Ende Woche Vier

In der vierten Woche, in der die Zimmerleute vor Ort waren, ist einiges passiert. Montags waren bereits die Kaminbauer vor Ort und haben den Schornstein gemauert. Außerdem wurde von den Zimmerleuten gleich am Montag der Spitzboden fertig gestellt.

SpitzbodenDienstag früh wurden dann auch schon die Dachsteine geliefert und das Dach wurde eingedeckt. Gleich in der Früh erhielten wir dann auch einen Anruf unseres Bauleiters: Anstelle des gewünschten Ausstiegsfensters für den Spitzboden wurden Trittstufen für das ganze Dach geliefert. Wir hatten dies im Laufe der Vorbereitungen einmal geändert. Hier lag wohl noch ein alter Plan der Bestellung zugrunde. Auch hier reagierte Danhaus in bereits gewohnt unkomplizierter Weise: Das fehlende Material wurde schlichtweg bestellt. Die, für das Ausstiegsfenster notwendigen Trittstufen wurden bereits montiert, während für das Fenster selbst erst einmal eine Aussparung in der Eindeckung bleibt. Das fehlende Fenster wird dann wohl kommende Woche eingebaut. TrittstufenAm Dienstag kam auch Firma Müller zum zweiten Montagetermin. Nach kurzer Durchsprache wurden im Obergeschosse die Rohre verlegt und die Anschlüsse verlegt. Hier ging man auf all unserer Wünsche ein. Vorsichtshalber hatten wir für alle Armaturen, die wir in Eigenleistung montieren die Montageanleitungen an die Wände geklebt.

Rohinstallation im ObergeschossSo wurden Die Anschlüsse an die korrekten Stellen (mit den notwendigen Abständen) angebracht. Auch das Rohbauteil unseres freistehenden Wanneneinlaufs wurde in dem Zug von den Monteuren angeschlossen.

Rohbauteil für WanneneinlaufIm Erdgeschoss wurden die restlichen Leitungen auf dem Boden verlegt, der Ablauf im Hauswirtschaftsraum montiert und alle Rohre isoliert. Nach ein paar Stunden wurde bereits die Dichtigkeitsprüfung der Rohinstallation vorgenommen. Hierzu werden alle Anschlüsse abgedichtet und per Pumpe der dreifache Betriebsdruck im Rohrsystem aufgebaut. Insgesamt hielt die Installation somit guten 16 Bar Druck stand.

Dichtigkeitsprüfung der RohinstallationGleichzeitig haben die Zimmerleute unsere Vorwandinstallation im Obergeschoss verkleidet. Hier mussten wir ja vergangene Woche aufgrund eines Versatzes in der Rohrführung spontan umplanen.

Vorwandinstallation

Kurz vor Feierabend kam sogar noch die Firma Elku direkt von einer anderen Baustelle, so dass auch die Elektroinstallationen für das Obergeschoss durchgesprochen werden konnten.

Auch die Monteure von Elku haben die gesamte Installation des Obergeschosses am Folgetag durchgeführt. Abends hatten die Zimmerleute bereits die Verkleidung bereits vollständig fertig gestellt. Glücklicherweise waren noch genügen Holzbohlen vor Ort und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die fertige VorwandinstallationZwischendurch wurde dann auch noch die Treppe zum Spitzboden montiert, und das Dachflächenfenster verkleidet. Alles in allem bleiben also nur noch Restarbeiten im Innenbereich, der von den Zimmerleuten in ihrer letzten Woche erledigt werden muss.

Treppe zum Spitzboden

Für die Zimmerleute lief jedoch leider nicht alles so glatt. Die linke Hausseite konnte noch nicht eingedeckt werden, da die Schalung, also die Holzverkleidung, nicht fertiggestellt werden konnte. Leider wurden nicht genügend Schalungsbretter geliefert. Ebenfalls eine Arbeit, die sich noch in die nächste zieht. So bleibt der Teil des Vorderdaches noch ein paar Tage ungedeckt. Leider verzögert sich dadurch auch der geplante Einsatz von Bauherrin und Bauherr in Sachen „Projekt Flinke Pinsel“ um eine Woche, da die Eigenleistung Fassade streichen erst durchgeführt werden kann, wenn die Schalung vollständig angebracht ist. Allerdings muss dafür noch das Gerüst stehen, was das Zeitfenster am Ende wohle auf ein paar wenige Tage einschränkt. Nicht genügend Schalungsbretter Von den Elektroinstallateuren hat der Bauherr im Laufe der Montage noch einen wertvollen Tipp erhalten. Die Auslasse unserer Leerrohre für eine spätere Kabelverlegung Richtung Garage wurden von den Rohauern der Firma Göllner auf Höhe der Bodenplatte geplant. Da dieser Rohre noch kurzfristig vor dem Termin der Bodenplatte von uns eingeplant wurden, fehlen diese wohl in den Plänen der Estrichfirma. Wir gehen einfach vom schlimmsten Fall aus und nehmen also an, dass die Rohre in er kommenden Woche einfach übersehen werden.

