4. Abschlagsrechnung

Heute war es endlich so weit, erneut ein Brief von Danhaus, die lang erwarteten nächsten Abschlagsrechnungen. Der voraussichtliche Richttermin steht, zwei Wochen eher als ursprünglich angekündigt. Fudamentierung und Richtung werden bei uns nun recht nahe bei einander liegen. Daher erhalten wir gleich beide Rechnungen zusammen. Einmal 10% und einmal 60% der Gesamtsumme gemäß dem vereinbarten Zahlungsplan.

Danhaus 4. AbschlagsrechnungInzwischen sieht man den (geplanten) Rechnungen dann doch eher gelassen entgegen. Mehr Gedanken macht man sich dann nun doch noch um alles, was noch so kommen mag, beispielsweise ungeplante Mehrkosten an den Außenanlagen, die sich am Horizont abzeichnen.

Alles in allem können wir das Ganze jedoch recht entspannt angehen. Allerdings stellen wir uns immer öfters die Frage, wie es Bauherren schaffen, die sehr sehr knapp kalkuliert haben. In so einem Fall geht wohl nichts an einer Nachfinanzierung vorbei. Ein Weg, der uns (hoffentlich) erspart bleibt…

Die Woche bisher – Es wird stressig

Bauen oder eher die Bauvorbereitung scheint aus wochenlangem Warten und Momenten absoluter Hektik zu bestehen. So stand diese Woche unser Telefon kaum still.

Unser euer Bauleiter ist nun wieder unser ursprünglicher Bauleiter.  Hier hatten wir Glück, dass wir den ursprünglich von Danhaus mitgeteilten Wechsel nicht beim Bauamt angezeigt hatten.

Unser Bauleiter hat uns angesprochen wie weit wir mit der Firma Göllner für die Bodenplatte sind. Gute Frage, daher hat unser Bauleiter einen Termin für Ende Februar mit Bodenarbeiter und der Firma Göllner angefragt. Irgendwie finden wir es gut, dass die beteiligten Partien direkt miteinander sprechen und wir nicht Stille Post spielen. Auch unser Erdarbeiter hat zwischenzeitlich an uns gedacht.

Die Firma Clayton hat sich gemeldet und mitgeteilt, dass das kurzfristig benötigte Bodengutachten innerhalb einer Woche fertiggestellt werden kann. Für dieses Entgegenkommen berechnet Clayton 25% des Pauschalpreises. Aber selbst so ist Calyton noch um die Hälfte günstiger als alle anderen Angebote. Wir erwarten hier keine Überraschungen und haben daher kurzfristig zugesagt.

Auch Danhaus hat sich nochmals gemeldet, die lang ersehnte und inzwischen überfällige Darlehensabtretung lag noch nicht vor. Die Bank wollte noch Unterschriften für eine sogenannte unwiderrufliche Überweisungsanweisung. Danhaus sichert sich mit der Abtretung bei der Bank ab, dass auf jeden Fall bezahlt wird. Die Bank sichert sich so bei uns ab, dass wir es uns doch nicht anders überlegen. Positiv bleibt zu erwähnen: Das ganze Verfahren einschließlich der Abtretung wird uns nicht berechnet. Manche Banken verlangen hierfür eine Gebühr. Sich frühzeitig erkundigen hilft hier den angehenden Bauherren. Nach geleisteter Unterschrift konnten wir die Abtretung an Danhaus faxen und dem geplanten Richttermin steht nichts mehr im Weg.

Beim lokalen Elektrik haben wir bereits angefragt einen Baustromkasten zu mieten. Das klappt wohl ohne weitere Probleme.

