Landhausküche, die zweite

Knappe zwei Wochen hat der Aufbau unserer Küche nun gedauert. Angefangen hatte ja alles damit, dass IKEA sich pünktlich zu unserem Hausbau entschlossen hatte die Küchenserie Faktum einzustellen. Dank Nachbestellservice hatten wir ja alles (vermeintlich) benötigte bereits im Vorfeld geordert. Da sich zwischenzeitlich die Breite unserer Küche von 3,00 auf 2,99 Meter geändert hatte, passte die zuvor auf den Millimeter geplante Küche leider nicht mehr, was vorläufig den Aufbau der Küche verzögerte.

Die Küche wird...Inzwischen hatten wir bereits zwei Mal weitere Küchenschränke nachbestellt und auch teilweise wieder bei IKEA umgetauscht, bis wir die richtigen Schränke zusammen hatten. So oft, wie wir alleine in den vergangenen Wochen am Reklamationsschalter des schwedischen Einrichtungshauses standen, standen wir in den vergangene zehn Jahren noch nicht dort.

Auch mit der Montage des Siphons wollte es nicht so ganz klappen. Nachdem bereits das erste IKEA Siphon quasi zu Tode gekürzt war, und wir für Ersatz sorgen mussten, haben wir uns vorsichtshalber eine Alternative als Plan B besorgt. Tatsächlich gibt es eine Alternative zum IKEA Abfluss für das Domsjö Spülbecken: Hierfür muss man lediglich nach einem 114mm Siebkorbventil Ausschau halten – und natürlich einem passenden Geruchsverschluss. Im Baumarkt wird man hier wohl weniger fündig. Wir selbst haben das Material vom Sanitärhandel bezogen.

Ein 114mm Siebkorventil - passt in jedes IKEA DomsjöAm Ende hat es doch mit dem Original Siphon geklappt und wir behalten das zusätzliche Ventil als Ersatzteil – man weiß ja nie…

Da wir auf einen Eckschrank verzichten, mussten wir an der Arbeitsplatte improvisieren und eine entsprechende Stütze anbringen.

Der Unterbau der ArbeitsplatteEin 50mm Balken des im Überfluss vorhandenen Bauholzes, auf die richtige Länge gekürzt und mit Winkeln an Arbeitsplatte und der Wand versehen, bewirkt hier wahre Wunder.

Neben den Schränken musste auch ein kleines Stück Verkleidung gezimmert werden. Ein alter Küchenschrank kam hierfür wie gelegen. Da sich die Verkleidung optisch in die bestehende Küche einfügen sollte, wurde die Unterseite mit einer extra Leiste verkleidet um den tyischen Überstand der Schrankelemente zu erzeugen. Die eigens gezimmerte KüchenverkleidungDas Montieren erwiese sich wie nicht anders zu erwarten als mehr oder weniger kniffelig. Mit genügend Schraubzwingen und gut vermessenen, vorgebohrten Löchern war die Montage aber auch im Alleingang möglich.

Doie Montage der KüchenverkleidungDie meiste Zeit wird hier für das Einpassen benötigt. Da die Montage nicht von der Rückseite aus erfolgen kann, ist es notwendig die Bauteile gut zu vermessen.

Die Fast fertig montierte Verkleidung Dank guter Vorbereitungen passte das gute Stück auf Anhieb. Opa, als gelernter Schreiner wäre stolz gewesen.

Die fertige KüchenverkleidungNeben Spülbecken und der zusätzlichen Verkleidung galt es auch noch die Fußleiste zu montieren. Auch hier sind wir prompt an Unwegsamkeiten geraten. Zugegeben, handelte es sich dieses Mal um ein hausgemachtes Problem. Bei der Montage der Schrankfüße haben wir nicht an die später anzubringende Verkleidung am Boden gedacht. Also standen prompt zwei Kunststoffteile der Schlussmontage der Küche im Weg. Die Fußleiste aussparen oder… dem Motto „Was nicht passt wird passend gemacht“ folgend wurde der Fein MultiMaster ausgepackt. 30 Sekunden später war das Problem im wahrsten Sinne des Wortes „gelöst“.

