Die Sache mit den Spots

Insgesamt haben wir ca. 20 LED Sports von der Firma Elku installieren lassen. Im Erker, in der Küche als auch im Bad im Obergeschoss. Hier wurden wir zwischenzeitlich sehr oft per Mail gefragt, wie dann in dem Fall gespachtelt wird.

Unserer Sports in der KücheTatsächlich liegen auch bei uns einige der Bohrungen direkt auf Fugen und daher verstehen wir die Frage nur allzu gut. Bei den Leuchten, die von Elku verbaut werden, handelt es sich um dann doch eher hochwertige Modelle der Firma Brumberg, wobei ein einzelner Spot inklusive Montage mit ungefähr 80€ zu Buche schlägt.

Der Spot ist mit Federn hinter der Fermacellplatte verklemmt und lässt sich mit etwas Geschick recht einfach aus der Decke ziehen. Um Schäden zu vermeiden sollte dabei auf die Zuhilfenahme von Werkzeugen wie Schraubendrehern oder ähnlichem selbstredend verzichtet werden.

Brumberg LED Demonateg In den meisten Fällen wird es genügen, die Spots soweit aus dem Loch zu ziehen, dass sie noch an den Kabeln hängen. Wenn für das Schleifen wie bei uns auf „schweres Gerät“ zurückgegriffen wird, oder man der Kolonne weniger Vertrauen schenkt, kann der Spot auch einfach abgezogen werden (natürlich bei ausgeschaltetem Sicherungsautomaten). Dann lässt sich recht gut um den jeweiligen Deckenauslass arbeiten.

Ein LED Spot Auslass ohne LEDJetzt kann gespachtelt, geschliffen, gestrichen oder nach Belieben verputzt oder Tapeziert werden. Nach dem ersten Spachteldurchgang sieht das ganze dann so aus.Der gespachtelte SpotDer Einbau der Spots erfolgt dann wierder in umgekehrter Reihenfolge. Der SIcherungsautomat sollte dann natürlich erst nach dem Einbai wieder eingeschaltet werden.

Für das Spachteln (und für das kommende Feinspachteln) werden wir die meisten Spots noch eingebaut lassen. Erste wenn bei uns geschliffen wird, werden wir die Spots alle komplett abhängen. Zum einen ist uns das Risiko zu hoch, doch versehentlich mit dem Wandbarbeitungsgerät an oder über einen Spot zu fahren, zum anderen sparen wir uns so das mühsame säubern der Spots, da sich der beim Schleifen entstehende Feinstaub in all seiner Fiesheit bis in die letzte Ecke absetzt.

In die Demontage der Spots wurden wir übrigens von den Monteure der Firma Elku eingewiesen. Da die Jungs die „Probleme“ der Bauherren kennen wurden uns hier sowieso der eine oder andere Tipp gegeben. Begonnen beim Durchstreichen des  Technikraums vor der Montage der einzelnen Gewerke bis hin zum Abschalten der Lüftungsarbeiten während den Baumaßnahmen um das Verschmutzen der Filter zu vermeiden…

 

 

 

Der Klinker kommt

Vor einigen Tagen war es endlich so weit: Der Klinker wurde geliefert. Nach der Umbemusterung  und den Engpässen Seitens der Speditionen aufgrund des Bahnstreiks konnte nun endlich das Material geliefert werden. Ein halbes Dutzend Paletten Klinker Stein Wienerberger Agora Terca Silbergrau)und zwei Paletten weißer Mörtel.

Klinkersteine hus23_moertel

Bevor die Maurer loslegen konnten wurde noch der Bereich der ersten 3-4 Klinkerreihen Z-geschweisst und somit gegen Feuchtigkeit geschützt. Normalerweise machen das wohl die Kolonnen kurz nachdem die Zimmerleute fertig sind oder in der letzten Richtwoche. Da bei uns alles etwas anders war, mussten die Maurer dies noch vor der eigentlichen Klinkerarbeit erledigen.

Z-SchweißenBei den ersten Reihen waren wir noch skeptisch, ob der neue Stein wirklich unsere Erwartungen erfüllt.

