20 Tonnen Mauerscheiben

Neben vielen anderen Dingen, haben wir die letzten Tage den ersten Teil unserer Hangabsicherung fertig gestellt. Über die Diagonale unseres Grundstückes kämpfen wir mit knapp 2,5 Metern Höhenunterschied. Bereits bei der Fertigstellung unseres Planums war es kaum möglich, die ursprüngliche Geländehöhe beizubehalten, da das Planum an den abfallenden Seiten massiv gestützt werden musste. Als unser Erdarbeiter für das Setzen der Zisterne wieder vor Ort war, haben wir die Gelegenheit genutzt, das auf die beiden Nachbargrundstücke abfallende Erdreich abzuziehen, da auch dort bald die Bauarbeiten beginnen.Unser Gelände... vor dem Abstützen... Dank des lehmhaltigen Bodens blieb das Erdreich erst einmal ohne Weiteres stehen. Probleme bereitete nun aber das extrem heiße Wetter, da  das Erdreich beginnt Risse zu bilden und beim nächst besten Unwetter der gesamte Boden abrutscht. Ein Punkt, der den Erdbauern in unserer Region durchaus schlaflose Nächte bereitet, wenn Gräben über mehrere Tage offen bleiben müssen.

Da wir inzwischen den ortsansässigen Garten- und Landschaftsbauer kennen gelernt hatten, haben wir hier kurzerhand den Auftrag vergeben. Als Hilfskraft selbst sprang der Bauherr ein – und ist nun quasi angelernte Aushilfskraft im Landschaftsbau. Gesetzt wurden Mauerscheiben von 1,05 bis 1,55 Metern, wobei die größten Scheiben bis zu einer halben Tonne Gewicht auf die Wage bringen.

Gute 15 Tonnen Mineralbeton haben wir anfahren lassen um ein Fundament auf frostfreie Tiefe zu gründen. Schließlich soll unserer Hangabsicherung nicht beim erst besten Winter Bauschäden aufweisen. Mit Bagger, Schubkarre, Schaufel und Rüttler wurden also gute 40 Meter Fundament ausgehoben, verfüllt und verdichtet.

Das Fundament für die MauerscheibenDanach haben wir den ersten Tag ausschließlich dem Setzen der Ecke gewidmet. Was sich so leicht sagt ist mit dem 500 Kilogramm schweren Stein eine wahre Gedults- und Kraftprobe für Mensch und Maschine. Mit einem Betonfundament versehen gilt es die richtige Höhe zu treffen, und die Ecke in drei Dimensionen korrekt auszurichten.

Unsere erste Ecke Gleich im Anschluss wurden die ersten beiden Seiten gesetzte und mit einer etwas Beton gestützt.  Außerdem überlappen sich die Füße von Mauerscheiben an einer Ecke, wodurch einer der Füße gekürzt werden muss. Den abgeschnittenen Fuß haben wir gleich wieder als Beschwerung verwendet. Damit sich die Mauerscheiben beim Setzten der Nachbarsteine dann nicht mehr im frischen Beton verschieben, durfte das Ganze dann einen ganzen Tag lang aushärten.

Die Mauerscheiben-Ecke von hinten...Nach dem Setzen wurde auf der Rückseite der Steine eine Nackenstütze mit Bewährungsstahl errichtet, um der Konstruktion entsprechend Stabilität zu verleihen.

Die Stützmauer NackenstützeDie Rückseite der Mauerscheiben wurde danach mit Mauerschutzfolie verkleidet und mit Erdreich aufgefüllt. Natürlich immer erst nachdem die einzelnen Abschnitte ausgehärtet waren. Normalerweise werden die Fugen zwischen den Mauerscheiben lediglich mit speziellen Bitumenband abgedichtet um das Ausschwemmen von Erdreich zu verhindern mit. Aufgrund der schlechten Versickerungsfähigkeit unseres Bodens haben wir uns jedoch für einen vollflächigen Schutz mit Mauerschutzfolie entschieden. So hoffen wir das Durchnässen der Mauerscheiben über die Jahre hinweg zu vermeiden.  Über mehrere Tage hinweg entstanden somit nach und nach gute 30 Meter Geländeabsicherung.

