Klinkerpfosten

Lange haben wir überlegt, wie wir unseren Vorgarten gestallten wollten. Inbesondere in Sachen Einfriedung waren wir uns lange nicht sicher. Am Ende haben wir uns auf weißer Holzzaun und Klinkerpfosten geeinigt. ZUm Glück hatten wir noch mehr als eine Palette Klinker übrig, den wir inzwischen bereits mehrfach um das Haus getragen und wieder und wieder umgesetzt hatten.

Insgesamt wollte wir fünf Pfosten, ca. 30 x 30 cm beit und 90 cm hoch. Damit die Pfosten ordentlich stehen, wurde erst einmal ein 30 Zentimter tiefes Betonfundament gegossen. Mit einer kleinen Schalung aus Restholz haben wir den Teil des Fundaments, der aus dem Boden ragt, in Form gehalten. Außerdem haben  wir in der Mitte des Fundaments haben wir eine Stange Baustahl einbetoniert.

Die Schalung haben wir bereits nach einem Tag entfernt und die Fundamente einige Tage trocknen lassen.

Ein letztes Mal wurden die Klinkersteine rumgetragen. Gute 60 Steine pro Pfosten, griffbereit abgelegt. Vor dem Mauern haben wir auf den Fundamenten eine Schicht Bitumenabdichtmasse für den Außenbereich aufgetragen und ein Stück Dachpappe passend darauf gelegt. Somit sind die Pfeiler später von aufsteigender Nässe geschützt.

Für unseren Klinker hatten wir noch 10 Säcke weißen Vormauermörtel vom Hausbau übrig. Leider war der Mörten nach zwei Jahren abgebunden. Also ab zum Baustoffhänder und einen alternativen Mörten besorgen lassen. Je heller der Mörten, desto höher der Preis. Das hatte sich bereits beim Hausbau bemerkbar gemacht. Und auch für die Pfosten mussten wir mir 300 € nochmals tief in die Tasche greifen. Anstelle des von Danhaus verwendeten Vormauermörtel von Spenner Zement konnte unser Baustoffhänder QuickMix V.O.R. Mauermörtel „für stark saugende Steine“ besorgen.

Pro Pfosten haben wir innerhalb von zwei Stunden knappe 40 Kilo Mauermörtel verarbeitet. Nachdem die Pfosten vollständig getrocknet waren, haben wir sie nach einigen Tagen ausgegossen. Hierzu verwendet man am Besten einen Mörte auf Trass Basis. Dadurch wird vermieden, dass es später hässliche Ausblühungen am Mauerwerk gibt. Wärend der Trockenzeit haben wir die Pfosten außerdem mit übrigen Ziegeln abgedeckt. Da es fast jeden Tag ein Sommergewitter gab, war das auch zwingend notwendig.

Für die Pfeilerabdeckungen mussten wir lange recherchieren. Fündig wurden wir letztendlich bei der Firma Niessen. Hier haben wir Pfeilerabdeckungen in der richtigen Farbe und in der richtigen Größer gefunden. Verklebt haben wir die Abdeckungen auf den vollständig ausgetrockneten Pfeilern mit Dachmörtel. Normalerweise werden hiermit Firststeine auf Dächern verklebt. Dachmörtel ist frostsicher und elstisch und sollte für unseren Zweck perfekt geeignet sein. Alternativ gibt es Kleber für Klinker, der jedoch der Zusammensetzung nach identisch zu Dachmörtel ist. Der gelernte Fachmann wird jetzt vielleicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Insgesamt kann sich das Ergebnis sehen lassen.  Nicht nur von außen, auch vom Haus bzw. Garten aus, sind die Pfosten hübsch anzuschauen.

Nun gilt es noch 20 Sack alten Mörte und eine Palette übrige Steine zu entsorgen. Da wir auch noch Fliesen und Dachziegel übrigen haben, lassen wir uns nun nochmal einen Container für Bauschutt kommen um endlich  klar Schiff im Vorgarten zu machen.

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