Erste KlinkerreiheAls dann jedoch mehr und mehr Klinker zu sehen war, waren wir sicher, dass die Steine die richtige Wahl waren. Tatsächlich war die Struktur der Steine auf den Mustern nicht so ausgeprägt, wie es nun an unserem Haus erkennbar ist.

KlinkerbauWir haben uns bis vor kurzem gewundert, was wir mit der Isolierung im Sockelbereich den nun tatsächlich bei Danhaus eingekauft hatten bzw. wofür wir diese 1.100 € investiert haben. Bei der Klinkerarbeiten wurde dies nun offensichtlich. Während die kaschierte Rockwool Dämmung hinter den Klinkern verarbeitet wird, wird anstelle derer hinter die unteren vier Reihen eine Isolierung eingebracht. Dazwischen eine Trennschicht, so dass die Steinwolle keine Feuchtigkeit aus dem Grund zieht. Danhaus Isolierung im Sockelbereich Insgesamt hat der Trupp es geschafft fast das ganze Haus innerhalb einer Woche fertigzustellen. Fast nur, da auf der Rückseite des Hauses bereits jemand eingezogen war: Ein Hausrotschwanzpärchen hatte sich sein Nest auf unserem Balken unterhalb der Dachtraufe gebaut. Insgesamt sechs kleine Schreihälse haben zwischenzeitlich Einzug gehalten.

VogelnestNach kurzer Klärung stand fest: Die Kleinen bekommen noch Zeit. Die Maurer haben kurzerhand zwei Steine ausgespart, die später vom Bauherren gesetzt werden können. So haben die kleinen genügend Zeit flügge zu werden und dem

Unserer VogellandebahnZwar hatten wir geplant im kommenden Sommer einige Nistkästen aufzuhängen bzw. zu stellen, so schnell war das ganze jedoch noch geplant.

Am Freitag Morgen war der Trupp dann so weit und konnte den letzten Stein setzen – nun sieh unser Danhaus auch von außen fast fertig aus…

hus23_fertiger_klinkerLeier nur fast, denn der Klinker wurde just in der Woche gemauert, als das Bauherrenpaar nicht auf der Baustelle anwesend war. So kam es, dass bei der ersten persönlichen Inspektion des Bauherren ein merkwürdiges Detail ins Auge sprang, das bis dato wohl niemanden so recht auffallen wollte.

Während die rechte Steite des Kapitänsgiebels mit einem perfekten Übergang von Stein und Holz aufwartet…

hus23_rechts_klinker… wird einem auf der linken Seite des Kapitängiebels nicht so wirklich ersichtlich was da wohl nicht stimmt. Nachdem eine optische Täuschung ausgeschlossen war, wurde schnell klar, es hatte mit unsererm urspünglichen Problem auf dieser Hausseite zu tun, dass Binder und Hausteile nicht überingestimmt hatten. Nachdem sich das Problem an andere Stelle mit Kettensäge oder in unserem Bad mit einem schicken Vorbau gelöst und inzwischen verdrängt und vergessen wurde, holt es uns nun leider bei der Fassade wieder ein, denn anstelle der Klinker hätte hier ein Brett sein sollen. Da der Unterbau für das Brett nicht vorhanden war, konnten die Zimmerleute auch keines anbringen. Und während der Bauherr bei streichen dachte, das Brett wird am Ende durch den Schreiner gesetzt, dachten die Maurerer, das gehöre wohl so.Klinker SNAFUAn dieser Stelle muss man unseren Danhaus Bauleiter jedoch einfach nur noch über den Klee loben. Nachdem er auf der Baustelle ankam, hat er sich des Problems sofort angenommen. Während andere Baufirmen hier wohl auf eine optische Beeinträchtigung gepocht hätten, und versucht hätten den Bauherren mit 200-600 € Preisreduzierung mundtot zu machen, setzte er hier alles in Bewegung um ein Schreiner- und ein Maurertrupp zu organisieren, die das Problem beheben.