LeerrohreEin Besuch im Baustoffhandel, 20€ und vier PVC-KG 30° Winkel später konnten wir das Problem erst einmal entschärfen. gleichzeitig sind wir der Bitte des Monteurs nachgekommen, die Auslasse näher an die Wand zu legen, da diese derzeit recht weit davon entfernt sind.

Leerrohre v2Nachdem Bauherrin und Bauherr auch an diesem Wochenende den Bauplatz aufgeräumt hatten, sind wir nun auf die letzte Woche mit unseren Zimmerleuten gespannt…

Bauherren Frondienst

Diesen Samstag war wieder „Baustelle aufräumen“ angesagt. In der dritten Woche haben die Zimmerleute jede Menge Abfallholz fabriziert. Da das Holz zumindest in unserer Region nicht in den Baumischabfall darf, haben wir uns bereit erklärt, das Bauholz regelmäßig vom Bauplatz zu schaffen, damit das Arbeiten dort nicht ins Stocken gerät.

Bauholz Insgesamt sind an diesem Tag zwei Fuhren Holz angefallen. Neben dem eigentlichen Abfall mussten außerdem jede Menge Einwegpaletten entsorgt werden. Holz Ladung EinsInsgesamt sind so bereits vier Ladungen Holz angefallen, wie wir über die letzten drei Wochen hinweg entsorgt hatten.

Holz Ladung ZweiNach einigen Stunden und zwei Fahrten war der Bauplatz wieder endlich sauber und ist nun bereit für die Ankunft der Dachziegel…

Der Bauplatz nach dem Bauherren Frondienst

Ende Woche Drei

Die dritte Woche ist vorbei und wieder hat sich jede Menge innen und außen getan. Spitzboden und Dach sind inzwischen vollständig gedämmt und gelattet und an den Giebeln wurde bereits die Schalung angebracht. Hus 23 AußenansichtAuch unser Panoramaerker wurde inzwischen vollständig verkleidet und die Schalung verbaut. Wir sind immer wieder erstaunt wie schnell die Zimmerleute arbeiten.

PanoramaerkerIm Eingangsbereich wurde bereits die ersten drei Bretter erbaut. Wie wir inzwischen gelernt haben, wäre es für die Zimmerleute wesentlich weniger Arbeit gewesen, wäre der Eingangsbereich geklinkert. Der Giebel wäre in dem Fall bereits mit der Schalung vorgefertigt worden. So müssen die Zimmerleute die fünf Meter langen Bretter eines nach dem anderen einpassen.

04_hus23_verschlaung_eingangAuch im Innenbereich ist einiges passiert. Der gesamte Innenbereich wurde isoliert und abgedichtet. An allen Seiten wurden die ersten Wandteile montiert. Sofern darin Rohrleistungen verlegt werden, haben die Zimmerleute die vorgefertigten Wände bereits geöffnet, dass die Installateure kommende Woche direkt weitermachen können.

Die erste WandAn unserem Giebel erkennt man gut die Danhaus Polarisolierung, die die Zimmerleute die letzten tage eingebracht haben.

IsolierungKommende Woche sollen dann die restlichen Wandteile montiert werden. Außerdem  werden wieder Elku und Müller vor Ort sein. Außerdem wurde die Estrichfirma für Ende der Woche bestellt und wird vermutlich als Vorbereitung die Isolierung für den Estrich durchführen. Auch der Kamin soll folgende Woche fertig gemauert werden. Wir hoffen nur, dass die vielen Handwerker sich nicht gegenseitig auf die Füße treten. zu guter Letzt wurden dann auch noch die Dachsteine von den Zimmerleuten für kommende Woche bestellt.

