Hausfastanschlüsse

Heute ging das gestrige Fiasko rund um unsere Hausanschlüsse in die zweite Runde. Nachdem die Monteure der Firma KabelBW bzw. Unitymedia es gestern nicht mehr auf die Baustelle geschafft hatten, klingelte bereits um viertel vor Sieben das Telefon. Die Haustüre sei verschlossen. Wieder einmal vorausahnend war der Bauherr schon auf dem Weg, so dass die Monteure nur zehn Minuten warten mussten. Die Außenarbeiten waren bereits abgeschlossen und es musste lediglich der Übergabepunkt im Haus installiert werden.

Der Unitymedia ÜbergabepunktAuch unser Elektromonteur kam und führte das Kabel der Deutschen Telekom in das Haus. 400 Euro für ein Kabel ist ein stolzer Preis, den die Telekom hier für ein ungenutztes Kabel verlangt.

Leider mussten wir auch heute wieder wegen einer Störung warten. Diesmal mussten die Stadtwerke ausrücken um einen Rohrbruch im Nachbarort zu beheben. Anstelle 10 Uhr wurde es 13 Uhr – ungewollte Wartezeit für die Tiefarbeiter, die bereits seit dem Tag zuvor den Graben wieder zuschütten wollten.

Nachdem die Arbeiten im Hauswirtschaftsraum abgeschlossen waren, sollte nur noch das Rohr im Außenbereich angeschlossen werden.

Unsere WasseruhrWir wir bereits die vergangenen zwei Tage gelernt haben, schlägt Murphy’s Law immer dann zu, wenn man es am wenigsten erwartet. Anstelle die Arbeiten zum Abschluss zubringen, wurde festgestellt, das das verlegte Wasserrohr einen anderen Außendurchschnitt aufweist, als das in der Trasse verlegte Wasserrohr. Es wäre wohl zu einfach gewesen. Da es wohl auch keine passenden Adapter zur Reduzierung gibt, muss das Rohr wohl am morgigen Tag abgeschabt werden.  Der Bagger, der zwischenzeitlich zum fünften Mal ans Grundstück geschafft wurde, fand zumindest für einen Teil der Trasse Einsatz: Bis auf den Übergabepunkt konnte der Graben verschlossen werden.

hus23_rohr_nicht_gleich_rohrDer Rest soll wohl morgen erledigt werden. Es bleibt also spannend…

Das koordinierte Hausanschlussdesaster

Wenn wir in den vergangenen Monaten eines gelernt haben, dann ist es Ruhe zu bewahren. Auf dem Bau passieren einfach zu viele Dinge gleichzeitig und gehen gleichzeitig schief, als dass es lohnenswert wäre, sich darüber aufzuregen.

Heute war beispielsweise das koordinierte Verlegen der Hausanschlüsse geplant. Der Plan sieht so aus: Mehrsparte reparieren, Graben ausheben, Wasserzuleitung verlegen, auffüllen, Telekom, Breitband und Strom verlegen, Graben zuschütten.

Nach kurzer Durchsprache der Trassenführung wurde dann auch schon los gebaggert.

Es geht los... Die Hausanschlüsse kommen...Denn, wie vereinbart standen die Monteure der Elektrofirma um Punkt 8 Uhr vor der Tür. In weiser Vorahnung, hatte der Bauherr schon einmal Urlaub beantragt und war auf dem Weg zur Baustelle. Keine Minute zu früh.

Knappe 15-20 Meter kämpfte sich der Bagger auf eine Tiefe von 1,20 Metern durch den fiesen Schluff.

Die HausanschlusstrasseLeider liegt unser Technikraum auf der entgegengesetzten Seite der Übergabepunkte. Die Entfernung wird sich also vermutlich in der Abrechnung der Erarbeiten widerspiegeln.

Einmal quer durch's GemüsebeetKaum war der Graben ausgehoben, fing der Spaß aber erst so richtig an. Unser Monteur musste nun leider zu einer Störung. Bevor er los musste, lies er es sich nicht nehmen, die für teures Geld erstandene Verlängerung der Mehrspartenhauseinführung zu montieren.

FUBE - MSHObwohl für Nachmittags bereits eine zweite Störung angekündigt war (ja, bei uns sind Störungen wohl planbar), kam er nochmals vorbei und stellte zumindest den Hausanschluss für den Strom fertig.