Also standen einige Tage später schon die Schreiner vor der Tür um die Steine zurückzubauen und das fehlende Brett inklusive Unterbau anzubringen. Zum Glück wurde in der letzten Richtwoche nochmals sägeraues Holz nachbestellt, da dies ja gefehlt hatte. Der Übergang der Bretter wurde ordentlich abgedichtet und sollte nach dem Streichen nicht mehr sichtbar sein. Da es ähnliche Stellen bereits am Kapitänsgiebel bereits gibt, ist dies auch nicht sonderlich problematisch.

hus23_klinker_rueckbauKonsequenterweise durfte nun auch der Bauherr nochmals den Pinsel schwingen und zwei Lagen Farbe anbringen. Auch hier stand glücklicherweise der Eimer mit Farbe noch auf dem Bauplatz. Als hätten Bauherr und Bauherrin gewusst, dass dieser benötigt wird.  Als Tipp an alle angehenden und zukünftigen Bauherren: nichts auf der Baustelle wegwerfen, und möglichst alles aufheben, es könnte noch benötigt werden…

Nun könnte man von Glück im Unglück sprechen, denn wenn die Mauerer in den kommenden Tagen nochmals kommen, kann gleich das Vogelnest, der inzwischen ausgeflogenen Hausrotschwanzfamilie zugemauert werden…

 

Die Treppe ist da

Während Bauherr und Bauherrin eine Woche nicht auf der Baustelle waren, um sich Wichtigerem zu widmen (auch das soll es während der Bauphase geben), kamen die Monteure der Treppenbauer Derstappen um unserer Treppe einzubauen. Nach langem Hin und Her, hatten wir uns ja für eine weiße Treppe mit dunklen Trittstufen aus stabverleimtem amerikanischem Nussbaum entschieden.

TreppenaufgangBereits einige Tage zuvor war ein Mitarbeiter der Firma vor Ort um die Treppe zu vermessen. Daraufhin haben wir eine Ausführungszeichnungen mit einigen 3D-Bildern erhalten. Uns ist dabei natürlich (möchte man fast sagen) eine Unstimmigkeit aufgefallen. Anstelle der bestellten Pfosten war ein anderes Modell auf der Stückliste aufgeführt und auf den Abbildungen zu sehen. Nachdem wir die Unterlagen als sorgfältig geprüft haben, hatten wir dies direkt zurück gemeldet.

Am Montagetermin wurden wir überdies angerufen und nach den Bodenbelägen gefragt. Die Treppe wird so montiert, dass sie möglichst gut mit den geplanten Bodenbelägen abschließt. Wir haben in beiden Fällen ca. 15mm angegeben.

Auch die Bewegungsfuge zwischen Unter- und Dachgeschoss wurde nun mit einer Leiste verdeckt. Wir sind froh, dass wir die Wand bereits gespachtelt und geschliffen hatte. So müssen wir uns an dieser Stelle keine Gedanken mehr machen.

Treppenpfosten im DG Die Stufen wurden von den Monteure zum Schutz nochmal in Plastikfolie gewickelt und er Handlauf im DG mit Pappe verkleidet.  Beim Besuch unseres Bauleiters, wurden wir informiert, dass der Treppenbauer für eine kleine Nachbesserung nochmals kommen wird. Am Treppenaufgang hat sich im Handlauf ein kleiner Lackierfehler eingeschlichen. 1mm breit und 5mm lang. Ehrlich gesagt, wäre uns das nicht aufgefallen, unserem Bauleiter jedoch sehr wohl. Hier wird also nachgebessert.

Der TreppenaufgangDie Folie darf maximal vier Wochen auf den Stufen bleiben, da es sonst Farbunterschiede  geben kann. Nachdem die Treppe nachgebessert wurde, werden wir diese dann zum Spachteln und Schleifen vollständig in Malervlies einpacken. Speziell an der Wand über der Treppe ist am Ende noch etwas Phantasie gefragt, hier müssen wir vermutlich ein kleines Gerüst im oder  Steg bauen, damit wir hier an die Decke und an den oberen Teil der Wand kommen. Leider war hierfür vorher zu wenig Zeit. Ohne Treppengeländer hätte man hier einfach ein paar Holzbohlen über das Loch verlegen können. Jetzt ist dank Geländerstäben handwerkliches Geschickt gefragt. Hier darf wohl der Bauherr zeigen, was er kann. Ein Tipp an alle zukünftigen Bauherren sei demnach alle Wände bis zur Decke an der Treppe zu spachteln und vorzubereiten – sofern die Zeit reicht – um später keine akrobatischen Kunststücke zum Besten geben zu müssen.