Kurz darauf hat sich die Fa. Elku aus Berlin gemeldet und uns das weitere Verfahren erläutert. Elku geht dazu einen kleinen Fragenkatalog durch um sich ein erstes Bild zu verschaffen. Da wir uns schon viele Gedanken über der Elektrikanalge gemacht hatten, konnten wir unserer Pläne noch am selben Abend zusenden. Keine zwei Arbeitstage später lag uns unser Angebot vor: Danhaus hat tatsächliche einen großen Leistungsumfang, und dennoch sind wir bei 4.500 € Zusatzkosten gelandet. In unserer Kalkulation sind ursprünglich 3.000 € für diese Position eingeflossen. Da wir uns noch ein Angebot für Einbausports und eine SAT-Anlage haben erstellen lassen, wurde die Position entsprechend größer. Beide Punkte hatten wir ursprünglich als Eigenleistung geplant. Elku hat noch einige Zusätze eingeplant, von denen uns einige zusagen, andere nicht. Neben den Einbauspots werden wir nun sämtliche Arbeiten von Elku durchführen lassen und den ersten Entwurf entsprechend erweitert. Obwohl die Summe zunächst recht hoch erscheint, sind die Einzeplositionen preislich weit unter dem, was wir ursprünglich angenommen – oder besser befürchtet – hatten.

German PV wird unserer Solaranlage installieren. Da wir zukünftig eine Erweiterung  der PV-Anlage auf unserer Garage in Betracht ziehen, habe wir uns über die Möglichkeit erkundigt. Benötigt wird lediglich ein Leerrohr für die Rückführung der Kabel und ein entsprechender Platz für den zusätzlichen Wechselrichter. Elku haben wir diese Pläne ebenfalls mitgeteilt – das Leerohr zu späteren Einziehen der Kabel als auch die Stromzuführung zur Garage wird von Elku direkt mit ausgeführt.

Am Ende versucht Danhaus noch den vom Bauamt vorgeschriebenen Auflagen nachzukommen. Hier hat das Bauamt von uns den Nachweis nach §10 LBOVVO vor Baufreigabe verlangt. Hier herrscht wohl Verwirrung, wurde versucht die Bestätigung nach §10 EEWärmeG von der Firma Acalor zu erhalten. Diese kann jedoch erst nach Fertigstellung/Übergabe ausgestellt werden. Somit haben wir selbst die Gesetze gewälzt, denn das Baurechtsamt hat uns folgende Einschränkung auferlegt

Die bautechnische Bestätigung nach § 10 Abs. 2 der Verfahrensordnung zur Landesbauordnung -LBOVVO- ist vor Erteilung der Baufreigabe vorzulegen.

Darin steht wiederum

(2) In Genehmigungsverfahren, die nicht unter Absatz 1 fallen, ist eine Erklärung nach Absatz 1 abzugeben, wenn die Voraussetzungen für den Wegfall der bautechnischen Prüfung nach § 18 vorliegen.

Tatsächlich wird auch der Nachweis nach §10 EEWärmeG gefordert. Allerdings nicht vor Baufreigabe.

(G2241) Über die Erfüllung bzw. ersatzweise Erfüllung der Nutzungspflicht nach dem Erneu- erbaren-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) ist der unteren Baurechtsbehörde der Nachweis eines Sachkundigen bzw. Brennstofflieferanten oder Wärmenetzbetreibers ent- sprechend §10 EEWärmeG vorzulegen. Hierzu verweisen wir auf das beiliegende Merkblatt zum Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).

Bei so vielen §§ 10 kann man tatsächlich schnell den Überblick verlieren…

Am Ende erhielten wir noch Post von Danhaus mit einem Stapel an Dokumenten um der staatlich geforderten Bürokratie gerecht zu werden: Baubeginnsanzeige (unserer Meinung nach kein gutes deutsches Wort) und eine Reihe weitere bereits ausgefüllter Dokumente, die vor den entsprechenden Bauphasen bzw. Abschlüssen an das Bauamt übersendet werden müssen. Glücklicherweise wird uns unser Bauleiter dabei unterstützen, das richtige Dokument zum richtigen Zeitpunkt einzureichen…

Grötz lässt grüßen – die zweite Abschlagszahlung

Das neue Jahr ist erst vier Wochen alt, da lässt es sich auch die Firma Grötz nicht nehmen, eine zweite Abschlagszahlung einzufordern. Neuer Sachbearbeitern, 25% höhere Kosten – da war die Verwirrung erst einmal groß. Also haben wir die Unterlagen mit der ursprünglichen Auftragsbestätigung verglichen. Die Prüfung ergibt: Es ist alles korrekt, denn wir lassen die Gründung der Garagen durch die Firma Grötz durchführen. Auch von diesen Kosten gilt es die ursprünglich vereinbarten 40% bereits im Voraus zu begleichen.