Die fast fertige StützmauerNach dem nun die letzten zwei Meter fertig gesetzt haben, gilt es noch drei Wochen auszuharren bis die Garagenfundamente betoniert werden. Erst nach deren Ausschalung kennen wir die endgültige Höhe der Garage und können die letzten 10 Meter der Geländeabsicherung Richtung Straße errichten.

Zwischenzeitlich haben wir ca. 20 Tonnen Mauerscheiben und mehr als 3 Kubikmeter Beton verarbeitet. Der Bauherr ist überdies nun geübt im Bedienen von Betonmischern, Rüttlern und dem Setzten von Mauerscheiben. Trotz allen Mühen werden wir dennoch eine Stufe im Garten haben. Wenn alles wie geplant verläuft, werden wir diese aber mit Naturstein, beispielsweise Muschelkalk, gestaltet.

Da zwischenzeitlich der Termindruck wächst, und die Arbeiten an den Außenanlegen erst für den Herbst vorgesehen waren, fehlen uns nun natürlich diese Tage beim Innenausbau. Da sich die Lieferung unserer italienischen Fliesen jedoch um einen Monat verschoben hat, konnten wir die Zeit zumindest halbwegs nutzen. Außerdem können wir nun dem nächsten Unwetter gelassen entgegen sehen…

Die Duschablage

Seit der Übergabe können wir uns endlich den Dingen annehmen, welche mit der aktiven Demontage diverser Teile im Haus zu tun haben, da Danhaus nicht mehr dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann. So auch dem Einbau einer Ablage in die Duschwand.Wir möchten im neuen Haus keine Halterungen in der Dusche montieren, bzw. im Nassbereich keine Bohrungen für dergleichen durchführen.

Dran glauben musste also unserer zusätzliche Trennwand der Duschnische, deren Rückseite im Badinnenraum liegt. So konnten wir vermeiden, eine Zimmerwand für unsere Zwecke aus zu missbrauchen. Zunächst haben wir also mittels Laser die Ablage angezeichnet.

LaserschnittDas Loch im BIld ist im Übrigen ein kleiner Testschnitt um die Schnitttiefe der Säge zu testen und die innen liegenden, senkrechten Lattungen zu vermessen. Zum Einsatz kam eine Bosch PKS 18 Akku-Handkreisäge: der neuste Errungenschaft im Bauherrenhaushalt zum Kürzen, Sägen, Schneiden und Kappen von Gegenständen (nahezu) jeglichen Materials.

Bosch PKS 18 Akku Hand-KreissägeLängeres Sägen in der Rockwool Steinwolle macht das Sägeblatt natürlich stumpf, die paar Schnitte sollten jedoch verkraftbar sein.

Die fertige AussaprungAls nächstes wurden Querlatten an der Ober- und Unterseite eingebaut, auf denen später das Fermacell befestigt wird. Da die Aussparung ca. 2,5cm vor der Senkrechlattung aufhörte, haben wir auch an die senkrechten Balken nach dem Entfernen der Dämmwolle jeweils eine  Latte angeschraubt.

Querlatten in der DuschablageIm nächsten Arbeitsschritt wurde das Fermacell auf die Lattung geschraubt. An der Unterseite haben wir ein Gefälle von ca. 2% vorgesehen, so dass später auch das Wasser ablaufen kann, und sich nicht in der Ablage sammelt.

Die fast fertige DuschablageZu guter Letzt haben wir nochmals die Spachtel geschwungen und alles ordentlich mit Fermacell Fugenspachten nachgearbeitet. Nach dem Trocknen sollte unsere Modifikation also bombenfest sitzen.

Unserer abgespachtelte DuschablageBei einer Wandstärke von ca. 11cm ist die Tiefe der Ablage ca. 9cm, ca die Außenwand bei der Dicke von zwei Fermacellplatten kanppe zwei Zentimeter misst. Da sowohl die Rückwand als auch die Wand später gefliest werden, bleibt uns diese Tiefe also erhalten. Falls sich das Gefälle als zu stark erweisen sollte, können wir hier am Ende mit einem Klecks Fliesenkleber noch nachjustieren.