Fein MultiMaster - löst alles ProblemeDer MultMaster hat zwischenzeitlich an vielen Stellen gute Dienste geleistet. Obwohl nicht ganz günstig sollte man beim Hausbau die Anschaffung auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

Diverse Kleinarbeiten und die Silikonfuge am Spülbecken und die Landhausküche für die Hausdame ist endlich fertig…

Die fertige Küche

 

 

 

Strom im Schrank

Der Arbeit zum Trotz versuchen wir jeden Tag ein kleines Stückchen weiter am Haus zu kommen. Da sucht man sich auch mal die kleineren Baustellen aus. Diese Woche war beispielsweise die längst überfällige Elektrifizierung unseres PAX Kleiderschrankes an der Reihe. Von Anfang an hatten wir von Elku einen Wandauslass an der Rückseite unseres Schrankes geplant. Das Kabel hing hier nun seit Monaten aus der Wand, und seit wir den PAX Schrank aufgebaut hatten in eben selbigem.

Strom im Schrank

Für die Beleuchtung haben wir uns für die IKEA Striberg Lichtleiste entschieden. Die Trafos können in Reihe geschaltet werden, so dass lediglich eine Steckdose benötigt wird. Da man ja nie weiß, was noch so alles in einem Kleiderschrank verbaut wird, haben wir uns eine Zweifachaufputzdose- bzw. -aufbaudose geholt. Obwohl wir hier nicht gerade zum günstigesten Modell gegriffen hatten, hat sich die Montage als eher lästig herausgestellt, da die Kabelverbindungen altmodisch mit Schrauben hergestellt werden. Als Notiz an uns selbst, werden wir zukünftig nur noch Bauteile mit Steckverbindungen kaufen. Ein Vorteil hierbei ist, dass sich Steckverbindungen nicht mit der Zeit „losdrehen“ und nachgezogen werden müssen, wie man das von althergebrachten Lüsterklemmen kennt.

Steckdose im SchrankNachdem die Steckdose montiert war haben wir die LED-Leisten montiert und die Kabel gezogen. Damit es nicht allzu wild im Schrank ausschaut (und wir die Kabel nicht an der Rückwand entlang führen können) haben wir weiße, selbstklebende 7mm Kabelkanäle im Schrank verlegt.

Licht im KleiderschrankDie Lichtleiste verfügt über drei Stellungen, An, Aus und Automatik, wobei die Automatik dank Sensor das Licht anschaltet, sobald sich die Schranktür öffnet. So ganz haben wir den Sensor noch nicht verstanden, da die Lichter auch funktionieren, wenn man die Schranktür im Dunkeln öffnet, handelt es sich wohl nicht um einen Helligkeits- sondern Licht- oder Bewegungssensor. Tür auf, Licht an. So soll es sein. Das „Wie“ und „Warum“ ist dann erst einmal zweitrangig. Auf jeden Fall sind wir einen kleinen Schritt weiter.

Leider haben wir hier erst einmal einen von vier Schränken aufgerüstet, die drei restlichen folgen in den nächsten Tagen. Hier gilt es noch einige Durchführungen zwischen den Schränken zu bohren…

Landhausküche, die erste

Nachdem wir den Küchenbereich gefliest und verfugt hatten, konnten wir nun auch endlich mit dem lange ersehnten Aufbau der Küche beginnen. Die Küche wird ja nun zwischenzeitlich das dritte und hoffentlich letzte Mal aufgebaut. Dummerweise hatte uns IKEA hier einen Strich durch die Rechnung gemacht: Die Faktum Serie wurde leider vor kurzem eingestellt, so dass wir bereits vor dem Hausbau einige Teile haben nachbestellen müssen.

Startschuss für den KüchenaufbauDa die Korpusse nun seit dem Umzug immer irgendwo im Weg herumgestanden sind, freut es uns natürlich ungemein, dass nun endlich etwas mehr Platz vorhanden ist. Außerdem hatte sich herausgestellt, dass die Korpusse perfekte Verstecke für notwendige Dinge aller Art sind. Somit reduzieren sich die Plätze in denen man suchen muss nun auchendlich um eine vielfaches.

Nachdem die Küchenzeile grob ausgerichtet war, ging es auch gleich an die Feinarbeit. Zur Wandseite haben wir einen Abstandshalter aus einem alten Schrank ausgesägt. So wird vermieden, dass die Schublade an der Wand entlang schrammt.