Grötz - Zweite AbschlagszahlungDem Herzinfarkt ein Schritt näher, und 2.000 € ärmer geht es also weiter – zumindest auf dem Papier. Die meisten Kredite können nur in wenigen Teilbeträgen ausbezahlt werden. Da tut es gut, ähnlich wie bei uns, einige Reserven für den Bau auf einem Tagesgeldkonto vorrätig zu haben. Dadurch ziehen solche Überraschungen nicht allzu große bürokratische Konsequenzen nach sich…

Die ersten Jahreskontoauszüge

Diese Woche kamen die ersten Jahreskontoauszüge unserer Bank bei uns an.

Bei unser Finanzierung konnten wir erreichen, dass bei nahezu  allen Teilkrediten keine Bereitstellungs- bzw. Bereithaltungszinsen fällig werden. Die einzige Ausnahme stellen die KfW-Kredite dar, bei denen vom ersten Tag an Zinszahlungen anfielen, ohne das die Kredite abgerufen waren. Anstelle der geplanten 2.500 € fielen somit lediglich 1.070 €  Zinszahlungen im ersten Jahr an, davon 550 € Bereitstellungszinsen.

Hus 23 - Jahreskontoauszüge 2014Weitere Zinszahlungen wurden bereits fällig, da sowohl für die geplante Garage als ach für die ersten beiden Abschlagszahlungen Darlehensauszahlungen angefordert wurden.

ToDo Liste II – Post von Danhaus

Inzwischen liegt die Baugenehmigung bei Danhaus, und wir haben wieder Post erhalten. Diesmal ist es die ToDo Liste II. Eigentlich ist es die erste ToDo Liste – mit den noch offenen Punkten.

  1. Gesamtkostenaufstellung – Diese wurde bereits von Danhaus (inzwischen die zweite Variante) geliefert, wir hatten ja nochmals einige Korrekturen vornehmen müssen.
  2. Unterschriebene Gesamtkostenaufstellung an Danhaus – Wurde prompt von uns erledigt.
  3. Abruf Ausführungszeichnungen – Wird von Danhaus aus der Produktionsstätte in Dänemark abgerufen. Hier fließen alle Wünsche aus Bauantrag, Bemusterung und Änderungswünschen ein. Muss in unserem Fall noch von Danhaus gemacht werden.
  4. Ausführungszeichnungen an Danhaus – Würden wir machen, hätten wir sie schon…
  5. Finanzierungsbestätigung an Danhaus – Ja, Danhaus bietet hierzu verschiedene Varianten an, leider liegen die Vordrucke seit fünf Wochen bei der Bank. Inzwischen denke ich, es wird einfacher sein den Gesamtkredit abzurufen und den Gesamtbetrag im Voraus zu begleichen…
  6. Produktionsfreigabe und Auftragsvergabe – Nach alle dem oben die letzte der Aufgaben auf der Liste, die durch Danhaus zu erbringen ist.

Die Finanzierungsbestätigung zieht sich jetzt schon mehrere Wochen – leider konnte das finanzierende Kreditinstitut diese nicht mal einfach so gegenzeichnen. Inzwischen zieht dies vermutlich seine Kreise durch die Sparkassenfiliale, die Zentrale, die Zentrale der Filialen, die Zentrale der Zentrale, der Kreiszentrale, der Landeszentrale… mit etwas Glück auch der Bundeszentrale. Wir wissen es nicht und raten nur.

Dabei ist es so einfach: Die Kredite sind bewilligt und können nahezu formlos abgerufen werden. Danhaus möchte Rechnungen schreiben und das Geld erhalten. Passt doch eigentlich.

Für den folgenden Hinweis wären wir sehr dankbar gewesen: „Klären Sie mit Ihrem Kreditinstitut, ob dieses die von Danhaus vorgeschlagenen Zahlungsgarantien, Abtretungen oder Bürgschaften unterzeichnet. Ansonsten kann Ihr Haus nicht in Produktion gehen.“

Liebe zukünftige Danhaus Bauherren: Klärt mit Eurem Kreditinstitut ab, ob die von Danhaus vorgeschlagenen Zahlungsgarantien, Abtretungen oder Bürgschaften unterzeichnet werden.

