Baustellenkamera BCC100 Ersteinsatz

Vor einigen Wochen hatten wir uns die Baustellenkamera BCC100 der Firma Brinno zugelegt. Den ersten Außeneinsatz hatte die Kamera testweise nun auch hinter sich. Da wir derzeit noch an den optimalen Einstellungen (Aufnahmeintervall, FPS etc.) spielen wollten wir die Kamera einfach einmal einen Tag laufen lassen.

BCC100 montiertMontiert wurde das Gehäuse mittels einer alten Zwinge mit 1/4-Zoll-20-Gang-UNC-Gewinde.

Das BCC100 GehäuseDas Gehäuse macht dabei einen sehr stabilen Eindruck. Die Linse lässt sich jedoch nicht schwenken, sondern ist im rechten Winkel nach vorne gerichtet. Sämtliche Justierung lässt sich demnach nur über die Halterung realisieren.

Die Zeitrafferaufnahme konnte bei einem Bild/Sekunde und 30 FPS soweit überzeugen. Die Aufnahmequalität bei Tageslicht ist überraschend gut, wesentlich besser als wir ursprünglich erwartet hätten. Bei der Aufnahme lässt sich zeitweise eine Reflektion in der rechten oberen Ecke erkennen. Hierbei handelt es sich um eine Spiegelung im Allwettergehäuse, die ohne Gehäuse jedoch nicht auftritt.

Die Einstellung, mit welchem Intervall die Bilder gemacht werden und mit welcher Geschwindigkeit (FPS) diese wiedergegeben werden, werden vor de, Aufnahmestart festgelegt. Das ist insofern wichtig, da das Video beim Beenden der Aufnahmen direkt in der Kamera gerendert wird. Die Einzelaufnahmen liegen danach nicht mehr vor. Das war uns bisher so nicht bewusst.

Baustellengadget

Der erste Spatenstich ist noch nicht gesetzt, haben wir bereits unser erstes Baustellengadget: Eine Brinno BCC100 Construction Camera. Aber so ist das nun mal in einer Familie von Geeks und N3rds, eine Untertechnologisierung ist in allen Fällen strikt zu vermeiden…BC100

Die Kamera erstellt Zeitraffervideos in einer Auflösung von 1080×720 und hält laut Hersteller je nach Aufnahmeintervall bis zu 72 Tagen mit vier herkömmlichen AA-Batterien.  Mit einer 140° Weitwinkellinse und einer Blendenzahl von 1.2 soll die Kamera auch in Restlichtverhältnissen noch gute Bilder machen. Tests unsererseits stehen diesbezüglich noch aus.

Das Päckchen für den stolzen Preis zwischen 200 und 220 Euro kommt mit der Kamera, einer 4GB SD Karte, einem wetterfesten Gehäuse, einer Wandhalterung (zum Kleben, Schrauben und/oder Dübeln) und zwei Gummibändern, z.B. zur Befestigung an einem Baustellengerüst.

BCC100 Packungsinhalt BC100 Befestigunsmaterial

Damit man gleich loslegen kann, sind neben der SD-Karte auch die benötigten Batterien bereits dabei.

BC100 - Battereien und SD-Karte

Das mitgelieferte Gehäuse macht einen stabilen Eindruck, die Kamera wird einfach von hinten eingelegt. Bleibt abzuwarten, was das Material nach mehreren Monaten im Freien zu den Themen Nässe, Kälte, Hitze und Schmutz so sagt.

Die Bedienelemente sind etwas gewöhnungsbedürftig. An/Aus, Menü- und Time-Tasten, die zugleich die Vor- und Zurück-Tasten in der Menüführung darstellen. Dem studierten Informatiker verrät das natürlich sofort, dass hinter der Menüführung ein schlichter Automat steckt. Die Firmware dürfte demnach recht schlank gehalten sein.

BC100 Gehäuse BC100 Rückseite

SD-Karten werden bis 32GB unterstützt. Das entspricht ungefähr 250.000 Bildern. Bei einem Aufnahmeintervall von einer Sekunde genügt ein Satz Batterien für knapp 2 Tage, gerade genügend Zeit um 250.000 Bilder zu machen –  was ein Zufall. Was mir anfangs nicht klar war, die Bilder werden, beendet man die Aufnahme, direkt in ein AVI-Video konvertiert. Daher ist es wichtig vor dem Aufnahmebeginn die FPS am Gerät einzustellen.  Je nach Aufnahmeintervall kann hier zwischen 5 und 30 FPS gewählt werden. Das Aufnahmeintervall lässt sich zwischen 1 Sekunde und 24 Stunden festlegen. Im Handbuch gibt es hierzu einige Empfehlungen. Vermutlich ist es jedoch notwendig eigene Experimente durchführen, um später vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Einmal erstellt, lässt sich das Video nämlich kein zweites Mal generieren.

IMG_8554 BC100 Gehäuseverschluß

Die Kamera gibt es hier direkt bei Amazon. Sehr ärgerlich für uns: Bereits ein Tag nach unserer Bestellung war die Kamera anstelle für 220 für 202 Euro inklusive Versand verfügbar. Laut Herstellerseite ist Conrad in Deutschland der einzige weitere offizielle Distributo für Brinno.

Die nächsten paar Tage wird die Kamera erste einmal kräftig getestet. Für die Erdarbeiten und die Richtung des Hauses werden wir dann wohl unseren neuen Nachbarn fragen, ob wir die Kamera an seinem First befestigen dürfen…