Der Baustellenhund Der einzige, der bisher das Obergeschoss noch nicht begutachten konnte ist unser Baustellenhund. Bis die Treppe eingebaut ist, muss er sich leider noch mit dem Erdgeschoss begnügen…

 

Anfang Woche Drei

Nach der kurzen Osterwoche sind unserer Zimmerleute wieder vor Ort und Zimmern was das Zeug hält. Nach einem Tag war bereits im gesamten OG der Fußboden fertig.

OG FußbodenSo kamen wir auch das erste Mal in den Genuss unseres Ausblicks aus unserem Kapitänsgiebel. Hier bestätigt sich, dass unser Danhaus Adelby die richtige Wahl war.

Ausblick aus dem Kapitänsgiebel Außerdem wurde bereits der gesamte Spitzboden isoliert. Jetzt kann auch endliche die USB Plane auf dem Dach fertig gestellt werden.

Spitzboden IsolationDas gesamte Material wurde über das Dach eingebracht. Damit klärte sich auch letztendlich das Rätsel, warum das Dach noch offen blieb, und nur mit Folie abgedeckt wurde.

Anfang Woche DreiBegrüßt wurde der Bauherr freundlich mit den Worten „Ich muss Dir mal was zeigen…“ – nicht unbedingt die Worte, die ein Bauherr am frühen Morgen hören möchte.

Tatsächlich zieht sich die Fehlplanung der Doppelbinder am Kapitänsgiebel nun die nächste Runde. Nachdem das Problem im EG gelöst war, ergab sich ein ähnliches Problem im DG.

Abluftrohre vs BinderGeplant war eine Vorwandinstallation des WCs mit Abluft in der dahinter liegenden Wand. Ähnlich wir im EG liegt über dem Rohr jedoch ein Binder, dieses Mal jedoch ein tragendes Teil. Daher wurde das Abluftrohr ca. 10cm  vor der zukünftigen Wand aus dem Dach herausgeführt. Der Rohrbogen hinge jetzt erst einmal in der Luft.

Als ob das nicht genug wäre, hat unser Polier eine weitere Diskrepanz zwischen Statik und Entwurfszeichnung gefunden. Unser geplantes Dachflächenfenster, ein Roto R75 mit einer Breite von 74 cm sieht sich mit einem Feld von einer Breite von 72 cm konfrontiert. Kurzum: es passt nicht.

Zu eng für das DachfensterZum Glück war unser Bauleiter in der Nähe und hat sich gleich auf den Weg gemacht. Das Problem Dachflächenfenster konnte mit ein paar Anrufen recht schnell gelöst werden. Der Doppelbinder ist nicht tragend  und wurde lediglich als Sicherheit vorgesehen. Für das Dachflächenfenster kann also ein Teil des Doppelbinders heraus getrennt werden und wird vermutlich mit einer Lasche abgesichert. Danach solle genügend Platz für das Dachflächenfenster sein.

Das zweite Problem gestaltet sich eher abenteuerlich. Die von uns geplante Vorwandinstallation kann wohl so nicht durchgeführt werden. Dem Architekturbüro hatten wir zu beginn eine Ablagehöhe von ca.1,20m mitgeteilt. Leider haben wir diesbezüglich nicht die Entwürfe geprüft. Zwar waren die Vorwandinstallationen eingezeichnet, aber nicht deren Höhe. Hier ein Tipp an alle Bauherren: bei solchen Vorwandinstallationen sicherstellen, dass diese in den Entwürfen mit einer Höhenangabe versehen sind.

VorwandinstallationHier hatten wir verschiedene Ideen durchdacht, die Abluft zuerst zur quer Dachschräge und von dort entsprechend zum Auslass zu führen. Als Varianten stünden somit zur Wahl, die Vorwandbau über die ganze Raumbreite oder den Drempel mehrere Zentimeter in den Raum zu ziehen. Alternativ könnten wir auf die Ablage verzichten und die Vorwandinstallation bis zur Decke zu ziehen. Alle Varianten leider nicht so, wie wir es über mehrere Monate hinweg geplant hatten.

Inzwischen haben wir uns halbwegs an kurzfristige Entscheidungen und überstürtzte Änderungen gewohnt und reagieren hierauf mehr oder weniger gelassen. Während unser Bauleiter als im Lauf des Tages verschiedene Varianten prüft, haben wir uns wieder einmal an das Reißbrett begeben.

