Stromtarif

Nachdem unser Stromanschluss vor guten zwei Wochen fertig gestellt wurde und unserer Heizung zwischenzeitlich das Estrichheizprogramm durchlaufen hat wurde es Zeit sich Gedanken über den Stromtarif zu machen.

Da diese Woche die Bestätigung unseres Netzbetreibers (EnBW) über die Versorgung im Grundtarif bei uns ankam, nahmen wir das zum Anlass die Tarif etwas genauer anzuschauen.

Wir haben uns bei unserer Danhaus Installation (mit Acalor Wärmepumpe und PV-Anlage) für eine Installation mit einem einzigen Zähler entschieden. Hinsichtlich der PV-Anlage ist ein zweiter Zähler erst ab einer Leistung von 10 kWp erforderlich. Hier haben wir uns im Vorfeld bei unserem Netzbetreiber informiert, da wir die Anlage später auf der Garage erweitern möchten.

Mit einem einzigen Zähler und der Wärmepumpe hat der Netzbetreiber nun eine Abschlagszahlung von knappen 85€ veranschlagt, was einem normalen Verbrauch eins Zwei- bis Dreipersonenhaushaltes entspricht.

Außerdem haben wir uns ausdrücklich gegen einen extra Wärempstromtarif entschieden. Während 15 anstelle von 25 Cent zunächst verlockend klingen, sind wir von der Vorstellung der Sperrzeiten, die unweigerlich mit Wärmepumpentarifen kommen, nicht begeistert. Zum einen kann es bei Heizungsanlagen aufgrund der Sperrzeiten immer zu Komplikationen kommen – auch Acalor ist davor nicht gefeit – zum anderen wäre in unserer Region eine 3 x 2 Stunden Sperrzeit hinzunehmen. Bei der Danhaus Polarisolierung und dem doch recht recht trägen Wärmespeicher Estrich scheinen die Abschaltzeiten zunächst nicht relevant zu sein, für uns haben letzendlich folgende Punkte trotzdem dagegen gesprochen:

  • Zählermiete für einen zweiten Stromzähler,
  • die Direktkopplung mit PV-Anlage ist ggf. komplizierter, da zwei Stromkreise,
  • die Aufheizspanne erfordert ggf. mehr Energie als bei einem kontinuierlichen Dauerheizen (wir sprechen hier ja nicht von Nachtabsenkung, sondern von drei Zwangsabschaltungen),
  • das An- und Ausschalten der Anlage kann u.E. nicht gut für die Elektronik sein – und wir haben gesehen  wie viel Elektronik in unserer Anlage verbaut ist und ganz wichtig
  • ist der 200 Liter Wasserspeicher leer und es findet gerade eine Zwangsabschaltung statt, bleibt das Wasser kalt.

Zugegeben, es handelt sich überwiegend um Luxusprobleme, aber gerade bei einer solche ausgefeilten Anlage wie der Acalor Heizung sollte man sich einige Gedanken machen.

Die Acalor Anlage besitzt ein Leistungszahl von 4,0 was umgerechnet 25% Primärenergieeinsatz und 75% Umweltwärme entspricht. Außerdem nutzen wir unserer PV-Anlage mit Batteriespeicher. Also haben wir nun letztendlich den fossilen Brennstoffen heizungsweise gänzlich entsagt und haben auf einen Stromtarif auf Basis regenerativer Energien gesetzt. Zwar ist die Grundgebühr mit 9€/Monat 50% höher als bei anderen Tarifen, die Stromkosten jedoch sogar einen Cent günstiger als im Basistarif.

Gerade als IT-Haushalt müssen wir uns so weniger Gedanken (aka schlechtes Gewissen) um den Stromverbrauch von Laptop, Server & Co. machen. Nach Ablauf unserer Vertragslaufzeit werden wir dann sicherlich auch mit anderen Anbietern in diesem Feld vergleichen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.