Die Verkaufsberater sollten Zugriff auf diese Dokumente erhalten können. Je früher diese dem Kreditinstitut zur Prüfung vorgelegt werden, desto besser. Unserer Erfahrung nach kann es nämlich dauern.

Das Kind ist nun wohl in den Brunnen gefallen und wir versuchen es nun schnellstmöglich wieder aus dem Dreck zu ziehen. Die Anfrage liegt nun wieder bei der Bank, mehr können wir nämlich nicht machen…

Gut Versichert

Nachdem wir bereits die Bauleistungsversicherung, Feuerrohbau- und Gebäudeversicherung abgeschlossen haben, ging es nun nochmal an das Thema Versicherung und sämtliche Möglichkeiten Geld möglichst effektiv aus dem Fenster zu werfen…

Geld zum Fenster rausIm Vordergrund stand diesmal die Absicherung des „Selbst“. Das Häuschen ist ja nun von oben bis unten versichert, man selbst kommt jedoch meist zu kurz. Bisher hatten auch wir (ich) dies so gut wie möglich ignoriert. Heißt ja schließlich meist Risikoversicherung. Risiko wiederum bezeichnet

… eine ungeplante, negative Abweichung von erwarteten Verhalten eines Systems und lässt sich als Produkt aus der Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers und dem dadurch zu erwartendem Verlust verstehen.

So steht es zumindest in meinem Buch. Und irgendwie will man auch beim Hausbau nicht wirklich daran denken dass einem etwas passiert. Bisher war der Verlust ja auch nicht sonderlich groß. Jetzt haben wir den zu erwartenden Verlust jedoch schnell definiert: Unser neues Häuschen. Auf der anderen Seite gibt es eine nahezu unerschöpfliche Anzahl von Studien zu den Wahrscheinlichkeiten die schlimmsten Krankheiten zu erleiden oder schlicht weg vom Bus überfahren zu werden. Das kann einem sogar zweimal passieren.

Natürlich trifft es immer die anderen, und deswegen muss das weiterhin nicht beachtet werden. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem man die Fortzahlung der Anuitäten sicherstellen möchte – komme was wollen. Also habe ich mir ein entsprechendes Paket zusammenstellen lassen.

Risikolebensversicherung

Wird bei manchen Banken beim Kreditabschluss verlangt, bei uns war das nicht der Fall. Hier haben wir ein Tarif mit linear fallender Versicherungssumme gewählt, die möglichst gut die Darlehenssumme deckt. Dabei bleibt die ersten paar Jahre die Versicherungssumme konstant, so dass hier keine Unterdeckung eintritt. Die Nettojahresraten bewegen sich hier im Bereich von 150 bis 250 Euro. Mit den Jahren schwankt dies (steigt und sinkt dann wieder) mit sich veränderndem Risiko. Die Versicherung ist jährlich kündbar. Sobald also im Fall der Fälle der Kredit nicht im gefährdet wäre, kann diese auch ohne schlechtes Gewissen und Verluste gekündigt werden.

Berufsunfähigkeit

Gab es schon, aber nur bis zu einem Alter von 60 Jahren. Eigentlich soll das Darlehen hier schon längst abbezahlt sein. Allerdings taugt die aktuelle Deckungssumme nicht um im BU-Fall die Raten zu begleichen. Also musste hier auch aufgestockt werden. Dabei wurde direkt die Laufzeit auf 67 Jahre erhöht – da sich gerade das Alter zwischen 60 und 67 hinsichtlich der Erwerbsunfähigkeit als kritisch erweisen kann. Hier kommt eine wichtige Erkenntnis: Egal ob man nun ein Häuschen hat oder nicht: alt werden dann doch all irgendwann.

Hier haben wir ein Angebot erhalten, wo am Ende ein gewissen Überschuss ausbezahlt wird. Außerdem zahlt auch diese Versicherung im Todesfall die angesparten Beträge an den Versicherungsempfänger aus. Hier wären die Beträge aber voraussichtlich so gering, dass dies erst einmal zu vernachlässigen ist. Preislich bewegen sich hier die Raten bei 100 bis 200 € pro Monat. Ein gutes Stück vom hart verdienten Geld – was man (im Gutfall) nicht unbedingt aus dem Fenster werfen möchte.