Neue VorwandinstallationUm das Abluftrohr an der jetzigen Stelle zu nutzen, wird eine Vorwandinstallation benötigt. Also haben wir diese bis zur Decke gezogen. Da das Abluftrohr bis unter die Decke in der Wand verläuft, sehen wir eine Aussparung in der Verkleidung vor, wodurch sich letztendlich eine Art Rahmen ergibt. Im inneren lassen wir von der Firma Elku einen weiteren LED Spot einbauen, wodurch die Aussparung zusätzlich beleuchtet wird. Druck macht eben doch manchmal kreativ. Anstelle der plumpen Verschalung haben wir jetzt eine schicke Alternative.

Wir hoffen nun, dass unser Plan aufgeht, und dass dies die letzte große Überraschung war. Auf jeden Fall sind wir gespannt, wie weit unserer Zimmerleute bis zum Ende der Woche kommen. Für die kommende Woche sollen bereits die Dachsteine bestellt werden und der Rest des Kamins gemauert werden. Dann soll bereits die letzte Woche der Zimmerleute anbrechen, gefolgt von der Isolierung durch den Estrichleger, Acalor und dem Estrich – alles in einer Woche. Während der Trocknungszeit des Estrichs wird die Fa Göllner unsere Klinkerfassade anbringen, gefolgt von Hausanschlüssen und den ausstehenden Erdarbeiten. Das erste Mal können wir zusammen mit unserem Bauleiter auch einen Einzugstermin abschätzen. Ende Juli oder Ende August soll es es sein. Je nachdem wie schnell wir am Ende mit unseren Eigenleistungen fertig werden….

 

 

Zurück an’s Reißbrett

Wir nutzen die kurzen Pause, in der die Zimmerleute nicht auf unserer Baustelle sind, und kehren zurück an’s Reißbrett. Damit wir nach der Trockenphase des Estrichs direkt mit den Fliesenarbeiten begonnen werden können,  müssen wir diese mehrere Wochen zuvor bestellen. Wir haben uns für das ganze Haus für die Fliese Cerdomus Stage Pointe White entschieden, von der wir bereits im Vorfeld ein Muster in den Händen hielten.

Neben dem Verlegemuster stellte sich die Frage, ob die Fliese längs oder quer verlegt werden sollte. Ein diagonales Mustern schied für uns bereits im Vorfeld aus. Um einen Eindruck von der Wirkung zu erhalten, haben wir wieder einmal zu Maus und Tastatur gegriffen und ein Modell des Hauses erstellt.

Fliesen längs verlegtDie erste Variante mit einem längs verlegten Muster hat uns nicht sonderlich gut gefallen, weswegen wir nochmals eine Variante mit quer verlegten Fliesen erstellt hatten.

Fliesen quer verlegtEingangsbereich und Wohnzimmer wirken hierdurch wesentlich geräumiger. Auch in der zukünftigen Küche wirken die quer verlegten Fliesen wesentlich besser. Nachdem dieses Problem geklärt war, stellte sich die Frage nach welchem Muster die Fliesen verlegt werden sollen. Hier schlägt Cerdomus verschiedene Verlegemuster vor, für die sich gleich die benötigten Mengen an Fliesen berechnen lassen.

VerlegemusterWir haben uns für ein Muster entschieden, das von allen vier verfügbaren Fliesengrößen Gebrauch macht. Hierdurch sollten ein sehr aufgelockerter und natürlicher Eindruck entstehen.

Grob überschlagen werden wir 146 m2 Fliesen für beide Geschosse benötigen, von denen jedoch nur zwei der vier benötigten Formate lieferbar sind. Für die beiden restlichen Fliesengrößen wird laut Lieferant eine Bestellung im italienischen Werk notwendig sein, wodurch wir mit einer Lieferzeit von 5 bis 8 Wochen rechnen dürfen. Sobald der Estrich verlegt wird, werden wir daher die Bestellung aufgeben, damit die Fliesen rechtzeitig geliefert werden.

Einmal am Zeichenprogramm, haben wir uns noch Gedanken über die zukünftige Geländehöhe gemacht. Wir haben mit einem in zwei Richtungen abfälligen Gelände und einer abschüssigen Straße zu mehr oder weniger kreativ umzugehen. Die Frage nach ein oder zwei Stufen im Eingangsbereich und zur Terrasse gilt es zu klären. Außerdem müssen wir uns darüber klar werden, wie wir unseren Vorgarten anlegen wollen.