Abstand zwischen Schublade und WandAuch an der Herdplatte mussten wir die Schränke leicht modifizieren. Die Herdplatte ist mit 80 cm breiter als ein 60 cm Korpus. Da nun ein Teil der Herdplatte über den Korpus steht und die Stromzuführung auf den Seitenteilen aufliege, haben wir hier mit der Stichsäge nachgeholfen. Ikea Hacking eben… Herdplattenmod Als Dunstabzugshaube haben wir uns nach langem hin und her für eine Berbel Umlufthaube entschieden. Ursprünglich wollten wir eine Ablufthaube und den KfW40 fähigen Berbel Mauerkasten. Der Verzicht auf die Ablufthaube spart natürlich auch einiges an Ärger mit der Zulassung unserer Feuerstätte bzw spart uns die obligatorischen 1.000 € . Da wir für die 80 cm Herdplatte eine ebenso breite Ablufthaube installieren wollten, fällt das Berbel Monster dementsprechend groß und auch schwer aus.Das Berbel MonsterFür die Montage muss auf jeden Fall mindestens ein Helfer zur Seite stehen. Zum Glück kann die Bauherrin ordentlich anpacken, wie sie schon so oft bewiesen hatte. Der optionale Aktivkohlefilter der Berbel wird lediglich aufgesetzt bevor der Kamin montiert wird. Die Kaminhalterung haben wir natürlich prompt falsch gebohrt. Erst zu breit und dann zu tief.  Kollateralschäden nennt man das wohl…  Zum Glück stehen noch an jeder Ecke  Päckchen mit Fermecall Fugenspachte…hus23_20151010_153511476_berbel_umluftfilterNach der Montage durften wir uns auf jeden Fall über unserer Berbel freuen. Der erste Test verlief übrigens durchaus erfreulich – auf den ersten drei Stufen hält sich die Geräuschentwicklung im Rahmen. Lediglich auf der vierten und höchsten Stufe macht sich die Haube in Manier eines startenden Düsenjets bemerkbar…hus23_20151010_153522718_berbelMit LED-Beleuchtung  macht unsere Berbel gleich einiges her. An der Unterseite befindet sich der Fettabscheider, denn man wohl des öfteren auswaschen sollte. Das Gitter des Filters sind im Innern verborgen, lässt sich aber einfach entfernen und in der Spülmaschine säubern.

Berbel BeleuchtungKaum fertig montiert und und getestet haben wir auch endlich losgelegt. Nach mehreren Wochen Fertiggerichten aus dem Backofennahrung oder Mahlzeiten aus der Burgerbude freut man sich so richtig auf eine waschechte Gemüsesuppe.Unsere erste GemüsesuppeDa unserer Küche anstelle von 3 Metern, lediglich 2,99 Meter breit ist, konnten wir einen der nachbestellten Korpusse nicht montieren. Glücklicherweise kann dieser, obwohl online bestellt bei Ikea zurück gegeben werden.

hus23_20151010_185151772_zwischenstandFehlernder Korpus = fehlende Auflagefläche für die Arbeitsplatte = fehlende Auflagefläche für das Waschbecken. Daher klafft zunächst noch ein unansehnliches Loch in der Küchenzeile, das in einem zweiten Montagetermin versorgt werden muss.

Nach sechs Monaten Bau freut man sich jedoch über jede Kleinigkeit. Und so genügt uns auch zunächst eine halbe Küchenzeile, denn eine halbe Küche ist eben mehr als keine Küche…

Die Sache mit der Garage

Seit gut drei Wochen steht nun die Garage. Und da wo sie steht, da steht sie gut. Allerdings ist seit der Anlieferung nicht viel passiert. Aus dem Technikraum galt es noch das extra von Elku geliefert Stromkabel bis in die Garage zu ziehen. Wir hatten uns dafür entschieden ein 100er KG Rohr zu verlegen, dass bis kurz vor das Garagenfundament gelegt wurde. Darum hatte sich unser Erdarbeiter gekümmert. Elku wiederum hat uns im Technikraum ein 20 Meter langes Erdkabel geliefert, das es daraufhin einzuziehen galt.

