Kinderzimmer für den Bauchbewohner

Nun ist es soweit,  der Bauchbewohner hat sich in einen neuen Erdenbürger verwandeln und unser Leben kräftig auf den Kopf gestellt.

Schon vor ein paar Monaten wurde ja das Arbeitszimmer zum Kinderzimmer umgestaltet.

Mittlerweile haben wir alles was wir für die ersten Monate brauchen. Das meiste vom Schwedenhaus.

Wir haben uns ganz bewusst für ein sehr „klares“ Kinderzimmer entschieden. Zum einen sind diese super bunten Tapeten und Teppiche nicht unser Ding und zum anderen wird der kleine irgendwann vermutlich die Nase davon voll haben, oder er möchte was anderes.

Da mein Mann großer Star Wars Fan ist muss natürlich der Trooper auf den kleinen aufpassen. :D Nicht dass er irgendwann kein Star Wars mag :-P

Diese Ecke war mein Wunsch. Wenn der Kleine mal nicht schlafen kann oder auch zum Stillen und später Geschichten vorlesen. Ob sie genutzt wird, das wird sich später zeigen.
Den Sessel hätte ich so gerne in gelb gehabt… aber den Bezug kann man leider nicht wechseln…

Die Vorhänge wurden von mir selbst umgenäht. Der untere Teil ist eine normale Gardine vom Schwedenhaus. Das Holzschaukelpferd ist aus der Kindheit von meiner Schwester :) Den eigentlichen Büroschrank haben wir als Kleiderschrank umfunktioniert. Irgendwann wenn er größer ist, bekommt er dann einen Richtigen. Aber für’s erste reicht das.

Die Buchstaben sind auch ein DIY Projekt von mir. Hier wurden Pappbuchstaben mit Kreidefarbe angemalt. Einfach und schön.

Die Wickelkommode hat natürlich auch schon ihren Platz.
Zuerst hatte ich die Klamotten dort drin. Aber dadurch, dass die Liegefläche soweit nach vorne kommt, ist es irgendwie unpraktisch an die Schubladen zu kommen … Also wurden hier Dinge verstaut die wir nicht so oft brauchen. Oben gibt es auch noch Optimierungsbedarf, aber das wird sich mit der Zeit zeigen.

Wir hoffen euch hat der Einblick ins Kinderzimmer gefallen :)

Klinkerpfosten

Lange haben wir überlegt, wie wir unseren Vorgarten gestallten wollten. Inbesondere in Sachen Einfriedung waren wir uns lange nicht sicher. Am Ende haben wir uns auf weißer Holzzaun und Klinkerpfosten geeinigt. ZUm Glück hatten wir noch mehr als eine Palette Klinker übrig, den wir inzwischen bereits mehrfach um das Haus getragen und wieder und wieder umgesetzt hatten.

Insgesamt wollte wir fünf Pfosten, ca. 30 x 30 cm beit und 90 cm hoch. Damit die Pfosten ordentlich stehen, wurde erst einmal ein 30 Zentimter tiefes Betonfundament gegossen. Mit einer kleinen Schalung aus Restholz haben wir den Teil des Fundaments, der aus dem Boden ragt, in Form gehalten. Außerdem haben  wir in der Mitte des Fundaments haben wir eine Stange Baustahl einbetoniert.

Die Schalung haben wir bereits nach einem Tag entfernt und die Fundamente einige Tage trocknen lassen.

Ein letztes Mal wurden die Klinkersteine rumgetragen. Gute 60 Steine pro Pfosten, griffbereit abgelegt. Vor dem Mauern haben wir auf den Fundamenten eine Schicht Bitumenabdichtmasse für den Außenbereich aufgetragen und ein Stück Dachpappe passend darauf gelegt. Somit sind die Pfeiler später von aufsteigender Nässe geschützt.

Für unseren Klinker hatten wir noch 10 Säcke weißen Vormauermörtel vom Hausbau übrig. Leider war der Mörten nach zwei Jahren abgebunden. Also ab zum Baustoffhänder und einen alternativen Mörten besorgen lassen. Je heller der Mörten, desto höher der Preis. Das hatte sich bereits beim Hausbau bemerkbar gemacht. Und auch für die Pfosten mussten wir mir 300 € nochmals tief in die Tasche greifen. Anstelle des von Danhaus verwendeten Vormauermörtel von Spenner Zement konnte unser Baustoffhänder QuickMix V.O.R. Mauermörtel „für stark saugende Steine“ besorgen.

Pro Pfosten haben wir innerhalb von zwei Stunden knappe 40 Kilo Mauermörtel verarbeitet. Nachdem die Pfosten vollständig getrocknet waren, haben wir sie nach einigen Tagen ausgegossen. Hierzu verwendet man am Besten einen Mörte auf Trass Basis. Dadurch wird vermieden, dass es später hässliche Ausblühungen am Mauerwerk gibt. Wärend der Trockenzeit haben wir die Pfosten außerdem mit übrigen Ziegeln abgedeckt. Da es fast jeden Tag ein Sommergewitter gab, war das auch zwingend notwendig.

