Fortführungsentwurf

Vergangene Woche hatten wir nochmals Besuch durch unseren Vermessungsinenieur. Nachdem Haus und Garage endlich an Ihrem Platz stehen, fand die letzte Einmessung statt.

Das Ganze geht mehr oder weniger ohne Zutun der Bauherrschaft. Alle Gebäude (bei uns drei an der Zahl, bestehend aus Wohnhaus, Garage und Schuppen) werden vermessen und in einem sogenannten Fortführungsentwurf eingetragen. Das Ganze gibt es wiedereinmal in Bild und Schrift. Ab jetzt sind also unser Wohnhaus, Garage und Schuppen höchstoffiziell in den Registern eingetragen. Das nächste Mal wenn wir also einen Auszug aus dem Liegenschaftskataster beantragen, würden wir anstelle gähnender Leere unser Häuschen dort wiederfinden.

FortführungsentwurfGanz ohne Zutun geht es jedoch auch wieder nicht. Gemäß Gebührenverordnung dürfen wir hier mit gut 500€  nochmals in die Baukasse greifen. Zum Glück hatte uns unser Vermessungsingenieur bereits zu Beginn über alle Kosten aufgeklärt.

Damit wären sämtliche Vermessungsleistungen erbracht, und wieder ein Kapitel unseres Bauvorhabens abgeschlossen…

Anzeige Rohbaufertigstellung

Wir hatten recht zu Beginn unseres Bauvorhabens von Danhaus drei Vordrucke erhalten, die an das Baurechtsamt zu senden sind. Die Anzeige des Baubeginns, der Rohbaufertigstellung und der abschließenden Fertigstellung. Ersteres muss vor der Richtung des Hauses versendet werden, bei den anderen beiden ist uns der Amtsprozess bis heute nicht wirklich klar.

Anzeige der RohbaufertigstellungAuch wissen wir nicht, wie viel Bedeutung das Amt diesen Anzeigen tatsächlich schenkt, da bei der Baufreigabe lediglich eine Postkarte für die Anzeige des Baubeginns beigelegt war. Weggeschickt haben wir den Brief nichts desto trotz! Es geht ja nichts über das gute Gefühl zusätzlichen Aufwand auf den Ämtern zu verursachen…

Da für die Anzeige der Rohbaufertigstellung noch die Abnahme der Feuerstätte notwendig war und bisher keine Garage weit und breit zu sehen war, haben wir das Schreiben zurück gehalten. Nachdem nun fast Zeitgleich die Freigabe für unseren Kamin (der Winter kann kommen!) und die Garagen kamen, haben wir nun das Schreiben mit der erforderlichen Bestätigung abgeschickt… Im schlimmsten Fall schickt uns die Baurechtsbehörde zu ihrer Entlastung die Unterlagen wieder zurück. Wäre in unserem Fall ja auch nicht das erste Mal.

Wichtig ist nur, dass die Putzarbeiten frühestens ein Tag nach der Anzeige begonnen werden darf. Bis dahin (also 24 Stunden lang) sind alle Anschlüsse (Strom, Wasser, Schalldämmung etc.) zugänglich zu halten. Da der Brief frühestens in einem Tag auf dem Amt sein kann, stellt sich hier die Sinnhaftigkeit der Regelung. Vermutlich stammt dies aus Zeiten, als es noch keine Fertigbauweise gab? Wir wissen es nicht, und werden wohl für ewig mit dieser Unwissenheit leben müssen…

Inzwischen sind wir ja recht entspannt, was undurchsichtige Prozesse auf dem Amt angeht. Anscheinend scheinen diese sich auch von Amt zu Amt, von Land zu Land und von Gemeinde zu Gemeinde zu unterscheiden. Egal, ob es sich um die Anzeigen bei der Baurechtsbehörde, den Umzug oder das Ummelden des Hundes handelt. Aber am Ende klappt’s ja immer irgendwie. Also sind wir guten Gewissens, mal wieder eine Amtsprozess gemeistert zu haben…