Geländehöhe aus SüdostenAm Ende haben wir uns für eine Stufe bzw. ein kleines Podest im Eingangsbereich entschieden, allerdings werden wir hierfür noch ein wenig Mutterboden auffüllen müssen. Ein wenig beneiden wir schon die Bauherren, die auf ebenem Gelände bauen können.

Geländehöhe aus NordwestenDanke der Zeichnungen haben wir nun auch eine bessere Vorstellung, wie wir weiter mit dem Außenbereich verfahren können…

Ende Woche Zwei

Die zweite Woche seit Richtung ist nun vorbei, und einiges hat sich unserem Danhaus getan. Das Richtfest ist vorbei und die Zimmerleute waren vorrangig mit dem Ausbau des Obergeschosses beschäftigt.

IMG_3693Nicht wenig Zeit nimmt anscheinend der Ausbau des Kapitänsgiebels in Anspruch. Dort steckt im wahrsten Sinn des Wortes jede Menge Holz dahinter. Außerdem wurde zwischenzeitlich der Trempel verkleidet und teilweise die Dampfbremse in modischem Streifenmuster angebracht. Ausbau KapitänsgiebelIm Erdgeschoss wurden sämtliche Wände im Boden verankert.  Hier wird vermutlich nichts mehr verrutschen.

Anker an den WändenDie Firmen Müller und Elku waren ebenfalls für den ersten Montagetermin vor Ort und haben die Elektro- und Sanitärrohinstallation im EG vorgenommen. Der UP-Spülkasten im EG ist zwischenzeitlich verkleidet. Wir haben uns hier gegen eine Ablage entschieden, da das seitliche Lüftungsrohr hätte verkleiden werden müssen. Das war leider eine kurzfristige Änderung, da wir mit dem Rohr für die Abluft nicht gerechnet hatten. Eine solche Nische in der Wand war aber sowohl für Bauherrin als auch Bauherr nicht sonderlich attraktiv. Die 15 cm Raumverlust sind im Gäste WC verkraftbar und werden für eine klare Lininenführung im Raum gerne hingenommen..

Gäste WC VorbauIm Technikraum laufen inzwischen alle Netzwerk, TV-, SAT- und  Stromkabel für Lichtschalter, Auslässe und Steckdosen des Erdgeschosses und des Außenbereiches zusammen.

Technikraum KabelwirrwarrDie Sanitärrohinstallation im EG ist ebenfalls abgeschlossen. Alle Wasser- und Abwasserrohre wurden in Schallschutzschläuchen verlegt. Außerdem wurden die Anschlüsse bereits für das Obergeschoss verlegt.

AbwasserinstallationKopfschmerzen hat und einzig und allein das DN 125 Abflussrohr aus dem Obergeschoss bereitet. Hier mussten unserer Installateure leider feststellen, dass ein Dreifachbinder im Weg ist. Hierbei handelte es sich um das selbe Phänomen, das wir bereits beim Kapitänsgiebel hatten. Die Fa. Schnorr hatte nach Statik gearbeitet, die Wände wurden wohl nach den Entwurfszeichnungen gebaut,  die Änderungen aus dem Holzbau kamen dann aber wohl hier nicht mehr im Danhaus Werk in Dänemark an. Wäre dies ein Einfachbinder, hätte das Rohr wohl ohne Probleme gepasst. Rohr - Balken - PattAm Abend unseres Richtfestes haben wir dann mit unserem Bauleiter verschiedene Varianten durchgesprochen, von Prüfung der Statik bis hin zur vollständigen Umgestaltung unseres Bades. Hier hat sich unser Bauleiter für uns eingesetzt und letztendlich mit den Statikern eine Lösung gefunden. Nach einer schlaflosen Nacht, die verschiedenen Varianten durchdenkend, haben wir gleich früh morgens von ihm erfahren, dass eine statisch tragbare (Wortwitz!) Lösung gefunden wurde.

Rohr schlägt StatikDer Dreifachbinder konnte an zwei Bindern durchtrennt werden und wird mit zwei Wechseln und einer zusätzlichen Seekieferplatte anstelle der normalen Spanplatten verstärkt. Somit sollte die Statik doppelt und dreifach abgesichert sein. Die Reparatur wurde wohl mal wieder mit der Kettensäge durchgeführt….