Die Treppe von obenInsgesamt hat uns die Treppe knappe 5.000 € an Zusatzkosten beschert, von denen wir jedoch keinen einzigen bereuen. Das Holz sieht super aus, die Verarbeitung ist (bis auf die kleine Stelle) tadellos und die Montage war in einem Tag abgeschlossen…

 

 

Stromtarif

Nachdem unser Stromanschluss vor guten zwei Wochen fertig gestellt wurde und unserer Heizung zwischenzeitlich das Estrichheizprogramm durchlaufen hat wurde es Zeit sich Gedanken über den Stromtarif zu machen.

Da diese Woche die Bestätigung unseres Netzbetreibers (EnBW) über die Versorgung im Grundtarif bei uns ankam, nahmen wir das zum Anlass die Tarif etwas genauer anzuschauen.

Wir haben uns bei unserer Danhaus Installation (mit Acalor Wärmepumpe und PV-Anlage) für eine Installation mit einem einzigen Zähler entschieden. Hinsichtlich der PV-Anlage ist ein zweiter Zähler erst ab einer Leistung von 10 kWp erforderlich. Hier haben wir uns im Vorfeld bei unserem Netzbetreiber informiert, da wir die Anlage später auf der Garage erweitern möchten.

Mit einem einzigen Zähler und der Wärmepumpe hat der Netzbetreiber nun eine Abschlagszahlung von knappen 85€ veranschlagt, was einem normalen Verbrauch eins Zwei- bis Dreipersonenhaushaltes entspricht.

Außerdem haben wir uns ausdrücklich gegen einen extra Wärempstromtarif entschieden. Während 15 anstelle von 25 Cent zunächst verlockend klingen, sind wir von der Vorstellung der Sperrzeiten, die unweigerlich mit Wärmepumpentarifen kommen, nicht begeistert. Zum einen kann es bei Heizungsanlagen aufgrund der Sperrzeiten immer zu Komplikationen kommen – auch Acalor ist davor nicht gefeit – zum anderen wäre in unserer Region eine 3 x 2 Stunden Sperrzeit hinzunehmen. Bei der Danhaus Polarisolierung und dem doch recht recht trägen Wärmespeicher Estrich scheinen die Abschaltzeiten zunächst nicht relevant zu sein, für uns haben letzendlich folgende Punkte trotzdem dagegen gesprochen:

  • Zählermiete für einen zweiten Stromzähler,
  • die Direktkopplung mit PV-Anlage ist ggf. komplizierter, da zwei Stromkreise,
  • die Aufheizspanne erfordert ggf. mehr Energie als bei einem kontinuierlichen Dauerheizen (wir sprechen hier ja nicht von Nachtabsenkung, sondern von drei Zwangsabschaltungen),
  • das An- und Ausschalten der Anlage kann u.E. nicht gut für die Elektronik sein – und wir haben gesehen  wie viel Elektronik in unserer Anlage verbaut ist und ganz wichtig
  • ist der 200 Liter Wasserspeicher leer und es findet gerade eine Zwangsabschaltung statt, bleibt das Wasser kalt.

Zugegeben, es handelt sich überwiegend um Luxusprobleme, aber gerade bei einer solche ausgefeilten Anlage wie der Acalor Heizung sollte man sich einige Gedanken machen.

Die Acalor Anlage besitzt ein Leistungszahl von 4,0 was umgerechnet 25% Primärenergieeinsatz und 75% Umweltwärme entspricht. Außerdem nutzen wir unserer PV-Anlage mit Batteriespeicher. Also haben wir nun letztendlich den fossilen Brennstoffen heizungsweise gänzlich entsagt und haben auf einen Stromtarif auf Basis regenerativer Energien gesetzt. Zwar ist die Grundgebühr mit 9€/Monat 50% höher als bei anderen Tarifen, die Stromkosten jedoch sogar einen Cent günstiger als im Basistarif.

