Vermessungsauftrag

Die vergangenen Tage waren wir damit beschäftigt Angebote verschiedener Vermessungsbüros im Umkreis einzuholen.  Laut dem Danhaus Formblatt Bauantragsunterlagen 07.2013 ist zunächst ein amtlicher Lageplan mit Einzeichnungen der Gebäude, der AbstandsflächenHöhenangaben usw. notwendig, damit der Architekt mit seiner Arbeit beginnen kann.

Nachdem einige Angebote (mit unterschiedlichem Umfang) eingegangen sind, wurde uns durch unseren zukünftigen Nachbarn ein weiteres Vermessungsbüro in der unmittelbaren Umgebung empfohlen, das bereits das nachbarliche Bauvorhaben begleitet hatte. Fragen kostet nichts, dachten wir, und haben uns kurzentschlossen auch dort einmal telefonisch gemeldet.

Im Gegensatz zu den uns bisher vorliegenden Angeboten, die mehr oder weniger nachvollziehbare Positionen enthielten, wurde endlich Licht in den Vermessungsdschungel gebracht.

Zunächst gibt es die reinen Ingenieurleistungen für den Bau. Hierzu gehören die topographischen Geländeaufnahme, deren Grundlage zunächst die Abmessungen und die Höhnelage  (NN oder NH) bildet, der Plansatz, also den Lagepländen die für den Bauantrag notwendig sind und im spätere Bauverlauf die Grobabsteckung für die Baugrube als auch das Schnurgerüst.  Im ersten Schritt nach der Vermessung wird zunächst ein Vorabzug dem Architekten bereitgestellt, sodass dieser seinen Teil der Planung durchführen kann. Im weiteren Verlauf wird das Gebäude in den Lageplan aufgenommen und an das Liegenschaftskataster übermittelt. Wichtig hierbei: Nur ein amtlich bestellter Vermesser kann dies durchführen.  Gebühren bzgl. Liegenschaftskataster und Fortführungsgebühr des Landratsamtes ergeben sich wieder einmal aus einer Gebührenverordnung. Sofern diese Position nicht in einem Angebot enthalten ist, kann man diese laut service-bw recht einfach ermitteln:

Für ein typisches Wohnhaus betragen die Baukosten zwischen 100.000 Euro und 400.000 Euro. Die Gebühren für die Gebäudeaufnahme betragen 300 Euro zuzüglich Umsatzsteuer. Die Fortführungsgebühr bemisst 35 Prozent der Gebühr für die Gebäudeaufnahme und wird zusätzlich erhoben, in diesem Fall 105 Euro. Für die Gebäudeaufnahme eines typischen Einfamilienhauses wird ein Gesamtbetrag von 462 Euro fällig.

Bei den Angeboten sollte man unbedingt darauf achten, dass die Höhenaufnahme und die NN-Höhenbestimmung enthalten ist. Andernfalls müssten diese Positionen nachträglich in Auftrag gegeben werden. Drumherum kommt man vermutlich selten. Wer das  Danhaus Formular Erklärung BA-Unterlagen 2012.10 aufmerksam liest, wird feststellen, dass sobald ein 25cm großer Niveauunterschied im Bereich des Baukörpers besteht, ein amtlicher Höhenplan (NN bzw. NH bezogen) geliefert werden muss.

Ein guter Vermessungsingenieur wird auch erläutern, dass  im Lageplan der aktuelle Baumbestand eingetragen wird. Notwendig für alle, die einen Lage- und Bestandsplan für etwaig zu beantragende Baumfällarbeiten benötigen. Die hierfür erforderlichen Informationen können dann dem Lageplan entnommen werden.

Das alles konnten wir ein einem 20 Minütigen Telefonat lernen. Aufgrund dieser ausführlichen und vor allem dem Laien verständlichen Erläuterungen, der geschaffenen Kostentransparenz  und einem fairen Angebot haben wir uns kurzerhand Entschieden dem Vermessungsbüro Ebeling in Eppingen den Auftrag zu erteilen.

Jetzt gilt es warten auf die Vermessungsergebnisse…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.