Hausbau mit dem Hund

Wie viele andere auch sind wir: Häuslebauer mit Hund.

Dass das nicht immer einfach isst wissen wohl auch die meisten. Hier sind unsere Erfahrungen und Tipps.

Von Anfang an dabei

Unser Hund war von Anfang mit dabei. Angefangen von der Grundstückssuche bis hin zur Hauslieferung. Und das ist wichtig. Auch wenn euer Hund nicht ewig mit euch leben wird, ist er doch ein Teil der Familie und hat auch Ansprüche. Diese haben wir bis zu einem gewissen Maße auch berücksichtigt. Aber ich denke das ist normal bei Hundebesitzern
Die Umgebung sollte natürlich Hundefreundlich sein. Viel Natur wenig Verkehr.
Am besten noch mit abwechslungsreichen Hunderunden.

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An die Umgebung gewöhnen

So oft es ging haben wir Sam mitgenommen, sei es um sich einfach den noch leeren Bauplatz anzuschauen oder den späteren Fortschritt der Erdarbeiten.

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Das lässt sich gut am Nachmittag realisieren. Wir mussten „nur“ 20km fahren und waren da. Natürlich sind wir auch einfach mal so am Wochende hingefahren um uns die Umgebung anzuschauen oder gute Hunderunden ausfindig zu machen. Sam hat sich jedesmal gefreut wenn wir hier waren und hat schon gemerkt, dass diese komische Wiese wohl ganz toll für uns sein muss

Als das Haus stand und wir Innen weiter arbeiten konnten hatten wir auch immer seine Decke und seine Wasserschüssel dabei. Einfach ein bisschen Heimat für Ihn.

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Handwerker und Hund

Wie auf dem Bau so üblich, baut sich das Haus nicht von alleine sondern die lieben Handwerker übernehmen das. Da wir in der Bauphase unseren Hund ungerne den ganzen Tag alleine lassen wollte, er aber ein Hütehund ist und fremden genrell eher skeptisch gegenüber steht, mussten wir besondern feinfühlig und geduldig sein. Jeder Handwerker wurde lauthals begrüßt und jeder Schritt verfolgt und kommentiert. Wenn wir wussten das mehrer Handwerker auf einmal da sind, bin ich entweder mit unserem Hund eine Runde gedreht oder wir haben Ihn zu Hause gelassen. Zu viel Stress ist ja auch nicht gut.

Gute Erziehung ist hilfreich!

Auf dem Bau geht manchmal alles drunter und drüber, überall liegt Werkzeug, scharfe Gegenstände und vieles wird hin und her getragen. Umso einacher Ihr euren Hund Befehlen könnt und so stressfreier wird es. „Geh Decke“ war wohl das meiste was Sam von uns zu hören bekommen hat.

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War er im weg oder ist er mal wieder fast in die Farbe getapst haben wir ihn einfach auf seine Decke geschickt. „Stopp“ hat sich auch rentiert. Wir haben somit schon manch eine Verletzung mit Schrauben oder offenen Messern verhindert!

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Aufräumen

Ich weiß: Wir Frauen und unser Aufräumen…
Aber hier ist es wie mit Kleinkindern. Sie sind eben da und man sollte darauf achten. Also Messer einklappen oder hochlegen. Schrauben nicht einfach rumschmeißen sondern einräumen oder in einem Schälchen sammeln. Das geht wirklich und tut nicht weh!

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Wenn der Umzug näher rückt

Hunde merken sofort wenn sich etwas ändert. Die Monate die wir vorher Kartons eingeräumt haben war Sam schon unruhig. Schließlich machen wir ja sowas sonst nicht.

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Und dann steht auf einmal alles überall rum und überhaupt ist nichts mehr wie vorher. Hier hilft Routine. Morgens raus, dann fressen. Vielleicht schon ein paar Kartons ins neue Haus fahren (dann kapiert er auch was da passiert). Spielen und Kuscheln bitte nicht vergessen! Das haben wir in der Bauphase auch recht spät gemerkt, dass wir viel weniger mit Sam Kuschen und spielen. Dabei ist es grade für Ihn wichtig. Ständig muss er weg oder auf die Decke oder im weg. Da wächst der Frust (ja auch bei Hunden).

Beobachten

Wenn der Hund relativ oft dabei ist, könnt ihr euren Hund beobachten und schauen wo er am meisten liegt. Unserer liebt Positionen wo er am meisten Beobachten kann. Somit wisst Ihr relativ schnell wo sein zukünftiger Platz sein könnte. Sam’s Platz ist leider schon von unserem Aquarium belegt. Aber ist es noch zwei andere wo er sich gerne Aufhält.

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Jetzt geht es los! Der Umzug

Und was nun mit dem Hund? Nicht jeder hat einen kleinen Hund, denn man mal ebenschnell mitnehmen kann. Entweder könnt Ihr ihn bei Familie oder Freunden abgeben (stressfreier) oder Ihr nehmt ihn mit. Vielleicht habt ihr auch jemanden der im neuen Haus auf Ihn aufpasst wärendessen Ihr hin und her fahrt und die Sachen ein- und ausladet.

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Ihn alleine zulassen finde ich keine gute Idee weder in der alten Wohnung noch im neuen Haus. Schließlich ist alles durcheinander und er weißt noch nicht so recht was das alles bedeutet.

 

Und wie geht es jetzt weiter?

Ich konnte mir zum Glück einen kompletten Monat Urlaub für Umzug nehmen. Zwar wollte ich in den restlichen Wochen tapezieren aber das wurde ja dank der verspäteten Lieferung der Fliesen nichts. Ich habe die Zeit genutzt und Sam an die unterschiedlichsten Dinge zu gewöhnen:

  • Postboote
  • Neugierige Nachbarn
  • Nachbarskinder
  • Katzen
  • Nachbarshunde
  • Kurzes alleine sein
  • Müllabfuhr

Manche Hunde gewöhnen sich recht schnell in die neue Umgebung ein und werden schnell entspannt manchen brauchen einfach länger.

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Fazit

Unser Bauprojekt hat auch mit Hund super geklappt.
Man braucht Geduld, Feingefühl und muss auch Konsequent sein.

Mittlerweile ist Sam total entspannt. Gerade mit dem fertigen Wohnzimmer hat er sich noch mal verändert. Er ist viel gelassener, ganz dolle kuschelig und freut sich das dieses ganze Bauchaos endlich rum ist und alles wieder seine Platz hat

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