Die fertige Duschablege im RohbauzustandInsgesamt hat die Aktion einen halben Tag gekostet. Die meiste Zeit wird dabei für das Messen und Zuschneiden der einzelnen Teile benötigt, aber der Aufwand hat sich gelohnt und das Endergebnis lässt sich wieder einmal durchaus vorzeigen. Für den Aufbau kann das heraus gesäge Fermacell verwendet werden, so dass lediglich einige kurze Stücke des Bauholzes bzw. der Dachlatten notwendig sind. Nach dem Trocknen werden wir nochmal nacharbeiten und ggf. Schleifen, bevor es an den Einbau des Bodenelemtes geht…

Es werde Licht – Außenlampenmontage

Nachdem unserer Außenlmapen bereits einige Wochen eingelagert waren und auf die Hausübergaben gewartet haben, kamen wir auch endlich dazu diese zu montieren.Die eingelagerten AußenlampenZwei am Vordereingang, drei an der Hinterseite des Hauses, also insgesamt fünf Lampen galt es zu montieren. Ausgangspunkt waren die, von Elku bereitgestellten Auslässe am Außenbereich des Hauses. Die Die Höhe der Auslässe ist bei uns ca. 1,80m. Wir waren hier unsicher, wollten ursprünglich gerade am Kapitänsgiebel die Lampen eigentlich höher setzen. Hier gibt es im Netz und bei de Elektroinstallateuren wohl ganz unterschiedliche Meinungen. Am Ende haben die Zimmerleute die Entscheidung für uns abgenommen, die bei der Montage des Kapitänsgiebels die Auslässe auf Kopfhöhe durchbohrt hatten: Diskussion vorbei. Da wir Up-Down-Strahler haben, ist die ungefähre Kopfhöhe am Ende jedoch ganz angenehme, da die Lampen nicht blenden.Die RohinstallationZuerst gilt es die Dichtungsmanschette anzubringen: Dabei ist tunlichst darauf zu achten, dass der Wasserablauf nach unten zeigt. Ein Details, dass die Demontage der ersten Dichtungsmanschette erforderte. Nachdem das Kabel gekürzt und abisoliert war, konnte der Lampenfuß montiert werden. In das Holz konnten wir mit Universal bzw. Holzschrauben direkt schrauben, im Klinker haben wir in den Mörtel gebohrt.

Der Lampenfuss und die Dichtmanschette der AußenlampeVor der Montage gilt es hier natürlich sämtliche Schalter und den betreffenden Sicherungsautomaten auszumachen als auch vor Arbeitsbeginn nochmals zu prüfen, ob auf den Kabeln tatsächlich kein Strom ist. Aus eigener Erfahrung kennen wir die Problematik aus unserer alten Wohnung, dass nicht immer wo „Kein Strom“ darauf steht auch tatsächlich kein Strom drin ist. Also liebe Kinder: Falls man sich nicht sicher ist, Im Zweifel besser eine Fachkraft für die Montage beauftragen!

Leuchtmittel für die AußenlampenNach der Montage des Lampenfußes galt es noch die Leuchtmittel einzusetzen. Hier haben wir uns für warmweiße LEDs entschieden.  Die fertigen Up-Down-AußenleuchtenLediglich bei der Montage der Leutche an der Hinterseite des Hauses, wurde es etwas kniffelig. Hier haben die Elektriker zwei Auslässe zusammengelegt und somit eine Abzweigdose gespart. Inzwischen sind wir schlauer und würden zukünftig darauf bestehen, dass hier tatsächlich eine Abzweigdose verwendet wird, und nur ein Kabel für den Auslass genutzt wird. Warum? Ganz einfach, das ganze Material muss in den kleinen Lampenfuß! Mit zusätzlichen Kabeln und Wago-Klemmen war das bei uns ein richtiges Rumgefummel und Gedrücke, was letztendlich auch nicht das Optimum für das Material darstellt.

Viel zu viel MAterial für den kleinen Lampenfuß!Das Endergebnis kann sich sehen lassen, und zwar von vorne…

Außenlampen vorne… als auch von hinten. Obwohl wir uns anfänglich uneinig waren, sind wir zwischenzeitlich froh, die silbernen Lampen gewählt zu haben, da diese perfekt mit Haustürgriff und dem Klingelschalter harmonisieren. Insbesondere, da wir anfangs nicht wussten, dass der Klingelschalter in der Farbe verbaut wird! Auch ein Detail, das wir bei nächsten Bau vorher erfragen würden…