Richtfest

Am 1. April war es endlich so weit: unser kleines Richtfest wurde ausgerichtet. Wir wollten weder Besen auf dem Dach noch eingemauerte Flaschen im Giebel. Obwohl diese Bräuche heute wohl kaum mehr gepflegt werden, wollten wir so zumindest ein kleines Dankeschön an unserer Zimmerleute richten, die weit entfernt von Zuhause für uns das Häuschen bauen. Eltern, Nachbarn, und die Helfer waren eingeladen. Nachdem wir alles notwendige auf die Baustelle gefahren hatten, haben uns unserer Zimmerleute geholfen Platz im Chaos zu schaffen. Die eigens für den Anlass angeschafften Bierbänke und Tische (eine Investition in die Zukunft) wurden im EG aufgestellt. Das Weihnachtsgeschenk der Bauherrenschwiegereltern, ein modularer Tapeziertisch, wurde dem Wunsch des zukünftigen Schwiegervaters zum Serviertisch umfunktioniert. Quais ein Geschenk mit Eigennutz. Die Bauherreneltern haben für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Über so viel Unterstützung freut man sich natürlich in der „heißen“ Bauphase ungemein.

Richtfest im RohbauDie Monteure der Firma Elku wollten die Kabel kaum aus der Hand legen. „Nur noch eins… und noch das hier…“. Nur nach gutem Zureden des Bauherren und  des Poliers, konnten doch auch die Männer überzeugt werden, eine Pause einzulegen.

Den Baum hatten unserer Zimmerleute bereits zuvor in Windeseile am Gerüst befestigt. Gesponsert von den den Bauherreneltern, wurde der Baum zu deren Hausbau vor 15 Jahren gepflanzt und durfte  nun als Richtbaum für ein neues Häuschen dienen. Wie alle Dinge mit Bedeutung wurde dieser von der Bauherrin mit einem Namen versehen: Henriette heißt der Baum. Am Richtbaum waren auch Tücher angebracht, die für die Zimmerleute bestimmt waren. Nachdem ausgefochten war, wer den Richtspruch hält, und die Jungs von Elku endlich das letzte Kabel aus der Hand gelegt hatten, ging es dann auch endlich los.

Hus23 RichtspruchNach dem Richtspruch wurde natürlich angestoßen und dem Brauch entsprechend vom Zimmermann das Glas zerschmettert. Bauherrin und Bauherr hat’s gefreut, dass das Glas am Ende auch zerschellt ist.  Überhaupt scheint es das Wetter dieses Mal gut mit uns gemeint zu haben, auch wenn es ein wenig verrückt gespielt hat. Abwechselnd Regen und Wind, aber Sonnenschein, als die Gäste kamen, gefolgt von abwechselnd Regen und Wind, aber Sonnenschein als der Richtspruch vorgetragen wurde. Es schient fast so als ob sich Sturmtief Niklas für die vergangene Woche entschuldigen wollte. Nach dem Richtspruch wurde Speis und Trank  gereicht. Alle saßen zusammen, und wird haben sogar vergessen ab dann Photos zu machen. Aber so soll es sein. Am späten Abend kam dann auch noch unser Bauleiter vorbei, was uns besonders gefreut hat.

Ein Tipp an alle angehenden Bauherren: Vor dem Richtfest muss man keine Angst haben. Es wird gebaut, und entsprechend wird keine Schickimicki-Party erwartet. Es gilt ein Dank an die Zimmerleute auszusprechen. Uns selbst hat die Seite Richtfest.info einige Tipps gegeben. Wir selbst hatten Glück mit unserem Richtbaum. Ansonsten ist es wohl schwer heute einen Baum auf legalem Weg zu bekommen. Ein Gang zum Gartenfachgeschäft war bei uns erfolglos. Als Tipps kann man sich an das zuständige Forstamt halten, ob es zufällig kleine Bäume gibt, die geschlagen werden. Alternativ kann man sich natürlich Richtkränze im Blumenfachgeschäft binden lassen oder, sollte die Richtung um die Weinachtzeit erfolgen, auf einen Weihnachtsbaum zurückgreifen. Wir haben uns auf jeden Fall über unserer Henriette gefreut und können es kaum abwarten bis es mit unserem Häuschen weiter geht…