GaragenanschlussFür die zwei Meter Graben und das verlegen der restlichen KG Rohre im verdichteten Schotter haben wir fast einen ganzen Tag benötigt. Am einfachsten lässt sich das Material mit einem Schlagbohrer oder einer Hilti auflockern. Für das Kabel selbst war eine Einführung im Boden der Garage vorgesehen, durch die wir das Kabel ziehen konnten.

Nachdem das Versorgungskabel angeschlossen war, galt es noch die einzelnen Gebäudeteile zu verbinden. Hierzu wurde bei der Lieferung bereits Kabel gezogen. Allerdings dürfen die Monteure die Anschlüsse nicht mehr vornehmen. Seit diversen (wohl durch Bauherren verursachten) Unfällen muss dies nun immer bauseits erfolgen. Hier scheint es wohl, dass der eine oder andere Bauherr den Garagenanschluss unter Starkstrom gesetzt hat.

Verkabelung in der GarageNachdem alle Gebäudeteile angeschlossen waren, konnten wir es kaum erwarte endlich die Garagentore zu öffnen. Allerdings löste unser FI-Schutzschalter unverzüglich aus, nachdem der Sicherungsautomat eingelegt war.

Dem Bauherr, seinerseits Ingenieur, blieb nun nichts anderes übrig als Reverse-Engineering zu betreiben und eine systematische Fehleranalyse durchzuführen. So war schnell der Übeltäter gefunden: Im dritten Gebäudeteil, im Anbauteil scheinte der Fehler zu liegen.

Der VerbrauchertestDenn bei der Montage eines Verbrauchers anstelle des Gebäudeteils  löste der FI-Schutzschalter nicht aus. Also heißt es alle Verbraucher prüfen, die im Anbauteil installiert sind.  Zum Glück gibt es hier lediglich Steckdose, Licht und Schalter. Da war die Ursache schnell gefunden. Bei der werksseitigen Montage  wurde wohl ein Nulleiter eingeklemmt. Das erklärt natürlich den Fehlstrom. Allerdings muss man schon genau hinschauen um den Defekt zu finden.

Der KabeldefektNach der Behebung der Ursache mittels Kürzen des Kabels klappt nun auch die Sache mit dem Strom und wir können das erste Mal die Aussicht aus der Garage genießen.    Unserer Aussicht aus der Garage

Die Garagenlieferung

Vor einigen Tagen war es so weit. Unsere lange ersehnten Grötz Garagen wurden geliefert – oder eher mit dem Hubwagen eingeflogen. Wie vereinbart standen kurz nach 9 Uhr  zwei LKWs mit Anhänger vor der Tür und haben direkt mit dem Abladen der Garagen begonnen.

GaragenlandungDas ganze lief dabei sehr routiniert und unheimlich unspektakulär ab. Was das angeht, war die Entscheidung für eine Fertiggarage wohl die Richtige. Dass die Fundamente direkt vom Lieferanten gefertigt waren, hat hierzu wohl ein wenig beigetragen.

Alle Gebäudeteile wurden mit dem – immens großen – Hubwagen abgeladen. Die erste Garage wurde direkt auf dem Hubwagen geliefert, die beiden anderen Gebäudeteile wurden dann vom LKW abgeladen.

Lieferung des AnbauteilsInsgesamt war die ganze Aktion innerhalb von zwei Stunden über die Bühne gebracht. Am meisten hat uns dabei lediglich gewundert, dass der Hubwagen nicht nach hinten über gekippt ist… Aber das war schon das einzige aufregende an diesem Tag.

Hubwagen mit GarageZwischen den Gebäudeteilen wurden noch die Kabel für die Stromversorgung gezogen, das Dach abgedichtet, die Garagentore eingestellt und die Unterlagen und der Schlüssel übergeben.

Alles in allem hatten wir uns die Garagenlieferung etwas emotionaler vorgestellt. Nach Monaten auf der Baustelle scheint man allerdings so etwas eher gelassen zu nehmen. Ungefähr wie eine Lieferung von Ikea. Nur eben, dass man nicht selbst aufbauen muss…

 

 

 

 

Die Sache mit dem Silikon

Vor Kurzem haben wir erst ein einem Bericht gehört: Silikon sei der Fluch des Handwerkszunft. Immer wenn die Kunst des Handwerks nicht mehr ausreicht, wird zu Silikon gegriffen… dann und für dauerelastische Fugen in Feuchträumen… oder eben bei Anschlüssen im Fugenbereich.