Außenlampen hinten

Die Montage der Fermacell Fensterbank

Nach der Hausübergabe, können wir auch endlich einige der Punkte in Angriff nehmen, die auf unserer ToDo-Liste stehen. Dazu gehört auch das Setzen der Fermacell Fensterbank im Küchenbereich. Hier hatten wir keine Steinfensterbank, bestellt, da die Ablagefläche am Fliesenspiegel gefliest werden soll. Die Zimmerleute haben daher keine Fesnterbank gesetzt und dafür aber eine Fermacell Platte zur Selbstmontage gelassen. Normalerweise würde dieser Teil vom Fliesenleger im Küchenbereich mit erledigt, da wir die Fliesen jedoch nicht über Danhaus legen lassen, hängt es also an unserem Fliesenleger – und somit an uns selbst.  Unserer Küchen och ganz ohne Fensterbank Zuerst haben wir die Fermacell Platte zugeschnitten. Glücklicherweise sind die Danhaus Wände tatsächlich Millimenterarbeit. Zumindest konnten wir eine saubere 92 x 29 cm Platte zuschneiden. Eine Tischkreissäge vollbringt hier wahre Wunder.

Die Fermacell FensterbankBeim Einpassen haben wir allerdings gemerkt, dass die Platte an der Oberseite anstöst, also haben wir an diesen Stellen kleine Aussparungen mit der Handsäge ausgesägt.

Ausgesparte Eckene in der Fermacell FensterbankNach dem einpassen ging  es dann an das Ausrichten der Fensterbank. Das ist leichter gesagt als getan. Unter der Zuhilfenahme von kleinen Holzkeilen konnten die Platte jedoch perfekt einpassen.

Fensterbank UnterbauFür das Ausschäumen haben wir auf einen Zweikomponentenschaum – 2K-PU-Schaum zurückgegriffen. Dieser Schaum ist eigentlich für Türzarken gedacht, drückt also wesentlich weniger als normaler Bauschaum. Damit lääst sich recht einfach  sicherstellen, dass sich die Fermacellplatte nach dem Ausschäumen nicht aufwölbt.

Türzargen SchaumNach dem Trocknen hatte die Platte leider gerade im Hinteren Bereich noch etwas Spiel und gab bei Druck leicht nach. Dass wir hier später keine Probleme mit den Fliesen hatten, wurden fünf Löcher in den hinteren Teil gebohrt und durch diese nochmal ausgeschäumt.

Nachfüllen des Schaums...Beim Bohren sollte man tunlichst darauf achten, nicht abzurutschen und nicht zu tief zu bohren, um die darunter liegende PE-Folie nicht zu verletzten. Auch beim Ausschäumen sollte nicht zu viel Schaum eingefüllt werden, damit diese nicht am Ende überquillt und vielleicht noch am Fenster kleben bleibt. Hier wäre ein Totalschaden des Fensters wohl mehr oder weniger unumgänglich.

Nachfüllen... aber bitte nicht zu viel!Einmal getrocknet (nach ca. 20 Minuten) kann der gesamte überstehende Schaum abgeschnitten werden. Die Löcher zum nachfüllen haben wir gleich mit Fermacell Fugenspachten wieder abgedichtet. Die Vorderseite wird nach dem vollständigen Aushärten ebenfalls noch abgespachtelt.

Die (fast) fertige Fermacell Fensterbank Das Endergebnis kann sich sehen lassen, und die Bauherrin freut der (kleine) Fortschritt in Ihrer Küche…

Die fertig montierte FensterbankOhne Trocknungszeit hat der gesamte Einbau und das saubere Abschneiden des überschüssigen Materials ca. 20 Minuten gedauert und wir haben zwei 400ml Dosen Schaum benötigt. Den Boden sollte man vorsichtshalber mit Malervlies abdecken und sollten sich wie bei uns Armaturen unter dem Montagebereich befinden, diese am besten mit Folie abkleben. Bei uns ist etwas Schaum herausgequollen und auch auf den Boden getropft. Ohne diese Vorsichtmaßnahmen wären die Nacharbeiten beträchtlich gewesen…

 

 

Post von Danhaus

Heute haben wir wieder einmal Post von Danhaus erhalten. Das Übergabeschreiben von Herrn Erben, dem Geschäftsführer von Danhaus . Als Anlagen erhalten wir das Danhaus Übergabeprotokoll und das Besichtigungsprotokoll. Zur positiven Überraschung: Alle Punkte, die wir unserem Bauleiter aufgeführt hatten wurden entsprechend kommentiert und werden abgearbeitet. Wie bereits vermutet werden die meisten Punkte im Rahmen der Montage II behoben, welche nun für KW 30 geplant ist.