Hurra! wir haben Strom!Da Strom als auch Deutsche Telekom bei uns von einem einzigen Dienstleister verlegt werden, blieb der Telekom Anschluss heute aufgrund der zweiten Störung im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Hier wird der Monteur morgen den Anschluss fertig stellen.

Auch der lang ersehnte Wasseranschluss bleibt auf der Strecke. Mangels Personal konnte sich ein Mitarbeiter der Stadtwerke lediglich über die geplante Position der Wasseruhr und die Position der Einführung in der Mehrsparte erkundigen, bevor auch er wieder los musste. Auch hier soll der Anschluss erst morgen erfolgen.

Da Unitymedia oder Kabel BW zwischenzeitlich bei der Verlegung der Hausanschlüsse nicht mehr mit Netze BW kooperiert, wird hier ein eigener Dienstleister beauftragt. Natürlich handelt es sich nicht um die Firma, die auch alle anderen Anschlüsse herstellt. Das wäre ja zu einfach gewesen. Diesen zu koordinieren ist nun Bauherrensache.

Bereits die Nachfrage nach dem Bearbeitungsstand vergangene Woche bei Unitymedia hatte wenig Vertrauen geschaffen. Man hätte zwar einen Dienstleister beauftragt, aber wüsste nicht welchen. Zum Glück hatte dieser sich noch kurzfristig gemeldet, und nach dem Verlegungstermin erkundigt. Nachdem heute jedoch zur Mittagszeit noch niemand zu sehen war, musste wieder einmal der Bauherr das Telefon schwingen. Man hätte den Auftrag notiert, und die Details stünden auf dem Zettel, man wüsste jedoch nicht, ob der Monteur diesen gelesen hatte. Willkommen im digitalen Zeitalter, denken sich Bauherr und Bauherrin dabei nur… Leider wusste der Monteur nichts von seinem Glück, als dass auch er am kommenden Morgen erst seinen Dient verrichten wird.

Alles in allem war dies wieder ein ernüchternder Termin. Inzwischen sehen wir dem ganzen jedoch gelassen entgegen. Irgendwie wird es schon klappen. Irgendwie klappt es ja immer. Am Ende kostet es doch nur wieder einen Tag Urlaub… Inzwischen sind die Telefonkosten so hoch, dass sich der Wechsel in einen neuen Tarifvertrag des Mobilfunkproviders für den Bauherren gerechnet hat. Auch das kostet etwas mehr. Aber Nerven, Nerven kostet das Ganze nicht mehr…

 

 

Der Papierzweifrontenkrieg

Der Papierkrieg geht weiter, zum einen haben wir von Danhaus Post bekommen: eine To-Do Liste mit offenen Punkten.

To-To-Liste 1Im Detail gibt es darin folgende Aufgaben, teilweise von Danhaus, teilweise vom Bauherren (mit Verkaufsberater) zu erledigen:

  1. Bauantrag einreichen
  2. Nachricht an Danhaus wenn Bauantrag eingereicht
  3. Termin Ausstattungsbemusterung
  4. Ausstattungs-Detail-Checklisten an Danhaus
  5. Termin Sanitär- und Fliesenbemusterung
  6. Küchenzeichnungen an Danhaus
  7. Angaben zu Boden- und Wandbelägen an Danhaus
  8. Finanzierungsbestätigung klären
  9. Versicherungsnachweis klären
  10. Abruf Vorplanung
  11. Überprüfung Vorplanung
  12. Baugenehmigung (Original) an Danhaus

Gleichzeitig haben wir ja bereits von der Stadt die Aufgabe erhalten, binnen 14 Tagen sämtliche Anträge zur „Ver- und Entwässerung“ einzureichen. Hier tut sich im Papierkrieg demnach eine zweite Front auf. Teilweise waren Unterlagen bereits dem Bauantrag beigefügt. Wir werden vorsichtshalber nochmals den kompletten Antrag ausfüllen, Anlagen zusammen sammeln und bei den Stadtwerken einreichen.