Trifft mich nicht, möchte man denken, wäre da nicht der Fall im Bekanntenkreis, der einen des Besseren belehrt …

Unfallversicherung

Irgendwie unnötig, dann aber doch wieder gut zu haben. Einmal gestolpert, von der Leiter gefallen oder vom Rasenmäher angefahren worden… Hier springt nicht die Berufsunfähigkeitsversicherung ein, die Unfallversicherung sehr wohl. Hält sich mit 10 € pro Monat in erträglichem Rahmen.

Auch dass passiert mir nicht… naja, wäre hier nicht der Unfall vor wenigen Monaten gewesen, würde ich auch heute noch daran glauben…

UnfallZusammen reist natürlich alles ein gewaltiges Loch ins Bankkonto. Wenn jetzt alles gut geht, war alles unnötig und das Gefühl das Geld zum Fenster rausgeworfen zu haben, hätte sich somit bestätigt. Sollte in den nächsten 30 Jahren jedoch etwas passieren, werden wir auf jeden Fall mit den Worten „ich habe es ja gesagt“ auf diesen Artikel verlinken. So oder so, wir werden Recht behalten…

Der Notargebührenschock – Bauverpflichtung

Vor einigen Tagen erhielten wir ein Überraschungsschreiben vom Notar. Wir mögen zur Kostenberechnung bitte die ungefähren Baukosten mitteilen. Haus, Garten, Garagen? Was genau möchte der Notar den hiervon berechnen.

KostenberechnungNach kurzer Recherche wird klar: Steht die Bauverpflichtung im Vertrag, darf der Notar diese bewerten und mit einer Gebührt in Rechnung stellen. Wie in den meisten Kaufverträgen von Gemeinden üblich, enthält der Kaufvertrag eine Klausel, dass der Grund innerhalb einer bestimmten Frist bebaut werden muss. In unserem Fall sind dies vier Jahre. Diese Bauverpflichtung ist nun Gegenstand des Notarvertrags. Als Grundlage dient hierzu der Verkehrswert des geplanten Gebäudes. Davon dienen als Berechnungsgrundlage je nach Notariat 10 bis 30 Prozent. Eine exakte Regelung konnten wir als Laie dem Gerichts- und Norargesetz (GNotKG) nicht entlocken. Eine kurze Überschlagsrechnung ergab, dass hier eine ungeplante Notarkostenrechnung von mehrere Tausend Euro auf uns zu kommen könnten.

Ein klärendes Telefonat mit der zuständigen Justizfachangestellten konnte jedoch eine schnelle Klärung des Sachverhalts schaffen. Es handelte sich schlicht um ein Versehen. Die zuvor beschriebene Regelung findet bei gewerblich genutzten Grundstücken Anwendung. Bei  Grundstücken für Wohneigentum findet eine Pauschalermittlung des Verkehrswert statt. Dieser wird mit 20% des Grundstückspreises beziffert. Die Beurkundung des Kaufvertrages wird daher auf Basis des eigentlichen Kaufpreises zuzüglich 20% dessen berechnet. Bei uns belaufen sich die Gebühren in Höhe von ca. 500€ somit auf 0,5% des obigen Verkehrswertes.

Dazu kommen 123€ Betreuungsgebühr eine Dokumentenpauschale für 72 Seiten in Höhe von 11€ und den obligatorischen Portoausgaben. Inklusive der Mehrwertsteuer, kommen wir somit mit ungefähr 800€ und einem mittelmäßigen Schrecken davon.

GNotKGDa wir jetzt wieder ein wenig schlauer sind, haben wir ein bisschen recherchiert: Die Bauverpflichtung muss nicht notariell beurkundet werden. Daher der Rat: In den Vorverhandlungen mit der Gemeinde vereinbaren, dass die Bauverpflichtung nicht Bestandteil des notariell beurkundeten Kaufvertrags ist. Der Vertrag über die Bauverpflichtung sollte ohne Probleme als separater Vertrag zwischen den beiden Parteien aufgesetzt werden können. Auf diesem Weg, kann die Bauverpflichtung nicht für die Ermittlung des Geschäftswertes herangezogen werden. Bei uns hätte dies immerhin 70€ ausgemacht.