Der Papierkriegwahnsinn

Nachdem die Erdarbeiten begonnen haben, gilt es noch dem Papierkriegwahnsinn Herr zu werden. Diese Woche kamen nochmal einige Aufgaben auf uns zu. Zum einen hat uns Danhaus nun die statischen Berechnungen und die Energieberechnung für unser Zukunftshaus übersendet. In dreifacher Ausfertigung macht dies an die 1.500 Blatt Papier, die der Postbote versuchte verzweifelt durch den Briefkastenschlitz zu drücken. Am Ende wurde das Bündel vor der Tür abgestellt.

Statische BerechnungenEine Kopie für die Unterlagen, zwei gehen als Nachtrag zum Bauantrag an das Bauamt – sobald wir einen entsprechenden Briefumschlag finden und die Preise für übergewichtige Briefe bei der Deutschen Post ermittelt haben.

Darüber hinaus haben wir die finalen Ausführungszeichnungen von Danhaus erhalten. Nach insgesamt drei oder vier Runden, wir wissen es inzwischen nicht mehr, soll nun alles passen und  ging bereits gegengezeichnet zurück an Danhaus. Der Fertigung steht aus unserer Sicht nun nichts mehr im Weg.

Auf Anraten unseres Bauleiters haben wir außerdem bei der Stadt, genauer gesagt, beim Ordnungsamt angefragt, ob eine Sperrung der Straße am Richttermin notwendig sei. Leider ist dem so, da es sich um eine Gemeindeverbindungsstraße handelt. Die notwendigen Unterlagen haben wir direkt mit der Antwort erhalten.

Antrag auf Gesamtsperrung

Der Antrag mit der geplanten Sperrung und der voraussichtlichen Nutzung der Verkehrsflächen am Richttag geht zurück an die Gemeinde und von dort aus an das Landratsamt. Verkehrsflaechennutzung m RichttagUm die Sperrung selbst kümmert sich eine der beteiligten Firmen. Hier ein Tipp an die Bauherren: im Vorfeld prüfen, welche Firma für die Sperrung zuständig ist. Hier kommen schnell weder 1.000 € zusammen. Obendrein wird  noch ein Obolus an die Gemeinde fällig, dessen Höhe uns bisher noch nicht bekannt ist.

Die LKW (drei an der Zahl) werden im Laufe des Tages die Straße blockieren. Der Kran wird auf dem Platz unserer zukünftigen Garage stehen und hinter dem Haus werden die Binder gelagert.

Damit wäre das Wochenpensum an „Büroarbeit“ geschafft und wir sind gespannt was die kommende Woche so mit sich bringt…

Teil-Baufreigabe

Pünktlich zu Heilig Abend und zugegebener Maßen durchaus überraschend, kam am 24.12.  ein Brief vom Landratsamt: die Teil-Baufreigabe. Jetzt steht den Bodenarbeiten nichts mehr im Weg.

Teil-BaufreigabeAuch wenn wir die nächsten paar Tage nicht wirklich etwas unternehmen können… das wohl beste Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr…

 

 

Die Leier von der Fachbauleiterbescheinigung

Heute kam wieder Post von Danhaus. Eine Rechnung konnte es nicht sein, die nächste erwarten wir erst wieder mit der Fertigstellung des Fundaments bzw. der Bodenplatte.

Nein, es war die erfreuliche Nachricht, dass alle Aufträge vergeben sind. Den Bauherren wird von Danhaus alsdann eine Liste der Handwerker für Elektro-, Fliese-, Schornstein-, Heizung-, Verblend- und Fundamentarbeiten, der Solaranlage und für die Estricharbeiten überreicht. Man darf bei Danhaus auch dann direkt mit den einzelnen Handwerkern in Kontakt treten, sollten noch Fragen offen sein. Auch die Kontaktdaten unseres Bauleiters haben wir inzwischen bekommen.

