Das erste Bauteil

Die vergangene Woche war nicht weniger nervenaufreibend als die Woche zuvor. Langsam gewöhnt man sich jedoch an die dringenden Anrufe morgens um halb neun.

Unser Netzbetreiber hat sich gemeldet, und die Bestellung unserer Mehrspartenhauseinführung in die Wege geleitet. Auf mehrmalige Nachfrage die Wochen zuvor wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass noch diverse Pläne vorgelegt werden müssten. Plötzlich scheint jedoch alles ganz schnell und wie von alleine zu passieren. Die Firma Elku hatte sich bei unserem Netzbetreiber gemeldet uns sich um alles gekümmert. IUns blieb also nur noch übrig die Bestellung der MHE zu unterzeichnen und abzuschicken. Zwei Wochen sollte dies dauern.

Am Morgen danach erhielten wir vom Lieferanten einen dringenden Anruf, die MHE könne abgeholt werden. Zwei Pakete und 24m Leerrohr. Dank Hänger (jetzt sind wir froh uns gegen ein Baustellenfahrzeug entschieden zu haben) konnten wir also unser erstes Bauteil unseres zukünftigen Hauses abholen.

Hus 23 MHE LeerrohreAuch Clayton hat sich gemeldet und uns unser zweites Bodengutachten, dank Aufpreis innerhalb weniger Tage geliefert. Kurzum: Keine Erdarbeiten bei schlechtem Wetter und Frost, und die unten aufgezeigte Aufschüttung darf nicht mit dem Aushub erfolgen. Leider lässt sich das Material laut Gutachten nicht verdichten und es muss auf sogenannten V1 Material zurückgegriffen werden, das entsprechend verdichtet werden kann. Wir hoffen der Aushub kann zumindest zur Geländemodellierung verwendet werden, um das Abfahren zu vermeiden. Eine Überraschung, auf die wir so kurz vor Baubeginn doch gerne verzichtet hätten. Das nächste Gespräch vor Ort mit Bauleiter, Erdarbeiter und der für die Gründung zuständige Firma wird Klarheit schaffen. Es bleibt also spannend….

Auch Danhaus hatte sich nochmals gemeldet, die Finanzierungsbestätigung lag noch nicht im Original vor. Wir hatten zwar eine Kopie per E-Mail und Fax zugesendet, hatten aber im Eifer des Gefechts vergessen, das Original nachzureichen. Auch das wurde noch kurzfristig erledigt.

Positive Überraschung gab es auf finanzieller Seite dennoch: Die geleistet Mehrwertsteuer der PV-Anlage wurde vom Finanzamt zurückerstattet.  Da wir  umsatzsteuerabzugsberechtigung sind, konnte die Rechnung der PV-Anlage bereits eingereicht werden, nachdem wir diese bereits bei Danhaus bezahlt hatten. Dafür hatten wir kurzfristig den Zahlungsplan angepasst. Danhaus hatte sich hier mehr als flexibel gezeigt. Unser Steuerberater hat das Restliche erledigt. wir hatten uns diesbezüglich bereits sehr früh mit unserem Steuerberater abgestimmt, was hier das beste Vorgehen ist. hier können wir nur raten: Frühzeitig erkundigen und sachkundige Unterstützung holen, sollte die Anschaffung einer PV-Anlage geplant sein.

Die zweite positive Überraschung war dann ein weitere Anrufers des Netzbetreibers. Die Versorgungsleitungen werden nicht auf dem kürzesten weg aus dem Gebäude sondern auf dem direkten Weg Richtung Übergabeschacht ausgeleitet. Dies bedeutet für die Trassenführung etliche Meter weniger Graben und Kabel und somit einige Euros weniger – sprichwörtlich – im Sand versenkt. So hatten wir die Trassenführung ursprünglich auch gewünscht.  Normen, DIN und Vorschriften hatten uns hier jedoch anfangs einen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Ein Baublog um die Ecke

Wieder sind wir mehr oder weniger zufällig über einen weiteren Baublog gestolpert, der in unserer Region angesiedelt wird: Cathini – Hausbau im Kraichgau.  In der Vorauswahl kam Danhaus wohl auch bei diesen Bauherren in Frage.  Aufgrund der Hanglage fiel die Entscheidung gegen ein Fertighaus (und den damit verbundenen Mehrkosten an einer Hanglage) entschieden. ein Punkt, der uns auch gerade wieder durch aus deutlich wird.

Cathini - Hausbau im KraichgauAuf jeden Fall werden wir auch hier mitlesen und sind gespannt, wie sich das Projekt entwickelt.

 

Die Woche bisher – Es wird stressig

Bauen oder eher die Bauvorbereitung scheint aus wochenlangem Warten und Momenten absoluter Hektik zu bestehen. So stand diese Woche unser Telefon kaum still.

Unser euer Bauleiter ist nun wieder unser ursprünglicher Bauleiter.  Hier hatten wir Glück, dass wir den ursprünglich von Danhaus mitgeteilten Wechsel nicht beim Bauamt angezeigt hatten.