HausübergabeAußerdem haben wir das, vom Sachverständigen ausgefüllte Formular „Bestätigung nach Durchführung Energieeffizienzfinanzierung – Bauen“ erhalten, dass wir nun an unserer Bank weiterleiten können. Somit ist wieder ein Punkt von unserer Liste zu erledigender Dinge gestrichen…

Bestätigung KFWFür uns heißt es nun weiter spachteln und schleifen. Die Bodenbeläge sind bestellt und sollen nächste und übernächste Woche geliefert werden. Außerdem steht nun die Richtung unserer Stützmauer an, damit unser Erdhügel nicht auf des Nachbarn Grundstück rutscht. Langweilig wird uns daher auch nach der Hausübergabe sicher nicht…

 

Hausübergabe

Vergangenen Samstag war es endlich so weit. Wir hatten uns mit unserem Bauleiter zur Hausübergabe verabredet. Den Restbetrag hatten wir bereits einige Tage zuvor von der Bank überweisen lassen. Für die ausstehende Lieferung der Türen hätten wir den Differenzbetrag noch auch ein extra Konto überweisen können, so dass Danhaus den Restbetrag erst nach Lieferung der Türen ausbezahlt bekommt. Allerdings ist das Vertrauen und Danhaus und unseren Bauleiter zwischenzeitlich so gut, dass wir keine Zweifel haben, dass Danhaus auch die ausstehenden Arbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt, und wir den gesamten Rest beglichen haben. Bisher hat ja auch alles einwandfrei geklappt. Als Nachweis diente eine Kopie der Zahlungsanweisung der Bank.

Für die Übergabe wurde dann eigenes Protokoll mit den offenen Punkten angefertigt. Auch hier hat Danhaus – wie für viele andere Dinge – ein Vordruck. Allerdings haben wir die letzten Tage bereits etwas vorgearbeitet und alle Punkte notiert, und eine Liste mit Bildern und Beschreibung der Mängel angefertigt. Diese sind wir dann mit unserem Bauleiter durchgegangen und haben uns die Punkte auch noch vor Ort angeschaut. Das spart langwieriges Suchen auf der Baustelle. Auch die Liste unseres DEKRA Gutachters haben wir dann übergeben. Im Danhaus Protokoll haben wir dann noch auf die gesonderte Liste verwiesen.

Hausübergabe - Die Korken können knallenAls Geschenk gab es dann noch eine Flasche Sekt mit USB Schlüssel für die Bauherrin und unseren Schließzylinder und die Feuermelder für den Bauherren. Zusätzlich haben wir noch eine Pflegeanleitung für unser Haus erhalten. Hier lässt sich streiten ob diese für Bauherr oder Bauherrin ist.

Am Ende durften wir noch eine Liste bezüglich der Zufriedenheit mit Danhaus ausfüllen. Ganz klar, wir sind mehr als zufrieden und würden wieder mit Danhaus – und unserem Bauleiter bauen. Wir würden zwar einiges anders machen, aber auch nur, da wir zwischenzeitlich die Firma, die Prozesse und einige Kniffe kennen, auf was man achten muss. Eines ist daher klar: Das nächste Haus wird wieder ein Danhaus.

Den ausstehenden Blower-Door Test werden wir in den nächsten Tagen nachholen. Unseren Bauleiter werden wir auf jeden Fall noch öfters sehen, da sich nur 15 Minuten weit entfernt bereits die nächste Danhaus Baustelle aufgetan hat.

Eines hat sich noch geändert: Bisher hatte der Bauleiter das Hausrecht inne und hätte uns von der Baustelle verweisen können. Auch dass soll schon vorgekommen sein. Jetzt gelten andere Spielregeln und wir könnten unseren Bauleiter der Baustelle verweisen…

So oder so, für uns geht es jetzt erst richtig los…

DEKRA zu Besuch

Anfang der Woche war es endlich soweit: während wir auf den Termin zur Hausübergabe warten, haben wir unseren externen Gutachter der DEKRA nochmals für eine abschließende Begehung bestellt. Auch wenn von unserer Seite nur noch Kleinigkeiten anliegen, und wir zwischenzeitlich ein sehr großes Vertrauen in Danhaus haben, wollten wir vor der Übergabe nochmals Sachverstand einkaufen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Als Grundlage der Begehung diente dem Gutachter die Danhaus Bauleistungsbeschreibung, was auch so im Protokoll festgehalten wurde. Innerhalb von zwei Stunden hat unser Gutachter dann zum vereinbaren Termin alles mögliche geprüft, DIN Normen rezitiert und auch tatsächlich die eine oder andere Kleinigkeit bemängeln.