Wir hatten lange überlegt, ob wir zur gewöhnlichen Silikonfuge oder zu einer Entkopplungsleiste z.B. der Firma Schlüter greifen sollten. Letzteres ist zwar schick abzusehen, aber in unserem Fall nicht zwingend von Vorteil. Wir rechnen damit, dass sich aufgrund der Isolierung unter dem schwimmenden Estrich, unser Fußboden über die Jahre bis zu 10mm senkt. Da reicht die Toleranz der Leiste vielleicht, vielleicht aber auch nicht.  Würden wir hier eine Leiste verlegen, würde diese entweder an der Sockelleiste oder an der Fliese irgendwann reißen. Im schlimmsten Fall beides, aber dann eben mal so oder mal so. Da wir mit de Danhaus Isolierung extra viel Isolierung unter dem Estrich haben, kann das Polystyrol eben auch extra viel schrumpfen… Daher habe wir die Sockelleiste auch sehr sehr knapp an die Fliese gelegt und die Fuge minimal gehalten.

Und da wir es nun handwerklich auch nicht besser wissen, haben auch wir hier zur Silikonspritze gegriffen, denn auch Fugenmörtel zwischen Sockelleiste und Fliese macht kein Sinn. Einerseits aufgrund des bereits zuvor genannten Grunds, zum anderen, da hierdurch eine Schallbrücke entsteht. Laufgeräusche können sich so über die Wände übertragen.

Da Übung bekanntlich den Meister macht, sind wir inzwischen in Umgang mit Silikonspritze und Glättmittel geübt. Hier haben wir einige Tricks gelernt, die beim Umgang mit Silikon hilfreich sind.

Silikon... bäh!Das Material

Nur auf hochwertige Materialien zurückgreifen. Nicht das billige Zeug aus dem Baumarkt, besser man lässt sich im Fachhandel (Baustoffmarkt) beraten. Wir haben Silikon der Firma Otto Chemie verwendet. Kostet zwar mehr, ist aber sehr gut zu verarbeiten. Außerdem bekommen wir hier exakt den Farbton unseres Fliesenmörtes. Dazu gab es noch das zugehörige Glättmittel, auf das man auf keinen Fall verzichten sollte.

Das Werkzeug

Fugenglätter oder Abzieher aus Silikon. Eine Industriesprühflasche, eine hochwertige Spritzpistole und Unmengen an Küchenrollen.

Das Fugenziehen

Klingt ganz einfach, und ist es mit etwas Übung und dem Werkzeug auch. Mit der Spitze wird das Silikon entlang der Ecken gespritzt. Danach mit mit Glättmittel einsprühen und dann möglichst in einem Schwung mit dem Abzieher drüber.

SilkonfugeDer Trick liegt im Glättmittel: Das Silikon klebt nur da, wo es aufgespritzt wurde. Alles was mit dem Glättmittel benetzt ist bleibt vom Silikon verschont. Ohne erweist sich das Silikon als wahres Teufelszeug: klebt überall und ist nahezu nicht mehr zu entfernen. Die Erfahrung hat wohl jeder schon gemacht. Selbst beim Abziehen gibt das Silikon dank Glättmittel kaum klebende Silikonbällchen, die man mit der Küchenrolle vom Abzieher einfach abwischen kann.

Die Kollateralschäden, die sonst beim Arbeiten mit Silikon auftreten lassen sich hier fast vollständig vermeiden. Ohne das Glättmittel erweist sich das Silikon einfach nur als ganz großes Bäh!

Die Nopes

Nachglätten mit dem Finger oder den Fugenglättern verschlimmert das Ergebnis in aller Regel. Zumindest bei uns hat das in den seltensten Fällen geklappt. Lieber das Ganze sauber entfernen und am Tag später nochmal probieren. Vor allem das Glättmittel vorher abwischen.