FachbauleiterbescheinigungEine bürokratische Hürde wird uns jetzt leider doch noch vor die Füße geworfen: Für die Gewerke, die in Eigenleistung ausgeführt werden, benötigt Danhaus nach Fertigstellung die Fachbauleiterbescheinigung. In unserem Fall lediglich das Gewerk Fliesen, das wir in Eigenregie durchführen – aber, dank der Bürokratie – einen Fachbauleiter suchen müssen. Mit dieser Bestätigung kann dann unser eigentlicher Bauleiter wiederum  die korrekte Ausführung gegenüber dem Bauamt bestätigen.

Wir haben zum Glück Zeit bis das Gewerk fertiggestellt wurde, und eine Idee haben wir auch bereits. Also wandert die Bestätigung an die immer weiter anwachsende Liste an ToDos, die noch auf uns warten…

 

Der Richttermin steht fest

Nachdem wir die Baugenehmigung an Danhaus geschickt hatten (per Einschreiben)  kam diese prompt mit ein paar Anmerkungen unseres Sachbearbeiters zurück. Kurzum: Es gibt nichts zu beanstanden. Es gibt ein sog. Grüneintrag, d.h. die Baurechtsbehörde hat eine Änderung am Bauantrag gemacht. Diese wurden aber bereits durch das Ingenieurbüro im Antrag so vorgesehen, also irgendwie doch keine Änderung. Eher eine Anmerkung der Behörde.

Ein Tag danach kam ein weiterer Brief mit einem vorläufigen Richttermin. KW 14 soll es also voraussichtlich sein. Natürlich vorbehaltlich der Verfügbarkeit an Produktionskapazität.

Hus 23 - Danhaus Liefer und RichtterminAußerdem kamen mit dem Brief die zweite Abschlagsrechnung und jeder Menge weitere Anschreiben:

  • Hinweise für den Außenastrich
  • Hinweise für die Spachtel- und Malerarbeiten
  • Hinweise für die Fliesen- und Bodenbelagarbeiten

Zusätzlich haben wir hier  die fermacell Gipsfaser-Platten Verarbeitsungsanleitung bekommen, denn wie jeder weiß, die Spachtelarbeiten sind bauseits zu erbringen.

fermacell Gipsfaser-Platten VerarbeitungsanleitungAls nächsten Schritt werden wir die Zahlungsgarantie der Bank an Danhaus schicken. Hier konnte inzwischen alles geklärt werden und liegt zur Bearbeitung bei der Bank vor. Sobald wir die Bestätigung an Danhaus schicken können, ist erst einmal alles von unserer ToDo Liste hinsichtlich der Vorbereitungen getan…

 

Baugenehmigung

Heute war es endlich so weit: Die Baugenehmigung kam per Einschreiben an. Wir wussten bereits seit Donnerstag, dass die Baugenehmigung erteilt wurde, denn das Baurechtsamt des Landratsamt Karlsruhe bietet den Service an, den Bearbeitungsstand online abzufragen. Die Login-Daten gingen und bereits einige Tage nach dem Eingang des Bauantrags ein. Natürlich haben wir von diesem Dienst täglich gebraucht gemacht.

Baugenehmigung per EinschreibenDie Baugenehmigung wurde uns per Einschreiben zugestellt und setzt sich zusammen aus einer Kopie der eingereichten Planunterlagen (Bauantrag), diversen Hinweis und Merkblättern, einer Postkarte zur Anzeige des Baubeginns, einem Anschreiben und natürlich dem Gebührenbescheid in Höhe der schon nahezu allgegenwärtigen 1.000 €.

Gebührenbescheid BaugenehmigungAußerdem haben wir eine Liste mit diversen Punkte, die nach und auch noch vor der Baufreigabe zu erledigen sind. Die Baugenehmigung wurde uns nämlich zunächst ohne Baufreigabe erteilt. Konkret heißt das, der Rote Punkt fehlt noch.