Zwischenzeitlich wurde auch klar was in dem ursprünglichen Schreiben „nach §8 i.V.m. § 2 (1) Nr. 4 LBOVVO“ gemeint war: Zunächst handelt es sich um die Verordnung der Landesregierung, des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur und des Umweltministeriums über das baurechtliche Verfahren. Ausgesprochen bedeutet der Hinweis im Übrigen „nach Paragraph 8 in Verbindung mit Paragraph 2 Absatz 1 Nummer 4“ der oben genannten Verordnung ist irgend einer Art Folge zu leisten. Der zweite Teil basiert zunächst auf dem § 2

§ 2 Bauvorlagen in Genehmigungsverfahren
(1) In Genehmigungsverfahren hat der Bauherr dem Bauantrag nach Maßgabe der folgenden
Vorschriften als Bauvorlagen beizufügen:
4. die Darstellung der Grundstücksentwässerung ( § 8),


Die in Satz 1 Nr. 4 bis 6 genannten Bauvorlagen mit Ausnahme der Erklärung zum Standsicherheitsnachweis können nachgereicht werden; sie sind der Baurechtsbehörde vor Baubeginn vorzulegen. Die Darstellung der Grundstücksentwässerung und die bautechnischen Nachweise sind so rechtzeitig vorzulegen, dass sie noch vor Baubeginn geprüft werden können.

und der erste auf dem § 8

§ 8 Darstellung der Grundstücksentwässerung
(1) Wenn nicht an eine öffentliche Kanalisation angeschlossen wird, sind Anlagen zur Beseitigung des Abwassers und des Niederschlagswassers in einem Entwässerungsplan im Maßstab 1:500 darzustellen. Der Plan muss enthalten:
1. die Führung der vorhandenen und geplanten Leitungen außerhalb der Gebäude   mit Schächten und Abscheidern,
2. die Lage der vorhandenen und geplanten Kleinkläranlagen, Gruben und ähnlichen Einrichtungen. Kleinkläranlagen, Gruben und ähnliche Einrichtungen sind, soweit erforderlich, durch besondere Bauzeichnungen darzustellen.
(2) Bei Anschluss an eine öffentliche Kanalisation sind darzustellen:
1. Lage, Abmessung, Gefälle der öffentlichen Kanalisation sowie die Sohlenhöhe und
Einlaufhöhe an der Anschlussstelle,
2. Lage, Querschnitte, Gefälle und Höhe der Anschlusskanäle.
(3) Über die Absätze 1 und 2 hinaus sind darzustellen:
1. die Lage der vorhandenen und geplanten Brunnen,
2. die Lage der vorhandenen und geplanten Anlagen zur Reinigung oder
Vorbehandlung von Abwasser unter Angabe des Fassungsvermögens,
3. besondere Anlagen zur Löschwasserversorgung.

Von 3-facher Ausfertigung konnten wir in den genannten Paragraphen nichts finden, aber wir werden die Kopien der Entwässerungspläne einfach nachreichen. Dummerweise liegen alle Pläne im Maßstab 1:100 vor, weshalb wir uns hier nochmal an unseren Architekten wenden müssen…

Die Mär vom Mähen

Gestern kam Nachricht von unserem zukünftigen Nachbar: Die Stadt hat die stadteigenen Grundstücke gemäht. Super Nachricht, denn das Gras auf unserem zukünftigen Grund hat bereits eine Höhe von gefühlten 2 Metern erreicht und bei der anhaltenden Trockenheit sind Steppenbrände nicht auszuschließen… Die Stadt hat gemäht, das war die gute Nachricht, alles außer untererem zukünftigen Grund, das war die Schlechte. Schließlich erfreut sich in unserer Familie nur ein Familienmitglied an der üppigen Flora. Hohes Gras? Super Versteck!

Hohes Gras? Super Versteck!Kurzerhand haben wir uns also direkt bei den Stadtwerken gemeldet. Anscheinend ging man davon aus, der Grund sei schon verkauft und der neue Eigentümer kümmert sich darum. Ganz schön frech könnte man denken. Leider ist der Notartermin erst in knappen vier Wochen und somit liegen Rechte und Pflichten noch immer bei der Gemeinde. Wie sonst auch, war man aber auch bei den Stadtwerken sehr freundlich und hat zugesagt sich darum zu kümmern.

Update 20.06.2014

Kurz vor Feierabend hat uns der Vorarbeiter der Stadtwerke angerufderweil Grundstück wird kommende Woche noch gemäht. Man hätte vom Liegenschaftsamt lediglich die Liste der verkauften Grundstücke erhalten – aber nicht wann sich der Besitzer ändert. Wunderbare Nachrichten, und ein tolles Beispiel, dass es funktionierende Gemeinden gibt. Unsere neuen Nachbarn wird es auf jeden Fall auch freuen.