Flashback: Dachstuhlrenovierung

Als Danhaus Bauherren werden wir immer wieder gefragt, ob man selbst Spachteln soll oder eher einen Maler oder Stuckateur damit beauftragen soll. Das kommt immer darauf an, ist in diesem Fall unsere diplomatische Antwort.

Knapp ein Jahr bevor wir uns entschieden zu bauen, musste in der alten Wohnung das Dachfenster tauschen. Das Fenster als auch der Rollladen waren leider in die Jahre gekommen. Neben dem Dachfenster musste leider auch die gesamte Isolierung, die Dampfsperre, die Verkleidung und der Trockenbau erneuert werden.

Was hat man sich damals nur gedacht. Eine Dampfsperre gab es überhaupt nicht. Die Isolierung bestand aus ökologisch bedenklicher mit Alu kaschierter Glaswolle. Der Rückbau der Altlasten war also nur unter Einsatz entsprechender Vorkehrung aus Atemschutz, Handschuhe und entsprechender Kleidung möglich.

Bei dem Dachfenster hatten wir uns für ein Dachfenster von Velux entschieden und dies von einem ortsansässigen Schreiner einbauen lassen. Für eine passende Beschattung für Velux Dachfenster wird man bei dachfenster-rollo-shop fündig. Wir haben uns für einen solarbetriebenen und über Funk gesteuerten original Rollo von Velux entschieden,

Neben mehreren Rollen Knauf Steinwolle wurde auch gleich noch eine Palette Trockenbauplatten organisiert. Beides gab es um die Ecke beim lokalen Baustoffhändler bzw. dem daran angebundenen Baumarkt inklusive Lieferung.

Zuerst wurde das Dachfenster und die gesamte Isolierung erneuert. Altlasten raus, Steinwolle rein. Das neue Material war dabei wesentlich angenehmer zu verarbeiten als die alte Glaswolle.

Als nächstes wurde die Dampfsperre aufgebracht und verklebt und mit dem Trockenbau begonnen. Mit etwas Übung geht das tatsächlich so einfach wie man es einem im Fernsehen weismachen will. Elektroschrauber und Trockenbauschrauben vorausgesetzt. Nachdem die Dampfsperre angebracht ist wurde die Querlattung montiert, auf die am Ende die Trockenbauplatten montiert wurden.

Die Fensterlaibung war mitunter das größte Rumgefummel aber am Ende für den Hobbyhandwerker machbar. Zwischendurch musste ab und an eine Zwangspause eingelegt werden weil das Baumaterial blockiert wurde.

Um etwas Stauraum zu schaffen haben wir unter dem Fenster eine zusätzliche Trockenbauwand eingezogen.

Nach dem auch hier die Trockenbauplatten angebracht waren, konnten wir zum Endspurt ansetzen. Spachteln und Schleifen. Damals hatten wir noch nicht das richtige Werkzeug. Zwar haben wir mit Armierung gearbeitet, aber dadurch haben die Spachtelfugen aufgetragen. Zum Schleifen hatten wir einen Bandschleifer verwendet – ohne einen Staubsauger anzuschließen oder auf den guten alten Schleifblock zurückgegriffen. Am Ende hat zwar alles gut geklappt, aber recht viel Mühen gekostet.

Nach dem Tapezieren konnte sich das Endergebnis durchaus sehen lassen. Diesmal die andere Seite des Raumes.

Hätten wir in der alten Wohnung nicht quasi die Generalprobe gehabt, hätten wir beim Hausbau wohl die Spachtelarbeiten durchführen lassen.

Allgemein lässt sich sagen, dass das Spachteln der Fermacellplatten einfach geht als die Knauf Trockenbauplatten. Von beiden Herstellern härten die Spachtelmassen ziemlich gleichstark aus, so dass das Schleifen in beiden Fällen einige Mühen bereitet.  Die Armierung lässt sich bei Knauf hingegen leichter einbringen. Wir haben bei den den Fermacellplatten darauf verzichtet, da es eigentlich auch nicht vorgesehen ist. Da das Holzhaus jedoch immer etwas arbeitet, haben wir zwischenzeitlich drei Stellen an der Decke an denen der Kleber von Fermacell gerissen ist. Natürlich ganz zu schweigen von der Verkleidung des Kamins. Bei der Decke würden wir beim zweiten Mal vielleicht etwas mehr Zeit investieren. Allerdings hatten wir uns erst nach dem Spachteln dazu entschieden einen Kalkputz aufzutragen. Da der Kalkputz mehrere Millimeter dick ist, hätten wir hier ohne Probleme auch eine Armierung aufbringen können.