Spülmittel sollte man auch nicht zum Glätten verwenden, denn das Spülmittel zerstört die fungizide Eigenschaften des Silikons. Außer man verwendet das billige Zeug… da ist aber vermutlich schon alles verloren…

Nachmodellieren wenn sich eine Haut bildet, ist der Super-GAU für die Silikofuge. Das hochwertige Material von Otto Chemie lässt sich ca. 10 Minuten lang bearbeiten, danach bildet sich eine Haut an der Oberfläche. Ab dann ist Hopfen und Malz verloren wenn man noch versucht daran rumzufummeln… Lieber das Ganze sauber entfernen und am Tag… naja, das hatten wir schon mal….

Und da dauerelastische Fugen heutzutage Wartungsfugen heißen, sehen wir uns in fünf Jahren sowieso wieder… dann gibt es ein Bericht darüber, wie man derer gleichen wieder entfernt…

 

 

 

 

 

In eigener Sache: Das war nicht Danhaus

Die vergangenen Tage wurden wir öfters angesprochen, ob unserer Erfahrung mit Danhaus denn so schlimm wären, wie im TV gezeigt? Da wir über die Anfragen etwas überrascht waren, haben wir uns einmal auf die Suche gemacht, woher die Anfragen eigentlich kommen…

Die Anfragen kamen wohl aufgrund einer Ausstrahlung, Bauexperte im Einsatz des Senders RTL II vom Sonntag, den 06.09.2015. Hier wird ein Haus mit Verbendsteinen und Dachüberstand gezeigt, bei dem es einige Baumängel gibt. Auch der Geschäftsführer des (nicht weiter genannten!) Bauträgers hatte sich wohl laut Bericht etwas, nennen wir es einmal herablassend gegenüber der Bauherrschaft geäußert.

Bauexperte im EinsatzSpätestens als wir selbst die Reportage gesehen hatten: Das ist kein Danhaus, das ist klar. Zum einen wird der Bauträger nicht namentlich genannt, zum anderen erkennt jeder Danhaus Bauherr sogleich: So baut Danhaus nicht, und so sieht ein Danhaus auch nicht aus.

Seit wir selbst mit dem Bau begonnen hatten schauen wir diverse Baureportagen selbst auch gerne an. Zum einen mit Kopfschütteln, wie so etwas passieren kann, zum anderen mit Unverständnis wie so etwas überhaupt zustande kommt und manchmal auch nur zu unserer höchst persönlichen Belustigung…

Unserer Erfahrung mit Danhaus war (und ist noch immer) durchaus positiv: Sämtliche Überraschungen, und davon gab es auch bei uns nicht wenige, wurden ausnahmslos zu unserer Zufriedenheit gelöst. Unser Bauleiter versteht seine Arbeit und gibt den Danhaus Bauherren auch das Gefühl für den Bauherren und nicht gegen ihn zu arbeiten. Der Umgang mit den Kunden seitens Danhaus, egal ob im Verkauf, Verhandlung, Planung und Durchführung war stets absolut zuvorkommend. Die Arbeiter haben ordentlich gearbeitet und die Baustelle im sauber verlassen. Nacharbeiten wurden anstandslos durchgeführt, und der Geschäftsführer unterschreibt seine Briefe persönlich!

Also, das Haus im Bericht ist wohl kein Danhaus.  Das hat dann auch eine Rückfrage bei Danhaus ergeben…

 

Die Sache mit den Fliesen

Vor fast einem Jahr (Kinder wie die Zeit vergeht) haben wir uns bereits mit dem Thema Fliesen beschäftigt und recht schnell unsere Traumfliese gefunden.

Diese wurden auch 1 Monat vor dem geplanten Termin bestellt, kamen aber erst 2 Monate später an.
Designerfliesen aus Italien -> wollte ja die Bauherrin so ….
Lieder wurde bei der Bestellung nicht dazugeschrieben:

Achten sie darauf, dass die Fliesen extra aus Italien kommen und die dazugehörigen Randfliesen nicht fertig geschnitten kommen sondern erst in Deutschland von einem Fachwerk zugeschnitten werden ….

Gut irgendwann waren sie ja dann auch mal da…. die Fliesen. Denn die Randfliesen haben noch mal 3 Wochen länger gedauert. Mussten ja schließlich erst zugeschnitten werden und das Werk hatte zwischendrin auch noch Urlaub.

