wunsch des zukünftigen Schwiegervaters zum Serviertisch umfunktioniert. Quais ein Geschenk mit Eigennutz. Die Bauherreneltern haben für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Über so viel Unterstützung freut man sich natürlich in der „heißen“ Bauphase ungemein.

Richtfest im RohbauDie Monteure der Firma Elku wollten die Kabel kaum aus der Hand legen. „Nur noch eins… und noch das hier…“. Nur nach gutem Zureden des Bauherren und  des Poliers, konnten doch auch die Männer überzeugt werden, eine Pause einzulegen.

Den Baum hatten unserer Zimmerleute bereits zuvor in Windeseile am Gerüst befestigt. Gesponsert von den den Bauherreneltern, wurde der Baum zu deren Hausbau vor 15 Jahren gepflanzt und durfte  nun als Richtbaum für ein neues Häuschen dienen. Wie alle Dinge mit Bedeutung wurde dieser von der Bauherrin mit einem Namen versehen: Henriette heißt der Baum. Am Richtbaum waren auch Tücher angebracht, die für die Zimmerleute bestimmt waren. Nachdem ausgefochten war, wer den Richtspruch hält, und die Jungs von Elku endlich das letzte Kabel aus der Hand gelegt hatten, ging es dann auch endlich los.

Hus23 RichtspruchNach dem Richtspruch wurde natürlich angestoßen und dem Brauch entsprechend vom Zimmermann das Glas zerschmettert. Bauherrin und Bauherr hat’s gefreut, dass das Glas am Ende auch zerschellt ist.  Überhaupt scheint es das Wetter dieses Mal gut mit uns gemeint zu haben, auch wenn es ein wenig verrückt gespielt hat. Abwechselnd Regen und Wind, aber Sonnenschein, als die Gäste kamen, gefolgt von abwechselnd Regen und Wind, aber Sonnenschein als der Richtspruch vorgetragen wurde. Es schient fast so als ob sich Sturmtief Niklas für die vergangene Woche entschuldigen wollte. Nach dem Richtspruch wurde Speis und Trank  gereicht. Alle saßen zusammen, und wird haben sogar vergessen ab dann Photos zu machen. Aber so soll es sein. Am späten Abend kam dann auch noch unser Bauleiter vorbei, was uns besonders gefreut hat.

Ein Tipp an alle angehenden Bauherren: Vor dem Richtfest muss man keine Angst haben. Es wird gebaut, und entsprechend wird keine Schickimicki-Party erwartet. Es gilt ein Dank an die Zimmerleute auszusprechen. Uns selbst hat die Seite Richtfest.info einige Tipps gegeben. Wir selbst hatten Glück mit unserem Richtbaum. Ansonsten ist es wohl schwer heute einen Baum auf legalem Weg zu bekommen. Ein Gang zum Gartenfachgeschäft war bei uns erfolglos. Als Tipps kann man sich an das zuständige Forstamt halten, ob es zufällig kleine Bäume gibt, die geschlagen werden. Alternativ kann man sich natürlich Richtkränze im Blumenfachgeschäft binden lassen oder, sollte die Richtung um die Weinachtzeit erfolgen, auf einen Weihnachtsbaum zurückgreifen. Wir haben uns auf jeden Fall über unserer Henriette gefreut und können es kaum abwarten bis es mit unserem Häuschen weiter geht…

Auf Regen folgt Sonnenschein

Heute morgen hat sich der Bauherr direkt noch vor der Arbeit auf den Weg zur Baustelle gemacht, das mit dem Urlaub hat nämlich nicht geklappt. Das Dach war bereits abgedichtet und die Zimmerleute waren bereits fleißig am werkeln. Bei orkanartigen Böen haben sie es geschafft die 20 m2
Abdeckplane zu spannen. Respekt, den wir hätten uns bei dem Wind nicht einmal in die Nähe des Daches gewagt.

Das Dach ist wieder dichtMehr als kurz „Hallo“ sagen war nicht drin. Die Jungs haben auch gleich erklärt, warum das kleine Fußbad dann doch weniger ausmacht als angenommen. Die Wände sitzen auf einer Leiste und die Leiste auf einigen Zentimetern Quelllmörtel. Zwischen Quellmörtel Holz ist wiederum eine Folie, dass wohl nicht all zu viel Wasser in das Holz zieht. Regen gehört zu einer Richtung wohl dazu, und auch bei strömenden Regen werden die Häuschen aufgebaut.

Außerdem gab es eine weitere positive Überraschung: der eigentlich für morgen angekündigte Kamin wurde ebenfalls schon ausgeladen. Noch lässt sich nicht erahnen, was so alles unter den Planen steckt.

Der Kamin kommtNachmittags gab es dann einen Anruf der Firma Elku aus Berlin. Die Monteure sind vor Ort und wollten wissen, ob es noch Änderungen in der Planung gibt. Eine Stunde später haben wir uns direkt auf der Baustelle getroffen um die Pläne durch zugehen.

