Achtung Baustelle

Im April wurde es bei uns nochmals eisig kalt. Also, warum nicht nochmal den Kingfire anfeuern und sich über die wohlige Wärme freuen? Während der Ofen langsam vor sich hin glüht, gibt es mitten in der Nacht einen lauten Knall. Die spannende Frage, was war die Ursache? Ein Holzbinder, der beim Austrocknen gesprungen ist, eine geplatzte Wasserleitung? Ein Schaden an der Rohrleitung der Acalor?

Nach längerem Suchen wurde der Übeltäter schnell gefunden. Die Verkleidung unseres Kamines ist im Obergeschoss gerissen. Auf der einen Seite quer, auf der anderen Seite längs. Der Sprung hat selbst die Tabepte auf den Fermacell Platten zerrissen. Außerdem ist auf einer Seite des Kamins die Randfliese abgesprungen.

Also Tapete weg, diesmal haben wir aus Bequemlichkeit  Fermacell Kleber anstelle der Spachtelmasse verwendet. Vorher wurden mit einem Tapetenmesser die Sprünge bzw. Risse etwas geweitet und gesäubert. Der Fermacell Kleber hat sich recht gut mit einer normalen Spachten glatt ziehen lassen. Hierbei sollte man beachten, dass durch das Trocknen bei größeren Flächen durchaus eine Delle entstehen kann. Auch während der Bauphase haben die Zimmerleute an der einen oder anderen Stelle Löcher mit dem Kleber aufgefüllt und dabei immer einiges an Kleber abstehen lassen. Zum Leidwesen des Bauherren, der die ausgehärteten Kleberbrocken abschleifen durfte.

Die abgesprungene Randfliese wurde dieses Mal mit Silikon an das Fermacell geklept. Das hällt, und sollte zukünftig den Spannungen am Kamin besser nachgeben als der Fliesenkleber.

Um die Wand für die Grundierung vorzubereiten haben wir uns einen Bosch PMF Universal Werkzeug zugelegt. Aus verschiedenen Geräten hat uns das das Bosch Werkzeug am meisten zugesagt.  Das Gerät passt auch in das strapazierte Bauherrenbudget und das notwendige Zubehör erhält man ohne Probleme im Baumarkt um die Ecke. Damit lassen sich die kleinen Flächen, insbesondere in den Ecken wunderbar bearbeiten. Außerdem kann das Gerät zum Sägen und Trennen verwendet werden. Ein ähnliches Gerät von der Firma Fein haben wir bereits für den Einbau unserer Küche verwendet.

Das Universalgerät kommt direkt mit Trennbättern und Schleifpapier. DIe Aufsätze lassen sich einfach mit einem Innensechskantschlüssel tauschen – den wir aber erst haben suchen müssen. Den Schlüssel haben wir dann direkt am Stromkabel gefunden. Da hat sich Bosch etwas Gutes einfallen lassen, damit man den Schlüssel nicht mehr verliert. Wenn man erst einmal weiß, wo man suchen muss, findet man den Schlüssel auch gleich wieder.

Als besonderes Gimick hat das Gerät an der Seite ein Schraubgewinde. Hier lassen sich die Griffe andere Boschgeräte, z.B. von einem Winkelschleifer einschrauben. Damit hat man das Werkzeug beim Sägen oder Trennen gut im Griff. Damit ist die Boschfamilie im Werkzeugregal wieder um ein wertvolles Mitglied gewachsen.

Nach dem Schleifen der neuen Fugen haben wir nochmals grundiert. Wir verwenden dafür wieder WP-Uni von Krautol. Die Grundierung wurde uns shcon beim Hausbau von unserem lokalen Baustoffhändler empfohlen. Nachdem wir nun schon das erste Mal Tapete wieder von der Wand ziehen durften, lautet das Urteil: Tapete nur noch mit WP-Uni. So schnell kann es also passieren, dass das nagelneue Haus schon wieder wie eine Baustelle aussieht.

Ein Glück, dass das ZImmer nach nur einem Jahr sowieso umgebaut werden sollte – in ein Kinderzimmer. Also nutzten wir die Gelgenheit gleich die  Wand in einer neuen, passenderen Farbe zu tapezieren.