Meilenstein – Finanzierung

Vor zwei Tagen war es so weit: Die Finanzierung ist unter Dach und Fach. Nach einer kleinen Umplanung aufgrund mangelnden Sachverstands Seitens der L-Bank und einem minimalen Verzugs bei der Wertstellung beim Grundstückskauf konnte nun endlich die gesamte Finanzierung abgeschlossen werden. Bank- und Förderdarlehen stehen zum Abruf bereit und von uns aus kann es losgehen.

Sofort nach der Unterschrift aller Darlehensunterlagen habe wir an Danhaus die Aufhebung des Rücktrittsrechts zum Fertighaus-Vertrag, also den Rücktritt vom Rücktrittsrecht, gegengezeichnet und an Danhaus zurückgesendet. Jetzt ist es definitiv: Wir bauen mit Danhaus…

Rücktritt vom Rücktrittsrecht

 

Was ist eine effiziente Wärmepumpe – aus Sicht der L-Bank

Vor zwei Tagen konnten wir endlich den  Kreditantrag mit unserer Hausbank finalisieren. Neben der obligatorischen Aufklärung über Restbeträge, Risiken über Zinsänderungen nach Ablauf der Zinsbindung und so weiter und so fort, durften wir zunächst unseren Berater durch unserer Unterschriften hinsichtlich der gesetzlich vorgeschriebenen Aufklärungspflicht entlasten.

Weiterhin erhalten wir ein kostenfreies Girokonto über alle, mit dem Bauvorhaben in Verbindung stehenden Geldgeschäfte, bereitgestellt bekommen. Hierüber werden zunächst sämtliche mit dem Bauvorhaben in Verbindung stehenden Zahlungen abgewickelt. Da uns das Konto auch nach dem Bauvorhaben zur Verfügung steht, kann dies gleich als gemeinsames Haushaltskonto oder zur Konsolidierung der Ratenzahlungen genutzt werden. Auch hier durften wir mit unseren Unterschriften in Vorleistung gehen.

Eine Überraschung (wenn auch bereits am Vortrag angekündigt) gab es aber auch an diesem Tag. Die L-Bank hat den Antrag hinsichtlich des Programms Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien in Höhe von ca. 11.000 € abgelehnt.

Als Begründung wurde angegeben, es werden keine Luft-Luft Wärmepumpen gefördert. Nun handelt es sich bei der Acalor Wärmepumpe aber nicht um eine Luft/Luft, sondern um eine Wärmepumpe mittels Direktkondensation. Während die geförderten Sole/Wasser und Wasser/Wasser Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,80 und 3,5 bei Luft/Wasser Wärmepumpen erreichen müssen, würde zumindest laut Herstellerangaben die Acalor Wärmepumpe eine JAZ von 4,0 erreichen.

Berechnet wird die JAZ mit der Formel

JAZ = kWh/a Wärme : kWh/a Strom

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Acaclor Wärmepumpe mit einem Verhältnis von 75% Umweltenergie und 25% Strom arbeitet.

Leider scheint bei den Sachbearbeitern nun ein gewisser Mangel an technischem Verständnis vorzuliegen. Selbst dem Laien sollte klar sein, dass eine Heizung, die die erzeugte Wärme direkt in die Heizung einspeist, keinen Wärmeverlust über einen Pufferspeicher verursacht und bereits aus diesem Grund einen höheren Effizienzgrad als eine Luft/Wasser Wärmepumpe aufweisen müsste.

Leider werden nun durch das Programm nicht effiziente Wärmepumpen gefördert. Bei genauer Studie des entsprechenden Merkblattes findet man nämlich folgende kleine Einschränkung:

Förderfähig sind folgende effiziente Wärmepumpen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung…

Da die Acalor Wärmepumpe nun weder in die Spartenprodukte Wasser/Wasser, Sole/Wasser oder Luft/Wasser passt, wird sie nun bei er L-Bank per Definition in die Kategorie Luft/Luft eingestuft.