Würden wir die Spachtelarbeiten wieder als Eigenleistung durchführen? Auf jeden Fall, da wir inzwischen sowohl das Werkzeug als auch die Übung haben. Ohne? Vermutlich nicht. Kommt also immer darauf an…

Achtung Baustelle

Im April wurde es bei uns nochmals eisig kalt. Also, warum nicht nochmal den Kingfire anfeuern und sich über die wohlige Wärme freuen? Während der Ofen langsam vor sich hin glüht, gibt es mitten in der Nacht einen lauten Knall. Die spannende Frage, was war die Ursache? Ein Holzbinder, der beim Austrocknen gesprungen ist, eine geplatzte Wasserleitung? Ein Schaden an der Rohrleitung der Acalor?

Nach längerem Suchen wurde der Übeltäter schnell gefunden. Die Verkleidung unseres Kamines ist im Obergeschoss gerissen. Auf der einen Seite quer, auf der anderen Seite längs. Der Sprung hat selbst die Tabepte auf den Fermacell Platten zerrissen. Außerdem ist auf einer Seite des Kamins die Randfliese abgesprungen.

Also Tapete weg, diesmal haben wir aus Bequemlichkeit  Fermacell Kleber anstelle der Spachtelmasse verwendet. Vorher wurden mit einem Tapetenmesser die Sprünge bzw. Risse etwas geweitet und gesäubert. Der Fermacell Kleber hat sich recht gut mit einer normalen Spachten glatt ziehen lassen. Hierbei sollte man beachten, dass durch das Trocknen bei größeren Flächen durchaus eine Delle entstehen kann. Auch während der Bauphase haben die Zimmerleute an der einen oder anderen Stelle Löcher mit dem Kleber aufgefüllt und dabei immer einiges an Kleber abstehen lassen. Zum Leidwesen des Bauherren, der die ausgehärteten Kleberbrocken abschleifen durfte.

Die abgesprungene Randfliese wurde dieses Mal mit Silikon an das Fermacell geklept. Das hällt, und sollte zukünftig den Spannungen am Kamin besser nachgeben als der Fliesenkleber.

Um die Wand für die Grundierung vorzubereiten haben wir uns einen Bosch PMF Universal Werkzeug zugelegt. Aus verschiedenen Geräten hat uns das das Bosch Werkzeug am meisten zugesagt.  Das Gerät passt auch in das strapazierte Bauherrenbudget und das notwendige Zubehör erhält man ohne Probleme im Baumarkt um die Ecke. Damit lassen sich die kleinen Flächen, insbesondere in den Ecken wunderbar bearbeiten. Außerdem kann das Gerät zum Sägen und Trennen verwendet werden. Ein ähnliches Gerät von der Firma Fein haben wir bereits für den Einbau unserer Küche verwendet.

Das Universalgerät kommt direkt mit Trennbättern und Schleifpapier. DIe Aufsätze lassen sich einfach mit einem Innensechskantschlüssel tauschen – den wir aber erst haben suchen müssen. Den Schlüssel haben wir dann direkt am Stromkabel gefunden. Da hat sich Bosch etwas Gutes einfallen lassen, damit man den Schlüssel nicht mehr verliert. Wenn man erst einmal weiß, wo man suchen muss, findet man den Schlüssel auch gleich wieder.

Als besonderes Gimick hat das Gerät an der Seite ein Schraubgewinde. Hier lassen sich die Griffe andere Boschgeräte, z.B. von einem Winkelschleifer einschrauben. Damit hat man das Werkzeug beim Sägen oder Trennen gut im Griff. Damit ist die Boschfamilie im Werkzeugregal wieder um ein wertvolles Mitglied gewachsen.

Nach dem Schleifen der neuen Fugen haben wir nochmals grundiert. Wir verwenden dafür wieder WP-Uni von Krautol. Die Grundierung wurde uns shcon beim Hausbau von unserem lokalen Baustoffhändler empfohlen. Nachdem wir nun schon das erste Mal Tapete wieder von der Wand ziehen durften, lautet das Urteil: Tapete nur noch mit WP-Uni. So schnell kann es also passieren, dass das nagelneue Haus schon wieder wie eine Baustelle aussieht.

Ein Glück, dass das ZImmer nach nur einem Jahr sowieso umgebaut werden sollte – in ein Kinderzimmer. Also nutzten wir die Gelgenheit gleich die  Wand in einer neuen, passenderen Farbe zu tapezieren.

Da wir inzwischen so viel Übung im Möbelaufbauen haben, sind wir gleich im Anschluss noch in unser Lieblingseinrichtungshaus gefahren und haben die notwendigsten Möbel besorgt, damit sich Frau nun im Zimmer austoben kann.