Auf dieses Thema war ich die letzen Wochen wirklich nicht gut zu sprechen…

Während wir nun also auf die Randfliesen noch warten musste, wurden die Bodenfliesen vom Weltbesten Fliesenleger verlegt 🙂 -> meinem Schwiegerpapa.

Cerdomus Ceramiche Cerdomus Ceramiche

Cerdomus Ceramiche

Nach dem verfliesen muss natürlich noch verfugt werden. Leichter gesagt als getan.
Denn hier kommt die Frage der Fragen: Welche Farbe sollen denn die Fugen haben?

Für mich als Bauherrin stand fest: Beige! Sonst fällt es ja sofort auf!

Also fährt Mann mit Frau in den Baufachhandel und lässt sich beraten. Als erstes wurde eine dunkelgraue Fuge neben die Fliese gelegt und der Verkäufer war sofort begeistert. Und meinte: „Er würde uns diese Farbe empfehlen. Wenn die Fugen mit der Zeit schmutzig werden, sieht man den Unterschied kaum.
Darauf hin habe ich diese dunkelgraue Ungetüm weggeschoben und nur gesagt: „Nein.“
Habe mir die beige Fuge genommen und nebenan gelegt und war direkt hin und weg.
Darauf hin haben mich aber der Verkäufer und mein Mann angeschaut und beide mit dem Kopf geschüttelt. „Wenn die Fuge mal dreckig wird, wird sich der Ton in ein dunkles Braun verändern. Das sieht dann nix aus“.
Als letzte Variante wurde uns ein Hellgrau vorgeschlagen. Wovon ich aber auch nicht begeistert war.

Also entschloss ich die Sache selbst in die Hand zu nehmen und einfach zu testen wie es denn so aussähe wenn.

Man nehme:

  1. Eine alte Platte und ein paar Fliesenstücke und klebe sie zusammenIMG_4898
  2. Fugenbunt in Beige und Dunkelbraun bzw. Hellgrau und Dunkelgrau
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  3. Das ganze wird dann quasi verfugt.
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Jetzt kann auch Frau sich das ganze Vorstellen 🙂 Ich habe mich dann doch für hellgrau entschieden. Es war am angenehmsten von den Farben und auch der Unterschied (im schlimmsten Fall eben Dunkelgrau) war am erträglichsten. Und auf der Fläche sieht es dann so aus:

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Also ich bin richtig Glücklich mit der Entscheidung die ich so nicht getroffen hätte ohne den Selbsttest.

Also, falls Ihr euch unsicher seid: Testet es aus! Ich finde das Anlegen von Fugenstückchen noch lange nicht so aussagekräftig wie das Probefugen.

Cerdomus Ceramiche

P.S. Die Randfliesen sehen übrigens so aus:

Cerdomus Ceramiche Randfliesen Cerdomus Ceramiche Randfliesen Cerdomus Ceramiche Randfliesen

Oben sind sie schön abgerundet. Hat sich also gelohnt zu warten <3

Die Standbatterie

Heute haben wir endlich unseren Wanneneinlauf montiert: Eine AQA Standbatterie der Firma Kronenbach. Das Bodenteil hatten wir ja bereits während des zweiten Montagetermins der Firma Müller montiert, weswegen der Karton der Armatur bereits seit Monaten immer wieder im Weg stand. Daran sollte man denken, wenn man solche Bauteile mit Danhaus verbauen möchte: Frühzeitig mit Müller die Machbarkeit klären und das Material entweder direkt über Müller besorgen lassen oder dafür Sorge tragen, dass die Armaturen und Bauteile zu den betreffenden Montageterminen vor Ort sind. Bei uns hatte beides ohne Probleme perfekt geklappt.

hus23_montage_standbatterieNachdem die Anschlüsse montiert waren, konnte wie die Standbatterie auf dem Bodenteil verschrauben. Bisher hatten wir Zweifel, ob die Montage des Bodenteils mit den Holzplatten am Boden und dem schwimmenden Estrich ohne Probleme machbar ist. Wir hatten vor den Verlegen der Fliesen  mit etwas Schnellzement nachgeholfen, um der ganzen Sache mehr Stabilität zu verschaffen.