Unser Bauleiter hat uns angesprochen wie weit wir mit der Firma Göllner für die Bodenplatte sind. Gute Frage, daher hat unser Bauleiter einen Termin für Ende Februar mit Bodenarbeiter und der Firma Göllner angefragt. Irgendwie finden wir es gut, dass die beteiligten Partien direkt miteinander sprechen und wir nicht Stille Post spielen. Auch unser Erdarbeiter hat zwischenzeitlich an uns gedacht.

Die Firma Clayton hat sich gemeldet und mitgeteilt, dass das kurzfristig benötigte Bodengutachten innerhalb einer Woche fertiggestellt werden kann. Für dieses Entgegenkommen berechnet Clayton 25% des Pauschalpreises. Aber selbst so ist Calyton noch um die Hälfte günstiger als alle anderen Angebote. Wir erwarten hier keine Überraschungen und haben daher kurzfristig zugesagt.

Auch Danhaus hat sich nochmals gemeldet, die lang ersehnte und inzwischen überfällige Darlehensabtretung lag noch nicht vor. Die Bank wollte noch Unterschriften für eine sogenannte unwiderrufliche Überweisungsanweisung. Danhaus sichert sich mit der Abtretung bei der Bank ab, dass auf jeden Fall bezahlt wird. Die Bank sichert sich so bei uns ab, dass wir es uns doch nicht anders überlegen. Positiv bleibt zu erwähnen: Das ganze Verfahren einschließlich der Abtretung wird uns nicht berechnet. Manche Banken verlangen hierfür eine Gebühr. Sich frühzeitig erkundigen hilft hier den angehenden Bauherren. Nach geleisteter Unterschrift konnten wir die Abtretung an Danhaus faxen und dem geplanten Richttermin steht nichts mehr im Weg.

Beim lokalen Elektrik haben wir bereits angefragt einen Baustromkasten zu mieten. Das klappt wohl ohne weitere Probleme.

Kurz darauf hat sich die Fa. Elku aus Berlin gemeldet und uns das weitere Verfahren erläutert. Elku geht dazu einen kleinen Fragenkatalog durch um sich ein erstes Bild zu verschaffen. Da wir uns schon viele Gedanken über der Elektrikanalge gemacht hatten, konnten wir unserer Pläne noch am selben Abend zusenden. Keine zwei Arbeitstage später lag uns unser Angebot vor: Danhaus hat tatsächliche einen großen Leistungsumfang, und dennoch sind wir bei 4.500 € Zusatzkosten gelandet. In unserer Kalkulation sind ursprünglich 3.000 € für diese Position eingeflossen. Da wir uns noch ein Angebot für Einbausports und eine SAT-Anlage haben erstellen lassen, wurde die Position entsprechend größer. Beide Punkte hatten wir ursprünglich als Eigenleistung geplant. Elku hat noch einige Zusätze eingeplant, von denen uns einige zusagen, andere nicht. Neben den Einbauspots werden wir nun sämtliche Arbeiten von Elku durchführen lassen und den ersten Entwurf entsprechend erweitert. Obwohl die Summe zunächst recht hoch erscheint, sind die Einzeplositionen preislich weit unter dem, was wir ursprünglich angenommen – oder besser befürchtet – hatten.

German PV wird unserer Solaranlage installieren. Da wir zukünftig eine Erweiterung  der PV-Anlage auf unserer Garage in Betracht ziehen, habe wir uns über die Möglichkeit erkundigt. Benötigt wird lediglich ein Leerrohr für die Rückführung der Kabel und ein entsprechender Platz für den zusätzlichen Wechselrichter. Elku haben wir diese Pläne ebenfalls mitgeteilt – das Leerohr zu späteren Einziehen der Kabel als auch die Stromzuführung zur Garage wird von Elku direkt mit ausgeführt.

Am Ende versucht Danhaus noch den vom Bauamt vorgeschriebenen Auflagen nachzukommen. Hier hat das Bauamt von uns den Nachweis nach §10 LBOVVO vor Baufreigabe verlangt. Hier herrscht wohl Verwirrung, wurde versucht die Bestätigung nach §10 EEWärmeG von der Firma Acalor zu erhalten. Diese kann jedoch erst nach Fertigstellung/Übergabe ausgestellt werden. Somit haben wir selbst die Gesetze gewälzt, denn das Baurechtsamt hat uns folgende Einschränkung auferlegt

Die bautechnische Bestätigung nach § 10 Abs. 2 der Verfahrensordnung zur Landesbauordnung -LBOVVO- ist vor Erteilung der Baufreigabe vorzulegen.

Darin steht wiederum

(2) In Genehmigungsverfahren, die nicht unter Absatz 1 fallen, ist eine Erklärung nach Absatz 1 abzugeben, wenn die Voraussetzungen für den Wegfall der bautechnischen Prüfung nach § 18 vorliegen.

