Der Richttermin – Tag 1

Nachdem am Vortag bereits die Zimmerleute die Vorbereitungen getroffen hatten und abends der erste LKW vor dem Grundstück stand, konnte es also am nächsten Tag losgehen. Die Absperrung wurde bereits um 6 Uhr morgens eingerichtet, also machten wir vom ausgewiesenen Recht „Anlieger frei bis Baustelle“  gebraucht. Schon von Weitem konnten wir den Autokran erkennen – der zugegebenermaßen größer als gedacht war.

Der Autokran Auf der Baustelle angekommen waren die Zimmerleute, der LKW-Fahrer und Kranfahrer um sieben Uhr bereits fleißig am Abladen des ersten LKWs. Da dieser noch Binder eines zweiten Hauses geladen hatte, war hier Eile angesagt.

Der erste LKW wird abgeladenMit dem ersten LKW kommen die Binder, also das Obergeschoss des Hauses. Noch bevor dieser abgeladen war, stand auch schon der zweite LKW vor der Tür und lieferte das gesamte Untergeschoss. Kaum in die schmale Gasse rangiert, flogen die ersten Wandteile ein.

Die ersten Wandteile werden abgeladenKurz vor neun Uhr war der Ladeplatz nun nahezu voll gestellt: Binder, Bretter, palettenweise Material und vereinzelte Wandteile.

Der LadeplatzKurz nach neun Uhr war es dann soweit. Das erste Wandteil wurde gestellt. Angefangen wird dabei mit den Innenwänden, die auf die am Tag zuvor vorbereiteten Schienen gesetzt werden. Als Bauherr hat man da wenig zu tun, außer zu staunen und regelmäßig im Weg zu stehen.

Die erste WandWährend das Häuschen also aus dem Boden schießt, erweist sich das Bauvorhaben als regelrechte Touristenattraktion. Regelmäßig kommen Nachbarn vorbei und verwickeln Zimmerleute, Bauherr und LKW-Fahrer regelmäßig in Gespräche. Freundlich bleiben heißt es da. Und das obwohl allen der Zeitplan im Nacken sitzt: Der dritte LKW war schließlich bereits auf dem Weg. Kurz nach 12 war es dann endlich so weit, das letzte Teil des Erdgeschoss wurde gestellt.

Das letzte Teil wird gesetztNoch während die letzte Wand gesetzt wird, rollt der dritte LKW an und die Männer der Gerüstbaufirma beginnen mit der Einrüstung. Während das Gerüst wächst, werden bereits die zu Beginn ausgeladenen Binder nacheinander gestellt.

Der erste BinderBemerkenswert ist dabei die Schnelligkeit und Präzision, mit der der Trupp die Bauteile nacheinander setzt.

BinderAus dem dritten LKW werden noch mehr Paletten und noch mehr Teile entladen. Zwischendurch liefert eine Spedition das Dachfenster an. Überhaupt herrscht reger Betrieb. Auch bei unserem Nachbarn wird Material geliefert. Palettenweise Rigips Platten und ein LKW voller Rokwool Dämmung. Manchmal ein Wunder, dass das Material nicht an der falschen Baustelle abgeladen wird. Bei uns klappt alles, und viel wichtiger: Es fehlt kein Material. Auch das soll es ja geben.

Fermacell auf PalettenWie wir bereits gelernt hatten: Die Danhaus Wände sind im EG bereits ab Werk doppelt verplankt. Im DG wird dies durch die Zimmerleute gemacht. Auch das Fermacell wir per Kran eingeflogen. Überhaupt wird nahezu alles Material, dass im DG verbaut wird, auf Paletten geliefert und direkt im DG abgeladen. Logistisch betrachtet, ist der Prozess bei Danhaus sehr gut durchdacht. Wir sind positiv überrascht, wie reibungslos dies bei uns klappt.

Inzwischen können wir auch ein Blick ins Innere wagen. Der Leimbinder, der sichtbare Balken in der Küche, ist bereits gesetzt.

Leimbinder    Leimbinder aus der Küche gesehen

Im Außenbereich liegt immer noch eine Menge Holz. die Statik gibt die Menge vor. Bei uns ist es wohl viel Statik und damit viel Holz. Wir entdecken auch, dass unser Holz aus Schweden kommt – also wird es doch irgendwie ein Schwedenhaus.

Viel Holz    Timber Sweden

Aus dem LKW kommen zwischenzeitlich immer noch Paletten, die um und in das Haus verteilt werden. Wie wir lernen, sind die Wände des DG zwar auf Höhe, aber nicht auf Breite fertig montiert. Eine Wand besteht also aus mehreren Teilen, die allesamt fein säuberlich auf der Palette gestapelt sind.

PalettenAls Letztes wurden am späten Nachmittag die beiden Gibelwände gestellt. Hier hat sich die Anwesenheit des Bauherren noch einmal gelohnt. Beim Ausladen wurden die beiden Wände vertauscht, und fast wäre somit das Badfenster mit Ornamentglas im Arbeitszimmer gelandet.  Nach kurzer Aufregung disponierten unserer Zimmerleute um und wechselten ohne größeres Aufsehen die Seite. Einzig und alleine der LKW-Fahrer zog den Kürzeren. Er musste nun warten, bis auch das zweite Teil montiert werden konnte. Auch hier lernten wir, dass die LKWs bis zu einer bestimmten Uhrzeit entladen sein mussten, da Verzug für den Bauträger Extrakosten bedeutet. Dank des Einsatzes unserer Zimmerleute konnte dies jedoch vermieden werden.

GiebelDas letzte Teil war somit entladen und der LKW war leer.  Fast pünktlich konnte sich somit unserer Fahrer auf den Weg machen und zu seiner nächsten Tour aufbrechen.

Der letzte LKW

Die Gaube, unseren Kapitänsgibel, heben sich die Zimmerleute für den zweiten Tag auf. Das Gerüst steht zwischenzeitlich und ist freigegeben. Dem Bauherr obliegt es nun für den kommenden Tag einen 7cbm Container für Baumischabfälle und drei sogenannte Big Bags für Dämmmaterial zu ordern.

Der Richttermin - Tag 1Während der ganzen Zeit haben Bauherr, Bauherrin und die Bauherreneltern für das leibliche Wohl des Bautrupps gesorgt: Kaffee, Tee, belegte Brötchen, Brezeln und süße Stücke. Da wir in unserer Wahlheimat weder Lebensmittelgeschäft noch Bäcker haben, haben wir uns um unsere Handwerker gekümmert. Schließlich arbeitet es sich hungrig nicht sonderlich gut…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.