So haben wir insgesamt drei (kleine) Risse  im Estrich  und die Ecken im Erdgeschoss sind leider etwas geschüsselt. Diese müssen wohl nochmal geringfügig nachgebessert werden.

Estrichriss

Hier müssen wir zugeben, das hätten wir selbst nicht – oder einfach zu spät – festgestellt.

Zu den weniger tragischen Dingen  gehören die Scharnier an unserem Spitzboden. Die sind leider während der ersten subtropischen Estrichtrocknungstage ausgeblüht.

Ausgeblühte Scharniere Ansonsten haben wir (für Danhaus) unverhältnismäßig viele Schrammen an den Fenstern und Türen und deren Griffen. Die Bauherrin freut das leider gar nicht. Auch diese Punkte gingen zu Protokoll. Lediglich eine einzige Zimmerecke war letztendlich nicht im rechten Winkeln und zeigt eine Abweichung von ca. 7mm auf 35cm. Ansonsten haben unserer überall Zimmerleute nahezu perfekte Wände gestellt. Viel  wird man an diese Ecke sowieso nicht machen können, außer ggf. etwas mehr Gips anzurühren. Da Maler- und Gipserarbeiten bei uns nicht durch Danhaus erbracht werden, wollen wir es jedoch vermutlich dabei belassen.

Außen wurde lediglich die Abdichtung unter der Haustüre bemängelt und einige Punkte, die sowieso in der Montage II durch den Danhaus Schreiner gerichtet werden. Bei der Besichtigung der Dachrinnen wurde dann gleich nach den Malerarbeiten gefragt.

Gestrichene RohreVon vorne kaum zu erkennen, haben die Dachrinnen von hinten doch sehr beim Streichen des Dachüberstandes gelitten. Nachdem dem Gutachter jedoch erklärt wurde, dass hier die Bauherrin am Werk war, wurde der Punkt mit den Worten „Oh oh, da darf man dann aber nichts sagen…“ anstandslos aus dem Protokoll genommen.

Große, bautechnisch relevante Punkte, konnte unser Gutachter nicht finden, was letztendlich die von uns angenommene Qualität unseres Danhauses bestätigt und uns am Ende durchaus freut. Die eine oder andere Bestätigung fordert der Gutachter ein: Information über das verwendete Brüstungsglas, die Verwendung diverser Baumaterialien als auch zum Abgleich mit der Ausführung der einen oder anderen Information zum Bau-Soll: Also der Information wie die Ausführung eigentlich geplant war und ob die Ausführung dem Plan entsprechend durchgeführt wurde.

Das Protokoll mit den Punkten haben wir unserem Bauleiter übergeben. Mit Ausnahme des Estrichs werden wohl alle Punkte in der Montage II behoben. Hier wird es vermutlich noch einmal einen Termin mit der Estrichfirma geben. Die meisten Punkte werden bei Danhaus sowieso in dem Montagetermin II behoben. Hier muss man klar sagen: das ist bei anderen Hausbaufirmen nicht selbstverständlich. Wir sehen es selbst bei benachbarten Bauvorhaben, was alles schief gehen kann, was nicht behoben wird, was an den Bauherren hängen bleibt und was man auch alles gemacht werden kann. Bei all der Aufregung, die uns während unseres Bauvorhabens heimgesucht hatten, kam unser Danhaus Bauleiter immer wieder mit einer schnellen und zufriedenstellenden Lösung um die Ecke, so das wir am Ende ganz zufrieden sein können.

Mit dem guten Gefühl einen sachverständigen Blick auf das Häuschen gehabt zu haben, und einem Bauträger der wohl hinter seinen Produkten steht, fiebern wir jetzt natürlich dem Übergabetermin entgegen…

Wieder einmal alles auf einmal

Letzte und diese Woche ging wieder einmal alles drunter und drüber. Während die Bauherrin im alten Heim alles für den Umzug vorbereitet und fleißig einpackt, spachtelt und werkelt der Bauherr bis spät in die Nach um den geplanten Einzugstermin zu halten. Als wäre das nicht genug, gilt es sich um zahlreiche andere Dinge zu kümmern.