Gerade als IT-Haushalt müssen wir uns so weniger Gedanken (aka schlechtes Gewissen) um den Stromverbrauch von Laptop, Server & Co. machen. Nach Ablauf unserer Vertragslaufzeit werden wir dann sicherlich auch mit anderen Anbietern in diesem Feld vergleichen…

Rückblick: Der Richttermin

Seit der Richtung sind bereits einige Wochen vergangen. Endlich haben wir es bei all den Aufregungen, Arbeiten und Terminen auch geschafft das Video der Richtung zusammenzustellen. Ganze drei Tage wurden so in nur zölf Minuten komprimiert. Angefangen bei den Vorbereitungen der Zimmerleute am Vorabend, der Stellung der ersten Hauswand bis hin zur Montage der Giebel am dritten Tag.

Spachtelattacke

Während der Estrich so langsam vor sich hin trocknet, haben wir von unserem Bauleiter das OK bekommen, mit den Spachtelarbeiten anzufangen. Diese haben wir nicht an eine Firma vergeben, sondern kümmern uns selbst darum . Zum Glück ist es nicht der erste Trockenbau, daher wissen wir, was auf uns zu kommt.

Im Vorfeld haben wir uns für die Schleifarbeiten das Bosch HomeSeries PWR 180 CE Wandbearbeitungssystem zugelegt.  In unserem Fall sogar die 200 € teurere Variante mit Staubbox. Quasi ein Geschenk des Bauherren an den Bauherren.

Bosch PWR 180 CEZuerst ging es also an die Vorbereitung. Zunächst mussten erst einmal alle Wände von überschüssigem Kleber befreit werden. Wo Fermacellplatten ab Werk aufeinander stoßen oder wo die Zimmerleute Wände gebaut haben, werden die Platten in aller Regel verklebt. Überall wo der Kleber heraus quillt, gilt es zunächst einmal die Wände zu entgraten. Am einfachsten geht dies mit einer Abstoßspachtel. Um nichts in der Welt sollte man versucht dies mit einer normalen Spachtel zu machen. Hier geht vermutlich eher die Spachtel zu Bruch, bevor sich auch nur ein Millimeter des Klebers entfernen lässt.

Unsere AbstoßspachtelDie Teile sind wesentlich robuster als herkömmliche Spachteln. angeschliffen und speziell dafür gedacht Klebereste oder auch Bodenbeläge zu entfernen. Im Übrigen eignet sich die Spachtel aus später um die endloses Kleckse Spachtelmasse und Gips vom Fußboden zu entfernen.

Fermacell KleberrestePro Raum kommt dann schon einiges zusammen. Für ein Stockwerk sollte man hier (möchte man sorgfältig arbeiten) einen guten halben Tag rechnen. Empfehlenswert ist hier auch ein Tischlerhammer mit rundem Kopf , mit dem sich noch heraus stehende Klammern im Fermacell versenken lassen. Der Runde Kopf des Hammers macht lediglich Dellen und zerbröselt nicht das Fermacell. Die runden Dellen lassen sich später außerdem sehr gut verspachteln.

Im ersten zweiten Durchgang haben wir dann Fugen, Löcher von den Klammern und Anschlußfugen verspachtelt. Dafür sollte man tunlichst das gute Fermacell Fugenspachtel nehmen, und nicht Knauf oder ähnliches Material. Alternativ haben wir bei den Zimmerleuten Würth Fugenspachtel gesehen, das bei untererem Baustoffhändler jedoch nicht lieferbar ist.

Fermacell FugenspachtelWir haben von Bauherren gehört, die die Fermacellplatten aus Kostengründen mit Knaufmaterial verspachtelt hatten, und sich am Ende gewundert haben, dass das ganze Material nach dem Trocknen wieder aus den Fugen gefallen ist.

Für alle Fugen an der Decke und an den Wandecken verwenden die meisten Bauherren Acryl. Wir haben für uns leider die Erfahrung gemacht, dass Acrylfugen nach einigen Jahren ihre strukturelle Integrität verlieren und in sich fallen. Außerdem fallen hier wohl 50 bis 100 Tuben Acryl und Kilometer von Küchentüchern an.

Alternativ, kann bei Fermacell im Holzbau auch das sog. Anspachteln auf Trennstreifen angewandt werden.