hus23_festgeschraubt Verschraubt wird die Standbatterie nicht direkt im Boden, sondern mit dem Montageteil. Leider hatten wir hier das Problem, das sich die Rohre aus dem Bodenteils nicht sofort in das Standrohr einführen ließen, was sich jedoch durch etwas Ruckeln und der angemessenen Portion (Nach-) Druck beheben lies. Kronnenbach AQA StandbatterieJetzt können wir auch endlich unserer Badewanne bestellen…

IKEA Hack – Storjorm 2.0

Eigentlich wollten wir bereits vor einigen Tagen die Endmontage in unserem Bad durchführen. Auf dem Programm stand die IKEA Kombination Odensvik Waschbecken, Godmorgon Unterschrank und der beleuchtete Spiegelschrank Storjorm. Wir hatten von Elku hierfür extra einen Wandauslass legen lassen.

Leider sind wir dabei davon ausgegangen, dass sich Sotrjorm bei dem stolzen Preis von 250 Euro wie unser bisheriger Spiegelschrank schalten lässt – also an oder im Spiegelschrank – was sich allerdings als Irrtum herausstellen sollte.

Aber zurück zum Anfang: Schon bei der Montage des Unterschranks waren wir mit den gleichen Problem wie im Gäste WC konfrontiert: Die Querstrebe im Schrank liegt auf der selben Höhe wie die Eckventiele an der Wand. Frei nach dem Motto „Was nicht passt wird passend gemacht“ haben wir also wieder den Lochbohrer angeworfen und unserem Schrank ein Upgrade verpasst.

Was nicht passt wird passend gemacht... Gesagt, gesägt, konnten wir kurz danach unseren maßgeschneiderten Godmorgon Schrank an die Wand tackern.

Odensvok maßgeschneidertAuch das Godmorgon Waschbecken war schnell montiert. Im ersten Schritt mittels Silikon auf dem Unterschrank verklebt, konnten wir am Folgetag die Silikonfuge zur Wand setzen.

OdensvikBei der Montage unserer Spiegelschranks wurde uns dann bewusst, dass wir den Wandauslass nicht unter Dauerstrom setzen lassen dürfen, um die LED-Beleuchtung des Spiegelschranks schalten zu können.

Zum Lösen des Problem haben wir uns für ein IKEA Hack entschieden: eine Mira ES4 bzw. Thebo ST Steckerleiste mit Schalter. Der Schlater ist mit knapp 50 € nicht gerade günstig, passt aber mit den Abmessungen perfekt in de Schrank und wirkt durch das Edelstahlgehäuse wesentlich hochwertiger als günstige Kunststoffvarianten.

Unserer Mira ES4 SteckerleisteDie Steckleriste kam mit jeweils 1,50 Meter Kabel. Eine dreiadrige Zuleitung und einem zweiadrigen Kabel für ein Licht. Beide Kabel mussten wir kürzen und die Enden mit einer Crimpzange mit Hülsten versehen, da es sich bei beiden Kabeln um Flexkabel handelt. Um das Handicap einige Stufen hoch zu schrauben, schien es, als ob derzeit einfach alle ein ähnliches Problem hatten. So gab es in sämtlichen im Umkreis liegenden Baumärkten nur noch einige einzige Crimpzange.

Die letzte Crimpzange weit und breit...Zwei Löcher in der Rückwand und mit dem Boden des Schrankes verschraubt, haben wir die die Kabel soweit möglich in, auf der Rückwand angebrachten, Kabelkanälen untergebracht.

Montage der SteckerleisteDas Kabel den Lichtschalters haben wir dann direkt an den Trafo der LEDs angeschlossen – und haben somit einen schaltbaren Spiegelschrank.

Der geschaltete LED-TrafoZwei Steckdosen im Schrank und ein Schalter für die LED Beleuchtung: Bei den Maßen des Spiegelschrankes trauert man überdies dem verlorenen Platz nicht allzu viel nach. Die Ecksteckdosen ermöglichen es auch im recht flachen Schrank ohne Probleme bei eingesteckten Steckern die Türen zu schließen, so dass Zahnbürste oder andere Akkugeräte zum Laden im Schrank verstaut werden können.

Der ferti gepimpte Storjorm SchrankFertig montiert, verkabelt und an der Wand verschraubt kann sich das Endergebnis dann durchaus sehen lassen…

Storjorm 2.0