Da wir inzwischen so viel Übung im Möbelaufbauen haben, sind wir gleich im Anschluss noch in unser Lieblingseinrichtungshaus gefahren und haben die notwendigsten Möbel besorgt, damit sich Frau nun im Zimmer austoben kann.

Acalor Außenanlage

Bereits seit vergangenem Jahr stand noch die Fertigstellung der Acalor Aussenanlage auf dem Program. Unsere Acalor verträgt sich nur bedingt mit dem lehmigen Boden rund um unser Haus. Während die Acalor munter Kondesnwasser produziert, weigert sich unser Boden dieses in größeren Mengen auzunehmen. Nicht zu vernachlässigen ist der Matsch, der durch das Kondenswasser spritzt. Speziell im Winter kann dies zu zwei bis drei Quadratmetern vereister Schlittschuhbahn führen.

Da wir uns bereits im Vorfeld mit der Acalor beschäfftigt hatten, war von Anfang an klar, dass hier mit einem Abfluss Abhlfe geschaffen werden muss. Bereits während der Bauphaase hatten wir von unserem Erdarbeiter ein Leerrohr von der Acalor bis hin zur Zisterne führen lassen. Laut Hersteller können je nach Witterungslage bis zu 80 Liter feinstes Kondenswasser produziert werden.

Da der Abfluss eines der größeren Projekte daratellte, haben wir es noch einige Zeit vor uns hergeschoben. Als wir zufällig im Bauhandel einen passenden Aussenabfluss gefunden hatten, wurde das Projekte Acalor spontant wieder aufgegriffen.

Zuerst einmal musste das bereits verlegte Anschlussstück gefunden werden und genügen Erdreich ausgehoben werden um ein Schotterbett für den Abflussbereich zu formen. Das Becken sollte von allen Seiten ein Gefälle Richtung Abfluss aufweisen. Entsprechend tief musste der Abfluss vergraben werden.

Als nächstes wurde großzügig mit Schotter aufgefüllt. Hiervon hatte nwir noch einige Eimer voll im Garten stehen. Damit das Betonfundament später einmal nicht bricht, haben wur außerdem einen Quadratmeter Stahlmatte gebogen und entsprechend positioniert. Den Baustahl konnten wir glücklicherweise bei unsererm hilfsbereiten Nachbarn im Tausch gegen ein Glas selbstgemachte Mango-Rharbarber Konfitüre eintauschen.

Auf dem Photo erkennt man übrigens die nichtvorhanden Versickerungsfähigkeit unseres Bodens. Schon geringste Mengen Wasser genügen um eine Sumpflandschaft zu erzeugen.

Die Sache mit dem Stahlbeton haben wir übrigens beim Sontagsfrühstück bei der Sendung mit der Maus gelernt.

Das Schotterbett haben wir etwas größer gehalten, so dass auch die Betonpallisaden darauf stehen. Wir haben uns hier für dei gleichen Pallisaden wir bei unserer Garage entschieden. Die Sache mit dem Betonieren beherrscht der ehemalige Bauherr inzwischen ja im Schlaf. Erdfeuchter Beton für das Fundament und eine feine Nackenstütze damit die Pallisaden nicht kippen und das Sickerwasser gut ablaufen kann.

Am Ende wurde noch das eigentlich Abflussbecken betoniert. Zuerst mit der Kelle und später mit der Hand geformt. Nach dem Trocknen des Betons haben wir das Becken mit unserem Bosch Wandbearbeitungssystem in Form gebracht. Hierzu haben wir eine abgeschrägten Schleifteller verwendet, den wir eigentlich versehentlich in der Bauphase gekauft hatten.

Am Ende wurden eine Schicht Aquafin 2K aufgetragen.  Die Dichtschlämme dient als Schutz des Betons, damit dieser dem ständig darüber laufende Wasser Stand hält. In der 2-Komponenten Variante ist Aquafin ein elastischer Anstrich, in der 1-Komponenten Variante wird das Pulver lediglich mit Wasser angerührt und bildet einen starren Untergrund. Hier haben wir uns bei unserem Baustoffhänder beraten lassen und uns für die starre Variante entschieden.