Fermacell - Anspachteln auf TrennstreifenQuelle: FERMACELL im Holzbau – Planung und Verarbeitung

Das kann für Innenecken (Wand-Wand) oder Anschlussteile der Form Wand–Decke und Dachschräge–Wand eingesetzt werden. So findet sich im FERMACELL im Holzbau – Planung und Verarbeitung auch der Hinweis für den späteren Einsatz:

Dieser Anschluss eignet sich für
folgende Oberflächengestaltungen:
Tapeten, Fliesen, Strukturdünnputze,
Anstriche
Die Umsetzung ist zumindest in der Theorie denkbar einfach.
  1. Trennstreifen aufbringen (PE-Folie, Klebeband oder Ölpapier)
  2. Fugenbreite je nach Plattendicke
  3. (siehe Abschnitt 7.2)
  4. Mit FERMACELL Fugenspachtel anspachteln
  5. Überstehenden Trennstreifen mit einem
  6. scharfen Messer abschneiden

Als Trennstreifen haben wir die PE Folie verwendet, die von den Zimmerleuten noch rollenweise übrig war. Fixiert wurde das ganze dann mit Feinkreppband, so dass das Ganze später wieder ohne Probleme weggezogen werden kann.Anspachteln auf TrennstreifenDie Trennstreifen haben überdies noch den Vorteil, dass man die Restliche Wand nicht bekleckert. Die Trennstreifen muss man jedoch bis zum Anstoß einschieben, und bei insgesamt mehr als 100 Metern Ecken, ist das ein ordentliches Rumgefummel.

Nachdem dann alles ordentlich verspachtel und getrocknet war, durfte die Abstoßspachtel in einem dritten Arbeitsgang wieder ran. Alle Spachtelstellen mit der Abstoßspachtel bearbeitet bedeutet, wesentlich weniger Aufwand mit dem Feinspachtel im nächsten Arbeitsgang.

Feinspachteln mit der JapanspachtelJetzt haben wir in Arbeitsgang Nummer Vier alle Stellen mit der Japanspachtel und Fermacell Flächenspachtel nach bearbeitet. An den Stößen von Platten darf es dann auch etwas mehr Spachtelmasse sein. Wir haben wir eine 25cm  und eine 40cm Breitspachtel verwendet um möglichst gerade Übergänge zwischen den Platten zu schaffen.

Auch hier gilt es wieder alles vor dem nächsten und letzten Arbeitsschritt alles durchtrocknen lassen.

Jetzt endlich durfte auch unser Bosch Schleifer sein ran. Bosch PWR 180 CE Wir haben für den ersten Versuch ein 120er Schleifblatt verwendet, da es derzeit kein Nachschub an feinerem Schleifpapier gibt. Die drei Kilogramm des Gerätes merkt man auf jeden Fall. Schlauch und Stromkabel sind mit zweieinhalb Metern relativ knapp, vor allem wenn man auf der Leiter arbeitet.

Für Ecken lässt sich der obere Teil der Schutzgehäuses entfernen. Somit lässt sich auch bis in jede Ecke schleifen.  Dank der Bürsten, kann man das Gerät erst einmal aufsetzen, bevor man es an die Wand oder Decke drückt. Somit setzt die Schleifscheibe immer Plan auf. Versehentlich Rillen  mit der Kante in die Wand zu schleifen war uns somit nicht möglich.hus23_ecken_schleifenDas Schleifgerät ist so schwer, da im inneren eine kleine Turbine sitzt, die den Staub in den Auffangbehälter oder den angeschlossenen Staubsauger befördert. Da wir keinen Feinstaubsauger der Klasse M hatte, haben wir den recht teuren Auffangbehälter mitgekauft. Mit 200 Euro ist dieser für ein Stück Plastik mit Filter recht teuer.

Bosch PWR 180 CE AuffangbehälterAuf jeden Fall ist erfreulicherweise der meiste Staub in dem Behälter gelandet. Nichts im Vergleich von deren Schleifarbeiten, die wir bereits im Trockenbau hatten. Hat sich der Filter einmal vollgesetzt, kann man mit zwei, drei Umdrehungen an einem außen liegenden Rad diesen wieder entstauben ohne den Behälter öffnen zu müssen.

SchleifresteTrotz Staubbehälter haben wir mit  Atemmasken mit Feinstaubfilter gearbeitet.