Für die Pfeilerabdeckungen mussten wir lange recherchieren. Fündig wurden wir letztendlich bei der Firma Niessen. Hier haben wir Pfeilerabdeckungen in der richtigen Farbe und in der richtigen Größer gefunden. Verklebt haben wir die Abdeckungen auf den vollständig ausgetrockneten Pfeilern mit Dachmörtel. Normalerweise werden hiermit Firststeine auf Dächern verklebt. Dachmörtel ist frostsicher und elstisch und sollte für unseren Zweck perfekt geeignet sein. Alternativ gibt es Kleber für Klinker, der jedoch der Zusammensetzung nach identisch zu Dachmörtel ist. Der gelernte Fachmann wird jetzt vielleicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Insgesamt kann sich das Ergebnis sehen lassen.  Nicht nur von außen, auch vom Haus bzw. Garten aus, sind die Pfosten hübsch anzuschauen.

Nun gilt es noch 20 Sack alten Mörte und eine Palette übrige Steine zu entsorgen. Da wir auch noch Fliesen und Dachziegel übrigen haben, lassen wir uns nun nochmal einen Container für Bauschutt kommen um endlich  klar Schiff im Vorgarten zu machen.

Holzunterstand im Landhausstil

Als wir zu Baubeginn zwei alte Birnenbäume auf unserem Grundstück fällen mussten, hatten wir noch keine Vorstellung, wie oft wir das Holz umschichten würden, bevor es endlich im Ofen landet. Vom Nachbargrundstück hinter die Garage, von dort in den Garten, vom Garten in den Vorgarten und letztendlich in den fertigen Holzunterstand zurück in den Garten.

Während und nach den Bauarbeiten haben wir uns mit einigen provisorischen Holzunterständen aus Paletten beholfen. Abgedeckt mit den restlichen Ziegeln war das eine akzeptable Zwischenlösung. Nachdem der Garten nun im zweiten Jahr blüht und gedeiht, sollte auch der finale Holzunterstand errichtet werden.

Urspüngliche wollten wir den Holzunterstand vollständig selbst bauen, da wir nichts „Fertiges“ gefunden hatten, das uns zusagte. Zufällig hatten wir dann vor einigen Wochen ein Unterstand gefunden, der uns zusagte. Knappe 1,80 Meter hoch, mit nach vorne geneigtem Dach und gute 3 Meter breit mit einem kleinen Abstellraum. Wir wollten, dass der Unterstand auf der Rückseite offen ist und das Dach nach vorne, also unserer Wetterseite geneigt ist. Fündig wurden wir letztendlich in dem Modell.

Da es sich nicht mehr um ein Provisorium handelt sollte auch ein ordentliches Fundament her. Mit 30cm Mauersteinen haben wir recht einfach ein Punktfundamente hergestellt und mit Beton ausgegossen.

Mit ca. 30cm Abstand haben wir dann eine schlichte Rasenkante betoniert und alles wieder schön verfüllt. Zwischen die Punktfundamente haben wir dann übrige Klinkersteine und den Verschnitt der Rasenkanten gelegt. Somit sollte zumindest größeres Getier davon abgehalten werden, sich unter dem Holzunrterstand häuslich einzurichten.

Mit etwas Kreativität hatte sich auch der Aufbau bewerkstelligen lassen. Mit Hammer und Säge musste  an der einen oder anderen Stelle nachgeholfen werden. Alles in allem hat der Aufbau jedoch ohne greößere Probleme geklappt.

Einige Modifikationen haben wir uns jedoch nicht verkneifen können. Einen zusätzliche Träger mit Querverstrebungen haben wir gezimmert und das Dach anstelle der vorgesehenen Dachpappe mit unserern übrigen Ziegeln gedeckt. Die Randziegel wurden dabei ordentlich verschraubt damit die Ziegel nicht gleich beim erstbesten Sturm davon segeln.

Außerdem wollten wir den Holzunterstand farblich passend zu unsererm Klinkerhaus gestalten. Dafür haben wir auf die neue Bondex Garden Colors Farbe in Steingrau und Kreideweis zurückgegriffen. Die Farbe gibt einen schönen Vontage Look – passend zu unsererm Landhausstil. Der komplette Anstrich hat gute zwei Nachmittage gedauer.

Für den Spritzschutz haben wir wie an den anderen Stellen auf recht großen Rheinkies zurück gegriffen. Für drei Seiten haben wir ca. 100 Kilogramm Steine benötigt.

Vor dem Unterstand haben wir unserer restlichen Pflastersteine verlegt. So fügt sich auf dieser Teil perfekt in das Gesamtbild ein. An beide Seiten des Unterstands haben wir nun noch eine Rankhilfe für Kletterrosen montiert, die im kommenden Jahr das Häuschen verchönern dürfen.

Nachdem wir nun das Holz ein allerletztes Mal umgesetzt hatten, stehen noch einige kleine Restarbeiten aus. An die Stirnseite des Unterstands soll noch eine Dachrinne um das Regenwasser für die Gartenblumen zu nutzen und die Seiten an der Dachschräge werden noch mit weißen Brettern verkleidet. Ingesamt hat uns der Holzunterstand dabei gute zwei Wochen auf Trab gehalten.