Glücklicherweise springt die Hausbank ein, um die Unterfinanzierung mit dem regulären Bankdarlehen auszugleichen. Der Positive Seiteneffekt ist, dass die monatliche Belastung um ein paar Euro fällt, da der L-Bank Kredit als Volltilgerdarlehen geplant war. Auf der anderen Seite werden die 11.000 € nun mit knappen ¾ Prozentpunkten mehr verzinst.

Da uns aufgrund des straffen Terminplans, unter Umständen langwierige Auseinandersetzung mit der L-Bank nicht voranbringen würde, haben wir uns für die durch die Bank angebotene Variante entschieden. Trotzdem wird unser Finanzierungsberater mit den vorliegenden Informationen bei der L-Bank entsprechend Beschwerde einreichen um hoffentlich ein grundsätzliches Umdenken bei der L-Bank anzustreben.

Sollte also jemand in Zukunft auch eine Wärmepumpe mittels Direktkondensation im Merkblatt Vordruck-Nr. 8650 der L-Bank vorfinden und eine Finanzierung für die Acalor Wärmepumpe erhalten, freuen wir uns über jegliche Dankesbekundung.

Finanzierungsgespräch

Heute stand einmal wieder ein Banktermin auf dem Plan. Konkret ging es um die Finanzierung des Baugrundstücks. Obwohl zum größten Teil aus Eigenkapital finanziert, ist die Bank hinsichtlich der Grundschuldbestellung zur Immobilienfinanzierung involviert.

Als Vorteil hat sich erwiesen, gut vorbereitet ins Bankgespräch zu gehen, und einige Informationen mit in das Verhandlungsgespräch zu bringen:

  • Für eine erste Orientierung ist ein Überblick über die aktuellen Hypothekenzinsen unter http://www.fmh.de/ zu finden
  • Eine Übersicht über die Kosten des Grundstücks (Kaufpreis, Grunderwerbssteuer, eine eventuelle Marklerprovision und Notargebühren)
  • Immobilienwert inkl. Eigenleistung, da das Darlehen nicht auf den vollen Kaufpreis berechnet wird, sondern den, einen Wertverlust beinhaltenden) zukünftigen Wert der Immobilie
  • Baunebenkosten, möglichst aufgeschlüsselt, da diese teilweise dem Immobilienwert zugerechnet werden können
  • Eine Aufstellung der Finanzierungsmöglichkeiten (Eigenkapital, KfW-Kredite, Kredite der L-Bank, das eigentliche Darlehen des Finanzinstituts, etc.)

Nicht nur, dass das Bankgespräch hierdurch wesentlich angenehmer verläuft, man tritt gegenüber dem Kreditinstitut als Verhandlungs- bzw. Geschäftspartner auf und nicht als Bittsteller. Letztendlich möchte das Kreditinstitut hier nur seine Produkte verkaufen. Die Vorbereitung schont daher nicht nur das  Nervenkostüm, man erkennt auch frühzeitig im Gespräch Möglichkeiten oder Risiken.

In unserem Fall konnten wir das, durch die L-Bank angebotene Programm Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien mit in die Planung aufnehmen. Andererseits konnten sämtliche Förderkredite bezüglich Photovoltaik und PV-Speicher ausgeschlossen werden, da das Kreditinstitut in der aktuellen Finanzmarktlage selbst einige der ohnehin günstigen KfW-Kredite unterbieten kann.

Auch haben wir uns dazu entschlossen, nicht die gesamte als Eigenkapital geplanten Finanzmittel zu investieren. Bei den langfristigen Anlagen übersteigt der aktuelle Habenzins die Darlehenszinsen mit kurzer Laufzeit. Ein bis zwei Prozentpunkte schlagen sich in den kommenden 12 bis 24 Monaten in mehreren hundert Euro nieder, die an anderer Stelle während des Bauverlaufs sicherlich Verwendung finden.

Hinsichtlich der Euros hat sich bereits die erste Fehlkalkulation mit wehenden Bannern zu erkennen gegeben.

Die Grundschuldbestellung hebt die bisher mit knapp 1.500 € überschaubaren Kosten zur  Beurkundung eines Grundstückskaufvertrages auf voraussichtlich 6.000 €.  Die Mehrkosten werden voraussichtlich brüderlich auf Notar und Grundbuch aufgeteilt…