Der Notartermin

Gestern war es endlich soweit: Für Punkt 10 Uhr Morgens war unser Notartermin vereinbart.

Der Vertrag

Der Vertragstext ging uns bereits vor einigen Wochen zu.  Genügend Zeit, sich vorab schlau zu machen. Bereits im Vorfeld haben wir uns dementsprechend über die verschiedensten Wortlaute im Vertrag und auf verschiedene Paragraphen, auf die Bezug genommen werden informiert.

Die erste HürdeWo ist das Geld

Natürlich, hat die zeitnahe Überweisung des Kaufvertrags nicht so geklappt, wie von der Bank vorgesehen. Um 10 Uhr konnte noch kein Zahlungseingang festgestellt werden. Einher ging damit eine kurzfristige Änderung des Vertragstext. Die Notarin erhält eine im Kaufvertrag festgelegte Vollmacht, nach dem Zahlungseingang, die Umtragung im Grundbuch durchzuführen. Der Vertragstext wurde direkt vor Ort geändert, hier zeigte man sich erfreulicherweise sehr flexibel. Unterzeichnet wurde durch Käufer, Verkäufer (Bevollmächtigter der Stadt) und der Notarin.

Grundschuld

Zeitgleich mit dem Kaufvertrag sollte eine Grundschuld bestellt werden. Die Unterlagen wurden im Vorfeld durch die Bank bereitgestellt. Die Grundschuldbestellung wird entsprechend im Kaufvertrag vermerkt. Hierdurch sparen wir uns schlicht einen zweiten Notartermin und somit Kosten. Laut Bank kommt es durchaus vor, dass die von der Bank geliefertem Vordrucke im Wortlaut durch den Notar angepasst werden. Von diesem Regelausnahmefall blieben wir erfreulicherweise verschont. Der Text wurde durch die Notarin direkt durchgewinkt, und durch die notwendigen Texte zur Beurkundung ergänzt. Hier war nur noch eine Unterschrift durch den Schuldner (also uns) und die Notarin notwendig.

Eine Überraschung mehr – Der Übergabeschacht kostete nun doch

In der Vertragsvorlage gab es zwar eine Passage  bzgl. der Kosten des Übergabe- bzw. des Hauskontrollschachts, jedoch ohne einen Wert. Während des Notartermins wurden hier noch tausendennochwas Euro durch die Stadt veranschlagt und eingetragen. Ärgerlich, da nicht einkalkuliert. Allerdings wurde im Vorfeld in keinem Schreiben auf die Zusatzkosten hingewiesen. Von insgesamt vier Baugebieten der Stadt wird auch nur für eines diese Extrakosten explizit ausgewiesen. Hier werden wir definitiv nochmals bei der Stadt anfragen, da beim ersten Gespräch bereits bestätigt wurde, es handelt sich um einen Komplettpreis. Allerdings gibt es auch kein Schreiben, auf dem hingewiesen wird das für dieses Baugebiet keine Kosten für den Übergabeschacht entstehen.

Fazit

Alles in allem dauerte der Termin knappe 40 Minuten. Positiv war bei unserem Termin die, an normalen Menschen angepasste Lesegeschwindigkeit durch die Notarin. Wer bereit den einen oder anderen Notartermin miterleben durfte, weiß, es ist nicht immer einfach dem notariellen Schnelllesetest zu folgen. Auch wurden in unserem Fall zumindest die eher in Beamtendeutsch gehaltenen Paragraphen kurz durch die Notarin erläutert.

Alles in allem sehr unspektakulär. Kein Feuerwerk, kein Sekt, kein Glizerkonfetti, das vom Himmel regnet. Auf dem dem Nachhauseweg bleibt uns ein Blick auf das  das Wappen unserer zukünftigen Wahlheimat. Zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig, aber das dürfte unser kleinstes Problem sein…
Unser WappenIn den nächsten Tagen sollte uns eine Abschrift der Urkunde und vermutlich jede Menge Rechnungen zugehen. Bis dahin heißt es nun wieder einmal warten…

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