Als erstes war aus dem Bauantrag  die Qualifikation unseres Bauleiters nicht ersichtlich und wurde nun vom Baurechtsamt eingefordert. Nach kurzer Rücksprache mit Danhaus wurde innerhalb eines Arbeitstages eine Kopie des Meisterbriefs unseres designierten Bauleiters samt Adresse zugestellt. Wir werden die Informationen noch in den nächsten Tagen an das Baurechtsamt weiterleiten.

Während wir unter dem zweite Punkt noch eine grundsätzliche Idee haben, was zu tun ist:

Nach Erstellung des Schnurgerüstes ist durch einen zugelassenen Vermessungssachverstandigen nachprufen zu lassen, dass Grundriss und Hohenlage des Bauvorhabens auf dem Baugrundstuck mit den genehmigten Planen übereinstimmen. Der Nachweis hier- über ist uns vor Baufreigabe (Roter Punkt) vorzulegen.

Gibt uns die dritte Aufgabe noch allerlei Rätsel auf:

Die bautechnische Bestätigung nach § 10 Abs. 2 der Verfahrensordnung zur Landesbauordnung -LBOVVO- ist vor Erteilung der Baufreigabe vorzulegen.

Die Gesamte Baugenehmigung geht als Einschreiben zu Danhaus. Dort werden von den, für Danhaus relevanten, Dokumenten Kopien gemacht und hoffentlich alle weiteren Schritte eingeleitet. Das Original geht dann an uns zurück. In den nächsten Wochen bekommen wir dann den vorläufigen Liefer- und Richttermin für unser Danhaus.

Mit der Terminvergabe kommt dann vermutlich eine eher anstrengende Phase: Die Gründung der Garage soll möglichst zeitnah mit der Erstellung der Bodenplatte stattfinden, als dass die Garagen kurz nach dem Richttermin geliefert werden können. Diese gilt es dann noch zum entsprechenden Termin bei der Fa. Grötz abzurufen. Unserer zukünftige Mehrsparteneinführung (in Reihenausführung) muss vor den Gründungsarbeiten beim unserem zuständigen Netzbetreiber bestellt werden, da diese eine Lieferzeit von ca. drei Wochen hat. Ebenso müssen wir die Zistene bestellen, damit diese bereits mit den Erdarbeiten gesetzt werden kann. Da es sich hierbei um bauseits erbrachte Leistungen handelt, müssen wir die meisten Punkte selbst koordinieren und abstimmen…

Der Papierzweifrontenkrieg

Der Papierkrieg geht weiter, zum einen haben wir von Danhaus Post bekommen: eine To-Do Liste mit offenen Punkten.

To-To-Liste 1Im Detail gibt es darin folgende Aufgaben, teilweise von Danhaus, teilweise vom Bauherren (mit Verkaufsberater) zu erledigen:

  1. Bauantrag einreichen
  2. Nachricht an Danhaus wenn Bauantrag eingereicht
  3. Termin Ausstattungsbemusterung
  4. Ausstattungs-Detail-Checklisten an Danhaus
  5. Termin Sanitär- und Fliesenbemusterung
  6. Küchenzeichnungen an Danhaus
  7. Angaben zu Boden- und Wandbelägen an Danhaus
  8. Finanzierungsbestätigung klären
  9. Versicherungsnachweis klären
  10. Abruf Vorplanung
  11. Überprüfung Vorplanung
  12. Baugenehmigung (Original) an Danhaus

Gleichzeitig haben wir ja bereits von der Stadt die Aufgabe erhalten, binnen 14 Tagen sämtliche Anträge zur „Ver- und Entwässerung“ einzureichen. Hier tut sich im Papierkrieg demnach eine zweite Front auf. Teilweise waren Unterlagen bereits dem Bauantrag beigefügt. Wir werden vorsichtshalber nochmals den kompletten Antrag ausfüllen, Anlagen zusammen sammeln und bei den Stadtwerken einreichen.

