Die Sache mit der Garage

Seit gut drei Wochen steht nun die Garage. Und da wo sie steht, da steht sie gut. Allerdings ist seit der Anlieferung nicht viel passiert. Aus dem Technikraum galt es noch das extra von Elku geliefert Stromkabel bis in die Garage zu ziehen. Wir hatten uns dafür entschieden ein 100er KG Rohr zu verlegen, dass bis kurz vor das Garagenfundament gelegt wurde. Darum hatte sich unser Erdarbeiter gekümmert. Elku wiederum hat uns im Technikraum ein 20 Meter langes Erdkabel geliefert, das es daraufhin einzuziehen galt.

GaragenanschlussFür die zwei Meter Graben und das verlegen der restlichen KG Rohre im verdichteten Schotter haben wir fast einen ganzen Tag benötigt. Am einfachsten lässt sich das Material mit einem Schlagbohrer oder einer Hilti auflockern. Für das Kabel selbst war eine Einführung im Boden der Garage vorgesehen, durch die wir das Kabel ziehen konnten.

Nachdem das Versorgungskabel angeschlossen war, galt es noch die einzelnen Gebäudeteile zu verbinden. Hierzu wurde bei der Lieferung bereits Kabel gezogen. Allerdings dürfen die Monteure die Anschlüsse nicht mehr vornehmen. Seit diversen (wohl durch Bauherren verursachten) Unfällen muss dies nun immer bauseits erfolgen. Hier scheint es wohl, dass der eine oder andere Bauherr den Garagenanschluss unter Starkstrom gesetzt hat.

Verkabelung in der GarageNachdem alle Gebäudeteile angeschlossen waren, konnten wir es kaum erwarte endlich die Garagentore zu öffnen. Allerdings löste unser FI-Schutzschalter unverzüglich aus, nachdem der Sicherungsautomat eingelegt war.

Dem Bauherr, seinerseits Ingenieur, blieb nun nichts anderes übrig als Reverse-Engineering zu betreiben und eine systematische Fehleranalyse durchzuführen. So war schnell der Übeltäter gefunden: Im dritten Gebäudeteil, im Anbauteil scheinte der Fehler zu liegen.

Der VerbrauchertestDenn bei der Montage eines Verbrauchers anstelle des Gebäudeteils  löste der FI-Schutzschalter nicht aus. Also heißt es alle Verbraucher prüfen, die im Anbauteil installiert sind.  Zum Glück gibt es hier lediglich Steckdose, Licht und Schalter. Da war die Ursache schnell gefunden. Bei der werksseitigen Montage  wurde wohl ein Nulleiter eingeklemmt. Das erklärt natürlich den Fehlstrom. Allerdings muss man schon genau hinschauen um den Defekt zu finden.

Der KabeldefektNach der Behebung der Ursache mittels Kürzen des Kabels klappt nun auch die Sache mit dem Strom und wir können das erste Mal die Aussicht aus der Garage genießen.    Unserer Aussicht aus der Garage

Die Garagenlieferung

Vor einigen Tagen war es so weit. Unsere lange ersehnten Grötz Garagen wurden geliefert – oder eher mit dem Hubwagen eingeflogen. Wie vereinbart standen kurz nach 9 Uhr  zwei LKWs mit Anhänger vor der Tür und haben direkt mit dem Abladen der Garagen begonnen.

GaragenlandungDas ganze lief dabei sehr routiniert und unheimlich unspektakulär ab. Was das angeht, war die Entscheidung für eine Fertiggarage wohl die Richtige. Dass die Fundamente direkt vom Lieferanten gefertigt waren, hat hierzu wohl ein wenig beigetragen.

Alle Gebäudeteile wurden mit dem – immens großen – Hubwagen abgeladen. Die erste Garage wurde direkt auf dem Hubwagen geliefert, die beiden anderen Gebäudeteile wurden dann vom LKW abgeladen.

Lieferung des AnbauteilsInsgesamt war die ganze Aktion innerhalb von zwei Stunden über die Bühne gebracht. Am meisten hat uns dabei lediglich gewundert, dass der Hubwagen nicht nach hinten über gekippt ist… Aber das war schon das einzige aufregende an diesem Tag.

Hubwagen mit GarageZwischen den Gebäudeteilen wurden noch die Kabel für die Stromversorgung gezogen, das Dach abgedichtet, die Garagentore eingestellt und die Unterlagen und der Schlüssel übergeben.

Alles in allem hatten wir uns die Garagenlieferung etwas emotionaler vorgestellt. Nach Monaten auf der Baustelle scheint man allerdings so etwas eher gelassen zu nehmen. Ungefähr wie eine Lieferung von Ikea. Nur eben, dass man nicht selbst aufbauen muss…

 

 

 

 

Garagenfundament und Grenzbefestigung

Nachdem für Kalenderwoche 35 unserer Garagenlieferung geplant war, galt es noch kurzfristig die Grenzbefestigung und das Garagenfundament fertig zu stellen. Da die Zeit knapp war, haben wir die Grenzbefestigung durch die Firma Grötz durchführen lassen. Der Vorschlag wurde uns bei der Vermessung des Fundaments unterbreitet.

Vermessung und GrobabsteckungDie Vermessung und Grobabsteckung fand bereits vor zwei Wochen statt. Eine Woche später standen schon weitere 20 Tonnen Mauerscheiben und tonnenweise Beton bereit. Insgesamt wurde drei Tage an der Stützmauer gearbeitet. Graben ausheben, Beton einfüllen, Mauerscheiben setzen. Klingt einfach, ist es aber nicht.

StützmauerfundamentgrabenUm das Gefälle zu überwinden, wurden die Mauerscheiben getreppt gesetzt.

Mauerscheiben, Mauerscheiben und noch mehr Mauerscheiben Nach einem Tag Zeit für den Beton, wurde letztendlich auf das Fundament für die Garagen vorbereitet und gegossen. Wir hatten bereits von unserem Erdarbeiter das Leerrohr für die Regenanschlüsse legen, lassen, so dass es hier zur Freude unseres Baukontos nur wenig Grabarbeiten gab.

Fundamentarbeiten

Am Ende wurden neben mehreren Tonnen Beton auch einige Meter an Eisenarmierung im Boden versenkt, damit die Garagen später auf einem stabilen Fundament sitzen… Das Garagenfundament

Grötz lässt grüßen – die zweite Abschlagszahlung

Das neue Jahr ist erst vier Wochen alt, da lässt es sich auch die Firma Grötz nicht nehmen, eine zweite Abschlagszahlung einzufordern. Neuer Sachbearbeitern, 25% höhere Kosten – da war die Verwirrung erst einmal groß. Also haben wir die Unterlagen mit der ursprünglichen Auftragsbestätigung verglichen. Die Prüfung ergibt: Es ist alles korrekt, denn wir lassen die Gründung der Garagen durch die Firma Grötz durchführen. Auch von diesen Kosten gilt es die ursprünglich vereinbarten 40% bereits im Voraus zu begleichen.

Grötz - Zweite AbschlagszahlungDem Herzinfarkt ein Schritt näher, und 2.000 € ärmer geht es also weiter – zumindest auf dem Papier. Die meisten Kredite können nur in wenigen Teilbeträgen ausbezahlt werden. Da tut es gut, ähnlich wie bei uns, einige Reserven für den Bau auf einem Tagesgeldkonto vorrätig zu haben. Dadurch ziehen solche Überraschungen nicht allzu große bürokratische Konsequenzen nach sich…