Nach der Festlegung der exakten Positionen und Höhen für Schalter und Steckdosen (Rücksprache mit der Bauherrin ist dringend zu raten!), wurde gebohrt. 40-50 Löcher entstanden also in den jungfräulichen Fermacellplatten.

Viele Löcher Überhaupt sieht es plötzlich aus wie auf einer Baustelle. Reges Treiben, drei Zimmerleute, zwei Installateure der Firma Müller und zwei Monteure der Firma Elku. Dazwischen ein, sich in der Kunst des im Wegstehens übenden Bauherren.

Wie eine echte BaustelleInzwischen wird auch die Taktik des Trockenlegens erkennbar: Es wird so viel Holz gesägt, dass die ganzen Sägespäne die Feuchtigkeit aufnehmen. Überhaupt scheint die Kettensäge ein beliebtes Werkzeug für Reparaturen aller Art zu sein…

Auch der Kingfire steht inzwischen im Erdgeschoss. Schon in seiner Rohfassung lässt sich erkennen, dass es die richtige Entscheidung war. Wir sind gespannt auf die Fortführung des Kamins im OG. Unser KingfireDie Installationswände sind inzwischen abmontiert und die Rohre werden verlegt. Hier können wir auch gut erkennen, dass die Dämmung in den Wänden trocken ist. Also hält Danhaus, was uns unser Bauleiter versprochen hat. Lediglich der Matsch auf dem Boden deutet noch auf die vorherigen zwei nervenaufreibenden Tage hin.

InstallationswändeBei den Installationen kennen die Trupps kein Pardon. Da werden auch einmal kurzerhand die kompletten Isolationen der Außenwände temporär entfernt um an die Dosen zu kommen. Und wir hatten uns schon insgeheim geragt, wie die Jungs die Kabel durch die Dämmung bekommen…

Kaum war geklärt wo welche Dose ihren Platz finden soll waren auch schon die ersten Rohre verlegt und der UP-Spülkasten montiert. Auch hier die Empfehlung an angehenden Danhaus Bauherren: macht das nichts selbst. Bezüglich der Eigenleistung hat uns die Firma Müller auch darauf hingewiesen, dass beim zweiten Montagetermin am besten unser lokaler Sanitärinstallateur, der später die Sanitärobjekte installieren wird, dabei sein soll um einige Punkte zu klären.

Gäste WC - Quasi fertigAlles zusammen, geht es heute rasend schnell voran – und trotzdem wird sauber und exakt gearbeitet. Die Zimmerleute sind zwischenzeitlich bereits auf dem OG angelangt und dabei die Wände zu richten.

Die Zimmerleute werden es schon richten...Im EG gibt es nämlich fast nichts mehr für sie zu tun. Die gesamte Lattung für die Decken wurde zwischenzeitlich angebracht.

Das EG ist fast fertigWas nicht gepasst hat wurde (natürlich) mit der Kettensäge repariert. Viel zu tun gibt es nicht mehr für den Bauherren. Der ist nämlich inzwischen in jeder Ecke im Weg gestanden. Also überlässt er den fleißigen Arbeitern das Feld und macht sich, auf das morgige Richtfest freuend, auf gen untergehende Sonne…

Nach Regel folgt Sonnenschein

 

 

Der Richttermin – Tag 1

Nachdem am Vortag bereits die Zimmerleute die Vorbereitungen getroffen hatten und abends der erste LKW vor dem Grundstück stand, konnte es also am nächsten Tag losgehen. Die Absperrung wurde bereits um 6 Uhr morgens eingerichtet, also machten wir vom ausgewiesenen Recht „Anlieger frei bis Baustelle“  gebraucht. Schon von Weitem konnten wir den Autokran erkennen – der zugegebenermaßen größer als gedacht war.

Der Autokran Auf der Baustelle angekommen waren die Zimmerleute, der LKW-Fahrer und Kranfahrer um sieben Uhr bereits fleißig am Abladen des ersten LKWs. Da dieser noch Binder eines zweiten Hauses geladen hatte, war hier Eile angesagt.

Der erste LKW wird abgeladenMit dem ersten LKW kommen die Binder, also das Obergeschoss des Hauses. Noch bevor dieser abgeladen war, stand auch schon der zweite LKW vor der Tür und lieferte das gesamte Untergeschoss. Kaum in die schmale Gasse rangiert, flogen die ersten Wandteile ein.

Die ersten Wandteile werden abgeladenKurz vor neun Uhr war der Ladeplatz nun nahezu voll gestellt: Binder, Bretter, palettenweise Material und vereinzelte Wandteile.

Der LadeplatzKurz nach neun Uhr war es dann soweit. Das erste Wandteil wurde gestellt. Angefangen wird dabei mit den Innenwänden, die auf die am Tag zuvor vorbereiteten Schienen gesetzt werden. Als Bauherr hat man da wenig zu tun, außer zu staunen und regelmäßig im Weg zu stehen.

