Bebauungsplan

Mit den Informationen, insbesondere dem Bebauungsplan des potentielle Baugrundstücks kann man sich schon besser ein Bild davon machen, wie und wo denn solch ein Baugrundstück überhaupt bebaut werden darf.

Ein Bebauungsplan besteht dabei aus einem schriftlichen und grafischen Teil.  Gut tut, wer letzteren auch noch lesen kann. Mit der grundlegenden Karte-Kompass-Ausbildung der Bundeswehr sollte es zwar in der Regel möglich sein, die grundsätzliche Lage und Ausrichtung des Grundstückes zu bestimmen, schwieriger wird es jedoch bei der Deutung der für den Laien doch teilweise geheimnisvollen Beschriftungen.

Grundflächenzahl

Da sich schriftlicher als auch grafischer Teil ergänzen, geht es nicht ganz ohne beide zu verstehen. Die Erläuterungen zum Bebauungsplan (B-Plan) der Stadt Fulda helfen hier definitiv weiter und sind dank Rechenbeispielen und Grafiken auch für den Laien verständlich. Nach einiger Recherche konnten somit die entsprechenden Informationen aus dem vorliegenden Bebauungsplan entziffert werden.

WA bedeutet schlichtweg, dass es sich um allgemeines Wohngebiet handelt, die römische Ziffer II gibt die Anzahl der maximalen Vollgeschosse an. Vollgeschosse sind nach der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO) §2 (6) im Übrigen wie folgt definiert:

Vollgeschosse sind Geschosse, die mehr als 1,4 m über die im Mittel gemessene Geländeoberfläche hinausragen und, von Oberkante Fußboden bis Oberkante Fußboden der darüberliegenden Decke oder bis Oberkante Dachhaut des darüberliegenden Daches gemessen, mindestens 2,3 m hoch sind. Die im Mittel gemessene Geländeoberfläche ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Höhenlage der Geländeoberfläche an den Gebäudeecken.

Während die Grundflächenzahl 0,4 den Anteil des maximal überbauten Grundstücks deutet, steht die Geschossflächenzahl 0,8 für das Verhältnis der gesamten Geschossflächen zum Rest des Grundstücks.

Ein kurzes Rechenbeispiel zeigt, dass sich die Stadtplaner hier mit den Ziffern nicht vertan haben:

Bei einer angenommen Grundstücksfläche von 1.000 m2 ergibt die Grundflächenzahl 0,4 eine überbaubare Fläche von maximal 400 m2. Bei zwei Vollgeschossen á 400 m ergibt dies 800 m2 Gesamtfläche für beide Geschosse, was auch 80% der 1000 m2 entspricht.

Letztendlich handelt es sich hier jedoch nur um rechnerische Maximalwerte, die die bebaubare Fläche einschränkt. Zieht man nun noch Landesbauordnung und Nachbarschaftsrecht, in Zusammenhang mit dem geplanten Bau, in Betracht sollte man die mögliche Maximalgröße des zukünftigen Hauses ermitteln können.

An anderer Stelle war dann auch das Füllschema der Nutzungsschablone (wie die Grafik in der Fachsprache wohl heißt) zu finden.

Füllschema der Nutzungsschablone

Nachdem alles verarbeitet und verstanden ist, gilt es jetzt zu überlegen, wie das Häuschen am Besten auf dem überbaubaren Gelände zu platzieren ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.