Zum einen haben wir uns wieder einmal der Papierkriegfront gewidmet. Zum einen kam unlängst nach der Fertigstellung des Hausanschlusses die Aufforderung der Stadt, die Fertigstellung des Entwässerungsanstrags anzuzeigen. Hier galt es erst einmal die versiegelte Fläche als auch den Versieglungsgrad aufzuführen. Als Nachweis genügt hier unserer Gemeinde ein Lageplan in 1:500. Unserer Gemeinde stellt hierzu noch ein kleines Heftchen bereit, in dem die verschiedenen Versieglungsarten und Kosten erläutert sind. Wir haben direkt die Grage mit angegeben, auch wenn diese noch nicht geliefert wurde. 96 m2 Dachfläche mit einem Versieglungsgrad von 0,9 und das Garagendach mit 36 m2 als begrüntes Dach mit einer Versieglungsrate von 0,3. Nicht zu vergessen, ist die ausschließlich für die Gartenbewässerung genutzte Zisterne. Da das gesammelte Regenwasser so nicht in die Kanalisation gelangt, wir dies den Abwassergebühren gutgeschrieben.

Außerdem haben wir dann auch noch direkt die erste Rechnung für eine Abschlagszahlung über 15€ für Trinkwasser erhalten.

Entwässerungsantrag

Von der Firma Acalor haben wir nun auch eine DVD mit den Photos der Heizkreisläufe erhalten. Ebenfalls enthalten, das Formular für die Nachweisführung des §10 EEWärmeG, das nach Gegenzeichnung durch den Bauherren gleich zur Post ging. Unserer Acalor hat übrigens eine JAZ von stattlichen 3,89.

Auch unserer Garage und die Anfertigung des Fundaments haben wir bestellt. Hier hat zwischenzeitlich der zuständige Vertriebsberater gewechselt – zu unsren Gunsten – eine Umbemusterung der Tore und Türen hat reibungslos funktioniert, bei allen Unklarheiten wurde angerufen. Anschlüsse für Strom, Positionierung der Regenrohre als auch die Frage in welche Richtung unserer Tür im Anbauteil aufgeht. Bisher sind wir wieder einmal von der Fa. Grötz überzeugt. Wenn das Produkt nur annähernd dem Service entspricht kann hier gar nicht mehr schief gehen.

Auch unser Landschaftsbauer war zwischenzeitlich zwei mal vor Ort, und wir haben Angebote für ca. 40m Mauerscheiben eingeholt. Leider ein, in der Art, ungeplanter Postern der wieder einmal durch unser stetig schrumpfendes Baukostenextrageldpolster aufgefangen werden muss.

Unser DEKRA Gutachter war zu einem zweiten Termin vor Ort – mehr Audits haben wir aufgrund des ganzen Chaos nicht hin bekommen. Dafür hat er sich extra viel Zeit genommen und auch einige Punkte der vorangegangen Audits mit aufgenommen. Leider hat er festgestellt, dass unser Estrich im EG geschüsselt ist, also die Ecken hochstehen. Teilweise mit über 11mm. Die Vermutung liegt nahe, dass dies an der nicht geschlossenen Küchentür am ersten Tag der Trocknung zusammenhängt, denn im Dachgeschoss sieht der Estrich wunderbar aus. Hier muss der Estrichleger wohl die Ecken abschleifen. Wir hoffen jetzt lediglich,  dass es unseren Terminplan nicht reist.

Zu guter Letzt möchten wir mit unserem Bauleiter nun die Übergabe durchführen, so dass wir bald mit den Fliesenarbeiten (auch diese haben wir zum größten Teil bereits bestellt) beginnen können.

Erdarbeiten und Entwässerung

Die vergangene paar Tage war einmal wieder einiges los auf unserer Baustelle. Allerdings war dieses Mal keine Kolonne von Danhaus, sondern unser Erdarbeiter vor Ort. Zwei Bagger, über 30°C im Schatten, jeden Menge KG-Rohre und eine 5 Tonnen schwere Zisterne standen auf dem Programm.

Am ersten Tag stand also die Vorbereitung für die Zisterne an. 27 Kubikmeter Erdreich wurden ausgehoben und der Boden des Loches mit Sand aufgefüllt, um darin die Zisterne zu platzieren.

