Der Estrich kommt

Nachdem Montags bereits der Estrichleger zur Verlegung der 20cm Isolierung vor Ort war, und Acalaor am Montag Abend und Dienstag die Installation der Heizung in Erdgeschoss und Dachgeschoss fertiggestellt hatte, stand die dreiköpfige Estrichkolonne am Mittwoch schon um 08:15 Uhr vor der Tür. PutzmeisterInzwischen waren auch zwei Paletten Portlandzement, eine LKW Ladung Kies und der Putzmeister M740 vor Ort. 6 Stunden und 1.500 Liter Wasser später war der Estrich dann auch in beiden Räumen ordentlich verteilt.

Der Estrich fließt...Aus Laiensicht hat unser Estrichleger ordentliche Arbeit geleistet. Aussparungen bzw. Winklel an den Abflüssel, für unser Mehrspartenproblem und für die Nacharbeiten, die Acalor noch für die Zuführung zu erledigen hat, sitzen alle wie geplant. Da der Estrichleger im Technikraum den Abfluss bemerkte, hat er außerdem gefragt ob er ein kleines Gefälle vorsehen soll. Auch bei der geplanten Badewanne wurde explizit gefragt, ob denn eine Aussparung notwendig sei.  Hier war es gar nicht schlecht, dass der Bauherr den ganzen Tag vor Ort war und einen kritischen Blick auf das ganze Geschehen hatte.

Eigentlich soll das Haus nun vier Tage verschlossen sein, damit der Estrich genügen Zeit hat, abzubinden. Geöffnete oder gekippte Fenster könnten in dieser Zeit dazu führen, dass der Estrich durch vorzeitige Austrocknung schüsselt.

Alles kein Problem, wäre am Vorabend nicht die Fensterscheibe der Küchentür gewechselt worden. Zu unserem Schrecken war diese noch offen, zwar angelehnt aber eben nicht geschlossen. Der Türgriff hat’s verraten.

Verräterischer Griff - die offene KüchentürNach kurzer Rücksprache mit unserem Bauleiter haben wir die Tür mit jeder Menge Klebeband abgedichtet. Da der Estrich nach 24 Stunden bereits abgebunden hat und (vorsichtig) begehbar (= keine Punktbelastung) ist, hatte wir abgesprochen am kommenden Abend die Türe von innen zu verschließen.

Am nächsten Morgen Stand wieder  „Kommando Fassadestreichen“ auf dem Programm. Um so größer der Schreck, all wir im Obergeschoss an der Außenseite des Bades jede Menge Kondenswasser an der Malerfolie feststellen mussten.

KondenswasserIrgendwie Glück im Ungllück, dass wir gerade dieses eine Fenster noch mit Folie zugeklebt hatten. Nach einem kurzen Kontrollgang auf dem Gerüst hatte sich nämlich unserer schlimmste Befürchtung bewahrheitet: Das Fenster war nicht geschlossen, sondern, ähnlich wie die Küchentür, lediglich angelehnt.  Also haben wir auch dieses Fenster von außen mit gefühlten zehn Kilometern Klebeband abgedichtet.

Badfesner provisorisch abgedichtet...Unser Provisorium musste nun nochmals ein Tag halten, bis wir mit Leiter und einem Brett zum unterlegen anrücken konnten. Da bei dem dem frischen Estrich eine Punktbelastung vermieden werden soll, legt man unter die Leiter ein Brett, eine Styroporplatte oder ähnliches um die Lasst besser zu verteilen. Bei 100% Luftfeuchtigkeit und durch den reagierenden Zement erzeugte subtropischen Temperaturen durfte sich der Bauherr also zu den einzelnen Fenstern vorarbeiten. Nach geglückter Mission war nun auch endlich Durchatmen angesagt. Für den Rest der Woche darf der Estrich nun ungestört abbinden.

Alles in allem hatten wir Glück im Unglück. Die offene Küchentür wurde rechtzeitig bemerkt, das Badfenster war glücklicherweise mit Folie abgeklebt.  Sollen wir jemals wieder bauen, werden wir uns höchstpersönlich vor der Einbringung des Estrichs versichern, dass alle Türen und Fenster korrekt verschlossen sind.

Ab kommende Woche startet dann unser Lüftungsdienst. Drei Mal täglich für zehn Minuten Stoßlüften…

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