Zwischenzeitlich wurde auch klar was in dem ursprünglichen Schreiben „nach §8 i.V.m. § 2 (1) Nr. 4 LBOVVO“ gemeint war: Zunächst handelt es sich um die Verordnung der Landesregierung, des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur und des Umweltministeriums über das baurechtliche Verfahren. Ausgesprochen bedeutet der Hinweis im Übrigen „nach Paragraph 8 in Verbindung mit Paragraph 2 Absatz 1 Nummer 4“ der oben genannten Verordnung ist irgend einer Art Folge zu leisten. Der zweite Teil basiert zunächst auf dem § 2

§ 2 Bauvorlagen in Genehmigungsverfahren
(1) In Genehmigungsverfahren hat der Bauherr dem Bauantrag nach Maßgabe der folgenden
Vorschriften als Bauvorlagen beizufügen:
4. die Darstellung der Grundstücksentwässerung ( § 8),


Die in Satz 1 Nr. 4 bis 6 genannten Bauvorlagen mit Ausnahme der Erklärung zum Standsicherheitsnachweis können nachgereicht werden; sie sind der Baurechtsbehörde vor Baubeginn vorzulegen. Die Darstellung der Grundstücksentwässerung und die bautechnischen Nachweise sind so rechtzeitig vorzulegen, dass sie noch vor Baubeginn geprüft werden können.

und der erste auf dem § 8

§ 8 Darstellung der Grundstücksentwässerung
(1) Wenn nicht an eine öffentliche Kanalisation angeschlossen wird, sind Anlagen zur Beseitigung des Abwassers und des Niederschlagswassers in einem Entwässerungsplan im Maßstab 1:500 darzustellen. Der Plan muss enthalten:
1. die Führung der vorhandenen und geplanten Leitungen außerhalb der Gebäude   mit Schächten und Abscheidern,
2. die Lage der vorhandenen und geplanten Kleinkläranlagen, Gruben und ähnlichen Einrichtungen. Kleinkläranlagen, Gruben und ähnliche Einrichtungen sind, soweit erforderlich, durch besondere Bauzeichnungen darzustellen.
(2) Bei Anschluss an eine öffentliche Kanalisation sind darzustellen:
1. Lage, Abmessung, Gefälle der öffentlichen Kanalisation sowie die Sohlenhöhe und
Einlaufhöhe an der Anschlussstelle,
2. Lage, Querschnitte, Gefälle und Höhe der Anschlusskanäle.
(3) Über die Absätze 1 und 2 hinaus sind darzustellen:
1. die Lage der vorhandenen und geplanten Brunnen,
2. die Lage der vorhandenen und geplanten Anlagen zur Reinigung oder
Vorbehandlung von Abwasser unter Angabe des Fassungsvermögens,
3. besondere Anlagen zur Löschwasserversorgung.

Von 3-facher Ausfertigung konnten wir in den genannten Paragraphen nichts finden, aber wir werden die Kopien der Entwässerungspläne einfach nachreichen. Dummerweise liegen alle Pläne im Maßstab 1:100 vor, weshalb wir uns hier nochmal an unseren Architekten wenden müssen…

Weiterleitung Bauantrag

Heute haben wir wieder einmal einen Brief von der Stadt im Briefkasten vorgefunden. Erste Vermutung: Rechnung, aber für was? Bauantrag? Geht das so schnell? Tatsächlich haben wir eine Kopie des Schreibens erhalten, das die Stadt als Anlage zu unserem Bauantrag an Landratsamt bzw. Baurechtsamt des Landkreises versendet hat. Darauf ist die Bearbeitung durch das Bürgermeisteramt Dokumentiert, und aufgeführt ob für das Baugrundstück ein Bauvorbescheid vorliegt, ob Zufahrtswege, Ver- und Entsorgung gesichert sind und ob das Grundstück in Naturschutz-, Wasserschutz- oder Flurbereinigungsgebieten liegt, ob Flugplätze oder Starkstromleitungen in der Nähe sind und so weiter. Dem Schreiben ist zu entnehmen, dass die  dritte Ausfertigung des Bauantrags nach eventuellen Einwendungen der Nachbarn und der Stellungnahme der Gemeinde nachgereicht wird.