Nachdem die Dichtschlämme vollständig ausgetrocknet war, konnten wir das Becken mit Rheinkies auffüllen. Da  leider die großen Steine wie für den Spritzschutz an der Garage nicht mehr lieferbar waren, mussten wir auf einen Mix ausweichen. Insgesamt haben wir für die Fläche sechs 25 kg Säcke benötigt. Falls die großen Steine irgendwann wieder lieferbar sind bietet das Becken noch immer genug Platz um eine zweite Schicht aus großem Rheinkies darüber zu schichten.

Mit dem Ergebniss sind wir mehr als zufrieden.  Endlich können vor der Acalor nun auch  Büsche pflanzen und einen weiteren Punkt von unserer Liste streichen.

Dachfenster 2.0

Bereits am Anfang unserer Planung hatten wir darüber nachgedacht, das Dachfenster mit einem Rolladen auszustatten. Offen waren die Fragen, manuell oder elektrisch, mit oder ohne Funkfernbedienung, wenn elektrisch, mit Strom oder Solar. Egentlich sollte es Solar sein, aber da das Dachfenster nach Norden gerichtet ist, waren wir uns nicht sicher, ob die Sonne ausreicht, die Battereien ausreichend aufzuladen.

Das Ende vom Lied? Wir waren uns nocht sicher und haben erst einmal auf die Verdunklung verzichtet. Also gab es kein Rolladen, und unser Häuschen sah aus Norden betrachtet vor einem Jahr noch so aus:

Wir wollten erst einmal den Sommer abwarten. Am Ende gab es dann doch einen Rolladen. Die Frage welche Ausführung hatte sich nun jedoch erledigt. Da das Dachfenster bereits eingebaut war und die Räume im Innern bereits bezogen waren, blieb lediglich die Variante Solar mit Funkfernbedinung.

Für die Montage haben wir einen Dachdeckermeister aus der Nähe beuaftragt. Wir machen zwar viel, aber bei einigen Aufgaben sollte man tatsächlich auf einen Fachmann zurückgreifen. Danhaus verbaut im Standard Roto Dachfesnter. Ein befreundeter Schreinermeister schwört auf Roto, unser Dachdeckermeister war nicht wirklich davon begeistert. Er selbst ist für VELUX Dachfenster zertifiziert und zieht diese hinsichtlich Einbau und Qualität den Roto Fenstern vor. Auch was die Austattung angeht, liegt VELUX wohl vorn. Im VELUX Onlineshop unter gibt es einiges an Zubehör, das es uns angetan hat. Die solarbetriebenen Plissees und insbesondere ein Insektenschutz fehlt uns noch. Leider gibt es von unsererm Hersteller keinen passenden Insektenschutz für unser Fenstermodell.

Unser Dachdeckermeister hat uns in einem angenehmen Plausch dann auch erzählt weswegen Roto wohl gerne von den Bauträgern verwendet wird. Hier gibt es wohl recht gute Einkaufskonditionen für die Hausbaufirmen. Als Bauherr merkt man davon jedoch in der Regel nichts.

Für die Verdunklung sorg nun also inzwischen unser Rollo, der allen Befürchtungen zum Trotz, nicht allzu aufällig ist, und sich gut ins Gesamtbild einfügt.

Der Rollo lässt sich ohe Probleme vollständig aufstellen – das war unsere größte Sorge. Das Dachfenster in unserer alten Wohnung konnte man nach dem EInbau eines Rollos z.B. zum Reinigen der Scheibe nicht mehr ganz öffnen.

Der Akkus des Rolladens befindet sich auf der Unterseite des Rolladens. Hierfür musste allerdings ein Loch in die Verkleidung des Rollos für die Kabeleinführung gebohrt werden.

Für die Bedienung gibt es eine Funkfernbedienung inklusive Wandhalterung. Die haben wir neben der Tür in der Nähe des Lichtschalters montiert.

Alles zusammen hat der Einbau kanpp 1,5 Stunden in Anspruch genommen. Der Fachman musste für den Einbau übrigens nicht einmal auf das Dach, sondern konnte alles von innen auf einer kleinen Trittleiter montieren.

Der Akku lädt übrigens auf deR Nordseite ohne Probleme. Selbst in den Wintermonaten hatten wir keine Probleme den Rollanden regelmässig zu öffenen und zu schließen.