Atemmaske mit FeinstaubfilterSieht zwar martialisch aus, die Halbmasken sind im Vergleich zu den Einwegmasken aus dem Baumarkt absolut dicht. Die Lungen danken es wohlwollend. Die Masken lassen sich außerdem wiederverwenden und die Filter gibt es im 10er Pack.  Wir haben die Masken gleich als Set bestellt, und haben somit auch noch Filter für Flüssigkeiten bzw. Dämpfe – von den jedoch bei unserem Bau zum Glück keine entstehen. Außerdem empfiehlt es sich bei der Maschine mit Ohropax zu arbeiten. Gerade bei längeren Schleiforgien ist dies wesentlich angenehmer.

Geschafft haben wir in der ersten Runde zunächst die erste Spachtelrunde im Erdgeschoss. Allerdings haben wir den Teil des Hausflures bereits der kompletten Kur unterzogen, da diese Woche bereits die Treppe kommen soll.

hus23_der_geschliffene_treppenbereichIm Bereich der Treppe wollte dann aber nicht mehr mit dem schweren Gerät hantieren. Die Fuge auf dem Bild bleibt übrigens offen – da haben wir vorsichtshalber bei unserem Bauleiter nochmal nachgefragt: Die Fuge darf nicht verspachtelt werden und wird vom Treppenbauer wohl später verblendet.

Nach dem fünf Stufen Programm sind die Wände nun glatt wie ein Kinderpopo…

Estrich Ausbesserungen

Nachdem die Fußbodeneinleitung unserer Mehrsparteneinführung vergangene Woche verlängert und alle Hausanschlüsse verlegt wurden, konnte nun auch endlich diese Baustelle abgeschlossen werden. Nach Rücksprache mit unserem Bauleiter haben wir nun den Estrich rund um die FUBE ausbessern können.

Da es sich bei unserem Estrich um schwimmenden Estrich handelt, darf das nachgebesserte Stück nicht direkt an die FUBE anschließen, da der Rest des Estrich sich dadurch nicht mehr bewegen könnte. Daher haben wir zunächst einen Randdämmstreifen rund um die FUBE gelegt. Zum Glück hatten die Männer der Estrichfirma einiges an Material zurück gelassen. Sowohl Dämmung als auch Randdämmstreifen konnten wir so recyclen.

FUBE RanddämmstreifenDanach haben wir einen Sack Estrich angemacht und in der Aussparung verteilt. Der Estrich soll dabei erdfeucht sein. Mittels Kelle und Wasserwaage haben wir den Estrich dem vorhandenen Gefälle angepasst und abgezogen. Da der Platz hinter und neben der FUBE recht knapp bemessen ist, war dies einiges an Fummelarbeit.  Die drei Stunden Verarbeitungszeit haben wir zwar nicht zur Gänze ausgenutzt, waren aber dankbar, dass der Estrich nicht binnen einer Stunde zu verarbeiten ist. Inzwischen ist uns nun auch klar, warum weder Estrichfirma noch Fliesenleger an diese Ecke ran wollten.  Als sehr hilfreich hat sich hierbei eine kleine Stukateur-Spachtel erwiesen, mit der wir fast in jeden Winkel gekommen sind.

Der ausgebesserte Estrich

Da wir in der Ecke der Mehrspartenhauseinführung keine größere Belastung erwarten, können wir sowohl auf Klammern als auch auch dem Verharzen des Estrichs verzichten. Das spart einiges an Zeit und Nerven, da keine Abstände für den Harz benötigt werden und keine Schlitze für die Klammern gefräst werden müssen.

Auch hinter dem Acalor Wasserspeicher gilt es noch ein Flicken nachzubessern. Allerdings ist hierfür zunächst ein erneuter Gang zum Baustoffhandel erforderlich, da wir einen weiteren Sack Estrich benötigen. Wir verwenden im übrigen Fertigestrich im 25 KG Gebinde. Das spart das Mischen, und ist mit 2-3 € pro Sack vernachlässigbar. Da wir noch einige Wochen Zeit haben, bis wir Fliesen legen werden, haben wir außerdem normalen Betonestrich verwendet. Alternativ gibt es auch Schnellestrich, der bereits nach 25 Stunden Belegreife erreicht. Der Faktor Zeit hat jedoch seinen Preis. Mit ca. 20-30 € kostet ein solcher Sack Schnellestrich das zehnfache des normalen Betonestrichs.