Der ZisternenschachtDie Vorbereitungen waren perfekt. Pünktlich am Morgen stand der Kranwagen, beladen mit unserer Zisterne, bereit. Binnen 30 Minuten war die Zisterne abgeladen und platziert.

Unserer ZisterneNachdem die Zisterne platziert war, ging der Pass jedoch erst richtig los. Bei über 30°C wurden in den 1 Meter tiefen Schächten gute 50 Meter Rohre verlegt. Fünf Fallrohre mit 30 Metern Zuleitung zur Zisterne und vier Schmutzwasseranschlüsse mussten zum Übergabeschacht in vier Metern Tiefe geführt werden.

Rohre, Rohre und noch mehr RohreAufgrund der Lage der Zisterne und des Übergabeschachtes mussten sich die Rohre leider einmal kreuzen. Auf dem Architektenplan sieht das natürlich anders aus. Allerdings haben wir zwischenzeitlich akzeptiert, dass die Pläne und die Wirklichkeit nicht immer zwingend miteinander Schritt halten.  Für die Spülung der Regenrohre war hier auch ein zusätzlicher Revisionsschacht direkt vor der Zisterne vorgesehen. Hierauf haben wir jedoch verzichtet, da zum einen die Rohre bereits zuvor zusammen geführt werden mussten und außerdem schlicht kein Platz mehr war. Überhaupt ist die Spülung von Regenrohren kein Problem, da diese an jedem Fallrohr zugänglich sind.

Auf die Abflussrohre in frostsicherer Tiefe liegen nun auch noch unserer Zuleitungen zur Garage zur späteren Versorgung der Garage und Rückführung der geplanten PV-Anlage.

Und wieder alles zuschütten...Kaum gelegt, wurden alle Rohre wieder zugeschüttet. Nur die Pföcke erinnern noch an diverse Übergabepunkte, Abzweigungen oder mit Stopfen versehenen Enden.

Geheime ZeichenZusätzlich haben wir eine Reihe von Abzweigungen legen lassen. Das Technikrohr wurde fast bis zur Hauswand gelegt. Hier werden wir später in einem kleinen Schacht eine Saugpumpe und und eine Entnahmestelle an der Hauswand installieren. Auch ein Abflussrohr haben wir hier bereits verlegen lasse. Also jede Menge Rohre und jede Mente an die man denken muss.

RohreAm letzten Tag wurde unser Gelände gerade gezogen das Planum für unserer Garage erstellt. 6x9m misst das Ganze nun. Endlich können wir nun auch unserer Garage abrufen. Hier hat unser Erdarbeiter für uns mitgedacht: Die meisten Fertiggarage liegen nicht auf dem Planung auf. Das Streifenfundament ragt einige Zentimeter über das Planum und die Garage schwebt quasi in der Luft. Zwischen Bodenplatte und planunm ist also ein Hohlraum. Nach kurzer Klärung mit unserem Lieferanten wissen wir nun, dass dies bei uns ganze 5 Zentimeter sind. Dies und ie Höhe der Bodenplatte wurden einberechnet, so dass die Zufahrt zur Garage später auf der geplanten Gelände Höhe ist.

Das Planunm unserer GarageÜberhaupt macht uns die Geländehöhe zu schaffen. Diagonal messen wir vom höchsten bis zum niedrigsten Punkt ein Gefälle von 2 Metern des gewachsenen Bodens. Konkret bedeutet dies für uns eine Hangabsicherung an der höchsten Stelle von zwei Metern – oder eben ein zwei Meter tiefes Loch im Baukonto.

Gefälle - Unser SorgenkindAm Rand unseres Geländes wurde mit dem Bagger wurde gleich noch ca. ein Meter breit angezogen. Hier werden später Mauerscheiben gesetzt. Im Eifer des Gefechts wurde auch ein Grenzstein seines angestammten Platzes entrissen. Die ganze Nachbarschaft machte sich also mit Spaten und Messbändern bewaffnet auf die Suche. Am Ende fanden wir den Grenzstein auf dem abgetragenen Haufen Erdreich. Mit der letzten Baggerschaufel scheint beim Abziehen der Grenzstein wohl an selbiger hängen geblieben zu sein. Das wird dann wohl ein Fall für den Vermesser…

Es war einmal... ein Grenzstein...