Die erste WandWährend das Häuschen also aus dem Boden schießt, erweist sich das Bauvorhaben als regelrechte Touristenattraktion. Regelmäßig kommen Nachbarn vorbei und verwickeln Zimmerleute, Bauherr und LKW-Fahrer regelmäßig in Gespräche. Freundlich bleiben heißt es da. Und das obwohl allen der Zeitplan im Nacken sitzt: Der dritte LKW war schließlich bereits auf dem Weg. Kurz nach 12 war es dann endlich so weit, das letzte Teil des Erdgeschoss wurde gestellt.

Das letzte Teil wird gesetztNoch während die letzte Wand gesetzt wird, rollt der dritte LKW an und die Männer der Gerüstbaufirma beginnen mit der Einrüstung. Während das Gerüst wächst, werden bereits die zu Beginn ausgeladenen Binder nacheinander gestellt.

Der erste BinderBemerkenswert ist dabei die Schnelligkeit und Präzision, mit der der Trupp die Bauteile nacheinander setzt.

BinderAus dem dritten LKW werden noch mehr Paletten und noch mehr Teile entladen. Zwischendurch liefert eine Spedition das Dachfenster an. Überhaupt herrscht reger Betrieb. Auch bei unserem Nachbarn wird Material geliefert. Palettenweise Rigips Platten und ein LKW voller Rokwool Dämmung. Manchmal ein Wunder, dass das Material nicht an der falschen Baustelle abgeladen wird. Bei uns klappt alles, und viel wichtiger: Es fehlt kein Material. Auch das soll es ja geben.

Fermacell auf PalettenWie wir bereits gelernt hatten: Die Danhaus Wände sind im EG bereits ab Werk doppelt verplankt. Im DG wird dies durch die Zimmerleute gemacht. Auch das Fermacell wir per Kran eingeflogen. Überhaupt wird nahezu alles Material, dass im DG verbaut wird, auf Paletten geliefert und direkt im DG abgeladen. Logistisch betrachtet, ist der Prozess bei Danhaus sehr gut durchdacht. Wir sind positiv überrascht, wie reibungslos dies bei uns klappt.

Inzwischen können wir auch ein Blick ins Innere wagen. Der Leimbinder, der sichtbare Balken in der Küche, ist bereits gesetzt.

Leimbinder    Leimbinder aus der Küche gesehen

Im Außenbereich liegt immer noch eine Menge Holz. die Statik gibt die Menge vor. Bei uns ist es wohl viel Statik und damit viel Holz. Wir entdecken auch, dass unser Holz aus Schweden kommt – also wird es doch irgendwie ein Schwedenhaus.

Viel Holz    Timber Sweden

Aus dem LKW kommen zwischenzeitlich immer noch Paletten, die um und in das Haus verteilt werden. Wie wir lernen, sind die Wände des DG zwar auf Höhe, aber nicht auf Breite fertig montiert. Eine Wand besteht also aus mehreren Teilen, die allesamt fein säuberlich auf der Palette gestapelt sind.

PalettenAls Letztes wurden am späten Nachmittag die beiden Gibelwände gestellt. Hier hat sich die Anwesenheit des Bauherren noch einmal gelohnt. Beim Ausladen wurden die beiden Wände vertauscht, und fast wäre somit das Badfenster mit Ornamentglas im Arbeitszimmer gelandet.  Nach kurzer Aufregung disponierten unserer Zimmerleute um und wechselten ohne größeres Aufsehen die Seite. Einzig und alleine der LKW-Fahrer zog den Kürzeren. Er musste nun warten, bis auch das zweite Teil montiert werden konnte. Auch hier lernten wir, dass die LKWs bis zu einer bestimmten Uhrzeit entladen sein mussten, da Verzug für den Bauträger Extrakosten bedeutet. Dank des Einsatzes unserer Zimmerleute konnte dies jedoch vermieden werden.

GiebelDas letzte Teil war somit entladen und der LKW war leer.  Fast pünktlich konnte sich somit unserer Fahrer auf den Weg machen und zu seiner nächsten Tour aufbrechen.

Der letzte LKW

Die Gaube, unseren Kapitänsgibel, heben sich die Zimmerleute für den zweiten Tag auf. Das Gerüst steht zwischenzeitlich und ist freigegeben. Dem Bauherr obliegt es nun für den kommenden Tag einen 7cbm Container für Baumischabfälle und drei sogenannte Big Bags für Dämmmaterial zu ordern.

Der Richttermin - Tag 1Während der ganzen Zeit haben Bauherr, Bauherrin und die Bauherreneltern für das leibliche Wohl des Bautrupps gesorgt: Kaffee, Tee, belegte Brötchen, Brezeln und süße Stücke. Da wir in unserer Wahlheimat weder Lebensmittelgeschäft noch Bäcker haben, haben wir uns um unsere Handwerker gekümmert. Schließlich arbeitet es sich hungrig nicht sonderlich gut…