Anlage zum BauantragNatürlich lag dem Schreiben, wie vermutet eine Rechnung bei: 35 € für die Nachbarbeteiligung und die Stellungnahme nach §53 (4) LBO:

(4) Zum Bauantrag wird die Gemeinde gehört, wenn sie nicht selbst Baurechtsbehörde ist. Soweit es für die Behandlung des Bauantrags notwendig ist, sollen die Stellen gehört werden, deren Aufgabenbereich berührt wird. Ist die Beteiligung einer Stelle nur erforderlich, um das Vorliegen von fachtechnischen Voraussetzungen in öffentlich-rechtlichen Vorschriften zu prüfen, kann die Baurechtsbehörde mit Einverständnis des Bauherrn und auf dessen Kosten dies durch Sachverständige prüfen lassen. Sie kann vom Bauherrn die Bestätigung eines Sachverständigen verlangen, dass die fachtechnischen Voraussetzungen vorliegen.

Jetzt ist uns natürlich alles klar. Außerdem sind laut Schreiben die Entwässerungspläne dem Landratsamt in 3-facher Ausfertigung vorzulegen, bezogen auf §8 i.V.m. § 2(1) Nr.4 LBOVVO. Wir werden uns in den nächsten Tagen lieber nochmal beim Bauamt erkundigen, ob hier für uns noch Handlungsbedarf besteht.

Zusätzlich haben wir noch den Hinweis erhalten, den Entwässerungs- und Wasserantrag bei der Gemeinde einzureichen. Glücklicherweise haben wir bereits mit dem Wassermeister gesprochen und können die Unterlagen vorbereiten.

Bauantrag ist da

Gerade haben wir uns noch gewundert, was wir mit dem Lageplan anstellen sollen, klingelt der Postbote und übergibt eine Lieferung von der Fa. Kadesch, in Summe dicker als mein Laptop, die wir freudig in Empfang nehmen.

Bauantrag ist da!Einmal geöffnet, entpuppt sich das wahre Ausmaß – vierfache Ausfertigung des Bauantragsunterlagen im vereinfachten Verfahren nach §52 LBO, je 38 Seiten. Eine Ausfertigung für die Bauherrschaft, drei gehen an das Bauamt. Insgesamt sind 70 Unterschriften zu leisten. Einen Handkrampf und zwei Kugelschreiber später sind wir durch.

Die Herren und Damen der Fa. Kadesch haben freundlicher Weise in der Bauherrenausfertigung mit Textmarker gekennzeichnet, an welchen Stellen es Unterschriften zu leisten gibt. Wir haben tatsächlich die 38 Seiten vollumfänglich gelesen, um sicherzustellen was wir gegenzeichnen. An den Stellen, an denen der Lageplan des Viermessers eingeheftet werden sollte, waren Einlegeblätter mit Hinweis vorhanden. Im Anschreiben war auch detailliert erkläutert, was von unserer Seite noch zu tun ist. Eigentlich kann man bei dieser Vorbereitung nichts mehr falsch machen.

Unser BauantragNatürlich lag auch diesem Paket eine Rechnung bei, da wir die Garagen bauseits erbringen lassen. Soweit keine Überraschung, da dies bereits während des Ortstermins mit Herrn Kadesch so vereinbart war.

Um sicher zu gehen, dass keine Unterschrift vergessen wurde, werden die drei Ausfertigungen nochmals im Vieraugenprinzip von uns geprüft und dann am Montag per Einschreiben zum Bauamt geschickt. Auch hierfür hat die Fa. Kadesch schon ein Anschreiben mitgeschickt…