Tatsächlich wird auch der Nachweis nach §10 EEWärmeG gefordert. Allerdings nicht vor Baufreigabe.

(G2241) Über die Erfüllung bzw. ersatzweise Erfüllung der Nutzungspflicht nach dem Erneu- erbaren-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) ist der unteren Baurechtsbehörde der Nachweis eines Sachkundigen bzw. Brennstofflieferanten oder Wärmenetzbetreibers ent- sprechend §10 EEWärmeG vorzulegen. Hierzu verweisen wir auf das beiliegende Merkblatt zum Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).

Bei so vielen §§ 10 kann man tatsächlich schnell den Überblick verlieren…

Am Ende erhielten wir noch Post von Danhaus mit einem Stapel an Dokumenten um der staatlich geforderten Bürokratie gerecht zu werden: Baubeginnsanzeige (unserer Meinung nach kein gutes deutsches Wort) und eine Reihe weitere bereits ausgefüllter Dokumente, die vor den entsprechenden Bauphasen bzw. Abschlüssen an das Bauamt übersendet werden müssen. Glücklicherweise wird uns unser Bauleiter dabei unterstützen, das richtige Dokument zum richtigen Zeitpunkt einzureichen…

Grötz lässt grüßen – die zweite Abschlagszahlung

Das neue Jahr ist erst vier Wochen alt, da lässt es sich auch die Firma Grötz nicht nehmen, eine zweite Abschlagszahlung einzufordern. Neuer Sachbearbeitern, 25% höhere Kosten – da war die Verwirrung erst einmal groß. Also haben wir die Unterlagen mit der ursprünglichen Auftragsbestätigung verglichen. Die Prüfung ergibt: Es ist alles korrekt, denn wir lassen die Gründung der Garagen durch die Firma Grötz durchführen. Auch von diesen Kosten gilt es die ursprünglich vereinbarten 40% bereits im Voraus zu begleichen.

Grötz - Zweite AbschlagszahlungDem Herzinfarkt ein Schritt näher, und 2.000 € ärmer geht es also weiter – zumindest auf dem Papier. Die meisten Kredite können nur in wenigen Teilbeträgen ausbezahlt werden. Da tut es gut, ähnlich wie bei uns, einige Reserven für den Bau auf einem Tagesgeldkonto vorrätig zu haben. Dadurch ziehen solche Überraschungen nicht allzu große bürokratische Konsequenzen nach sich…

Baugrunduntersuchung

Der vorläufige Richttermin ist bekannt, in wenigen Wochen sollte mit den Bodenarbeiten und der Gründung begonnen werden. Da kommt überraschend eine Nachricht von Danhaus. Leider ist das vorgelegte Bodengutachten nicht hinreichend für die Berechnung des Fundaments.

Grundsätzlich nicht tragisch, da wir sowohl ein weiteres Bodengutachten in der Kalkulation berücksichtigt hatten, als auch, dass wir bereits vor einem halben Jahr Angebote bzgl. der Gutachten eingeholt hatten. Wir hatten mehrere ansässige Institute und Geologen angeschrieben. Der Haken ist nun jedoch die Zeit: 20 Werktage Bearbeitungszeit – das wird sportlich mit der Gründung.

Wir haben auf eines der vorliegenden Angebote, der Firma Clayton, zurückgegriffen. Diese arbeitet mit Danhaus zusammen und wurde uns bereits von Hr. Kadesch empfohlen, sollten der aktuelle Fall tatsächlich eintreten.

Auch wenn es nun knapp wird, und die zusätzlichen Kosten ärgerlich sind, konnten wir den Auftrag noch am selben Tag vergeben. Auch hier konnte das Ingenieurbüro Kadesch wieder mit sagenhaften Reaktionszeiten überzeugen. Innerhalb weniger Stunden wurden sämtlich benötigte Unterlagen an Clayton übermittelt. Das lokale Ingenieurbüro, von dem das allgemeine Angebot stammte, konnte leider nicht überzeugen. Obwohl die Messungen schnell hätten durchgeführt werden können, wären wir hier preislich bei mehr als dem doppelten der Firma Clayton gelegen.

Von den Messungen werden wir wohl nichts mitbekommen, das Gutachten und die Rechnung dürften wohl das nächste sein, was wir hoffentlich in wenigen Tagen von Clayton erhalten. Hier war man übrigens sehr zuvorkommend und freundlich nimmt sich unseres jetzt doch noch kurzfristigen Anliegens schnell und unkompliziert an.

Allen Bauherren an der Stelle kann man raten bereits frühzeitig Angebote einzuholen. Damals hatte dies bei uns teilweise zwei bis drei Wochen gedauert, bis einzelne Anbieter geantwortet hatten. Alternativ kann man bei seinem Sachbearbeiter bei Danhaus nachfragen. Danhaus hat eine ganze Liste von Geologen und Firmen, die Gutachten in Zusammenarbeit mit Danhaus erstellen. Allerdings gilt es diese Liste zu erfragen.